Die diesjährige Traineebroschüre bietet einen umfassenden Einblick in die unterschiedlichen Einstiegsprogramme der GPRA-Mitgliedsagenturen. In dieser Auflage sind 27 von aktuell 31 Mitgliedern vertreten.
Zusätzlich zu den einzelnen Agenturprofilen gibt es wertvolle Informationen zum Qualitäts-Gütesiegel Consultancy Management Standard (CMS) sowie Wissenswertes zum Trainee-Rahmenpapier, das von dem HR-Arbeitskreis der GPRA-Mitgliedagenturen, Studierenden sowie Professorinnen und Professoren als gemeinsamer Ausbildungsstandard und Handlungsrahmen erstellt wurde.
Die GPRA-Agenturen bieten Berufseinsteigenden einen strukturierten Start in den Beruf mit individuellen Weiterbildungsmöglichkeiten und einer engen Betreuung (Mentoring oder Sparring) durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen. Mit den vielen verschiedenen Anforderungsprofilen haben Berufseinsteiger:innen und Young Professionals die Möglichkeit, ihre eigenen Stärken und Kompetenzen besser kennenzulernen und gegebenenfalls in andere Jobprofile innerhalb der Agentur zu wechseln.
Das Dokument mit den Einstiegsprogrammen der GPRA-Agenturen steht hier frei zum Download zur Verfügung:
Trainees, Junior-Berater:innen und Direkteinsteiger:innen der GPRA-Agenturen bilden im Mai 2023 die erste „GPRA-Klasse by dapr“ und erhalten mit dem Training die Chance, zentrale Schritte auf ihrem Weg zum Trusted Advisor fokussiert zu erlernen. In zwei praxisorientierten Modulen von je drei Tagen vermitteln anerkannte Expert:innen Beratungs-Skills & -Tools und trainieren deren gezielten Einsatz. Inhalte sind dabei unter anderem das Reframing von Problemstellungen, der Aufbau von Kundenbeziehungen und das Aufsetzen von Feedbackstrukturen.
Die GPRA-Agenturen verpflichten sich bislang über ihr Traineeprogramm, Beratungskompetenz zu vermitteln. Das Training bietet darüber hinaus nun ein detailliertes und didaktisches Konzept, um Einsteiger:innen intensiv und nach gemeinsamen Standards für die Kommunikationsberatung zu qualifizieren.
„Mit dem Trainingsangebot setzen wir einen weiteren Meilenstein für die Professionalisierung der Kommunikationsberatung und der Schaffung von Standards. Mit der dapr haben wir einen kompetenten und sehr erfahrenen Partner für unser Anliegen gewinnen können“, sagt Alexandra Groß, GPRA-Präsidentin und Vorstandsvorsitzende der Fink & Fuchs AG.
„Die große Zahl an Anmeldungen für die erste Klasse bestätigt uns, dass wir mit der inhaltlichen und didaktischen Ausrichtung des Trainings die Bedürfnisse der Branche treffen und am Puls der Zeit agieren. Neben der Wissensvermittlung steht die Vernetzung des Kommunikationsnachwuchs untereinander und mit Akteurinnen und Akteuren der Medienbranche im Mittelpunkt des Angebots“, ergänzt Nils Hille, Geschäftsführer der dapr.
Die Termine für die erste GPRA-Klasse by dapr im Mai und Juni in Düsseldorf sind bereits ausgebucht. Aufgrund der starken Nachfrage findet die zweite Klasse im September und Oktober statt, für die Anmeldungen ab sofort möglich sind.
Weitere Informationen finden Sie über die dapr-Website.
Über den GPRA e.V.
Die GPRA ist seit 1974 der Verband der führenden PR- und Kommunikationsagenturen Deutschlands und hat ihren Sitz in Berlin. Mit strengen Aufnahmekriterien und hohen Anforderungen an ihre Mitglieder setzt sie Standards in der PR-Branche und fördert den Austausch zwischen den Mitgliedern und Meinungsbildnern. Die GPRA repräsentiert 38 Agenturen mit knapp 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Marktanteil von 54 Prozent.
Über die dapr GmbH
Die 1991 gegründete Deutsche Akademie für Public Relations (dapr) ist einer der führenden Aus- und Weiterbildungsanbieter der Kommunikationsbranche. Fach- und Führungskräfte, Volontär*innen, Trainees und Quereinsteiger*innen bilden sich hier in den Bereichen PR und Kommunikation weiter. Renommierte Dozent*innen aus der Praxis vermitteln das Wissen in praxisorientierten Seminaren und Masterlehrgängen. Zudem bietet die dapr branchenweit anerkannte Prüfungen und Zertifizierungen an.
Pressekontakt
GPRA e. V. Isabelle Hoyer Alt-Moabit 90 10559 Berlin Tel. 030 405599-38 Mobil: 0171-2083827 E-Mail: i.hoyer@gpra.de
Berlin, 27.10.2022 – Auch in diesem Jahr hat die GPRA wieder – pünktlich zum bevorstehenden PR Report Camp – ihre Broschüre zum Berufseinstieg in Kommunikationsagenturen aktualisiert. Die Traineebroschüre bietet einen umfassenden Einblick in die unterschiedlichen Einstiegsprogramme der GPRA-Mitgliedsagenturen. Neu mit dabei in dieser Auflage sind Ansel & Möllers, crossrelations, Engel & Zimmermann, MSL und SGC, damit sind 35 von aktuell 41 Mitgliedern in der Traineebroschüre vertreten.
Zusätzlich zu den einzelnen Agenturprofilen gibt es wertvolle Informationen zum Qualitäts-Gütesiegel Consultancy Management Standard sowie Wissenswertes zum Trainee-Rahmenpapier, das von dem HR-Arbeitskreis der GPRA-Mitgliedagenturen, Studierenden sowie Professorinnen und Professoren als gemeinsamer Ausbildungsstandard und Handlungsrahmen erstellt wurde.
Die GPRA-Agenturen bieten Berufseinsteigenden einen strukturierten Start in den Beruf mit individuellen Weiterbildungsmöglichkeiten und einer engen Betreuung (Mentoring oder Sparring) durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen. Mit den vielen verschiedenen Anforderungsprofilen haben Berufseinsteiger:innen und Young Professionals die Möglichkeit, ihre eigenen Stärken und Kompetenzen besser kennenzulernen und gegebenenfalls in andere Jobprofile innerhalb der Agentur zu wechseln.
Das Dokument mit den Einstiegsprogrammen der GPRA-Agenturen steht hier frei zum Download zur Verfügung:
Vielfalt, Gleichstellung und Inklusion prägen öffentliche Debatten weltweit – aber nur jeder zweite Kommunikationsprofi in Europa verfolgt die globalen Trends und Diskussionen in diesem Bereich
Ein empathischer Führungsstil von Führungskräften in Kommunikationsabteilungen und Agenturen hat einen signifikant positiven Einfluss auf Engagement, Einsatzbereitschaft und psychische Gesundheit der Teams
Nur sehr wenige Kommunikationsabteilungen sind fortgeschrittene Nutzer von CommTech zur Digitalisierung interner Arbeitsabläufe und Kommunikationsaktivitäten – das größte Hindernis für eine schnelle Transformation sind organisationsspezifische Strukturen und Prozesse
Qualität in der Kommunikationsberatung ist aus verschiedenen Gründen schwer erreichbar; entsprechende Standards für Berater:innen, Kunden oder beides werden von drei von vier Befragten befürwortet
Die Studie identifiziert signifikante Unterschiede zwischen den Ländern sowie zwischen Unternehmen und Non-Profit-Organisationen in Europa
Die Studie untersucht, ob und wie sich zwei viel diskutierte Entwicklungen in Gesellschaft und Organisationen auf die Kommunikationsbranche auswirken: Vielfalt, Gleichstellung und Inklusion sowie der Trend zu einem empathischen Führungsstil. Darüber hinaus werden die Digitalisierung von Kommunikationsabteilungen und -agenturen (CommTech) und Beratungsqualität in der Kommunikation beleuchtet. Die Gehaltsentwicklung in der Branche, strategische Themen sowie die Merkmale exzellenter Kommunikationsabteilungen werden mit einer detaillierten Analyse für 22 Länder analysiert. Eine strenge Auswahl der Studienteilnehmer, ein Forschungsdesign auf Grundlage etablierter Theorien sowie statistische Analysen nach wissenschaftlichen Standards sind die Kernmerkmale dieser Studie, die von einem Team renommierter Kommunikationsprofessorinnen und -professoren von Universitäten aus ganz Europa durchgeführt und unterstützt wurde.
Professor Ansgar Zerfaß, Leiter der Studie und Inhaber des Lehrstuhls für Strategische Kommunikation an der Universität Leipzig, erklärt: „Europa steht an einem Wendepunkt. Vieles, was gestern noch als selbstverständlich galt, wird heute radikal in Frage gestellt: Die friedliche Koexistenz von Nationen und Menschen in unserer Region, die Rolle von Politik und Medien als integrative Kräfte in der Gesellschaft und die Fähigkeit von Volkswirtschaften, Innovation und nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Dies wirkt sich grundlegend auf unseren Bereich – das Management und die Durchführung professioneller Kommunikation für Organisationen – aus. Einige Trends sind sehr spezifisch, aber andere lassen sich in ganz Europa beobachten, wie diese Ausgabe des European Communication Monitor zeigt.“
Diversität, Gleichstellung und Inklusion als Herausforderung für die Profession
Die 16. Ausgabe des European Communication Monitor untersucht, ob und wie sich die öffentliche Debatte über Diversität, Gleichstellung und Inklusion in der täglichen Praxis des Kommunikationsmanagements in Europa niederschlägt. Die Ergebnisse zeigen, dass nur gerade einmal die Hälfte aller Kommunikatorinnen und Kommunikatoren die globalen Trends und Diskussionen verfolgt hat (50,7 %). Etwa die gleiche Anzahl der Befragten 2 bestätigt, dass das Thema in ihrem Land stark diskutiert wird (49,5 %). Deutschland und die Schweiz liegen bei der Intensität der öffentlichen Diskussion vergleichsweise weit vorne, das gilt aber nicht für das Berufsfeld selbst.
Jede zweite Organisation berücksichtigt bei der Planung und Durchführung von Kommunikationsinitiativen das Alter, die ethnische Zugehörigkeit und das Geschlecht der Zielgruppen, während der soziokulturelle Status, Behinderungen, Weltanschauungen und politische oder spirituelle Überzeugungen weniger häufig beachtet werden. Die meisten Praktiker bestätigen, dass sich Diversität positiv auf das Vertrauen externer und interner Bezugsgruppen auswirken kann. Sie berücksichtigen deshalb Diversität bei der Erstellung von Inhalten für andere. Aber nur ein Drittel glaubt an einen Wandel in der Zusammensetzung der eigenen Kommunikationsteams in naher Zukunft.
Empathische Führung in Kommunikationsteams
In Krisenzeiten wie der COVID-19-Pandemie wurde beobachtet, dass viele Führungskräfte von Organisationen mit mehr Empathie kommunizieren. Die Studie untersucht dieses Phänomen sowie die Auswirkungen empathischer Führung auf die psychische Gesundheit, das Engagement und das Wohlbefinden im Kommunikationsbereich. Die Ergebnisse zeigen, dass drei von vier Befragte (73,3 %) ein empathisches Agieren von Führungskräften in der Kommunikation erlebt haben, wobei die Mehrheit (56,7 %) angab, dass dies im letzten Jahr zugenommen hat.
Die Ergebnisse belegen auch, dass sich die Kommunikatoren auf allen Ebenen stark für ihre Organisationen engagieren. Ebenso sind die Befragten im Allgemeinen sehr motiviert bei ihrer Arbeit. Nur ein Prozent der Befragten sind akut von Burnout bedroht. Die vielleicht wichtigste Erkenntnis ist, dass Fachleute, die für eine empathische Führungskraft in einer Kommunikationsabteilung oder -agentur arbeiten, deutlich engagierter und motivierter sind, eine bessere psychische Gesundheit aufweisen und weniger häufig den Job wechseln wollen. Dies ist ein starkes Argument für die Entwicklung von empathischen Führungskompetenzen und Teamkulturen.
„Die Ergebnisse des diesjährigen European Communication Monitor verdeutlichen, dass sich Authentizität und Glaubwürdigkeit in der Kommunikation und im Handeln von Unternehmen zu absolut geschäftskritischen Erfolgsfaktoren entwickelt haben“, so Manuela Schreckenbach, Senior Director Insights bei Cision. „Sie spielen eine noch bedeutendere Rolle als bisher bei der Darstellung eigener Initiativen rund um Vielfalt, Gleichstellung und Inklusion und sie sind wichtige Faktoren in Bezug auf empathische Führungsstile.“
Empathische Führung macht den Unterschied: Deutlich mehr Einsatz, Commitment und bessere mentale Gesundheit, wenn man für empathische Führungskraft arbeitet
Externe Beratung in der Kommunikation: Komplexität, Qualität und Trends
Die Mehrheit der Kommunikationsfachleute in Europa ist der Ansicht, dass der Bedarf an externer Beratung zur Stakeholder-Kommunikation sowie zu Strukturen und Prozessen in der Kommunikation in Organisationen zunimmt. Gleichzeitig nehmen jedoch 63,9 % der Befragten wahr, dass die Beratungsbranche immer vielfältiger und komplexer wird, und 60,1 % geben an, dass es immer schwieriger wird, die Qualität von externer Beratung sicherzustellen.
Als wichtigste Dimension zur Sicherung der Qualität von Beratungsprozessen nannten die Befragten das eingesetzte Personal und das Know-how von Kunden und Beratern (89,9 % wichtig oder sehr wichtig), gefolgt von der Projektkoordination zwischen beiden Seiten (87,7 %).
Eine deutliche Mehrheit der Kommunikationsprofis in Europa unterstützt die Idee von Qualitätsstandards für die Kommunikationsberatung: 67,8 % stimmen der Aussage zu, dass der Berufsstand übergreifende Standards für Berater braucht, um die Qualität der Kommunikationsberatung zu bewerten und zu sichern, und 60,7% sind der Meinung, dass ebensolche Standards für Kunden benötigt werden.
„Kommunikation hat sich als strategischer Erfolgsfaktor in Unternehmen etabliert“, sagt Alexandra Groß, Vorstandsvorsitzende bei Fink & Fuchs, dem Digitalpartner der Studie. „Zunehmende Komplexität beim Aufbau und der Umsetzung zielgerichteter Stakeholder Relations erhöht die Anforderungen an Kommunikation und den externen Beratungsbedarf. Dies erfordert auf beiden Seiten in Verständnis von Qualität der Kommunikationsberatung. Von einheitlichen Standards können Unternehmen und externe Beratung gleichermaßen profitieren. Ich bin überzeugt, dass die Qualität dadurch insgesamt kontinuierlich gesteigert wird.“
Die meisten Kommunikatorinnen und Kommunikatoren wünschen sich Qualitätsstandards, sowohl für Berater:innen als auch für Kundinnen und Kunden; nur ein Viertel ist der Meinung, dass keine Standards notwendig sind
CommTech und die digitale Transformation der Unternehmenskommunikation
Ein überraschendes Ergebnis dieser Studie ist, dass nur ein Drittel (35,5 %) der Kommunikationsfachleute in ganz Europa die Debatte über die Nutzung von Software und Diensten zur Digitalisierung ihrer Funktion (CommTech) aufmerksam verfolgt hat. Nur eine kleine Mehrheit (bis zu 55,2 %) glaubt, dass diese Technologien den Kommunikationsberuf, die Kommunikationsabteilungen oder -agenturen, für die sie arbeiten, und die Art und Weise, wie sie persönlich arbeiten, verändern werden. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern, ohne dass eine klare regionale Tendenz erkennbar wäre. Bei der Bewertung der Risiken ist ein Drittel aller Befragten der Meinung, dass CommTech Nachteile für die Kommunikation mit den Stakeholdern, die Beratung des Top-Managements bzw. anderer interner Klienten oder für die eigenen Arbeitsabläufe mit sich bringt.
Die Zurückhaltung auf der individuellen Ebene korrespondiert mit einem moderaten Digitalisierungsgrad auf der Mesoebene von Kommunikationsabteilungen und -agenturen. Nur sehr wenige (6,2 %) dieser Einheiten haben alle ihre Kernaktivitäten digitalisiert und berichten über eine sehr fortgeschrittene Nutzung von CommTech. Abgesehen von diesen Innovatoren hinken viele in der Praxis hinterher und werden von den Befragten als Außenseiter, Nachzügler oder Spätzünder eingestuft. Die größten Herausforderungen bei der Einführung von CommTech sind nicht technologische Fragen (z. B. die Leistungsfähigkeit der Software) oder menschliche Aspekte (z. B. fehlende digitale Kompetenzen der Kommunikatoren), sondern Faktoren, die auf Defizite innerhalb der jeweiligen Organisationen hinweisen. Oft sind die Kommunikationsaufgaben und -prozesse nicht auf die Digitalisierung vorbereitet (38,5 %). Als häufigste Hindernisse werden unflexible Strukturen und Kulturen, mangelnde Unterstützung durch IT-Abteilungen und ähnliche strukturelle Barrieren genannt (44,7 %).
Der European Communication Monitor (ECM) wird jährlich von der EUPRERA, dem europaweiten Verband der Kommunikations- und PR-Wissenschaftler (European Public Relations Education and Research Association) sowie dem EACD als internationalem Verband der Kommunikationsdirektoren (European Association of Communication Directors) durchgeführt. Unterstützt wird das akademische Forscherteam dabei von Cision, einem globalen Dienstleister für strategische Medienbeobachtung und Kommunikationsanalysen, sowie der Kommunikationsagentur Fink & Fuchs. Parallele Studien in Nordamerika, Lateinamerika und im Asiatisch-Pazifischen Raum machen die Studie zur weltweit größten, akademisch fundierten Studienreihe im Berufsfeld, die insgesamt mehr als 80 Länder erfasst.
Was es konkret bedeutet, in einer CMS III-zertifizierten Agentur zu arbeiten und welche Vorteile das Gütesiegel mit sich bringt, erzählt uns Eileen Oelschläger, PR-Consultant bei Publik. Agentur für Kommunikation. Sie ist seit 2020 Mitglied der GPRA Young Professionals und Teil der Arbeitsgruppen Webseite und CMS III.
Wann hast Du zum ersten Mal von CMS III gehört?
Eileen Oelschläger, PR-Consultant bei Publik. Agentur für Kommunikation
Eileen Oelschläger: Ich habe zum ersten Mal vom Consultancy Management Standard III gehört, als ich vor zwei Jahren zu Publik gekommen bin. Die Agentur steckte damals mitten im Zertifizierungsprozess. Wir Mitarbeiter:innen wurden durch regelmäßige Updates über den Status Quo informiert und auch aktiv in den Prozess eingebunden. So habe ich hautnah und aus erster Hand erfahren, worum es bei CMS III geht – um ein hohes Qualitäts- und Prozessmanagement über alle Agenturbereiche hinweg. Für mich als neue Mitarbeiterin und Young Professional war es toll, zu sehen, wie hoch der Qualitätsstandard von Publik als Mitgliedsagentur der GPRA bereits zu diesem Zeitpunkt war. Seit Dezember 2020 bestätigt auch das CMS III-Zertifikat, dass wir auf hohem Niveau nach international anerkannten Qualitätsmaßstäben und ethischen Prinzipien arbeiten – das macht natürlich stolz.
Welche Vorteile bietet Dir CMS III in Deiner alltäglichen Arbeit?
Eileen Oelschläger: CMS III legt einen wichtigen Grundstein für meine Arbeit, das heißt, für die Beratung unserer Kundinnen und Kunden sowie die Konzeption und die Umsetzung von maßgeschneiderten Kommunikationslösungen wie Kampagnen. Ich muss nicht lange darüber nachdenken, wie die dahinterstehenden Prozesse wohl laufen, denn diese sind klar definiert und an einer zentralen Stelle transparent und nachvollziehbar zusammengefasst. So gibt es beispielsweise einen umfassenden Leitfaden zur Planung und Durchführung von neuen Projekten und Kampagnen. Das gibt mir gerade als Young Professional Sicherheit in meinem Tun und mehr Raum für Kreativität, Austausch und Ideen.
Was bedeutet Qualität für Dich?
Eileen Oelschläger: Qualität umfasst für mich Transparenz, eine vertrauensvolle Beziehung zu und eine Verbundenheit mit unseren Kundinnen und Kunden sowie eine stetige Weiterentwicklung. Qualität bedeutet für mich natürlich auch, kreative, individuelle Kommunikationslösungen für unsere Kundinnen und Kunden zu finden und diese zuverlässig zur Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden umzusetzen.
Über CMS III
Der Consultancy Management Standard (CMS) ist ein erweiterter Qualitätsstandard und gilt seit 2004 als international anerkanntes Qualitätszertifizierungssystem für PR- und Kommunikationsagenturen. Weltweit vertreten und kontinuierlich weiterentwickelt wird der CMS durch den internationalen Dachverband der PR- und Kommunikationswirtschaft ICCO (International Communications Consultancy Organisation). Lediglich die Mitgliedsverbände des ICCO haben Zugang zu diesem Standard. In Deutschland wird das CMS III-Siegel seit 2020 exklusiv und offiziell von der GPRA, als Dachverband der führenden deutschen PR- und Kommunikationsagenturen, ausgegeben.
Irina Tate, Vice President, baut den neuen Bereich Sustainable & Digital Transformation auf
Jonas Rex-Quincke, Vice President, unterstützt beim weiteren Ausbau der Corporate Public Affairs Practice mit Schwerpunkt im Bereich Energie & Klima
Irina Tate
Frankfurt, 25.05.2022 – Irina Tate ist ab sofort Vice President in der Corporate Public Affairs Practice bei FleishmanHillard Germany. Mit ihrer Expertise in den Bereichen Digitalisierung, Internationale Zusammenarbeit und Nachhaltigkeit bildet ihr Fachbereich Sustainable & Digital Transformation eine neue strategische Säule der Practice unter Dr. Thies Clausen, Head of Corporate Public Affairs bei FleishmanHillard Germany.
Nach Studienaufenthalten in Maastricht und Barcelona verbrachte Irina Tate noch einige Jahre in der internationalen Zusammenarbeit bei der Europäischen Kommission, den Vereinten Nationen und der Heinrich-Böll-Stiftung in Russland, Brüssel und den USA. Seit ihrer Rückkehr nach Deutschland widmete sie sich zudem der digitalen Transformation und sammelte Erfahrungen in Start-ups, mit Investoren und auch unternehmensseitig in der Beratung. Sie führte Teams, begleitete New Business Prozesse und Culture-Transformationen.
Neben strategischer und analytischer Stärken bringt Tate interkulturelle Kompetenzen sowie parteipolitische und Finanzmarkterfahrung mit.
Jonas Rex-Quincke
Ab 1. Juni 2022 verstärkt Jonas Rex-Quincke als Vice President das Berliner Büro von FleishmanHillard. Dort unterstützt er Dr. Thies Clausen bei dem weiteren Ausbau der Practice Corporate Public Affairs, insbesondere im Bereich Energie & Klima. Als gut vernetzter Experte stellt er die Practice auf breitere Füße.
Jonas Rex-Quincke hat in den letzten zehn Jahren den Aufbau der Public Affairs-Agentur ‚Erste Lesung‘ begleitet und mitgestaltet. Zunächst als Berater, später als Direktor, Prokurist und Stellvertretender Geschäftsführer betreute er Kunden aus den Bereichen Energie, unbemannter Luftfahrt und Digitalisierung. Zudem bekleidete er diverse Führungspositionen innerhalb der Agentur und deckt somit die gesamte Bandbreite des Agenturwesens ab. Vor seinem Start bei der ‚Ersten Lesung‘ war Jonas Rex-Quincke im Büro von Jens Spahn angestellt, der damals gesundheitspolitischer Sprecher der CDU war. Jonas Rex-Quincke hat European Studies an der Maastricht University und Politikwissenschaft an der Westfälischen Wilhelm-Universität Münster studiert. Zudem engagiert er sich als Vorstand beim Branchenverband Zivile Drohnen (BVZD).
„Ich freue mich sehr, dass wir Irina Tate und Jonas Rex-Quincke für unsere Corporate Public Affairs Practice gewinnen konnten. Wir konzentrieren uns auf wissensintensive Public Affairs-Beratung in den wichtigsten Fragen unserer Zeit – mit ihrer großen fachlichen, institutionellen und internationalen Erfahrung werden Irina und Jonas uns helfen, unser Wachstum weiter voranzutreiben“, sagt Dr. Thies Clausen, Partner und Head of Corporate Public Affairs bei FleishmanHillard Germany.
Über FleishmanHillard FleishmanHillard ist in Deutschland mit 100 Mitarbeitern in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und München vertreten. Die Kommunikationsberatung betreut Kunden in den Bereichen Corporate & Public Affairs, Corporate Communications, Corporate Reputation, Brand Marketing, Digital & Social, Technology und Healthcare. FleishmanHillard Germany ist Teil des globalen FleishmanHillard Netzwerks. 1946 von Al Fleishman und Bob Hillard in St. Louis, Missouri gegründet, gehört FleishmanHillard mit mehr als 80 Büros in 30 Ländern zu den weltweit führenden Kommunikationsagenturen.
Eine Theke im Büro? Das ist Standard in den PR-Agenturen von heute. Das Schöne daran? Es ist ein Ort zum Brainstorming und informellen Austausch. Das findet auch Ilan Schäfer, CEO von Weber Shandwick Deutschland, Teil von IPG DXTRA und Mitgliedsagentur der GPRA. Warum für ihn das Arbeiten in der PR-Branche der beste Job der Welt ist und „man sieht sich immer zweimal im Leben“ keine leere Floskel ist, gibt es hier zu lesen.
Warum bist Du Kommunikationsberater geworden?
Ich glaube an die Kraft guter Kommunikation. Mich hatte schon immer begeistert wie Marken mit starken Ideen Kultur prägen können und wie Kommunikation immer ein essenzieller Bestandteil jeder Problemlösung ist. Nachdem ich während meines Studiums kurzfristig Richtung Wirtschaftsprüfung gegangen bin, habe ich nach dem Diplom schnell den rechten Weg gefunden und sofort in der Kommunikationsbranche angefangen. Und seitdem nicht einen Tag bereut, Kommunikationsberater zu sein.
Wann hattest Du zuletzt das Gefühl, den richtigen Job zu haben? Und warum?
Jeden Tag. Es sind die Kolleg:innen, die Bandbreite an Themen und der Fakt, dass wir mit unserer Kommunikation nicht nur Marktanteile verbessern, sondern auch in der Gesellschaft etwas verändern können. Gute Kommunikation kann aufklären, gegen Missinformation arbeiten, mobilisieren. Das ist in Zeiten einer Pandemie genauso wichtig, wie z. B. beim Thema Nachhaltigkeit. Gute PR-Arbeit ist heute wichtiger denn je zuvor und darum ist unser Job auch der beste der Welt. 🙂
Welche PR-Kampagne ist Dir bis heute in Erinnerung geblieben? Und warum?
Ich finde generell hoch integrierte Kampagnen toll, die PR im Kern haben aber eine klug aufeinander aufbauende Bespielung unterschiedlicher Kanäle nutzen, das Verhalten großer Massen nachhaltig zu beeinflussen. Ein Beispiel ist hier die Gattungskampagne für die Avocado, die aus einer eher exotischen Frucht ein Nahrungsmittel gemacht hat, das mittlerweile zum Standard auf jedem Einkaufszettel gehört und jeder weiß, die Avocado ist eine echte Superfrucht. Auch bin ich ein Fan cleverer Mechaniken und mutiger Ideen. Oatley’s Petition zur Angabe des CO2-Fußabdrucks fand ich klasse.
Welche drei Buzzwords in der PR gehen Dir am meisten auf die Nerven? Und warum?
Mir geht eigentlich kein Buzzword so schnell auf die Nerven und viele verschwinden auch so rasch, wie sie gekommen sind. Mich verwundert aber, wie einige Themen und Technologien oft als der heilige Gral unserer Branche angesehen werden, ohne genau zu verstehen, wie sie einen Mehrwert bringen. KI, „Comms Tech“ und selbst Big Data sind alle sehr wichtig und machen unsere Arbeit besser und vor allem effizienter, aber keine Technologie und keine Daten können menschliche, emotionale Intelligenz ersetzen, sondern sie lediglich unterstützen.
Welches Buch sollte man als Kommunikationsberater:in gelesen haben?
Da gibt es viele. Mein erstes Buch war „Geständnisse eines Werbemannes“ von David Ogilvy. Mittlerweile über 25 Jahre her. Aktuell lese ich „Building Corporate Soul“ von Ralf Specht, sehr lesenswert. Allgemein und trotz Audiobooks und Podcasts kann ich nur empfehlen, ab und zu ein gedrucktes Buch in die Hand zu nehmen …
Was ist für Dich das Besondere am Arbeiten in einer Agentur?
Die Diversität an Menschen und Aufgaben, mit denen man täglich zu tun hat. Ich bin von Natur aus ein sehr neugieriger Typ und kann mich für die unterschiedlichsten Themen begeistern. In der Agentur hat man die Möglichkeit, sich jeden Tag in neue Themen einzuarbeiten und Neues zu lernen, immer wieder mit neuen tollen Menschen zusammen zu arbeiten, sowohl in der Agentur als auch auf Kundenseite. Welcher andere Job bietet einem diese Vielfalt?
Wie startest Du in den Tag?
Mein Wunsch ist es, vor der Arbeit Laufen zu gehen. Die Realität ist aber eine ganz andere. News Apps und Mails checken, duschen, Kaffee, Kinder klarmachen, Podcast hören auf dem Weg in die Agentur. Im Home Office entfällt der Podcast leider. Seit der Pandemie weiß ich erst die Zeit zwischen zu Hause und Arbeit wirklich zu schätzen.
Was ist Deine Inspirationsquelle?
Ganz klar – und die Pandemie hat es noch einmal deutlich gemacht – das echte Leben und Unterhaltungen mit interessanten Menschen. Mit offenen Augen durch die Welt gehen und mit offenem Geist Gespräche führen. Und das nicht nur in der eigenen Freunde Bubble. Sehr viel Inspiration ziehe ich auch aus Gesprächen mit unseren Kolleg:innen aus aller Welt. Andere Kulturen eröffnen neue Perspektiven und ich freue mich riesig, wenn man sich wieder unbesorgter auch im echten Leben austauschen und erleben kann.
Ethik in der Kommunikation ist für mich …
… Wahrheit und Transparenz in der Kommunikation für und mit unseren Kunden die höchste Priorität zu geben sowie Moral über Profit zu stellen, d. h. gewisse Themen, Personen oder Branchen sind tabu.
Stell Dir vor: Ich als Berufseinsteiger! Was würdest Du Deinem früheren Ich gerne mitteilen?
Mach es wieder so 😉 Viele unterschiedliche Erfahrungen sammeln, auf den Bauch hören, auch wenn der Kopf manchmal rebelliert und ganz wichtig, Kontakte knüpfen und pflegen. „Man sieht sich immer zweimal im Leben“ ist keine leere Floskel. Ich stehe jetzt noch in Kontakt mit vielen Kolleg:innen aus meiner Anfangszeit und meinen Auslandsaufenthalten und es gibt immer wieder Momente, in denen man sich gegenseitig unterstützt oder zusammenarbeitet.
Ich engagiere mich in der GPRA, weil …
… wir am besten gemeinsam die Stärke und Attraktivität unserer Branche weiterentwickeln können.
Dieses Mal mit Markus Engel von communication consultants
Markus Engel
Der längste Tresen Vaihingens – das ist der Lieblingsplatz von Markus Engel, Managing Partner bei Communication Consultants GmbH. Warum das sein Lieblingsplatz in der Agentur ist? Nun ja, der längste Tresen Vaihingens ist in „normalen Zeiten“ der ideale Treffpunkt für Austausch und Impulse. Und wenn man Markus fragt, kommt es genau darauf in der Kommunikationsbranche an! Warum seine Frau ihn auch manchmal News-Junkie nennt oder er selbst seinem früheren Ich gerne „think less“ sagen würde, erfahrt ihr im Interview.
Warum bist Du Kommunikationsberater geworden?
Oh, das geht schon auf mein Studium zurück. Ich habe meine Abschlussarbeit über CSR geschrieben – ja schon damals hat man darüber geforscht und geredet – das hat mich echt voll reingezogen in die Vermittlung zwischen Unternehmen, deren Mitarbeitenden und den Menschen in den unterschiedlichsten Bezugsgruppen. „Berufung“ könnte man das wohl nennen.
Wann hast Du das erste Mal die Wirkmacht von Kommunikation erlebt?
Ich kann mich ans erste Mal wirklich nicht erinnern – vermutlich wars das erste Schreien als Baby, das mir dann zu einem Schluck Milch verholfen hat … Aber im Ernst: Als Hauptseminararbeit habe ich mit ein paar Kommiliton:innen eine Studie über die Kabelpilotprojekte in Deutschland gemacht. Das war ein Haufen Arbeit damals. Deswegen haben wir überlegt, ob man das nicht irgendwie weiter „vermarkten“ könnte. Wir haben es dann einfach per PI versucht. Die wurde von ein paar Tageszeitungen – unter anderem der Medienseite der SZ – mitgenommen und schwupps, hatten wir einen Berg von Bestellungen im Haus und waren mit Produktion und Versand unserer Studie für Wochen gut beschäftigt. Heute würde man sagen, wir waren geflasht. Aber das zeigte mir damals: PR wirkt!
Wann hattest Du zuletzt das Gefühl, den richtigen Job zu haben? Und warum?
Solche Tage sind glücklicherweise die große Mehrheit, aber ihr wollt es vermutlich konkret? Erst vergangene Woche war so ein Tag, an dem „das pralle Leben tobte“ wie ich es mag. Zuerst der Besuch bei einem Mitarbeiter, der Vater wurde, dann noch Einstellungsgespräche vor Ort in der Agentur, Kundenworkshops per Teams und Mural-Board – und abends die Nachricht über einen Neukundengewinn, für den wir dann noch das Team zusammengestellt haben.
Was ist für Dich das Besondere am Arbeiten in einer Agentur?
Während des Studiums habe ich in die Kommunikationsabteilungen verschiedener Unternehmen reingeschnuppert und dann auch in eine Agentur. Von dem Moment an war für mich klar: Ich entscheide mich für thematische Abwechslung, mehr Verantwortung und Gestaltungsfreiheit. Und an der Arbeit, in der selbst gegründeten Agentur, begeistert mich, dass ich entscheiden kann, für welche Kunden und Themen wir arbeiten wollen. Zudem kann ich das Arbeitsklima so gestalten, wie ich es gut finde.
Welche drei Buzzwords in der PR gehen Dir am meisten auf die Nerven? Und warum?
Na, ich bin ein recht geduldiger Mensch, drum geht mir so schnell nichts auf die Nerven. Mit mir kann man über ganz viel reden. Eng wird’s, wenn jemand meint, er hätte die Weisheit für sich exklusiv gepachtet. Die PR ist heute so schnelllebig, da entscheidet sich im Nullkommanichts, ob ein Thema relevant ist. Buzzwords sortiere ich offensichtlich gleich so gründlich aus, dass sie meine Festplatte im Kopf nicht blockieren.
Welches Buch sollte man als Kommunikationsberater:in gelesen haben?
Hmmm, das eine Buch? Ich finde zum Beispiel „Deutsch für Profis“ von Wolf Schneider sollte man gelesen haben. Das bekommen alle Neuen bei uns. Sprache ist schließlich eine nicht zu unterschätzende Basis in unserem Berufsfeld. Ein neues Buch, das mich sehr angesprochen hat, ist „Der Kampf um die Wahrheit“ von Andreas Anton und Alan Schink über Verschwörungstheorien und Fake-News – leider aktueller denn je…
Was ist Deine Inspirationsquelle?
Meine Frau sagt immer, ich sei ein News- und Neuigkeiten-Junkie… Dinge aufschnappen, sie vertiefen und verdichten, mit anderen in Austausch drüber gehen, zusammen mehr daraus entstehen lassen – das inspiriert mich, das finde ich superspannend, jeden Tag aufs Neue. Ich bin ein Teamplayer und genieße das einfach.
Wie startest Du in den Tag?
Das ist jetzt wohl keine Überraschung: Mit einem News-Check und dem ersten von – womöglich zu – vielen Espressi im Laufe des Tages. Aber dann ist erst mal Baloo, mein „Labrador-Kumpel“, dran. Mit ihm geht es morgens erst mal in den Wald. Er begleitet mich aber auch oft in die Agentur, manchmal drehen wir auch mittags eine Walk-&-Talk-Runde mit Mitarbeitenden über die nahegelegenen Felder.
Beratungsqualität bedeutet für mich …
… unser Motto: Reindenken. Rausfinden. Mehr draus machen. Und zwar ganz individuell für jeden Kunden und jede Aufgabenstellung, also nicht nach Schema F. Uns treibt, unsere Expertise bestmöglich einzubringen, aber uns nie über den Kunden zu stellen oder in den Vordergrund zu drängen. Wir wollen das Geschäft unserer Kunden so gut verstehen, dass wir auf Augenhöhe mitreden können und gemeinsam Kommunikation machen, die wirklich wirkt – das ist für mich Beratungsqualität.
Stell Dir vor: Ich als Berufseinsteiger! Was würdest Du Deinem früheren Ich gerne mitteilen?
Mein „jüngeres Ich“ hatte ehrlich gesagt früher ganz schön Manschetten, bei großen Firmen oder den Unternehmenschefs selbstbewusst als der Berater aufzutreten. Gerade Chefs von Mittelständlern haben ja meist echt viel geschaffen. Ex post würde ich meinem „jüngeren Ich“ gerne sagen: „think less“ und traue Deiner Expertise und Deinem Bauchgefühl. Schön ist, dass ich das heute bei vielen unserer Young Professionals beobachten kann, wenn sie sich freischwimmen. Und falls es auch da eher Zögerliche gibt, die es eigentlich draufhaben, ermutige ich sie, sich selbst mehr zu vertrauen.
Ich engagiere mich in der GPRA, weil …
… mich der Austausch mit den Kolleg:innen inspiriert. Es mich freut, dass bei vielen, die Wettbewerber am Markt sind, der Geist der „share-economy“ angekommen ist. Gemeinsam mit den GPRA-Kolleg:innen treiben mich die Themen Qualität in Ausbildung und Beratung und nach wie vor, die Verbesserung des Images unseres Berufsstandes um. Ärgerlicherweise liefern immer wieder schwarze Schafe Vorlagen, dass von PR-Gags oder dergleichen gesprochen wird.
Ansprechpartnerin für das Interview-Format ist Alicia Altvatter (Weber Shandwick) von den GPRA Young Professionals: AAltvatter@webershandwick.com
Dieses Mal mit Claudia Thaler von consense communications
Claudia Thaler (rechts)
Dürfen wir vorstellen: Claudia Thaler (im Foto rechts) – Inhaberin und Geschäftsführerin von consense communications, einer PR Agentur in München und Mitgliedsagentur der GPRA. Claudia ist Expertin für interne, Change- und Krisenkommunikation und auch nach 25 Jahren noch begeisterte Kommunikationsberaterin. Was wir, vor allem als Young Professionals, von ihr lernen können, erfahrt ihr im Interview.
Warum bist Du Kommunikationsberaterin geworden?
Claudia Thaler: Als Schülerin haben mich viele Fächer interessiert und ich hatte große Schwierigkeiten, mich für eine Studienrichtung zu entscheiden. Über eine Studienberatung bin ich auf das Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste in Berlin aufmerksam geworden – der perfekte Match für mich. Nach meinem Abschluss und einem Praktikum in einer internationalen PR-Agentur war klar, dass Agentur und Beratung das richtige für mich sind. Inhaltlich vielseitig, jeder Tag anders. Ich lerne viel über mich und die Welt kennen, treffe interessante Menschen, die mich inspirieren. Auch heute noch nach über 25 Jahren.
Welche drei Buzzwords in der PR gehen Dir am meisten auf die Nerven? Und warum?
Claudia Thaler: Erstens: Storytelling – eine gute Geschichte zu erzählen, war schon immer Kernaufgabe der PR. Zweitens: Thought Leader – behaupten viele von sich, sind aber nur die wenigsten. Drittens: Business-to-Human –auch hinter Unternehmen stecken Menschen.
Wann hast Du das erste Mal die Wirkmacht von Kommunikation erlebt?
Claudia Thaler: Da nenne ich lieber ein aktuelleres Beispiel. Wir haben im letzten Jahr für Horizont e.V., einen gemeinnützigen Verein für wohnungslose Mütter und ihre Kinder, unter anderem eine neue Website umgesetzt. Die Kundin rief an und bedankte sich herzlich bei uns, da das Spendenaufkommen online deutlich gestiegen sei. Über diese Nachricht haben wir uns sehr gefreut.
Welche PR-Kampagne ist Dir bis heute in Erinnerung geblieben? Und warum?
Claudia Thaler: Ich bin sehr beeindruckt, mit welcher Konsequenz und Öffentlichkeitswirksamkeit der „Darmkrebsmonat März“ der Felix-Burda-Stiftung seit über 20 Jahren kommuniziert wird. Die Kampagne erklärt den gesamten März zum Aktionsmonat für die Prävention von Darmkrebs mit vielen Prominenten als Testimonials. Die Initiative hat maßgeblich dazu beigetragen, das Thema „Darmkrebsvorsorge“ vom Tabu zu befreien und hat bis heute sicherlich schon viele Leben gerettet.
Wann hattest Du zuletzt das Gefühl, den richtigen Job zu haben? Warum?
Claudia Thaler: Nahezu jeden Tag. Ich setzte mich täglich mit spannenden Themen und Menschen auseinander. Das erfüllt mich. Aber zugegeben, manchmal nervt mich mein Job auch – vor allem dann, wenn ich viele (zu) verschiedene Interessen unter einen Hut bringen muss und in meinen Augen nicht mehr die beste Lösung gefunden wird, sondern nur ein Kompromiss.
Welches Buch sollte man als Kommunikationsberater:in gelesen haben?
Claudia Thaler: Für Berufsanfänger:innen sicher interessant sind „Deutsch für Profis“ von Wolf Schneider und „Wahnsinnskarriere“ von Wolfgang Schur und Günter Weick – ein Karriereratgeber der etwas anderen Art. Zum Ausgleich greife ich gerne auf Magazine wie „Hohe Luft“ zurück.
Was ist für Dich das Besondere am Arbeiten in einer Agentur?
Claudia Thaler: Die Abwechslung – viele unterschiedliche Kunden und Anforderungen in den Projekten sind auf der einen Seite sehr fordernd und fördern auf der anderen Seite den schnellen Aufbau von Kompetenzen und Wissen. Gerade für Berufseinsteiger:innen und Young Professionals ein sehr gutes Lern- und Entwicklungsumfeld. Das Gemeinschaftsgefühl – in unserer Agentur verstehen wir uns alle als ein Team – egal wer gerade welchen Kunden betreut. Die gegenseitige Unterstützung ist sehr groß. Das Wir zählt.
Was ist Deine Inspirationsquelle?
Claudia Thaler: Mit offenen Augen durch die Welt und durchs Leben gehen. Gespräche und Diskussionen mit Menschen, die mir im Berufs- und Privateben begegnen. Viel lesen, sehen, hören. Kommunikationsberaterin zu sein, ist für mich eine Haltung und kein Beruf, den ich nach Feierabend an den Nagel hänge.
Wie startest Du in den Tag?
Claudia Thaler: Mit viel Kaffee, dem Handelsblatt und am Wochenende der Süddeutschen Zeitung und Bild am Sonntag. Unter der Woche checke ich, bevor ich das Haus verlasse, noch kurz meine Mails und dann geht’s los.
Beratungsqualität ist für …
Claudia Thaler: … die Agenturarbeit sehr wichtig. Viele Studierende und Young Professionals sind sich oftmals nicht bewusst, was Beratungsqualität mit der eigenen Reflektionsfähigkeit und dem Willen zur Entwicklung der Persönlichkeit zu tun hat. Deshalb investieren wir intensiv in die Aus- und Weiterbildung zu diesem Thema. Ich selbst habe eine Ausbildung zum systemischen Coach gemacht, die mir in der Beratung von komplexen Themen und Fragestellungen wie Change, Strategie oder Krise sehr gut weiterhilft.
Stell Dir vor: Ich als Berufseinsteigerin! Was würdest Du Deinem früheren Ich gerne mitteilen?
Claudia Thaler: Höre stets auf Dein Bauchgefühl. Es ist Dir ein verlässlicher Begleiter auch durchs Berufsleben.
Ich engagiere mich in der GPRA, weil …
Claudia Thaler: … ich das Arbeiten in einer Agentur sehr spannend finde und ich andere Menschen ebenfalls dafür begeistern will.
Ansprechpartnerin für das Interview-Format ist Alicia Altvatter (Weber Shandwick) von den GPRA Young Professionals: AAltvatter@webershandwick.com
Frankfurt am Main, 09. Dezember 2021. Edelman Deutschland verstärkt seine ESG-Expertise und ernennt Stefanie Henn zum Senior ESG Consultant. In ihrer neuen Rolle leitet Stefanie Henn das neugeschaffene Sustainability & Real Assets Team im Bereich Financial Services, der seit kurzem als Edelman Smithfield firmiert. Gemeinsam mit ihrem Team entwickelt Stefanie Henn maßgeschneiderte Kommunikationskonzepte im Bereich Nachhaltigkeit für nationale und internationale Kunden. Dazu gehört die Beratung und Unterstützung von Finanzunternehmen bei der Konzeption und Implementierung von Nachhaltigkeitsstrategien und -kommunikation. Sie berichtet an Jörg Schüren, Head of Investment Communications, sowie Rüdiger Assion, Managing Director Financial Communications.
Stefanie Henn
Stefanie Henn verfügt über rund 20 Jahre Beratungsexpertise im Bereich Financial Services und zählt Strategieentwicklung, CEO-Positionierung, Krisenkommunikation sowie klassische PR-Maßnahmen aus den Bereichen Earned, Owned, Paid und Social Media zu ihren Kernkompetenzen. Bereits seit einigen Jahren berät sie Finanzunternehmen in ihrer ESG-Kommunikation, auch unter Berücksichtigung von Stakeholder-Ansätzen. Darüber hinaus hält sie das renommierte Zertifikat der University of Cambridge für Business Sustainability Management und ist Mitglied des internationalen Alumni-Netzwerkes des Cambridge Institute of Sustainability Leadership.
„Das Thema Nachhaltigkeit rückt für Unternehmen immer stärker in den Fokus – auch in der Kommunikation“, sagt Christiane Schulz, CEO Edelman Deutschland. „Unternehmen setzen sich ambitionierte Ziele, stoßen Veränderungen an und suchen kompetente Beratung bei der Konzeption und Exekution ihrer begleitenden Kommunikationsstrategien. Wir freuen uns, unsere Kunden mit Stefanie und dem neu geschaffenen Team in diesem Bereich nun noch besser beraten zu können und dabei zu unterstützen, nicht nur nachhaltig zu handeln, sondern dies auch zielgerecht und authentisch zu kommunizieren.“
„Unternehmen können es sich nicht mehr leisten, im Bereich Nachhaltigkeit schlecht oder gar nicht zu kommunizieren,“ sagt Stefanie Henn. „Nachhaltigkeit ist mittlerweile eine Notwendigkeit. Investoren, Regulatoren und auch die breite Öffentlichkeit erwarten von Unternehmen mehr als nur die Veröffentlichung eines ESG-Reports. Ich freue mich darauf, mit unseren Kunden die zentrale kommunikative Herausforderung im Bereich Nachhaltigkeit zu meistern: klare, konsistente Kommunikation mit Substanz.“
Über Edelman Edelman ist die globale Kommunikationsagentur, die Vertrauen zwischen Menschen, Marken, Unternehmen und Organisationen auf- und ausbaut. In Deutschland liefern rund 230 Expert:innen mit Büros in Berlin, Hamburg, Köln und Frankfurt am Main Kommunikationsstrategien, die es unseren Kund:innen ermöglichen, zu führen, mit Überzeugung zu handeln und das nachhaltige Vertrauen ihrer Zielgruppen und Stakeholder:innen zu gewinnen. Weitere Informationen unter www.edelman.de.
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