Schlagwort: Consense Communications

  • „CMS III ist mehr als ein Stempel auf dem Papier oder das Handbuch in der Schublade“

    „CMS III ist mehr als ein Stempel auf dem Papier oder das Handbuch in der Schublade“

    Über Qualität in der Beratung und den Wert von CMS III im Berufsalltag. Consultant und GPRA YPs-Mitglied Katrin Lefèvre berichtet im Interview über ihre Erfahrungen mit dem Gütesiegel CMS III bei der seit 2021 zertifizierten und frisch rezertifizierten Agentur Communication Consultants.

    Was verstehst du als Kommunikationsberaterin unter Qualität in der Beratung?

    Wenn ich an Qualität in der Beratung denke, dann steht für mich eine vertrauensvolle Beziehung mit meinen Kund:innen an erster Stelle. Schließlich ist sie die Basis unseres täglichen Geschäfts. Und fehlt sie, können selbst die besten Konzepte, Texte, Ideen und Strategien, die wir als Agentur erstellen, wertlos sein. Gelingt es mir als Beraterin, das Vertrauen meiner Kund:innen zu gewinnen, aufzubauen und zu pflegen, bin ich für sie weit mehr als die berühmte verlängerte Werkbank. Dann bin ich Problemlöserin, Wegbegleiterin – und ja, Vertrauensperson und erst wirklich die verlässliche Beraterin rund um das Thema Kommunikation.

    Wie hat dich deine Arbeit in der Agentur Communication Consultants in dieser Auffassung von Beratungsqualität geprägt?

    Der Kommunikationsberuf ist People Business. Und wie bei allen zwischenmenschlichen Interaktionen spielt auch in der Beziehung zwischen Kund:innen und Berater:innen das Bauchgefühl eine wichtige Rolle. Aber eben nicht nur. Bei Communication Consultants (CC) sind wir überzeugt, dass Vertrauensaufbau und -pflege gezielt geplant und angegangen werden können. Als Grundlage nutzen wir hierfür unseren CC-Beratungsansatz, der sich unter anderem am „The Trusted Advisor“-Ansatz von Maister, Green und Galford orientiert. Auf CC zugeschnitten beschreibt er, wie wir Beratung in der Agentur verstehen und leben. Das schafft ein einheitliches Verständnis bei allen Kolleg:innen – und hat auch mir persönlich schon häufiger geholfen, mein eigenes Verhalten und meine Beratung zu verstehen und zu hinterfragen.

    CMS III ist der Qualitätsstandard mit Gütesiegel für Agenturen. In welchen Bereichen in deinem Arbeitsalltag ist dies besonders spürbar?

    Zugegeben, auf den ersten Blick wirkt das Thema „Qualitätsstandard“ ziemlich abstrakt. Und in manchen Fällen ist es das vermutlich auch. So ist das eben bei Struktur- und Prozessthemen. Die dafür verantwortlichen Kolleg:innen wollten deshalb zeigen, dass CMS III mehr als ein Stempel auf dem Papier oder das Handbuch in der Schublade ist. Es geht uns alle etwas an. Das einheitliche Verständnis von Beratung ist ein gutes Beispiel. Noch anschaulicher wird’s aber, wenn es um die transparente Dokumentation von Wissen und Prozessen geht. Seit fast zweieinhalb Jahren ist deshalb unsere interne Wissensplattform „spaCCe“ (ja, bei CC lieben wir CC-Wortspiele😉) täglicher Begleiter für alle Kolleg:innen. Von der korrekten Ordnerstruktur über Kompetenzen und Kunden-Cases bis zum Traineeship-Fahrplan bündelt spaCCe das gesamte Agentur-Know-how übersichtlich, strukturiert und nachvollziehbar. Und unter dem Motto „Wenn CC wüsste, was CC weiß“ beteiligen sich dabei alle Kolleg:innen an der Aufbereitung und Pflege der jeweiligen Inhalte.

    Mittlerweile bist du selbst für Berufseinsteiger:innen verantwortlich. Gibt es Prozesse bei euch in der Agentur, die dich in dieser Arbeit besonders gut unterstützen?

    Auch hier spielt wieder das Thema Transparenz eine große Rolle. Als sogenannter Buddy bin ich unter anderem für das Onboarding neuer Trainees und Juniors verantwortlich. Sie an den CC-Agenturalltag heranzuführen, macht sehr viel Spaß – ist aber auch mit einer Verantwortung verbunden. Denn für Berufseinsteiger:innen sind die ersten Wochen entscheidend. Als Teil unseres internen Wissensmanagements hilft spaCCe mir, gemeinsam mit der neuen Kollegin oder dem neuen Kollegen wichtige Fragen zu beantworten und so den Einstieg bestmöglich zu gestalten. Es ist toll zu sehen, wie sich unser Onboarding-Prozess dadurch weiterentwickelt hat.

    Gibt es aus deiner Sicht Themen oder Strukturen, die Agenturen professionalisieren müssten, um den Qualitätsanspruch zu halten?

    Auf jeden Fall. Ein gutes Beispiel ist da in meinen Augen das Thema Nachhaltigkeit. Das voranzutreiben sowie glaubwürdig und transparent zu kommunizieren, spielt heute und in Zukunft nicht nur für unsere Kund:innen, sondern auch für uns als Agentur eine entscheidende Rolle. Schön, dass sich in der Branche aktuell einiges bewegt. Und noch schöner, dass hier die GPRA-Agenturen im Dialog sind. Denn der Erfahrungsaustausch mit den unterschiedlichen Kolleg:innen kann uns allen helfen, die Vorgaben schnell und passgenau in die Praxis zu übertragen.


    Veröffentlicht am 12.12.2023


  • „CMS III kann Qualität definieren und der Guide sein, sie zu erreichen“

    „CMS III kann Qualität definieren und der Guide sein, sie zu erreichen“

    Was bringt mir als Berufseinsteiger:in oder Young Professional das Gütesiegel CMS III? Wofür steht es genau? Mara Pfaffl, PR-Beraterin und GPRA Young Professional, erklärt im Interview, warum sie vom Qualitätsstandard CMS III so begeistert ist und wie sie in ihrem Berufsalltag davon konkret profitiert. Mara ist seit über einem Jahr bei der Agentur consense communications als Beraterin tätig; die Agentur ist seit 2020 nach CMS III zertifiziert.

    Wie würdest du CMS III Berufseinsteiger*innen erklären und wie können sie von dem Gütesiegel profitieren?

    CMS III klingt erst einmal sehr abstrakt, irgendwie institutionell, offiziell, vielleicht nicht wie etwas, das bei der alltäglichen Arbeit helfen kann. Ich erinnere an der Stelle gerne an einen Standard, den wir vermutlich alle kennen: DIN A4! Auch CMS III begegnet uns schon bei grundlegenden Dingen wie einer Ordnerstruktur, die es uns in standardisierter Form ermöglicht, schnell Informationen aufzufinden. Weiter geht es dann mit klaren Prozessen, Rollenzuschreibungen und Qualitätsmerkmalen, die es erleichtern, die eigene Leistung einzuschätzen und sich vor allem auch richtungsgebend weiterzuentwickeln.

    Alle, die einen höheren Anspruch an die Kommunikationsagentur haben, in der sie arbeiten, profitieren vom Gütesiegel – weil so darauf abgezielt wird, ein bestimmtes Professionsniveau zu erreichen, weil die Richtung und der Weg dahin aufgezeigt werden und weil regelmäßig reflektiert wird, wo man als Agentur steht. Mir zum Beispiel ist wichtig, dass ich eine wertvolle Ausbildung bekomme und sinnvolle, gute Arbeit leiste. Das funktioniert aus meiner Sicht nur mit einem Standard – so wie eben auch im Journalismus anhand diverser Merkmale festgemacht wird, ob jemand nur eine Story geschrieben hat oder eben einen fundierten, ausgewogenen Artikel.

    Kannst Du ein Beispiel aus dem Berufsalltag nennen, wie sich CMS III positiv auf Deine Arbeit auswirkt?

    Ganz Basic – mich ruft ein Kunde an, den ich normalerweise nicht betreue, und möchte eine Information haben. Ich kann sie ihm nur deshalb geben, weil unser Wissensmanagement standardisiert ist und ich weiß, wo die gewünschte Information abliegt. Auf einer Meta-Ebene weiß ich um die Wertvorstellungen in der Agentur, die Ziele und Verbesserungspotenziale. Kurzum lässt sich vielleicht sagen: CMS III kann Qualität definieren und der Guide sein, sie zu erreichen – für die Agentur, für mich als Beraterin und auch für den Kunden.

    Was bedeutet Qualität für Dich als Kommunikationsberaterin und hilft dir CMS III dabei, diesen Anspruch zu verwirklichen?

    Meine persönliche Definition von Qualität ist, eine Erwartungshaltung zu erfüllen. Diese Erwartungshaltung kann ich an mich selbst stellen oder an mein Arbeitgeber, Team oder Kunde – und natürlich gilt das auch andersherum. Deshalb ist Qualität aus meiner Sicht individuell, es gibt persönliche und voneinander abweichende Erwartungen an einen Prozess oder ein Ergebnis. CMS III kann helfen, die Erwartungen bis zu einem gewissen Grad zu synchronisieren und auch im Nachhinein zu reflektieren – habe ich gerade 50 Prozent erreicht, 80 Prozent oder sogar 100 Prozent? Ohne Messlatte weiß ich das nicht, dann gibt es kein gemeinsames Verständnis von Qualität, sondern nur mich und meine Erwartungen. 

    Wie bringt die CMS III-Zertifizierung Agenturen innerhalb der Kommunikationsindustrie weiter?

    Ich habe vorhin schon das Berufsfeld Journalismus angeschnitten, an dem sich meines Erachtens gut erkennen lässt, wie sich eine Branche professionalisieren kann, wenn ein Kodex oder Qualitätsstandards vorliegen und gelebt werden. „Qualitätsjournalismus“ ist über die letzten Jahre ein richtiges Buzzword geworden und ich behaupte, dass fast jede und jeder eine grobe Vorstellung hat, welche Merkmale für oder gegen einen qualitativ hochwertigen Journalismus sprechen. Ich denke also, dass CMS III Klarheit und Transparenz schaffen kann und das nicht nur innerhalb der PR-Branche, sondern genauso für die Außenwelt. Kundenseitig kann das zum Beispiel den Effekt einer höheren Zufriedenheit haben: Glückliche Kunden sind diejenigen, die das bekommen haben, was sie erwarten. Dazu muss klar sein, was an Leistung drin und wo ein gutes Level überhaupt angesiedelt ist. Aber gerade auch als Berufseinsteigerin oder Einsteiger kann CMS III helfen, eine geeignete Ausbildungsstätte zu wählen, denn: Den eigenen Karriereweg nur an hippen Büroräumen festmachen, das will niemand. Und von einer selbstbewussten, qualifizierten PR-Generation profitiert wiederrum die gesamte Branche.


    Im Interview für die GPRA Young Professionals:

    Mara Pfaffl

    PR-Beraterin

    consense communications

    LinkedIN-Profil

    Veröffentlicht am 14.11.2022


    Die neuesten Beiträge der GPRA Young Professionals:

  • Von Kommunikation über Inspiration – Wir fragen nach!

    Von Kommunikation über Inspiration – Wir fragen nach!

    Dieses Mal mit Claudia Thaler von consense communications

    Claudia Thaler (rechts)

    Dürfen wir vorstellen: Claudia Thaler (im Foto rechts) – Inhaberin und Geschäftsführerin von consense communications, einer PR Agentur in München und Mitgliedsagentur der GPRA. Claudia ist Expertin für interne, Change- und Krisenkommunikation und auch nach 25 Jahren noch begeisterte Kommunikationsberaterin. Was wir, vor allem als Young Professionals, von ihr lernen können, erfahrt ihr im Interview.

    Warum bist Du Kommunikationsberaterin geworden?

    Claudia Thaler: Als Schülerin haben mich viele Fächer interessiert und ich hatte große Schwierigkeiten, mich für eine Studienrichtung zu entscheiden. Über eine Studienberatung bin ich auf das Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste in Berlin aufmerksam geworden – der perfekte Match für mich. Nach meinem Abschluss und einem Praktikum in einer internationalen PR-Agentur war klar, dass Agentur und Beratung das richtige für mich sind. Inhaltlich vielseitig, jeder Tag anders. Ich lerne viel über mich und die Welt kennen, treffe interessante Menschen, die mich inspirieren. Auch heute noch nach über 25 Jahren.

    Welche drei Buzzwords in der PR gehen Dir am meisten auf die Nerven? Und warum?

    Claudia Thaler: Erstens: Storytelling – eine gute Geschichte zu erzählen, war schon immer Kernaufgabe der PR. Zweitens: Thought Leader – behaupten viele von sich, sind aber nur die wenigsten. Drittens: Business-to-Human –auch hinter Unternehmen stecken Menschen.

    Wann hast Du das erste Mal die Wirkmacht von Kommunikation erlebt?

    Claudia Thaler: Da nenne ich lieber ein aktuelleres Beispiel. Wir haben im letzten Jahr für Horizont e.V., einen gemeinnützigen Verein für wohnungslose Mütter und ihre Kinder, unter anderem eine neue Website umgesetzt. Die Kundin rief an und bedankte sich herzlich bei uns, da das Spendenaufkommen online deutlich gestiegen sei. Über diese Nachricht haben wir uns sehr gefreut.

    Welche PR-Kampagne ist Dir bis heute in Erinnerung geblieben? Und warum?

    Claudia Thaler: Ich bin sehr beeindruckt, mit welcher Konsequenz und Öffentlichkeitswirksamkeit der „Darmkrebsmonat März“ der Felix-Burda-Stiftung seit über 20 Jahren kommuniziert wird. Die Kampagne erklärt den gesamten März zum Aktionsmonat für die Prävention von Darmkrebs mit vielen Prominenten als Testimonials. Die Initiative hat maßgeblich dazu beigetragen, das Thema „Darmkrebsvorsorge“ vom Tabu zu befreien und hat bis heute sicherlich schon viele Leben gerettet.

    Wann hattest Du zuletzt das Gefühl, den richtigen Job zu haben? Warum?

    Claudia Thaler: Nahezu jeden Tag. Ich setzte mich täglich mit spannenden Themen und Menschen auseinander. Das erfüllt mich. Aber zugegeben, manchmal nervt mich mein Job auch – vor allem dann, wenn ich viele (zu) verschiedene Interessen unter einen Hut bringen muss und in meinen Augen nicht mehr die beste Lösung gefunden wird, sondern nur ein Kompromiss.

    Welches Buch sollte man als Kommunikationsberater:in gelesen haben?

    Claudia Thaler: Für Berufsanfänger:innen sicher interessant sind „Deutsch für Profis“ von Wolf Schneider und „Wahnsinnskarriere“ von Wolfgang Schur und Günter Weick – ein Karriereratgeber der etwas anderen Art. Zum Ausgleich greife ich gerne auf Magazine wie „Hohe Luft“ zurück.

    Was ist für Dich das Besondere am Arbeiten in einer Agentur?

    Claudia Thaler: Die Abwechslung – viele unterschiedliche Kunden und Anforderungen in den Projekten sind auf der einen Seite sehr fordernd und fördern auf der anderen Seite den schnellen Aufbau von Kompetenzen und Wissen. Gerade für Berufseinsteiger:innen und Young Professionals ein sehr gutes Lern- und Entwicklungsumfeld. Das Gemeinschaftsgefühl – in unserer Agentur verstehen wir uns alle als ein Team – egal wer gerade welchen Kunden betreut. Die gegenseitige Unterstützung ist sehr groß. Das Wir zählt.

    Was ist Deine Inspirationsquelle?

    Claudia Thaler: Mit offenen Augen durch die Welt und durchs Leben gehen. Gespräche und Diskussionen mit Menschen, die mir im Berufs- und Privateben begegnen. Viel lesen, sehen, hören. Kommunikationsberaterin zu sein, ist für mich eine Haltung und kein Beruf, den ich nach Feierabend an den Nagel hänge.

    Wie startest Du in den Tag?

    Claudia Thaler: Mit viel Kaffee, dem Handelsblatt und am Wochenende der Süddeutschen Zeitung und Bild am Sonntag. Unter der Woche checke ich, bevor ich das Haus verlasse, noch kurz meine Mails und dann geht’s los.

    Beratungsqualität ist für …

    Claudia Thaler: … die Agenturarbeit sehr wichtig. Viele Studierende und Young Professionals sind sich oftmals nicht bewusst, was Beratungsqualität mit der eigenen Reflektionsfähigkeit und dem Willen zur Entwicklung der Persönlichkeit zu tun hat. Deshalb investieren wir intensiv in die Aus- und Weiterbildung zu diesem Thema. Ich selbst habe eine Ausbildung zum systemischen Coach gemacht, die mir in der Beratung von komplexen Themen und Fragestellungen wie Change, Strategie oder Krise sehr gut weiterhilft.

    Stell Dir vor: Ich als Berufseinsteigerin! Was würdest Du Deinem früheren Ich gerne mitteilen?

    Claudia Thaler: Höre stets auf Dein Bauchgefühl. Es ist Dir ein verlässlicher Begleiter auch durchs Berufsleben.

    Ich engagiere mich in der GPRA, weil …

    Claudia Thaler: … ich das Arbeiten in einer Agentur sehr spannend finde und ich andere Menschen ebenfalls dafür begeistern will.


    Logo consense communications

    Ansprechpartnerin für das Interview-Format ist Alicia Altvatter (Weber Shandwick) von den GPRA Young Professionals: AAltvatter@webershandwick.com

    Veröffentlicht am 30.03.2022

  • Whitepaper zur Krisenkommunikation: Wie Unternehmen gestärkt aus einer Krise hervorgehen

    Whitepaper zur Krisenkommunikation: Wie Unternehmen gestärkt aus einer Krise hervorgehen

    Das Corona-Virus stellt Unternehmen weltweit vor Herausforderungen. Dabei kommt der Unternehmenskommunikation die zentrale Rolle zu, Ereignisse, Entwicklungen und Entscheidungen zu vermitteln und richtig einzuordnen. In diesen Zeiten und auch ganz generell gilt: In Krisensituationen ist eine schnelle faktenbasierte Kommunikation besonders wichtig. Wenn Unternehmen einige grundlegenden Regeln beachten, können sie die Krise sogar als Chance nutzen, um gestärkt daraus hervorzugehen.

    Das Whitepaper „Krisenkommunikation: Gestärkt aus der Krise“ von consense communications zeigt, worauf es in Zeiten der Krise in den Bereichen Führung, mobilem Arbeiten und vorausschauendem Handeln ankommt.