Berlin, 12. Juli 2022 – Der Klinikverbund CLINOTEL, mit seinen knapp 70 öffentlichen und freigemeinnützigen Mitgliedskliniken, hat eine Informationskampagne zur Patientensicherheit in Zeiten der fortdauernden Corona-Pandemie gestartet. Agenturpartner für Konzept und Umsetzung ist die Kommunikationsagentur A&B One mit Sitz in Berlin und Frankfurt am Main.
Anlass für die Kampagne ist die auch zwei Jahre nach Pandemiebeginn bestehende Sorge in weiten Teilen der Bevölkerung, sich im Krankenhaus mit dem Coronavirus zu infizieren. Gesundheitliche Risiken für chronisch und akut Kranke sind die Folge. „Mit der Kampagne wollen wir im regionalen Umfeld unserer Mitgliedskliniken auf die Patientensicherheit trotz Corona aufmerksam machen. A&B One hat unser Anliegen mit einer mutigen Frage zugespitzt: ‚Warum hat Corona unsere Krankenhäuser noch besser gemacht?‘ Denn genau das ist in den Krankenhäusern unserer Mitglieder passiert“, sagt Dr. Udo Beck, CLINOTEL-Geschäftsführer.
„Dass die Kliniken durch den Stresstest Corona sogar noch besser geworden sind, mag für viele gewagt klingen. Doch wir wollen nicht provozieren, sondern über das lernende System Krankenhaus mit der regionalen Bevölkerung ins Gespräch kommen“, sagt Steffen Zinßer, Geschäftsführer von A&B One. Darum liegt der Schwerpunkt der Kommunikationsoffensive auf direkten Kontakt- und Dialogangeboten und Informationsveranstaltungen sowie Podiumsdiskussionen mit Akteuren der Gesundheitsinfrastruktur. Die Bewerbung der Aktivitäten findet in den regionalen und sozialen Medien statt. Ein Microsite-Baukastensystem sorgt für einfaches Teilen von Inhalten und viel Raum für spezifische Inhalte gleichermaßen.
Bereits seit über 20 Jahren konnte A&B One Expertise in der Gesundheits- und Klinikkommunikation aufbauen. Auf einer Microsite sind Kompetenzen der Agentur in diesem Bereich gebündelt: klinik-kommunikation.a-b-one.de – Wir können Klinik.
Pressekontakt
Steffen Zinßer A&B One Kommunikationsagentur GmbH Müllerstraße 32 13353 Berlin Tel +49 30 24086-630 Fax +49 1805 223285 Mobil +49 172 6125755 E-Mail s.zinsser@a-b-one.de www.a-b-one.de
Über A&B One
Als Community der Spezialisten vereint A&B One analytische, strategische und kreative Kompetenzen aus PR, Werbung, Design, Digitaler Kommunikation sowie Marktforschung mit operativer Kampagnenfähigkeit. A&B One gehört zu den mehrfach disziplinenübergreifend ausgezeichneten Kommunikationsagenturen in Deutschland. Die 1993 gegründete Agentur beschäftigt insgesamt 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Standorten Berlin und Frankfurt am Main.
Bislang größte Corona-Initiative aus der deutschen Wirtschaft
Gemeinsame Aktion gegen die Impfmüdigkeit
Schon mehr als 150 Unternehmen und Marken machen zum Start mit
Aufmerksamkeitsstarke Kampagne mit umgetexteten Werbeslogans startet am 7. Dezember in den sozialen Medien sowie bei BILD
Berlin, 6. Dezember 2021 – „Wir impfen uns den Weg frei“ (Volksbanken), „Wir 💛 Impfen“ (Edeka), „Come impf and find out“ (Douglas) oder „Impfen. What else?“ (Nespresso) – Über 150 deutsche Unternehmen rufen angesichts der deutlich ansteigenden Corona-Inzidenzen mit einer in dieser Form einmaligen, markenübergreifenden Kampagne zum Impfen auf.
Die Impfaufrufe werden ab Dienstag, 7. Dezember 2021 unter dem Hashtag #ZusammenGegenCorona auf den Social-Media-Kanälen der teilnehmenden Unternehmen verbreitet, die zusammen auf Hunderte von Millionen Reichweite kommen.
BILD unterstützt die Initiative als Medienpartner. Zum Start erscheint am 7. Dezember eine doppelseitige Anzeige mit Motiven in BILD und B.Z., weitere Motive werden auf BILD.de gezeigt.
Ihre Wirkung in breiten Kreisen der Bevölkerung soll die Kampagne neben der großen Verbreitung aber vor allem durch die Bekanntheit und Popularität der Slogans und Claims entfalten, die die teilnehmenden Marken – in abgewandelter, zugespitzter Form – für den guten Zweck zur Verfügung stellen. So wirbt etwa Netto „Dann geh doch zum Impfen!“ und Persil für „Impfen: Da weiß man, was man hat“, Mercedes-Benz mit “Das Impfen oder nichts”, Schwäbisch Hall mit „Auf diese Impfung können Sie bauen“ und Hornbach mit „Es gibt immer was zu impfen“. „Impfen, weil wir uns lieben“ postet die BVG und Katjes jubelt „Alle impfen – jes jes jes“.
„Marken haben Einfluss und Reichweite. Warum also nicht beides für die Botschaft nutzen, dass die eigene Impfung für uns alle der beste Weg aus der Pandemie ist“, sagt Sven Dörrenbächer, Managing Partner der Berliner Werbeagentur antoni, die sich die aufmerksamkeitsstarke Kampagne ausgedacht hat. „Wir sind von der riesigen Resonanz überwältigt und danken schon jetzt allen, die bei unserer Impf-Initiative mitmachen.“
Schon über 150 große Unternehmen und Marken sowie ihre Agenturen unterstützen die Aktion zu ihrem Start. Die Liste der Mitmacher liest sich wie ein Who’s who der deutschen Wirtschaft – von BMW und Mercedes-Benz, Burger King und McDonald’s, Edeka und Lidl, AOK und DEVK, Sparkasse und Volksbanken, Toom und Hornbach bis zu Henkel.
Sven Dörrenbächer: „Wir freuen uns über alle Unternehmen, die noch dazukommen. Denn wir alle haben ein großes gemeinsames Ziel: die vierte Welle zu brechen, bevor daraus ein Tsunami wird.“
Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz begrüßt die Kampagne: „Corona werden wir nur gemeinsam besiegen. Es ist entscheidend, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sich impfen lassen. Dann kann sich das Virus weniger stark verbreiten. Darein müssen wir jetzt unsere ganze Kraft stecken. Ich freue mich über alle, die dabei sind, mithelfen, ihre Stimme dafür erheben und die Kampagne #ZusammenGegenCorona unterstützen. Das ist ein herausragendes Zeichen gesellschaftlicher Verantwortung und Eigeninitiative. Mein Appell an alle: Lassen Sie sich bitte impfen!“
Claudius Senst, CEO der BILD-Gruppe: „Wenn die größten deutschen Unternehmen mit ihren Markenslogans zum Impfen gegen Corona aufrufen, ist das eine großartige und kreative Aktion, die wir mit Deutschlands größter Medienmarke aus voller Überzeugung unterstützen.“
Über #ZusammenGegenCorona Die Initiative zur Unterstützung von #ZusammenGegenCorona ist vor wenigen Tagen spontan entstanden. Aus Sorge über die vierte Welle der Pandemie und ihre sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen hat sich eine Gruppe von Menschen aus der Marketingwirtschaft zusammengetan und die Kampagne gestartet, die auf einer Idee der Werbeagentur antoni basiert. Zum Aktionsteam gehören Sven Dörrenbächer und Tonio Kröger von antoni, Christine Wolburg, Berliner Verkehrsbetriebe BVG, Natanael Sijanta von Mercedes-Benz, Oliver Klein von der Marketing-Beratung cherrypicker, Oliver Schrott von der PR-Agentur OSK sowie Björn Simon von Vodafone.
Über antoni antoni_berlin gehört zu den führenden Kreativ-Agenturen in Deutschland. Die Agentur wurde 2015 von André Kemper und Tonio Kröger exklusiv für den Kunden Mercedes-Benz in Berlin-Mitte gegründet. Die Agenturgruppe hat mittlerweile weitere Einheiten aufgebaut, die sich jeweils auf nur einen Kunden fokussieren – unter anderen Vodafone, Katjes, Kärcher und bett1.de.
GPRA Young Professional Alicia Altvatter hat ihre Kollegin Lena Wiegand zu ihrem Einstieg ins Traineeship bei Weber Shandwick befragt. Lena berichtet, wie sie den Onboarding-Prozess während der Corona-Pandemie erlebt und Herausforderungen gemeistert hat.
Hatte die Corona-Pandemie Einfluss auf den Bewerbungsprozess? Wie hast du ihn erlebt?
Ja, Corona hat einiges verändert. Die Pandemie stellt uns alle nicht nur im Alltag vor neue Situationen. Auch im Berufsleben läuft jetzt so einiges anders. Für mich, als Berufseinsteigerin, wurde schon während des Bewerbungsprozesses deutlich, welche Herausforderungen Corona beim Jobeinstieg mit sich bringt. Den Großteil meiner Bewerbungsgespräche habe ich nicht face-to-face, sondern online per Video geführt. Dabei fand ich es sehr herausfordernd, meine Persönlichkeit virtuell zu zeigen und potentielle Arbeitgeber:innen von mir zu überzeugen. Das Internet schluckt viel von der eigenen Präsenz. Umgekehrt ist es auch schwerer, ein realistisches Bild des Unternehmens zu gewinnen, bei dem man künftig arbeiten könnte. Ich war dennoch froh, dass trotz Social Distancing damit die Möglichkeit gegeben war, ortsunabhängig in Kontakt zu treten und habe bei den Vorstellungsgesprächen viel dazugelernt. Schlussendlich bekam ich die Zusage für meine favorisierte Stelle als Trainee im Team Healthcare Communication bei Weber Shandwick in Frankfurt.
Du bist am 15. Januar 2021 bei uns gestartet. Wie waren die ersten Arbeitstage für dich?
Ich hatte das große Glück, dass ich an meinem ersten Arbeitstag ins Büro gehen durfte. In coronafreien Zeiten hätte ich an diesem Tag ca. 20 Kolleg:innen angetroffen und kennengelernt. Aufgrund der pandemischen Lage waren es allerdings nur eine Handvoll – auf Abstand und mit Maske. Das war natürlich ein ungewohnter Einstieg, den ich so zuvor auch noch nicht erlebt hatte. Ich war also an diesem Tag das erste Mal bei meinem neuen Arbeitgeber vor Ort und konnte meinen künftigen Arbeitsplatz begutachten. Den Rest meiner Kolleg:innen traf ich dann in den kommenden Tagen virtuell und konnte so nach und nach mit dem ein oder anderen auch ein paar persönliche Worte austauschen.
Wie genau lief dein Onboarding ab?
Nach der Begrüßung und einem Rundgang durch das leere Büro
wurde ich mit allen wichtigen Unterlagen und Zugängen ausgestattet und konnte
mich in die Materie der Healthcare Communication und in die Produkte meiner zukünftigen
Kunden einlesen.
Meine darauffolgenden Arbeitstage habe ich dann bei einer Tasse Kaffee im heimischen Wohnzimmer gestartet. Obwohl ich von zu Hause aus gearbeitet habe, wurde ich von Anfang an in die Entwicklung von Ideen und Maßnahmen für meine Kunden eingebunden – dadurch habe ich mich trotz der Distanz direkt integriert gefühlt. Über die „Bildschirm-Teilen-Funktion“ konnte ich meinen Kolleg:innen virtuell über die Schulter schauen und essenzielle Abläufe nachvollziehen, ohne neben ihnen zu sitzen. Das hat auch große Vorteile.
Gab es auch Situationen, die dich herausgefordert haben?
Auf jeden Fall. Auf der einen Seite ist die Kontaktaufnahme durch
die Digitalisierung zu jeder Zeit an jedem Ort spielend leicht möglich. Aber
auf der anderen Seite ist das Verstehen von Zusammenhängen – zum Beispiel die
Abläufe der Projektbetreuung oder die interne Verteilung von Aufgaben und
Zuständigkeiten – ohne sie im Büro tagtäglich zu erleben und die generelle
Einarbeitung auch schwierig. Dazu kommt, dass selbst kurze Kennenlerngespräche teilweise
geplant werden und nicht mal eben an der Kaffeemaschine stattfinden. Meetings
aus den eigenen vier Wänden eröffnen neuerdings Fragen wie: „Wie verhalte ich
mich, wenn mitten im Meeting plötzlich der Postbote klingelt?“ oder „Was mache
ich, wenn der Nachbar immer genau dann laut bohrt, wenn ich etwas sagen
möchte?“. Es entstehen schneller Unsicherheiten im Umgang und der
Zusammenarbeit mit Kolleg:innen, weil die persönliche Interaktion fehlt und das
Einschätzen des Gegenübers via Bildschirm dann oftmals doch nicht ganz so
leicht ist.
Was hat dir dabei geholfen diese Herausforderungen zu meistern und hast du Tipps für andere Einsteiger:innen?
Es gibt eine Reihe an Dingen, die mir persönlich dabei geholfen
haben und mir den Einstieg in die Agentur trotz Corona denkbar angenehm gemacht
haben. Weber Shandwick war gut vorbereitet und hat mich mit Onboarding-Materialen
rund um interne Abläufe und Programme, aber auch mit inhaltlichen
Einlesepaketen versorgt. Noch wichtiger als zu normalen Zeiten waren für mich
feste Ansprechpartner, sodass ich jederzeit wusste, an wen ich mich wenden
kann. Auch die Planung von Terminen und das Einräumen von Slots für kurze
Update- und Onboarding-Gespräche wird essentieller, da der direkte Austausch
„über den Schreibtisch hinweg“ einfach fehlt. Um das Gefühl von „aus den Augen,
aus dem Sinn“ zu vermeiden, habe ich einerseits versucht, mich regelmäßig
bemerkbar zu machen und vor allem Fragen zu stellen. Andererseits konnte ich
mich auch sehr glücklich darüber schätzen, dass meine Kolleg:innen sich
jederzeit der ungewöhnlichen Onboarding-Situation, in der ich mich befand,
bewusst waren und mich ebenfalls proaktiv angesprochen haben.
Darüber hinaus hat es mir sehr geholfen, alles schriftlich
festzuhalten, um zu einem späteren Zeitpunkt Prozesse selbstständig durchführen
zu können. Auch das Schreiben von To-Do-Listen hat sich bewährt. Mit Hilfe von
Organisationsprogrammen setze ich Prioritäten und habe im Blick, was der Tag
oder die Woche für mich bereithält.
Wenn du auf deine erste Arbeitswoche bei uns zurückblickst, was würdest du deinem damaligen Ich gerne sagen?
„Entspann dich, es geht allen so!“ Wir alle leben gerade in dieser verrückten Welt, in der wir Einblicke in die Wohnzimmer der Kolleg:innen bekommen und bei Meetings unvorhergesehene Dinge passieren, die im Büro doch eher selten vorkommen. Bei dieser Erkenntnis hat mir vor allem auch der Austausch bei selbstorganisierten, virtuellen Treffen mit anderen Trainees geholfen, die entweder – genau wie ich – gerade erst angefangen haben oder schon länger dabei sind. Darüber hinaus ist Fragen das A und O. Natürlich ist es einfacher, im Büro mal kurz über den Tisch zu rufen und die Hemmschwelle größer, wenn man für eine kleine Nachfrage direkt anrufen oder eine E-Mail schreiben muss. Letztendlich macht es allerdings keinen Unterschied. Daher kann ich abschließend sagen: Statt an den gegebenen Barrieren zu stoppen, überwinde ich sie und blicke positiv in die Zukunft.
Interviewerin
Alicia Altvatter Manager, Media Relations Healthcare Seit August 2018 bei Weber Shandwick
Veröffentlicht am 20.04.2021
Die neuesten Beiträge der GPRA Young Professionals:
GPRA Präsidentin Christiane Schulz war zu Gast bei dem PR Report Podcast vom 29.01.2021. Mit Chefredakteur Daniel Neuen spricht sie u. A. über die Lage der Kommunikationsagenturen im zweiten Jahr der Pandemie, die neue Relevanz der PR sowie über die GPRA und den Qualitätsstandard CMS III.
Das Jahr 2020 war außerordentlich, das kann so festgehalten werden. Auch in der Agenturwelt der Kommunikationsbranche habe sich die Pandemie bemerkbar gemacht. Laut Christiane Schulz, waren insbesondere die Quartale zwei und drei herausfordernd für Agenturen. Niemand habe gewusst, wo es hin- und wie es weitergehe. Mit dem vierten Quartal habe sich aber bereits wieder der Normalzustand eingestellt, so der allgemeine Eindruck aus Rückmeldungen von GPRA-Agenturen.
Wie geht es in 2021 weiter? Gibt es Grund für Optimismus oder Sorge?
So wie das letzte Jahr endete, so starte auch das neue Jahr, hält Christiane Schulz fest. Erfahrungsgemäß sei das erste Quartal eher ruhig, daher könne aktuell noch keine negative Tendenz erkannt werden. Interessant sei es, abzuwarten welchen Dominoeffekt die Pandemie nach sich ziehe, sagt Schulz zu Daniel Neuen. Dennoch bleibt die Frage: Was passiert, wenn die wirtschaftlichen Corona-Hilfen vom Bund aussetzen? Es wird bereits damit gerechnet, dass viele Unternehmen Insolvenzen anmelden werden, dies betrifft vor allem die Kundenseite.
Christiane Schulz bleibt optimistisch, PR habe eine wichtige Rolle in der Pandemie gespielt und werde auch weiterhin eine elementare Rolle spielen. Allerdings haben sich die Schwerpunkte verschoben beispielsweise seien Themen zur internen Kommunikation, digitalen Kommunikation oder der Insolvenzkommunikation in den Fokus gerückt.
Ein weiteres Thema des Podcast-Gesprächs sind die Themen und Projekte der GPRA. Zu Beginn der Pandemie hat der Agenturverband seinen Mitgliedern Service- und Beratungsleistungen zur Corona-Pandemie bereitgestellt. Außerdem wurde die Qualitätsoffensive und damit der Qualitätsstandard CMS III weiter ausgebaut. Inzwischen sind ein Viertel aller GPRA-Mitgliedsagenturen nach dem neuen Qualitätsstandard zertifiziert.
Außerdem:
Welche Lehren Agenturen aus dem Pandemie-Jahr ziehen konnten,
wer als Sieger aus dem Jahr 2020 hervor geht,
was es jetzt beim Managen von Agenturen zu beachten gilt und
wie sich die Beziehungen zu Kunden verändert haben,
gibt es hier zum Nachhören:
Interessieren Sie sich für unseren Consultancy Management Standard III?
Event-Spezialisten aus NRW entwickeln universell einsetzbare High-Tech-Pforte mit automatisierter Kontrolle verschiedener COVID-19-Parameter
Kompaktes und skalierbares Modul kombiniert Zugangskontrolle, Maskencheck, Temperaturmessung und Hände-Desinfektion
Sicherer Betrieb von Veranstaltungen und Einrichtungen wird auch in Zeiten von Corona wieder möglich
Köln, 11. August 2020 – In Köln ist heute eine automatisierte Personenschleuse für Veranstaltungen, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen vorgestellt worden, die den sicheren Zugang zu kulturellen, sportlichen und anderen Veranstaltungen ermöglichen soll. SafeGate® überprüft vollautomatisch verschiedene COVID-19- Parameter und gibt erst dann den Zugang zu Veranstaltungsorten, öffentlichen Einrichtungen, Werksanlagen oder Bürogebäuden frei, um Menschen auf diese Weise so gut wie möglich vor einer Ansteckung zu schützen.
Die weltweite Corona-Pandemie schränkt das öffentliche Leben weiterhin erheblich ein. Davon besonders betroffen sind nach wie vor die Veranstalter von Events aller Art – von Kulturveranstaltungen über Sport-Events, Messen und Kongresse, bis hin zu Unternehmensveranstaltungen. Allein in der Messewirtschaft wird der Schaden durch die Absage oder Verschiebung von Veranstaltungen schon jetzt auf 1,6 Mrd. Euro geschätzt.
Ob Event-Location, Theater, Konzerthalle oder Sportstätte: Auf die neuen Anforderungen der Corona-Pandemie konnten Veranstalter bisher nur improvisiert und mit hohem Personalaufwand reagieren. Mit SafeGate® haben drei Unternehmen aus der Veranstaltungsbranche ein automatisiertes, mobiles Durchlaufmodul zur Gesundheits- und Sicherheitskontrolle am Zugang zu Veranstaltungsorten und anderen Einrichtungen entwickelt.
Abbildung oben: Die Funktionen des SafeGates auf einen Blick.
SafeGate® kontrolliert automatisch die Zugangsberechtigung über einen bei der VorAkkreditierung im Internet vergebenen QR Code, überprüft kameragestützt, ob Gäste eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, misst kontaktlos die Temperatur und desinfiziert die Hände des Besuchers. Erst danach gibt die High-Tech-Pforte den Zugang zum Theater, Konzert, Sportstadion, Veranstaltungsort oder Werksgelände frei.
Dabei werden gleichzeitig alle Gäste gezählt, um behördliche Vorgaben zur Beschränkung der Gästezahl zu erfüllen. Ist die maximale Kapazität erreicht, blockiert SafeGate® automatisch den Zutritt für weitere Personen.
Somit werden mit SafeGate® alle derzeit in den Bundesländern vorgegebenen Sicherheitsund Hygienestandards für den Veranstaltungsbetrieb zuverlässig und effizient erfüllt. Aufwändige manuelle Zugangskontrollen entfallen. SafeGate® ist vollständig DSGVOkonform und erfasst nur die gesetzlich notwendigen und vorgeschriebenen personenbezogenen Daten, die eine sichere Nachverfolgung gewährleisten. Damit stellt SafeGate® auch für Firmen eine unkomplizierte und sichere Möglichkeit zur Zugangsberechtigung und – überprüfung in Zeiten von COVID-19 dar.
Dank eines modularen Aufbaus lässt sich SafeGate® , das als Indoor- und als wetterfeste Outdoor-Variante angeboten wird, individuell an den jeweiligen Einsatzbereich anpassen. In der Grundkonfiguration sind Akkreditierungsmodul, Temperaturmessung, Handdesinfektion und Besucherzählsystem integriert. Die Outdoor-taugliche Variante verfügt über zwei Durchlässe und kann innerhalb einer Minute etwa sechs Personen den Durchgang gewähren. Die Indoor-Alternative kann mit einem Durchgang konfiguriert werden.
Ein Schritt in Richtung Normalität
Illustration der Indoor-Variante des SafeGates
„SafeGate® ist ein Schritt in Richtung Normalität für Konzerte, Festivals, Theater und andere Veranstaltungen jeder Art“, sagt Heino Holzemer, Inhaber und Geschäftsführer von Matrix event+safety in Köln, einem der drei Unternehmen hinter SafeGate® . „Nach dem totalen Stillstand unserer Branche haben wir uns gefragt, wie wir kulturelle und kommerzielle Veranstaltungen durch mehr Sicherheit wieder möglich machen können.“
Innerhalb weniger Wochen definierte eine Arbeitsgruppe – bestehend aus dem Team von Matrix, den Experten des Messe-, Show- und Bühnentechnik-Anbieters MSB aus Tönisvorst und den Event-Spezialisten der Kölner Kommunikationsagentur Oliver Schrott Kommunikation (OSK) – das Lastenheft für SafeGate® und baute den ersten Prototypen.
Für die schnelle und unkomplizierte Vorregistrierung im Internet arbeiten die drei Partnerunternehmen mit dem Wuppertaler Teilnehmermanagement-Dienstleister Guest-One zusammen, der seine langjährige Erfahrung im Bereich Online-Registrierung beisteuert. Weitere Partner wie Ophardt Hygiene-Technik, Kentix, GTE Industrielektronik und SKIDATA, unterstützen das Vorhaben mit Hard- und Software-Komponenten.
Die Moderatorin Chérine de Bruijn begleitete SafeGate – die Premiere in der Volksbühne am Rudolfplatz in Köln.
Premiere auf historischer Bühne
Seine Premiere erlebt SafeGate® am 11. August 2020 in der Kölner Volksbühne am Rudolfplatz, dem ältesten noch erhaltenen Theater der Domstadt, das von 1936 bis März 2018 auch das Zuhause des bekannten Volkstheaters Millowitsch war.
Axel Molinski, Geschäftsführer der Volksbühne: „So wie alle Kultureinrichtungen, sind wir von Corona massiv betroffen. Auch nach der Wiederöffnung mit reduzierter Kapazität bleiben viele Plätze leer, da die Menschen Angst vor Ansteckung haben. Eine schützende Zugangskontrolle wie SafeGate® hilft uns, solche Ängste abzubauen und gleichzeitig den Einlass einfacher und effizienter zu gestalten.“
Die Volksbühne am Rudolfplatz war schon früher Ausgangspunkt von Innovation. Vor 67 Jahren ging vom Theatersaal an der Aachener Straße aus die erste Live-Übertragung eines Bühnenstücks im deutschen Fernsehen über den Äther. Das Theater wurde damit deutschlandweit bekannt.
SafeGate® – eine Entwicklung von Matrix event+safety, MSB GmbH und der Oliver Schrott Kommunikation GmbH in Kooperation mit der Guest-One GmbH
Pressekontakt Vivian Denise Stüker Oliver Schrott Kommunikation GmbH Telefon 0221/33 90-486 Mail info.safegate@osk.de
Berlin / Frankfurt am Main, 3. August 2020– Die Corona-Pandemie hat Kliniken in Deutschland in einen Ausnahmezustand versetzt. Eine von der Kommunikationsagentur A&B One durchgeführte Befragung von Kommunikationsverantwortlichen verdeutlicht die daraus entstandenen Chancen und Risiken. Klar ist: Die Bedeutung von Kommunikation in Kliniken ist gestiegen und wird weiter steigen, um im neuen Normal eine verantwortliche Öffnung für den Regelbetrieb zu vermitteln.
Die Expertengespräche mit Kommunikationsverantwortlichen aus zehn Kliniken zeigen, dass viele Häuser im Shutdown eine interne Kultur von Transparenz und Beteiligung entwickelt haben, die nun neue Standards setzt. In der Krise wurden Prozesse und Maßnahmen möglich, denen zuvor etablierte Strukturen entgegenstanden. Die digitale Evolution hat einen immensen Anschub erfahren, zunächst durch kurzfristige improvisierte Lösungen.
Auch künftig gilt es, durch digitale Formate (Videos, Webinare, digitale Führungen) und Kanäle (z. B. Social Media) die soziale Distanz zu überbrücken – mit einer neuen Tonalität: Nahbarkeit, Offenheit und Transparenz, menschliche Fragen und Kompetenzen ergänzen die technischen und organisatorischen Anforderungen.
Der Prozess der coronabedingten digitalen Evolution umfasst drei Schritte:
1. Shutdown („virtuelle“ Formate): Improvisierend gelang es, den internen Kommunikationsbedarf zu decken und Präsenzformate zu kompensieren. Die physische Realität blieb das Vorbild: Sie wurde „virtuell“ kopiert oder zitiert.
2. New Normal („digitale“ Angebote): Behelfslösungen müssen nun reflektiert, überarbeitet und als dauerhafte Innovation implementiert werden: vom Intranet über Apps bis zur Kreißsaalführung im Netz. Für die neuen Formate gelten die eigenen Regeln, Chancen und Grenzen der digitalen Realität.
3. Post Corona („hybride“ Kommunikation): Mittelfristig verändern sich auch die bisherigen Instrumente, weil sie eine neue Funktion für die Patienteninformation erhalten. Physische und digitale Angebote ergänzen sich und erzeugen Synergien.
Mehr denn je kommt es jetzt auf Konsistenz in der kommunikativen Organisation von Krankenhäusern an. Denn die Krisenerfahrung zeigte auch, dass es vielerorts an einer gebündelten strategischen Kommunikation mangelt. In der vernetzten Organisation Klinik muss die Kommunikation allen Beteiligten – vom Chefarzt bis zur IT – gerecht werden. Kommunikatoren sollten das Momentum nutzen und aus dem Bedeutungsgewinn eine nachhaltige Entwicklung in Gang bringen.
In Krankenhäusern wird der Ausnahmezustand wohl weit bis ins nächste Jahr anhalten. Die Kommunikation muss dennoch den Krisenmodus verlassen und ihre Formate nun nachhaltig weiter entwickeln, um eine verantwortliche Öffnung für den Regelbetrieb zu vermitteln. Die Krise ist auch eine Chance für die Kommunikation, die sich nun als strategisch relevante Stabsfunktion verankern, die Reputation der Klinik nach außen steigern und die Identitätsbildung nach innen stärken kann.
Zur Expertenbefragung: In qualitativen Interviews mit Kommunikationsverantwortlichen aus 10 Kliniken wurden Einschätzungen und Erfahrungen zur Corona-Krise erhoben. Die einstündigen Gespräche fanden im Juni und Juli 2020 statt. Vertreten waren Krankenhäuser aller Versorgungsstufen (bis zur Maximalversorgung), in kommunaler, konfessioneller und privater Trägerschaft und mit 800 bis 10.000 Mitarbeiter*innen.
A&B One Expertenbefragung: Infografik Klinik-Kommunikation
Pressekontakt Hartwin Möhrle A&B One Kommunikationsagentur GmbH Stresemannallee 30 60596 Frankfurt am Main Tel +49 69 92110-0 Fax +49 69 92010-408 Mobil +49 170 6364582 E-Mail: presse@a-b-one.de www.a-b-one.de
Studienleitung Ralf Weinen A&B One Kommunikationsagentur GmbH Axel-Springer-Straße 52 10969 Berlin Tel +49 30 24086-645 Fax +49 1805 223285 Mobil +49 170 6364593 E-Mail: r.weinen@a-b-one.de www.a-b-one.de
Über A&B One Als Community der Spezialisten vereint A&B One analytische, strategische und kreative Kompetenzen aus PR, Werbung, Design, Digitaler Kommunikation sowie Marktforschung mit operativer Kampagnenfähigkeit. A&B One gehört zu den mehrfach disziplinenübergreifend ausgezeichneten Kommunikationsagenturen in Deutschland. Die 1993 gegründete Agentur beschäftigt insgesamt 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Standorten Berlin und Frankfurt am Main.
Autorenbeitrag von Ralf Weinen, Markt- und Sozialforscher bei der Kommunikationsagentur A&B One.
Corona
setzt neue Maßstäbe für Glaubwürdigkeit und zeigt Chancen auf für die Kommunikation
komplexer Transformationen – vom Klimawandel bis zur digitalen Disruption. Das
zeigen Experteninterviews zur Krisenbewältigung, die wir im Mai 2020 mit
Kommunikationsverantwortlichen geführt haben.
Unsere neue
Normalität wird eine Zeit hoher Unsicherheit bleiben. Ob eine zweite Welle
kommt, wissen wir noch nicht. Ganz sicher rücken die Themen, die uns schon vor
der Pandemie beschäftigten, wieder auf die Agenda, nun unter verschärften Bedingungen:
Dekarbonisierung der Industrie, disruptive Veränderungen der Arbeit, Energie-
und Mobilitätswende, Populismus und Protektionismus. Das Ausbleiben einer
„Abwrackprämie“ im Konjunkturpaket der Bundesregierung zeigt, dass sich dabei die
Spielregeln ändern.
Trotz Lockerung gibt es wenig Grund
zu Erleichterung. Wir sollten dennoch festhalten, dass (Deutschland) im Shutdown
offenbar etwas gelungen ist: Eine nicht für möglich gehaltene Transformation
des wirtschaftlichen, öffentlichen und privaten Lebens so zu gestalten, dass
das Virus gebremst wurde, die zentralen Strukturen funktionsfähig blieben und
die (meisten) Menschen mitgenommen wurden. Kommunikation von privaten und
öffentlichen Unternehmen, von Verbänden und Institutionen hat viel dazu
beigetragen.
Aktivposten in der Krise: Was hat geholfen?
Wir wollten aus diesem
Ausnahmezustand lernen und haben als Kommunikationsagentur mit Kunden intensiv
über ihre Krisenerfahrung gesprochen: 20 Kommunikationsverantwortliche,
vorwiegend aus systemrelevanten Bereichen. Die Experteninterviews zeigen drei
Faktoren, die in der kommunikativen Krisenbewältigung geholfen haben.
Erstens: Eine eingeübte Kriseninfrastruktur, soweit sie implementiert war, und obwohl sie nicht für diese Krise gemacht war. Das bestätigt eindrücklich die Arbeit der Krisenberater. Zweitens: Die offensichtliche und viel diskutierte digitale Evolution. Dieses Rad wird sich nicht mehr zurückdrehen (lassen). Mittlerweile werden allerdings auch die sozialen Defizite von Web-Meetings und Home-Office deutlich – eine Aufgabe auch für die Kommunikation.
Und drittens: Im Kern war der Shutdown eine Disruption im Sozialen. Die handelnden Kommunikatoren berichten uns von ermutigenden Erfahrungen: Improvisationskunst kompensierte den Wegfall von Strukturen. Die Arbeit gestaltete sich pragmatisch und ergebnisorientiert, mit ungeahntem Produktivitätszuwachs und gelebter Fehlerkultur. An die Stelle der üblichen Eitelkeiten trat eine neue Durchlässigkeit zwischen Silos und Hierarchien. Konstruktiv-kritisch veränderte sich oft auch das Verhältnis zu den Medien, die enorm viele Fragen, aber auch Verständnis für noch fehlende Antworten hatten. Wahrhaft disruptiv wirkt der Imagewandel der Alltagshelden, die vorher oft Prügelknaben oder Underdogs waren. Schon im Shutdown kam es also zu einer Lockerung: von Perfektionszwängen, Absicherungskulturen und Vorbehalten. Konstruktive Solidarität überbrückte die soziale Distanz.
Der Drosten-Effekt steht für eine neue Tonalität – und schafft einen
neuen Kommunikationstypus
In der Krise zeigt sich, was produktiv und systemrelevant ist. Die Kommunikation kann dieses Momentum nutzen, wenn sie Mut für eine neue Offenheit hat. Die Reputation der neuen Experten (Christian Drosten ist nur einer davon) macht deutlich, dass Zeit ist für eine neue kommunikative Tonalität. Eine Tonalität, die dem Ernst der Lage gerecht wird, die hierarchieübergreifend Problemlösungen fördert und stets menschlich bleibt. Eine Kommunikation, die durch eine neue Offenheit, durch die Verbindung von Expertise und Empathie, von Dynamik und Fehlerkultur Vertrauen aufbauen und Verständnis schaffen kann.
Diese Qualitäten werden auch künftig gefragt sein bei der Kommunikation von komplexen Prozessen und schwierigen Transformationen. Durch die Inszenierung von „Purpose“ und durch eine CSR-Leistungsschauen allein wird sich der lange und risikoreiche Weg zu mehr „Sustainibility“ kaum vermitteln lassen. Vertrauen entsteht nicht durch Heilsversprechen, sondern durch einen glaubwürdigen Umgang mit widersprüchlichen Anforderungen. Kommunikation kann deutlich machen, dass man noch nicht für jedes Problem eine Lösung hat, sich aber auf den Weg macht. Konflikte dürfen nicht verschwiegen werden: z.B. zwischen Gewinn- und Gemeinwohlorientierung, zwischen Bestandsgeschäft und Zukunftsinvestitionen. Wer offen auch mit Widersprüchen umgeht, kann nachhaltig beeindrucken. Er baut Vertrauenskapital auf, das nicht bei der ersten Attacke zusammen fällt, weil er keine unrealistischen Erwartungen geweckt hat.
Für diese Botschaften braucht es
auch neue Kanäle, um die Zielgruppen direkt, echt und in Echtzeit erreichen zu
können. Sie sind oft schon vorhanden, und durch Corona so richtig mit Leben
gefüllt worden: Podcasts, Streaming, Apps, und natürlich auch Social Media. Sie
müssen nun ausgebaut, eingeübt und weiter bespielt werden.
Möglicherweise entsteht in Folge
der Corona-Erfahrungen sogar ein neuer Typus in der professionellen
Kommunikation: der/die kommunikative Spezialist*in. Er oder sie tritt neben die
etablierten Akteure, also Top-Führungskräfte und Sprecher*innen. Die neue Rolle
kann anders eingehen auf die Risiken der VUCA-Normalität (volatility,
uncertainty, complexity, ambiguity). Sie gewinnt mehr Gewicht als die üblichen
Expert*innen durch fachliche Autorität, Vermittlungskompetenz,
Verantwortlichkeit und Nahbarkeit.
The time is now
Nach jeder Krise gibt es ein Zeitfenster, in dem Veränderung möglich wird, wenn man es nutzt. Daher gilt es, die Krisenerfahrung nun auszuwerten, festzuhalten und neue Standards zu setzen: beim Remote-Working, bei neuen digitalen Kanälen oder einer neuen Tonalität in der Kommunikation.
Über den Autor: Ralf Weinen ist Diplom Psychologe und seit 25 Jahren in der qualitativen Markt- und Sozialforschung tätig. Bei der Kommunikationsagentur A&B One leitet er den Leistungsbereich Research
Über die Expertenbefragung: Es wurden 20 qualitative Interviews mit Kommunikationsverantwortlichen geführt, vorwiegend aus systemrelevanten Bereichen (Politik und Verwaltung, Gesundheitswesen, Bildung und Soziales, Einzelhandel, Finanzen, Verkehr und Logistik). Die meist einstündigen Gespräche fanden im Mai 2020 statt, also parallel zur Lockerung des Shutdown. Der komplette Bericht ist auf Anfrage bei A&B One erhältlich.
Stuttgart, 04. Mai 2020– Die Betriebskrankenkasse mhplus launcht eine neue Kampagne. Unter dem Claim „Wir halten zusammen. Egal was kommt.“ rückt sie das menschliche Miteinander in Zeiten des Coronavirus in den Fokus. Im Mittelpunkt steht ein Kampagnenfilm, der von der Stuttgarter Agentur hey David konzipiert und produziert wurde.
„Wir lieben das Leben und halten zusammen“ – das ist die Botschaft des neuen Kampagnenfilms der Betriebskrankenkasse mhplus. Er zeigt Menschen in ihrem Alltag in Zeiten der Corona-Pandemie. Darunter eine Familie, die den 70. Geburtstag der Großmutter über Skype feiert, ein junges Pärchen, das seine Wohnung renoviert und eine junge Frau, die in ihrem Wohnzimmer singt und tanzt.
Philipp Heimsch, einer der beiden Geschäftsführer von hey David, erklärt die Idee hinter dem Film: „Sie entspringt dem Caregiver-Gedanken der mhplus. Keiner kann sagen, wie lange die Situation aufgrund des Coronavirus anhält. Klar ist, dass wir sie nur gemeinsam meistern können, indem wir das Richtige für uns und unsere Mitmenschen tun und uns nicht unterkriegen lassen.“
Multimedial ausgerichtete Kampagne Die Kampagne läuft aktuell online und in den Sozialen Medien an. Während der Kampagnenfilm auf Youtube und der Landingpage www.meine-mhplus.de zu finden ist, werden zusätzlich kurze Facettenclips als Stories und Sponsored Ads auf Facebook, Instagram und Youtube platziert. Banner im Google-Netzwerk erhöhen außerdem die Reichweite. Eine weitere Säule bildet ein Radiospot, der an die Inhalte des Films angelehnt ist. Er wird in den Ballungsräumen ausgestrahlt, in welchen die mhplus hauptsächlich aktiv ist.
Infos für jede Lebenslage in der Corona-Zeit Zum Kampagnenstart wurden auf der Landingpage vor allem gesundheitsrelevante Informationen rund um das Coronavirus veröffentlicht: auf anschauliche und unterhaltsame Weise. Unter anderem wichtige Telefonnummern, Links zu aktuellen Corona-Apps und Tipps, wie man sich am besten nützlich macht.
Die aktuelle Krisenlage rund um Corona ist seit Wochen ein Dauerthema im Privat- und Arbeitsleben. Agenturen haben ihre Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt. Projektverschiebungen und Kurzarbeit beschäftigen nicht nur die Chefetage, sondern auch bei Trainees und Young Professionals kommen viele Fragen auf:
Welche Auswirkung hat die Kurzarbeit auf befristete Arbeitsverträge?
Kann eine Übernahme in Kurzarbeit durchgeführt werden?
Was geschieht in der Kurzarbeit mit dem Urlaubsanspruch?
Wie sieht eine Rückkehr in den Agenturalltag aus?
Wir, die GPRA Young Professionals, haben daher in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsrechtler Herrn Dr. Dennis Eifert und Alexandra Groß (stellvertretende Präsidentin GPRA) ein FAQ rund um die Auswirkungen von Corona speziell für junge Talente entwickelt. Dieses FAQ soll als neutrale Orientierung dienen und versucht einen Überblick über die aktuelle Situation zu geben.
Für weiterführende Fragen stehen wir allen Young Professionals gerne zur Verfügung und bieten an, diese direkt an Arbeitsrechtler Dr. Eifert weiterzuleiten. Unsere Young Professionals Gruppe erreichen alle über die folgende Mailadresse: younggpra@gpra.de
FAQ zum Thema Kurzarbeit für Young Professionals
Welche Auswirkung hat Kurzarbeit auf befristete Arbeitsverträge bzw. wenn der befristete Arbeitsvertrag in der Zeit der Kurzarbeit ausläuft? Bei Arbeitsausfall und Anordnung von Kurzarbeit ist es unerheblich, ob ein Vertrag eine befristete Laufzeit hat oder nicht. Entscheidend ist immer der Arbeitsausfall. Wird ein befristeter Vertrag nicht verlängert bzw. entfristet, läuft er gemäß dem Enddatum aus. Dies ist unabhängig davon, ob ein Unternehmen Kurzarbeit angeordnet hat.
Kann eine Übernahme in Kurzarbeit durchgeführt werden? Grundsätzlich sind Einstellungen während der Kurzarbeit nicht zugelassen. Es gibt aber eine Reihe von Ausnahmen, um die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs zu ermöglichen oder um vertragliche/gesetzliche Verpflichtungen / Rahmen zu erfüllen. Da Trainees befristet für eine Ausbildungszeit eingestellt werden, ist es auf jeden Fall möglich, sie auch während der Kurzarbeit weiter befristet zu beschäftigen, bis die gesetzlich geregelte Befristungszeit erfüllt ist. Bei einem 12-monatigen Traineeship wäre also eine nochmals 12-monatige Befristung möglich. Zudem kann das Traineeship unter Ausbildungsgesichtspunkten betrachtet werden. Auszubildende können direkt im Anschluss an ihre Ausbildung eingestellt werden, um den Betreffenden den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern. Die AA hat bezüglich befristeter Arbeitsverhältnisse folgende Aussage veröffentlicht: Befristet Beschäftigte können KUG erhalten (auf die Dauer der Befristung kommt es nicht an; eine Verlängerung der Befristung ist möglich; aber: Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung nur aus zwingenden Gründen oder im Anschluss an Ausbildung möglich. Wir empfehlen, hier Rücksprache mit der AA zu halten.
Falls nicht, hat man direkt Anspruch auf Arbeitslosengeld? Es ist grundsätzlich ratsam, die Möglichkeit einer Übernahme frühzeitig mit dem Arbeitgeber zu klären. Sobald ein Mitarbeiter davon Kenntnis hat, dass die Übernahme fraglich / unwahrscheinlich ist oder nicht stattfinden kann, ist er verpflichtet, die Agentur für Arbeit (AA) davon in Kenntnis zu setzen und sich sehr zeitnah dort zu melden. Der Anspruch auf Zahlungen der AA wird nur dann eingeschränkt, wenn der Arbeitnehmer durch schuldhaftes Verhalten nicht zum Erhalt seines Arbeitsplatzes oder zur Suche nach einem neuen Arbeitgeber beigetragen hat oder die AA so spät informiert, dass eine nahtlose Vermittlung eines neuen Arbeitsverhältnisses durch die AA nicht möglich ist.
Gibt es weitere Mittel (neben Kurzarbeitergeld), die bei der Agentur für Arbeit (AA) im Ausbildungsstadium von Young Professionals/Trainees beantragt werden können? Das müsste individuell bei der AA angefragt werden, uns ist nichts bekannt.
Verkürzt sich der Urlaubsanspruch durch die Kurzarbeit? Nein. Der Urlaubsanspruch verändert sich dadurch nicht. Nimmt eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter Urlaub während der Kurzarbeit, erhält sie/er für die Urlaubstage das volle Gehalt.
Fällt die Kurzarbeit weg in Monaten, in denen man Urlaub hat? Nein. Nimmt eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter Urlaub während der Kurzarbeit, erhält sie/er für die Urlaubstage das volle Gehalt. Die restlichen Arbeitstage des Monats fallen dann wieder in die Kurzarbeit.
Gibt es einen Kündigungsschutz? Die Kurzarbeit ist ein Instrument, um betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern. Eine betriebsbedingte Kündigung während der KUG darf sich damit nicht auf Gründe stützen, die bereits zur Anordnung der Kurzarbeit geführt haben. Es müssen nach der Einführung der Kurzarbeit neue betriebsbedingte Gründe hinzugekommen sein. Die Situation im Unternehmen muss sich geändert haben, z. B. durch Zusammenlegung von Betriebsteilen, Auflösung von Standorten oder Wegfall von bestimmten Dienstleistungen/Produktreihen.
Wie verteilt sich die Kurzarbeit innerhalb der Agentur? Machen alle gleich viel? Es gibt die Möglichkeit, nur in Teilbereichen Kurzarbeit anzuordnen. Es ist aber auch möglich, mit allen Mitarbeitern eine einheitliche Arbeitszeitreduzierung zu vereinbaren. Das hängt von den jeweiligen Arbeitsausfällen ab.
Wie viele Agenturen im Verband gehen offiziell in Kurzarbeit? Da nur börsennotierte Unternehmen ihre Kurzarbeit öffentlich mitteilen müssen, gibt es dazu keine vollständigen Informationen. In der GPRA gibt es aber einen regen Austausch zum Thema Kurzarbeit. Einige Agenturen haben diese bereits angezeigt. Andere Agenturen informieren sich derzeit noch über die Möglichkeiten. Da aufgrund der äußeren Umstände die Hürden für Kurzarbeit von der Bundesregierung gesenkt wurden und die Verbände im Kommunikationsmarkt von einem gesamten Auftragsrückgang in Höhe von 25% ausgehen, ist die Einführung von Kurzarbeit in den Agenturen für viele Entscheider ein sinnvolles Mittel, die Personalkosten zu dämpfen.
Wie hoch wird der Bedarf an Mitarbeitern in der zweiten Jahreshälfte sein, wenn die Krise größtenteils (hoffentlich) überwunden ist? Dazu gibt es derzeit keine Untersuchungen. Ziel ist es erst einmal betriebsbedingte Kündigungen aufgrund der Auftragsrückgänge zu vermeiden und Arbeitsplätze zu sichern.
Wie kann eine „Rückkehr zum normalen Büroalltag“ sinnvoll funktionieren? Das hängt in erster Linie von den gesetzlichen Vorgaben, den räumlichen Gegebenheiten und den Anforderungen der Kundenaufgaben ab. Wichtig erscheinen uns:
1. Beachtung von Abstands- und Hygieneregeln: sind räumliche/bauliche Gegebenheiten so, dass diese berücksichtigt werden können, stehen ausreichend Mittel für eine angemessene Desinfektion/Sauberkeit zur Verfügung 2. Rücksicht auf weitere Betreuungsanforderungen (Kinder, alte oder kranke Angehörige) 3. Rücksicht und weiteres HO für MitarbeiterInnen mit erhöhtem Risiko