Schlagwort: covid-19

  • GPRA Young Professionals Umfrage: Agentur-Nachwuchs zieht positive Bilanz nach über einem Jahr Homeoffice

    GPRA Young Professionals Umfrage: Agentur-Nachwuchs zieht positive Bilanz nach über einem Jahr Homeoffice

    Berlin, 31.05.2021 – Homeoffice, digitale Meetings und IT-Infrastruktur: Die Pandemie hat das Arbeiten in Agenturen verändert. Eine aktuelle Umfrage unter dem Nachwuchs der GPRA-Mitgliedsagenturen im Auftrag der GPRA Young Professionals ergibt: Rund zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) kommen mit dem New Normal gut zurecht.

    Insgesamt haben 192 Young Professionals mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung aus 36 Agenturen an der ersten Umfrage der GPRA Young Professionals teilgenommen. Knapp zwei Drittel der Teilnehmer:innen geben an (sehr) zufrieden mit den durch COVID-19 bedingten Veränderungen ihrer Arbeitswelt zu sein (sehr zufrieden 9 Prozent, zufrieden 56 Prozent). Lediglich acht Prozent der Befragten sind damit unzufrieden. Die Auswirkungen des „New Normal“ auf die persönliche Arbeitsweise bewertet der Branchennachwuchs differenzierter: So wurde in einer offenen Frage sowohl Positives, wie etwa die gewonnene Zeit durch das Wegfallen des Arbeitsweges, als auch Negatives, wie zu wenig direkter Kontakt mit den Kolleg:innen, genannt.

    Agenturen kommen mit dem New Normal gut zurecht

    In vielen Agenturen war die Möglichkeit zum Homeoffice bereits ein fester Bestandteil in der Organisation, wie der jüngste „Agenturen als Arbeitgeber“-Report 2020 der GPRA widerspiegelt. „Die GPRA-Agenturen hatten in der pandemiebedingten Ausnahmesituation somit einen echten Vorteil, denn sie haben schon lange damit begonnen, flexible Arbeitsbedingungen zu schaffen, um sich an die unterschiedlichen Lebensphasen ihrer Mitarbeiter:innen anzupassen“, so Jelena Mirkovic, Mitglied im Präsidium der GPRA.

    Als dann durch die neu eingetretene Situation der Arbeitsschwerpunkt komplett und dauerhaft ins Homeoffice verlegt werden musste, haben Agenturen mit ihren Mitarbeiter:innen kreative Wege gefunden, mit dieser Situation umzugehen – das zeigt sich auch in der aktuellen Umfrage. So geben die befragten Young Professionals an, dass beispielsweise regelmäßige Teamcalls, gemeinsame digitale Mittagspausen und Coffee-Breaks geholfen haben, ihren Arbeitsalltag im Homeoffice zu gestalten. Für den fehlenden persönlichen Austausch im Team halfen neben gezielten, unter strenger Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln umgesetzten Rückkehrregelungen in die Büros, auch virtuelle After-Work-Events wie Spieleabende, Cocktail Nights oder Mystery Calls mit Agenturkolleg:innen.

    Auch Fortbildungen blieben trotz Ausnahmesituation 2020 in fast allen Agenturen ein Bestandteil des Agenturlebens: Fast drei Viertel der befragten Young Professionals (73 Prozent) haben an ihrer Fortbildung arbeiten können, z.B. mittels interner Trainings/Workshops (54 Prozent), virtueller Konferenzen (27 Prozent) oder externer Trainings/Workshops (22 Prozent).

    Die Mischung machts: Homeoffice und Präsenz miteinander verzahnt

    Auch wenn zukünftig Homeoffice ein integraler Bestandteil des Agenturlebens bleiben wird, – wie sich auch fast alle der befragten Young Professionals (97 Prozent) wünschen –, so ist ein Leben ausschließlich im Homeoffice für nahezu keinen denkbar. Die Studie hat neben den verschiedenen strukturellen Herausforderungen der vergangenen Monate auch gezeigt, dass 79 Prozent der Young Professionals der Face-to-Face-Austausch mit dem Team (sehr) stark gefehlt hat.

    Befragte liefern Insights für das „New Normal“

    Malin Daniel, Sprecherin der GPRA Young Professionals fasst zusammen: „Das vergangene Jahr hat von uns allen viel abverlangt. Der Umstieg ins Dauer-Homeoffice und die damit verbundenen Fragestellungen haben die Agenturen zwar alle gut gelöst. Aber mit ungeeigneten Arbeitsräumlichkeiten zuhause, sozialer Isolation und fehlenden Infrastrukturen sind hingegen neue Herausforderungen aufgetaucht, an deren Lösung wir gerne mitarbeiten.“ *

    Und das tun die GPRA Agenturen bereits: Sie tauschen sich intensiv auf verschiedenen Ebenen aus, wie das „New Normal“ der Arbeitswelt agenturindividuell ausgestaltet sein wird. Der erste Austausch der GPRA Young Professionals mit dem Kreis der Human Resources-Verantwortlichen in den Agenturen zu den zahlreichen Insights aus der Umfrage hat bereits stattgefunden.

    Weitere Details zur Umfrage können über die Geschäftsstelle (info@gpra.de) abgerufen werden.


    Informationen zur Umfrage

    Die verwendeten Daten beruhen auf einer qualitativen Online-Befragung der GPRA e.V., an der 192 Personen aus den 36 Mitgliedsagenturen der GPRA e.V. in Deutschland mit bis zu fünf Jahren Berufserfahrung zwischen dem 25.01.2021 und 11.02.2021 teilnahmen.
    *Umfrage-Ergebnis zu den neuen Herausforderungen im Homeoffice (siehe auch Grafik): eigene Räumlichkeiten (52 %), soziale Isolation (44 %), fehlende Infrastruktur wie Internet, Drucker (35 %)

    Über die GPRA e. V. und die GPRA Young Professionals

    Die GPRA e.V. ist seit 1974 der Verband der führenden Kommunikations- und PR-Agenturen Deutschlands und hat ihren Sitz in Berlin. Mit strengen Aufnahmekriterien und hohen Anforderungen an ihre Mitglieder setzt sie Standards in der PR-Branche und fördert den Austausch zwischen den Mitgliedern und Meinungsbildnern. Die GPRA repräsentiert 37 Agenturen mit circa 2.800 Mitarbeitern und einem Marktanteil von fast 50 Prozent. Im Rahmen der im Februar 2020 gegründeten Nachwuchsinitiative der GPRA Young Professionals engagiert sich der Branchennachwuchs führender deutscher PR- und Kommunikationsagenturen mit dem Ziel, durch eigene Themen die Weiterentwicklung des Kommunikationsmarktes voranzutreiben. Gleichzeitig bietet die Initiative eine Plattform zur aktiven Vernetzung des Nachwuchses innerhalb des Verbandes. Mehr unter www.gpra.de/gpra-young-professionals/


    Die neuesten Beiträge der GPRA Young Professionals:

    • Gemeinsam Flagge zeigen – Mit interner Kampagne pro Impfen.

      Gemeinsam Flagge zeigen – Mit interner Kampagne pro Impfen.

      4 Fragen an Jelena Mirkovic, geschäftsführende Gesellschafterin bei komm.passion, zu Deutschlands größter interner Impfkampagne

      Die Covid-19-Impfungen stellen Deutschland derzeit vor einige Herausforderungen. Auch kommunikativ. Die Unternehmensberatung und Kreativagentur komm.passion hat einen für die Branche ungewöhnlichen Schritt getan und bietet Unternehmen ab sofort eine Impfkampagne für interne Zwecke an – kostenfrei und ohne Verpflichtungen.

      © Henrik Sorensen via Getty Images

      Wie kam die Idee zu einer kostenlosen Impfkampagne und welcher Antrieb steht dahinter?

      Als Agentur mit Health-Schwerpunkt beschäftigen wir uns schon seit vielen Jahren mit dem Thema Impfen. Wir betreiben sowohl im Namen unserer Kunden als auch aus eigenem Antrieb heraus Aufklärungsarbeit. Prävention durch Impfungen sind eben mal eine der größten Errungenschaft der Medizin. Nun wurden neue Impfstoffe auf dem Markt zugelassen, die gegen Covid-19 gerichtet sind. Wir haben gesehen, dass die diesmal leider sehr lauten Stimmen von Impfgegnern mit Fehlinformationen stark zur Verunsicherung beitragen. Das war der Moment, wo wir Flagge zeigen und in den Diskurs einsteigen wollten. Im Zuge unserer Impf-Initiative haben wir aufwändige Social-Media-Analysen betrieben, Impfkampagnen ausgewertet, Zielgruppen identifiziert, Kommunikationsempfehlungen abgegeben.

      Und jetzt ist der Zeitpunkt, neben all den Sach- und Fachinformationen ein positives Momentum zu kreieren: Wir haben uns mit der Frage beschäftigt, welchen enormen Nachdruck wir erreichen würden, wenn Unternehmen, Verbände und Organisationen in Deutschland das Thema Impfen intern gegenüber ihren Mitarbeiter:innen kommunizieren würden. Der Dialog bekäme eine so noch nie dagewesene Sichtbarkeit. Die Kampagne stellen wir. For free, auf Wunsch mit integriertem Firmenlogo, ohne irgendwelche Verpflichtungen. Multiplikator sind all jene Unternehmen, Verbände und Organisationen, die Interesse daran haben, ebenfalls einen Beitrag im Kampf gegen Corona zu leisten.

      Für wie erfolgsversprechend halten Sie Ihr Vorhaben?

      Wir wollen nur einen Anstoß geben und ein Steinchen im Mosaik liefern. Wichtig ist, dass die Menschen die Kernbotschaft verstehen, ihr eigenes Handeln hinterfragen, zumindest in den Dialog gehen und sich hoffentlich überzeugen lassen. Wer dabei helfen möchte, ist herzlich eingeladen. Die ersten – ausschließlich positiven – Rückmeldungen und Anfragen hatten wir bereits innerhalb weniger Stunden nach Start dieser Aktion.

      Welche weiteren Maßnahmen aus Kommunikationssicht braucht es, um die Impfbereitschaft (weiter) anzukurbeln?

      Nie zuvor war es möglich, dass sich Falschmeldungen so rasant verbreiten wie jetzt im digitalen Zeitalter. Was wir brauchen, ist eine klare und speziell für Laien verständliche auf Faktenwissen basierende Aufklärung der Pharma-Unternehmen, die idealerweise auch emotional abholt. Dort sitzen die Expert:innen für die Impfstoffe, dort ist gebündelt das Know-how, mit dem sich langfristig Vorurteile und Fehlinformationen auf Seiten der impfskeptischen Bevölkerung abbauen lassen. Dass diese Mammutaufgabe nicht Sache der Pharma-Unternehmen allein sein kann, ist jedoch auch klar. Ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung war bereits die von Noventi und den vier Impfstoffherstellern Curevac, Biontech, Artes Biotechnology und IDT Biologika angestoßene Aktion ‚Initiative gegen Corona‘. Darüber hinaus müssen Politik, Krankenkassen und Pharma-Unternehmen das Thema Prävention stärker in den Fokus des gesellschaftlichen Interesses rücken. Das kann gelingen, wenn alle Beteiligten an einem runden Tisch zusammenkommen. Es ist schließlich kaum jemandem damit geholfen, die Durchimpfquoten für bestimmte Vakzine innerhalb der Bevölkerung zu pushen; es müssen schlussendlich auch genügend Impfdosen zur Verfügung stehen, damit das Impfziel erreicht werden kann. Zusätzlich sollte gemeinsam an einer besseren Akzeptanz von Impfungen gearbeitet werden. Sei es durch Informationen und Aufklärung, sei es durch starke Vorbilder oder auch einen vereinfachten Zugang zu Impfungen. Solche eigeninitiativ angestoßenen Aktionen wie unsere leisten hier genauso einen Beitrag wie Diskurse im privaten Umfeld und klare Positionierungen pro Impfungen.

      Welches Potential kann die interne Kommunikation zukünftig für gesellschaftlich relevante Themen haben?

      Hierzu gab es zu Beginn der Corona-Pandemie, in der zweiten Märzhälfte 2020, eine spannende repräsentative Umfrage der Bertelsmann Stiftung zum Thema „Verantwortung und Engagement“, die unter Arbeitnehmer:innen durchgeführt wurde. Im Kern zeigt sie: Die Menschen in den Betrieben möchten, dass ihre Arbeitgeber sich bei der Lösung von gesellschaftlichen Problemen aktiv beteiligen, und sind auch bereit, ihren Beitrag dafür zu leisten. Vor diesem Hintergrund ist es eine große Chance für Unternehmen, sich in Sachen gesellschaftlich relevante Themen ganz klar in ihrer internen Kommunikation zu positionieren. Als Multiplikator können sie darüber enorm viele Menschen erreichen, in ihrer Vorbildfunktion viel zum Unternehmensimage und zur Identifikation der Mitarbeiter:innen mit dem Unternehmen beitragen. Diese Gelegenheit sollte kein Unternehmen ungenutzt verstreichen lassen.


      Über Jelena Mirkovic

      Jelena Mirkovic ist geschäftsführende Gesellschafterin der Unternehmensberatung und Kreativagentur komm.passion. Die studierte Biologin hat die Agentur zu einer der führenden Beratungen im deutschen Healthcare-Markt entwickelt. Sie ist außerdem Mitglied im Präsidium der GPRA und engagiert sich dort vor allem für den Agentur-Nachwuchs und Young Professionals. 


      Weitere Informationen:

      Die Impfkampagne finden Sie im Internet auf https://www.komm-passion.de/agentur/impfkampagne.
      Dossier zur Impfkampagne finden Sie unter: https://www.komm-passion.de/news-dossiers/dossier-detail/gemeinsam-gegen-corona


      Veröffentlicht am 17. Februar 2021

    • Direkt rein in den Clubhouse-Hype? – „Lieber erst mal Zuhören und Beobachten“

      Direkt rein in den Clubhouse-Hype? – „Lieber erst mal Zuhören und Beobachten“

      5 Fragen an Judith Christina Pierau, Senior Vice President & Head of Brand Affairs bei FleishmanHillard, zur App „Clubhouse“

      Seit wenigen Tagen hat die deutsche Kommunikationsszene ein neues Lieblingsthema: die App Clubhouse – aktuell auch auf Platz 1 der deutschen App-Store Charts.
      Clubhouse ist eine auditive Social-Media-App, die aktuell nur iOS-Nutzer auf Einladung nutzen können. In unterschiedlichen Themenräumen können Zuhörer:innen Live-Vorträgen und -Diskussionen lauschen, auf Einladung aktiv mitreden oder sich in privaten Räumen austauschen. Die App bietet Raum für Austausch unter Kolleg:innen im geschützten aber auch offenen Rahmen, Expert:innen Talks und lustige Plauderrunden. Neben viel Zuspruch aus der Szene der Meinungs- und Medienmacher werden auch kritische Stimmen zur App laut, denn die App ist durch das reine Hörformat sowie der ausschließlichen Nutzung von iOS-Usern exklusiv und auch nicht inklusiv. Derzeit wird auch das System des „Invite only“ diskutiert, da durch diese Mechanik Nutzergruppen der Möglichkeit zur Partizipation ferngehalten werden. Die Öffnung für Alle ist laut App-Betreiber in Planung, momentan ist die App noch in der Beta-Version.

      .

      Wie kann der Hype um Clubhouse erklärt werden?

      Clubhouse war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort – wie es so oft übrigens auch bei Marken passiert, die einen Hype erleben. Mitten in der Ankündigung eines verlängerten Lockdowns mit wenig Perspektive auf direkten Austausch und Nähe. Clubhouse ist live, schafft damit eine große Nähe zu den Akteuren sowie die Möglichkeit zur unmittelbaren Partizipation. Die App ist ein unkomplizierter Ort, um aktuelle Themen zu diskutieren, ohne aufwändige technische Lösungen. Im Lockdown ist der Austausch über die App potenziell für viele eine willkommene Abwechslung. Und, ganz nüchtern betrachtet, mal eine Ablenkung zum Talk mit dem/der Partner:in zu Hause oder dem Netflix-Bingen. Zudem schafft die künstliche Verknappung Begehrlichkeit. „Ich bin schon dabei“ ist ein bewährtes, gut funktionierendes Marketingtool, auf das selbst erfahrene Marketer anspringen. Inklusive mir. Vielleicht hat aber auch der Promi-Faktor geholfen und Live-Talks mit Thomas Gottschalk, Joko Winterscheidt und Ann-Katrin Schmitz (Influencer-Managerin) haben uns ein wenig Ablenkung in der Pandemie verschafft.

      .

      Welche Chancen können sich durch Clubhouse für Beraterinnen und Berater ergeben?

      Netzwerken mit relevanten Stakeholdern auf relaxte und natürliche Art: Ohne einen festen Termin habe ich in Talks die Möglichkeit durch ein gemeinsames Thema in Kontakt zu treten. Gerade in Zeiten ohne reale Messen oder Branchenevents und einem deutlich reduzierten f2f Anteil im täglichen Business kann Clubhouse ein alternatives Format bieten. Auch für die Zeit nach der Pandemie.

      .

      Ist es sinnvoll als Brand/Unternehmen direkt auf den Clubhouse-Hype aufzuspringen und loszulegen? Und was sollten Unternehmen (dabei) beachten?

      Aktuell ist laut AGBs auf der Webseite von Clubhouse die kommerzielle Nutzung, etwa um Unternehmen oder Produkte direkt zu bewerben, ohne Erlaubnis verboten. Die ersten Unternehmen aus Deutschland haben bereits Profile auf der Plattform angelegt und die ersten „Räume“ (so nennen sich die Talks) gestartet. Für meine Kunden bin ich im Beobachtungsmodus, da die Nutzung der App noch einige rechtliche, ungeklärte Fragen aufwirft.

      Den Marketing- und Kommunikationsverantwortlichen empfehle ich aber jetzt schon die App einmal „privat“ auszutesten, Talks zuzuhören, Kontakte zu knüpfen. Gerade PR-Verantwortliche haben die Möglichkeit sich ungezwungen mit Journalist:innen, Influencer:innen und Stakeholdern auf eine neue Weise auszutauschen, über ein Thema, eine gemeinsame Diskussion – und nicht immer gleich mit einer Anfrage oder einem Business-Kontext. Eine neue Art des Netzwerkens wird somit geschaffen.

      .

      Mit Blick auf die Kunden – für welche Branchen/ Industrien ist Clubhouse interessant?

      Clubhouse kann für praktisch alle Branchen und Industrien spannend sein. Denn vor allem Journalist:innen und Meinungsmacher:innen aus verschiedenen Bereichen (von Politik, Wirtschaft, Healthcare, über Technologie bis zu Lifestyle) sind derzeit bei der App vertreten. Mit einem meiner internationalen Food-Kunden habe ich bereits Möglichkeiten gebrainstormt, wie und ob Clubhouse in Zukunft als Kommunikationskanal in Frage kommen könnte. Wie erwähnt ist derzeit Vorsicht geboten bei der kommerziellen Nutzung. Aber wir bei FleishmanHillard denken natürlich bereits über potenzielle Nutzungsszenarien nach.

      Spannend ist Clubhouse m. E. auch für die Politik und den Bereich Public Affairs: Im Super-Wahljahr fehlt den Parteien durch C-19 aktuell die Möglichkeit der Nähe zu den Wähler:innen. Die App kann hier digitale Lösungen schaffen, z. B. digitale Townhalls.

      Die ersten Politiker, so wie Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow sind bereits auf der App aktiv. Ramelow ist aufgrund seiner privaten Äußerungen hier in den Medien in Kritik geraten („Kritik an Bodo Ramelow wegen Clubhouse-Auftritt“, FAZ). Auch wenn die App derzeit noch ein vermeintlich geschützter Bereich ist durch die Beta-Version, sind die Regeln professioneller Kommunikation dadurch nicht ausgehoben. Gerade, wenn man für eine Partei oder ein Unternehmen steht, ist die Konsistenz in den Botschaften essenziell, sonst können Aussagen schnell zu einem Reputationsschaden führen. So, wie es Thüringens Ministerpräsident Ramelow mit seinen Aussagen erfahren musste.

      Für alle gilt: Netzwerken und Erfahrungsaustausch, so unkompliziert wie schon lange nicht mehr. Viele Chancen, aber wie auf allen anderen Plattformen gelten dieselben Richtlinien in der Kommunikation: konsistentes Messaging und das Vermeiden von persönlichen Botschaften, wenn man für ein Unternehmen oder eine Partei als Sprecher agiert.

      .

      Der spannende Blick in die Glaskugel: Wird sich Clubhouse längerfristig durchsetzen?

      Ich gehe davon aus, dass sich Clubhouse in Deutschland vor allem bei Meinungsmacher:innen, Politiker:innen und Medienschaffenden durchsetzen wird. Klar, die App befindet sich auch noch in der Beta-Phase, das limitiert aktuell auch die größere Verbreitung. Es ist derzeit, mit Blick auf die deutsche Szene, ein „echtes“ Clubhouse für die oben erwähnten Stakeholder. Da die App aber mittelfristig Geld machen muss, ist die Kommerzialisierung und der zeitnahe Zugang für Alle, unausweichlich. Für welches Geschäftsmodell sich die Macher der App entscheiden, ist die nächste interessante Beobachtung. Die Branche wirft derzeit noch kritische Blicke auf den Datenschutz, die Regelungen zur kommerziellen Nutzung und die Kontrolle von Inhalten, damit rassistische, sexistische, diskriminierende Themen keinen Platz finden. Eine spannende App, die es sich lohnt zu beobachten und zu testen.


      Über Judith Christina Pierau

      Senior Vice President, Head of Brand Affairs
      FleishmanHillard Germany GmbH

      Judith Christina Pierau leitet das Brand Affairs Team von FleishmanHillard in Deutschland.
      Das Team berät Unternehmen und Marken in ihrer Positionierung und gestaltet B2C Kommunikation. Das Team besteht aus Experten aus den Bereichen Kreation, Planning, Social Media, Branding und Media Relations. Es integriert dadurch strategische Beratung mit exzellenter operativer Umsetzung in der Markenpflege und Produktkommunikation.
      Nach ihrem Studium der Rechtswissenschaft hat sich Judith auf innovative Plattformen sowie kreative Konzeption spezialisiert. Sie verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung in der Beratung von nationalen und internationalen Marken – stets fokussiert auf volatile und konsumentenzentrierte Branchen wie Retail, Food und Fashion.

      Judith auf Clubhouse: @judithchristina


      Experteneinschätzungen aus dem FleishmanHillard-Team zu Clubhouse:

      Veröffentlicht am 25. Januar 2021

    • Studiumsplanung im New Normal

      Studiumsplanung im New Normal

      Befragung im Abiturjahrgang: Studien- und Berufsorientierung unter Corona-Bedingungen COVID-19 verändert nicht nur den Studienbetrieb, sondern auch die Möglichkeiten der Studieninformation dramatisch. Eine Befragung von Abiturient*innen und Verantwortlichen aus sächsischen Hochschulen zeigt auf, wie Studierendenmarketing und -beratung die soziale Distanz überbrücken können. Die qualitative Pilotstudie der Kommunikationsagentur A&B One entstand im Auftrag der Initiative „Pack Dein Studium. Am besten in Sachsen.“ des Sächsischen Wissenschaftsministeriums.

      Berlin/Frankfurt am Main, 22. Oktober 2020 – Der Shutdown hat die digitale Evolution auch in den Hochschulen vorangetrieben. Mit Blick auf anhaltende Einschränkungen gilt es, die neu entstandenen Formate weiter zu entwickeln und auf veränderte Bedürfnisse abzustimmen. Der Weg „vom Informieren zum Involvieren“ ist dabei eine zentrale Herausforderung, so ein Ergebnis der Expert*inneninterviews.

      Corona fördert den Trend zum „Regrounding“

      Die befragten Abiturient*innen unterscheiden sich auffallend von vergleichbaren Befragungen der letzten Jahre. In der Berufsorientierung wirken sie bodenständiger und realistischer; die früher üblichen Selbstfindungsprobleme sind in den Hintergrund getreten. Corona befördert einen ernsthaft-pragmatischen Umgang mit der „Qual der (Studien-)Wahl“, der ohnehin typisch für die aktuelle Generation ist.

      Informationsverhalten zwischen Pragmatismus und Alarmismus

      Die Studiumsplaner*innen neigen im Social Distancing zu Unabhängigkeit und Selbständigkeit in der Information. Erfahrung, Sicherheit und Bewährtes sind wichtiger geworden, auch bei der Bewertung von Hochschulen und Studiengängen. Alarmismus herrscht zuweilen mit Blick auf kurzfristige Regeländerungen. Mit digitaler Lehre können sich die „Digital Natives“ arrangieren, sie erleben dies aber auch als Verlust von Studien- und Lebensqualität. Hochschulen sollten transparent über die (notwendig vorläufigen) Planungen für das Wintersemester informieren.

      Neuer Mix aus digitaler Kommunikation und persönlicher Erreichbarkeit

      Die Analyse konkreter Formate zeigt: Der „virtuelle Hochschultag“ macht Sinn bei kurzfristig ausfallenden Events, er kann den Besuch vor Ort aber kaum ersetzen. Künftige digitale Veranstaltungen müssen das Original nicht kopieren, sondern transformieren. Die Verhältnisse müssen neu austariert werden: zwischen digitaler Kommunikation und persönlicher Erreichbarkeit, werblicher Ansprache und sachlicher Information, bewegten Bildern und selbstbestimmten Formaten, termingebundenen Events und bereitgestellten Informationen.

      Zur Studie

      Die qualitative Pilotstudie wurde beauftragt von der Initiative „Pack dein Studium. Am besten in Sachsen.“, mit der das Sächsische Wissenschaftsministerium und die sächsischen Hochschulen über die Studienmöglichkeiten im Freistaat informieren. Es wurden zwei Fokusgruppen mit Studiumsplaner*innen aus dem Abiturjahrgang 2020 (Dresden) und neun Expert*inneninterviews mit Verantwortlichen für Studierendenmarketing und -beratung an sächsischen Hochschulen durchgeführt.

      Weitere Informationen zur Studie erhalten Sie unter: www.a-b-one.de/kompetenzen/research/referenzen/hochschulmarketing.html


      Pressekontakt

      Hartwin Möhrle
      A&B One Kommunikationsagentur GmbH
      Stresemannallee 30
      60596 Frankfurt am Main
      Tel +49 69 92110-0
      Fax +49 69 92010-408
      Mobil +49 170 6364582
      E-Mail: presse@a-b-one.de
      www.a-b-one.de

      Über A&B One

      Als Community der Spezialisten vereint A&B One analytische, strategische und kreative Kompetenzen aus PR, Werbung, Design, Digitaler Kommunikation sowie Marktforschung mit operativer Kampagnenfähigkeit. A&B One gehört zu den mehrfach disziplinenübergreifend ausgezeichneten Kommunikationsagenturen in Deutschland. Die 1993 gegründete Agentur beschäftigt insgesamt 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Standorten Berlin und Frankfurt am Main.


    • SafeGate® – Premiere für eine universell einsetzbare Personenschleuse mit automatisiertem COVID-19-Check

      SafeGate® – Premiere für eine universell einsetzbare Personenschleuse mit automatisiertem COVID-19-Check

      • Event-Spezialisten aus NRW entwickeln universell einsetzbare High-Tech-Pforte mit automatisierter Kontrolle verschiedener COVID-19-Parameter
      • Kompaktes und skalierbares Modul kombiniert Zugangskontrolle, Maskencheck, Temperaturmessung und Hände-Desinfektion
      • Sicherer Betrieb von Veranstaltungen und Einrichtungen wird auch in Zeiten von Corona wieder möglich

      Köln, 11. August 2020 – In Köln ist heute eine automatisierte Personenschleuse für Veranstaltungen, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen vorgestellt worden, die den sicheren Zugang zu kulturellen, sportlichen und anderen Veranstaltungen ermöglichen soll. SafeGate® überprüft vollautomatisch verschiedene COVID-19- Parameter und gibt erst dann den Zugang zu Veranstaltungsorten, öffentlichen Einrichtungen, Werksanlagen oder Bürogebäuden frei, um Menschen auf diese Weise so gut wie möglich vor einer Ansteckung zu schützen.

      Die weltweite Corona-Pandemie schränkt das öffentliche Leben weiterhin erheblich ein. Davon besonders betroffen sind nach wie vor die Veranstalter von Events aller Art – von Kulturveranstaltungen über Sport-Events, Messen und Kongresse, bis hin zu Unternehmensveranstaltungen. Allein in der Messewirtschaft wird der Schaden durch die Absage oder Verschiebung von Veranstaltungen schon jetzt auf 1,6 Mrd. Euro geschätzt.

      Ob Event-Location, Theater, Konzerthalle oder Sportstätte: Auf die neuen Anforderungen der Corona-Pandemie konnten Veranstalter bisher nur improvisiert und mit hohem Personalaufwand reagieren. Mit SafeGate® haben drei Unternehmen aus der Veranstaltungsbranche ein automatisiertes, mobiles Durchlaufmodul zur Gesundheits- und Sicherheitskontrolle am Zugang zu Veranstaltungsorten und anderen Einrichtungen entwickelt.

      Abbildung oben: Die Funktionen des SafeGates auf einen Blick.

      SafeGate® kontrolliert automatisch die Zugangsberechtigung über einen bei der VorAkkreditierung im Internet vergebenen QR Code, überprüft kameragestützt, ob Gäste eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, misst kontaktlos die Temperatur und desinfiziert die Hände des Besuchers. Erst danach gibt die High-Tech-Pforte den Zugang zum Theater, Konzert, Sportstadion, Veranstaltungsort oder Werksgelände frei.

      Dabei werden gleichzeitig alle Gäste gezählt, um behördliche Vorgaben zur Beschränkung der Gästezahl zu erfüllen. Ist die maximale Kapazität erreicht, blockiert SafeGate® automatisch den Zutritt für weitere Personen.

      Somit werden mit SafeGate® alle derzeit in den Bundesländern vorgegebenen Sicherheitsund Hygienestandards für den Veranstaltungsbetrieb zuverlässig und effizient erfüllt. Aufwändige manuelle Zugangskontrollen entfallen. SafeGate® ist vollständig DSGVOkonform und erfasst nur die gesetzlich notwendigen und vorgeschriebenen personenbezogenen Daten, die eine sichere Nachverfolgung gewährleisten. Damit stellt SafeGate® auch für Firmen eine unkomplizierte und sichere Möglichkeit zur Zugangsberechtigung und – überprüfung in Zeiten von COVID-19 dar.

      Dank eines modularen Aufbaus lässt sich SafeGate® , das als Indoor- und als wetterfeste Outdoor-Variante angeboten wird, individuell an den jeweiligen Einsatzbereich anpassen. In der Grundkonfiguration sind Akkreditierungsmodul, Temperaturmessung, Handdesinfektion und Besucherzählsystem integriert. Die Outdoor-taugliche Variante verfügt über zwei Durchlässe und kann innerhalb einer Minute etwa sechs Personen den Durchgang gewähren. Die Indoor-Alternative kann mit einem Durchgang konfiguriert werden.

      Ein Schritt in Richtung Normalität

      Illustration der Indoor-Variante des SafeGates

      „SafeGate® ist ein Schritt in Richtung Normalität für Konzerte, Festivals, Theater und andere Veranstaltungen jeder Art“, sagt Heino Holzemer, Inhaber und Geschäftsführer von Matrix event+safety in Köln, einem der drei Unternehmen hinter SafeGate® . „Nach dem totalen Stillstand unserer Branche haben wir uns gefragt, wie wir kulturelle und kommerzielle Veranstaltungen durch mehr Sicherheit wieder möglich machen können.“

      Innerhalb weniger Wochen definierte eine Arbeitsgruppe – bestehend aus dem Team von Matrix, den Experten des Messe-, Show- und Bühnentechnik-Anbieters MSB aus Tönisvorst und den Event-Spezialisten der Kölner Kommunikationsagentur Oliver Schrott Kommunikation (OSK) – das Lastenheft für SafeGate® und baute den ersten Prototypen.

      Für die schnelle und unkomplizierte Vorregistrierung im Internet arbeiten die drei Partnerunternehmen mit dem Wuppertaler Teilnehmermanagement-Dienstleister Guest-One zusammen, der seine langjährige Erfahrung im Bereich Online-Registrierung beisteuert. Weitere Partner wie Ophardt Hygiene-Technik, Kentix, GTE Industrielektronik und SKIDATA, unterstützen das Vorhaben mit Hard- und Software-Komponenten.

      Die Moderatorin Chérine de Bruijn begleitete SafeGate – die Premiere in der Volksbühne am Rudolfplatz in Köln.

      Premiere auf historischer Bühne

      Seine Premiere erlebt SafeGate® am 11. August 2020 in der Kölner Volksbühne am Rudolfplatz, dem ältesten noch erhaltenen Theater der Domstadt, das von 1936 bis März 2018 auch das Zuhause des bekannten Volkstheaters Millowitsch war.

      Axel Molinski, Geschäftsführer der Volksbühne: „So wie alle Kultureinrichtungen, sind wir von Corona massiv betroffen. Auch nach der Wiederöffnung mit reduzierter Kapazität bleiben viele Plätze leer, da die Menschen Angst vor Ansteckung haben. Eine schützende Zugangskontrolle wie SafeGate® hilft uns, solche Ängste abzubauen und gleichzeitig den Einlass einfacher und effizienter zu gestalten.“

      Die Volksbühne am Rudolfplatz war schon früher Ausgangspunkt von Innovation. Vor 67 Jahren ging vom Theatersaal an der Aachener Straße aus die erste Live-Übertragung eines Bühnenstücks im deutschen Fernsehen über den Äther. Das Theater wurde damit deutschlandweit bekannt.


      SafeGate® – eine Entwicklung von Matrix event+safety, MSB GmbH und der Oliver Schrott Kommunikation GmbH in Kooperation mit der Guest-One GmbH

      Pressekontakt
      Vivian Denise Stüker
      Oliver Schrott Kommunikation GmbH
      Telefon 0221/33 90-486
      Mail info.safegate@osk.de

    • Achtsam und kreativ kommunizieren

      Achtsam und kreativ kommunizieren

      Markenkommunikation in Zeiten des Coronavirus ist unberechenbar – es lassen sich jedoch Lehren aus Gesundheitskrisen der Vergangenheit und aus den Erfahrungen in den aktuell betroffenen Märkten ziehen.

      Autorenartikel von Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach, CEO and Market Leader Germany bei BCW Burson Cohn & Wolfe

      Nahezu stündlich erreichen uns heutzutage Meldungen aus aller Welt rund um den Ausbruch des Coronavirus – sei es aus dem medizinischen Bereich, aus Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft. Viele Nachrichten sind erschreckend, viele machen Mut – Berichte beispielsweise über Nachbarschaftshilfe, über pragmatische Lösungen abseits der üblichen Bürokratie oder über erste Erfolgsmeldungen aus China, wo der Verlauf der Krankheit seinen Anfang nahm.

      Vieles rund um das neue Virus Covid 19 ist noch im Unklaren: Wann der erste Impfstoff zur Verfügung steht. Wie erfolgreich die Pandemie verlangsamt werden kann. Und welche wirtschaftlichen Folgen sich aus der Krise ergeben. Diese Ungewissheit, gepaart mit der realen und potenziellen Belastung der Gesundheitssysteme weltweit, stellt alle Gesellschaften auf eine harte Probe.

      Auch Unternehmen und Marken stehen vor immensen Herausforderungen, sowohl was die Sicherung ihres Geschäfts als auch was die Kommunikation in der Krise betrifft. Beides ist derzeit ein „Moving Target“ und lässt sich nicht mit letzter Sicherheit planen. 

      Eines können wir aber schon heute festhalten:

      Wie bei SARS oder jeder anderen globalen Gesundheitskrise wird die Verbreitung des Coronavirus in drei Phasen verlaufen: 1. Akuter Ausbruch, 2. Erholung, 3. Rückkehr zur Normalität oder genauer – zu einer neuen Normalität.


      Wie lange diese Phasen dauern bzw. wann ein gewisser Normalitätsgrad erreicht ist, lässt sich nicht vorhersagen. Fakt ist, dass sich Deutschland und die meisten Länder der Erde in Phase 1 befinden –der Phase des akuten Ausbruchs.

      Phase 1: Unsicherheit dominiert – klare, ruhige und regelmäßige Kommunikation ist gefragt

      Typisch hier: Es geht nicht einfach um die Anzahl der bestätigten Krankheitsfälle, sondern um die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Wirtschaft, die Medien und um das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher. Eine in allen gesellschaftlichen Bereichen herrschende Unsicherheit ist das überwiegende Merkmal in diesem Zeitraum. 

      In einer Zeit, in der niemand eine klare Vorstellung davon hat, wie sich die Ereignisse entwickeln, und dennoch so viele eine (oft schlecht informierte) Meinung haben, wird die Notwendigkeit einer klaren, ruhigen und regelmäßigen Kommunikation von größter Bedeutung. Dabei lässt sich festhalten: 

      In Krisenzeiten tendieren Menschen zu Bewährtem und Vertrautem, und erwarten Transparenz und klare Worte.

      Was wir aus der aktuellen Krise wissen ist:

      • Nicht alle Wirtschaftskategorien sind gleich stark betroffen.
      • Das Verhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher ändert sich schnell und signifikant; in China haben beispielsweise 84% der Verbraucherinnen und Verbraucher mindestens eine neue Dienstleistung zum ersten Mal ausprobiert.
      • Das Sicherheitsdenken nimmt massiv zu – bis weit über Schutzmaßnahmen vor dem Coronavirus hinaus.
      • Marken zeigen immer häufiger, wo und wie sie helfen.
      • Der Fokus von Marken liegt auf Produktsicherheit und Experience.
      • Der Medienkonsum verändert sich.
      • Einige Media Investments werden verschoben oder umgeleitet.

      Spannende Fragen, die sich daraus ergeben, sind:

      • Verbraucherinnen und Verbraucher greifen zu Online-Angeboten, viele zum ersten Mal. Wie werden die Erfahrungen aus Quarantäne oder das zurückgezogene Smart Working in der Wohnung Katalysatoren für eine weitreichende Verhaltensänderung werden? Insbesondere mit Blick auf neue Technologien.
      • Achtsamkeit, Rücksicht und auch gegenteilige Erfahrungen haben gerade große Aufmerksamkeit. Der Blick richtet sich auf das Wesentliche: Die Gesundheit, die Gemeinschaft, Solidarität. Was bleibt, was wird auch nach der Krise prägend sein?
      • Viele Unternehmen und Marken können sich den Umständen nicht entziehen, beispielsweise im Lebensmitteleinzelhandel. Sie kommunizieren, setzen Zeichen, nehmen uns mit in ihren herausfordernden Alltag in dieser Zeit. Andere Unternehmen ziehen sich erschrocken zurück, finden keinen Weg, sich zu äußern. Wer wird nach der akuten Ausbruchphase leichter den Anschluss finden?

      Schweigen ist Gold?

      Sicher, die Zeit ist nicht angetan, sich mit Promotion oder konstruierten Geschichten ins Gespräch zu bringen. Es braucht Empathie und die Flexibilität, Kommunikation auf die Situation anzupassen. Wer das kann, hat die Chance, gemeinsam mit der Zielgruppe durch diese Zeit zu gehen und einen besonderen Bund zu schaffen. 

      Mit unseren Kundinnen und Kunden bewerten wir aktuell die Möglichkeiten, wie sie ihre Zielgruppen bzw. Stakeholder aktiv und sinnvoll unterstützen können – und analysieren gemeinsam diese vier Handlungsoptionen:

      1. Business geht nicht wie normal weiter, welche Schritte ergreifen Unternehmen zum Schutz von Kundinnen und Kunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Geschäftskontinuität?
      2. Für Marken, die aus ihrer Positionierung und ihrem Markenkern heraus die „Erlaubnis“ haben: Eine Verstärkung der Botschaften zur Gesundheitsvorsorge – auf Basis von Empfehlungen nationaler oder lokaler Regierungen und öffentlicher Institutionen wie RKI oder WHO.
      3. Helfen, durchzustehen – bei den alltäglichen menschlichen Bedürfnissen derer, die unter der Corona-Krise leiden. Mit Empathie ist hier wertvolle Kommunikation möglich – vor allem für Marken, die mit Botschaften rund um Gesundheit nicht punkten könnten.
      4. Unterstützung der am stärksten vom Coronavirus Betroffenen – idealerweise als Teil einer langfristigen Strategie mit Blick auf diese Gemeinschaften.

      Fazit: In der akuten Ausbruchsphase sollten sich Marken und Unternehmen nicht zurückziehen, sondern überlegen, wie sie ihre Stakeholder aktiv und sinnvoll unterstützen können. Sie haben die Aufgabe, Kommunikation zu nutzen, um einer Haltung von „achtsamer Ruhe“ zum Durchbruch zu verhelfen. Und dazu beizutragen, dass die Welt ein etwas besserer Ort wird.

      In diesem Sinne: #zuhausebleiben – aber nicht den Kopf in den Sand stecken.

      Weiterführende Informationen zum Thema gibt es auch hier: BCW Germany 

      Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach ist CEO der Agentur BCW (Burson Cohn & Wolfe), die in Deutschland fünf Büros hat. Seine Herkunft sind die digitale Kommunikation und Social Media, heute beschäftigt er sich vor allem mit strategischer Markenführung und kommunikativer Resilienz.

      Wolfgang Lünenbürge Reidenbach

    • Tipps für Social Media & das Community-Management während COVID-19

      Tipps für Social Media & das Community-Management während COVID-19

      Frankfurt, 24. März 2020 – Soziale Medien sind zu Zeiten von COVID-19 nach wie vor ein wichtiges Instrument des Kommunikations- und Marketing-Mixes. Um auch in der Krisensituation eine effektive Kommunikation zu gewährleisten, müssen Unternehmen die aktuellen gesellschaftlichen Umstände und Stimmungen fortlaufend bewerten und in der Planung entsprechend berücksichtigen. Idealerweise sollte die Social-Media-Planung und das Community Management täglich nach den folgenden drei Gesichtspunkten die aktuelle Situation analysieren und bewerten: Planung, Überprüfung und Reaktion.

      Dabei gilt es zu beachten, dass diese drei Punkte keine statisch aufeinanderfolgenden Vorgänge, sondern oftmals voneinander abhängig sind. Unternehmen sollten alle Überlegungen innerhalb dieser drei Säulen prüfen, um festzustellen, welche Fragen und Bereiche am relevantesten sind und am unmittelbarsten berücksichtigt werden müssen.

      Planung
      Schaffung von Plänen zum Umgang und Management von Social Media während der COVID-19-Pandemie.

      • Bestimmen Sie die Rolle der sozialen Kanäle – diese kann sich je nach den Bedürfnissen Ihres Unternehmens und der derzeitigen Nutzung möglicherweise verändern.
        • Bewerten Sie, wie Ihr Publikum derzeit mit Ihren Social-Media-Kanälen in Bezug auf COVID-19 umgeht und interagiert.
        • Sind aktuelle Kampagnen notwendig oder relevant? Sollten soziale Kanäle für Mitarbeiter- und/oder Community Relations genutzt werden?
        • Verändert sich Ihre Kernzielgruppe während der Krise? Jeder (Medien, Kunden, Mitarbeiter, Bewerber, Aktionäre, Analysten) beobachtet, wie sich jede einzelne Organisation äußert und positioniert.
      • Pflegen Sie den täglichen Kontakt mit Ihren Social-Media-Teams, damit sie über Ankündigungen, politische und geschäftliche Änderungen informiert sind, die sich auf Kampagnen und Postings auswirken könnten. Halten Sie tägliche Standup-Meetings (bei Bedarf auch öfter) mit den Community Managern, um sich zu Meldungen und Neuigkeiten abzustimmen.
      • Definieren oder passen Sie die Häufigkeit an, mit der Community Manager und Social-Media-Analysten Ihre sozialen Kanäle überwachen und alle ungewöhnlichen Interaktionen und Aktivitäten aus der Community kennzeichnen.
      • Definieren Sie Richtlinien für eine zeitnahe Reaktion – in dieser Situation ist es wichtig, schnell zu reagieren. Ebenso wichtig ist aber, die richtige Antwort zu geben und so Risiken vorab zu vermeiden. Community Manager sollten besonders vorsichtig sein, bevor sie etwas veröffentlichen oder auf eine Anfrage reagieren.

      Überprüfung
      Prüfung aller Kampagnen (aktuelle und anstehende Inhalte) und der Herangehensweise des Community Managements hinsichtlich der aktuellen Herausforderungen am Markt und der Gesellschaft.

      • Sind aktuelle Social-Media-Kampagnen zu opportunistisch, insbesondere in Bereichen, die von COVID-19 betroffen sind oder damit in Verbindung stehen (etwa Seife, Reisen, etc.)?
      • Wie würde ein eher zynischer Kritiker reagieren, wenn Sie diesen Content in der aktuellen Gesundheitssituation veröffentlichen?
      • Bedenken Sie die Implikationen Ihres gesamten Social-Media-Contents, besonders die Postings, die Menschen zu Reisen oder der Teilnahme an Veranstaltungen aufrufen.
      • Überprüfen Sie zielgerichtete Kampagnen und lokale Anzeigenkäufe – laufen diese Kampagnen in Märkten, die besonders von COVID-19 betroffen sind? Kampagnen wie diese könnten aufgrund der allgemein veränderten öffentlichen Aufmerksamkeit weniger wirksam sein als vorgesehen oder je nach Art der Inhalte als unsensibel angesehen werden.
        • Wenn Sie sehen, dass die Lage in bestimmten Regionen besonders angespannt in Bezug auf COVID-19 ist, sollten Sie es ggf. sogar in Betracht ziehen, diese Regionen von den geplanten Maßnahmen auszuschließen. Alternativ kann Hypertargeting helfen, um auf spezifische Marktbedürfnisse einzugehen.
      • Stellen Sie sicher, dass Ihr Content nicht den Empfehlungen der Behörden vor Ort hinsichtlich des Umgangs mit COVID-19 widerspricht.
      • Gibt es Influencer-Programme oder anstehende Maßnahmen, die besonders beleuchtet werden müssen? Prüfen Sie, ob Influencer-Kampagnen fortgesetzt werden sollen und stellen Sie bei bereits laufenden Kampagnen sicher, dass den Influencern Q&As zur Verfügung gestellt werden, damit sie auf Fragen aus ihrer Community zum Umgang Ihres Unternehmens mit COVID-19 antworten können.

      Reaktion
      Entwicklung von Social-Media-Leitlinien sowie Prozessen und Antworten, um eine zeitnahe, korrekte und effiziente Nutzung dieses Mediums in der aktuellen Situation zu ermöglichen.

      • Untersuchen und aktualisieren Sie Ihre Social-Listening-Taxonomien, um eine Diskussion über Ihre Marke, Ihren Sektor oder Ihre Kategorie und COVID-19 einzubeziehen.
      • Erstellen Sie COVID-19-Richtlinien und Entscheidungsabläufe für das Community Management, damit allen Beteiligten klar ist, wie auf Kommentare in sozialen Medien zu reagieren ist. Dies sollte auch bereits bestehende Pandemie-Erklärungen oder -Richtlinien Ihres Unternehmens umfassen.

      Zusätzliche Überlegungen, die in die Richtlinien einfließen sollten:

      • Geschäftsabläufe, die direkt beeinflusst werden (z.B. Produktknappheit, Anlagenstilllegungen).
      • Ein Mitarbeiter ist an dem Virus erkrankt, könnte das Virus haben oder es wird bestätigt, dass er das Virus hat.
      • Eine Gemeinde, in dem sich ein Standort oder Geschäft Ihres Unternehmens befindet, ist von einem Einzelfall oder einem größeren Ausbruch betroffen.
      • Stellen Sie sicher, dass die Teams die Eskalationsrichtlinien kennen und den damit verbundenen geplanten Informationsfluss verstehen.
      • Entwickeln Sie gegebenenfalls spezifische COVID-19-Botschaften – z.B. welche Maßnahmen ein Unternehmen oder eine Marke umsetzt, um in ihren jeweiligen Märkten, Unternehmen oder Einrichtungen (Einzelhändler, Hersteller usw.) vor COVID-19 zu schützen.
        • Soziale Medien können in Krisenzeiten auch als Kanal in die Mitarbeiterkommunikation eingebunden werden, um die Mitarbeiter zu erreichen und zu informieren. Sie können zudem für Leadership-Kommunikation genutzt werden und Mitarbeitern die Möglichkeit geben, die Botschaften des Unternehmens zu teilen und zu vertreten. Ein aktuelles Beispiel sind die Trainer und Vorstände vieler Sportvereine, die Erklärungen auf sozialen Kanälen veröffentlicht haben – in dem Wissen, dass ihre Mitarbeiter diese sehen, darauf reagieren und sie wiederum teilen.
      • Überwachen, ändern oder stornieren Sie Social-Media-Anzeigenbuchungen und zielgerichtete Werbung, wenn sie in Konflikt mit der aktuellen Marktsituation und Ihrem Geschäft stehen. Lassen Sie sich von Partnern schriftlich bestätigen, wenn Buchungen ausgesetzt oder storniert werden müssen.
      • Entwicklung von Plänen zur Aufrechterhaltung des Social-Media-Teams, um sicherzustellen, dass geeignete Dokumentationen und Maßnahmen in die Wege geleitet werden. So sollen die Auswirkungen auf das Team minimiert werden, falls sich ein Teammitglied mit COVID-19 angesteckt hat.
        • Beispiel: Stellen Sie sicher, dass Passwörter und der Zugang zu Kanälen nicht auf eine einzelne Person beschränkt sind und dass bei Bedarf ein Fernzugriff möglich ist.
      • In einigen Branchen und Bereichen kann sich die Zahl der Diskussionen in sozialen Medien stark erhöhen – die Community-Management-Teams müssen möglicherweise in Betracht ziehen, das Personal aufzustocken oder einen Schichtbetrieb einzuführen.
      • Bleiben Sie über Neuigkeiten und Entwicklungen zu COVID-19 auf dem Laufenden.

      Pressekontakt
      Anna-Lena Schildt, Senior PR- und Marketingmanagerin Deutschland
      Tel.: +49 (0)172 688 31-41, E-Mail: annalena.schildt@edelman.com
      Der Datenschutz ist uns wichtig, wenn Sie mehr darüber erfahren wollen klicken Sie hier: https://www.edelman.de/data-protection-statement
      Wenn Sie in Zukunft keine Presseinformationen mehr von Edelman erhalten wollen, geben Sie uns kurz formlos Bescheid.

    • Effektive Gesellschaftskommunikation

      Effektive Gesellschaftskommunikation

      Warum Kommunikation beim Corona-Virus mehr wirkt als beim Klimawandel

      Autorenbeitrag von Daniel Silberhorn, CSR-Lead bei FleishmanHillard

      So wie bei COVID-19 würden sich das viele auch beim Thema Klimawandel wünschen: Die Politik hört auf die Wissenschaft und reagiert mit klaren Vorgaben. Wenn auch weltweit in unterschiedlicher Geschwindigkeit und Konsequenz. Und zumindest eine große Zahl von Menschen hält sich daran. Obwohl die Maßnahmen drastisch in individuelle Freiheiten eingreifen und die persönlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen schon jetzt deutlich sind. Vor den Auswirkungen des Klimawandels wird dagegen seit Jahrzehnten gewarnt. Und genauso lange wogt der Kampf um Interpretationen, Deutungshoheit und einzuleitende Maßnahmen zwischen Ländern und innerhalb von Nationen. Und erst langsam, wenn auch in jüngerer Zeit deutlich, kommt der Wandel bei Unternehmen und Menschen an.

      Warum funktioniert das eine, und das andere nur (zähne-)knirschend? Warum hört die Politik beim Virus durch die Bank auf die Stimme der Wissenschaft, beim Klimawandel finden die Forscher erst nach Jahrzehnten Gehör? Warum spielen die Menschen bei der Mission „Zeit gewinnen“ im Umgang mit COVID-19 mit, während die gleichen Menschen sich schwertun, ihre Werte und guten Absichten bezüglich Klimaschutz umzusetzen? Oder müssen sich gar an prominenten Vertretern der Klimabewegung abarbeiten, wie vor wenigen Tagen erst der Ex-TV-Seelsorger Domian an Greta Thunberg?

      Fünf Katalysatoren spielen eine Rolle: Unmittelbare Betroffenheit, geringere Komplexität, überschaubare Optionen, definierter Zeithorizont und anschauliche Alternativen.

      Fünf Katalysatoren spielen eine Rolle: Unmittelbare Betroffenheit, geringere Komplexität, überschaubare Optionen, definierter Zeithorizont und anschauliche Alternativen.

      1. Unmittelbare Betroffenheit

      Dinge, die weit weg passieren oder abstrakt bleiben, berühren uns weniger als das, was in unserer Nähe passiert mit Auswirkung auf uns. Unser mediales System kennt dieses Prinzip als einen wichtigen Nachrichtenwert und verstärkt in der Berichterstattung die Sichtbarkeit und Wahrnehmung naher Ereignisse, die uns direkt betreffen.

      So ist es auch beim neuen Corona-Virus: Jede Ansteckung wird gezählt und die Statistiken aktualisiert. Man konnte miterleben, wie das Virus immer näherkam. Es geht um das Jetzt und Hier. Und es geht bei den Effekten um Freunde und Eltern, die möglicherweise kein Bett mehr in der Intensiv-Station bekommen, wenn wir sie aus Unachtsamkeit anstecken.

      Anders der Klimawandel: Schmelzende Polkappen, hungrige Eisbären – solche Phänomene schienen weit weg. Erst Erlebnisse wie die Hitzerekorde 2019 machten vielen klar: Mag es bisher um eine enkelfreundliche Zukunft gegangen sein, eine Solidarität mit den ferneren Generationen, geht es nun in Wahrheit um eine kinderfreundliche Zukunft. Das Zeitfenster und die Notwendigkeit des Handelns sind uns mindestens eine Generation näher gerückt.

      2. Geringere Komplexität

      Die Ursache für die Erkrankungen durch Corona ist offensichtlich: Ein einzelnes Virus. Das seinen Ursprung geografisch klar erkennbar hat, und das in seiner Bewegung über die Weltkarte deutlich zu verfolgen ist. Und das Risiko ist auch klar: Je schneller und je weiter COVID-19 sich ausbreitet, desto schwieriger können wir die Folgen in den Griff bekommen.

      Beim Klimawandel spielen viele Faktoren eine Rolle. Und wir sind erst dabei, die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zu verstehen. Zum Beispiel wandelt sich möglicherweise der Amazonas-Regenwald von einer CO2-Senke in eine CO2-Quelle. Solche Faktoren entwickeln ihre Wirkung über Jahre und in schwierig durchschaubarer Vernetztheit. Und genauso komplex und vielfältig sind auch die Aspekte, die wir hinterfragen müssen.

      Mit der Folge, dass der Einzelne sich sehr einfach machtlos fühlen kann und sich immer argumentieren lässt, dass es andere Bereiche gibt, die scheinbar viel relevanter sind: So mache ja etwa Fliegen ja nur 2,5% des CO2-Ausstoßes aus, und der Anteil von Deutschland global nur knapp 2% gegenüber 27,5% von China. Komplexität lähmt das Handeln und lagert Verantwortung und Initiative in eine diffuse gesellschaftliche Wolke aus.

      3. Überschaubare Optionen

      In der Komplexität des Klimawandels sind die Handlungsoptionen für den Einzelnen schwer zu überblicken. Es geht um Konsum, um Freizeitverhalten, um Mobilität – um alle Lebensbereiche. Wo anfangen, wo aufhören? Die individuelle Schere zwischen nachhaltigen Werten und realem Handeln ist dabei oft groß. Nicht zuletzt, weil gesellschaftlich wünschenswertes Verhalten wie etwa Abfallvermeidung zunächst mehr Aufwand bedeutet: Wo gibt es Unverpackt-Läden? Wann nehme ich welche Behälter mit?

      Zudem fordern viele engagierte Klimaschützer die ‚große Transformation‘: Wir müssten unser Leben komplett und grundlegend ändern. Das mag faktisch richtig für die Gesellschaft sein – führt aber im Einzelfall oft dazu, dass Menschen sich überwältigt fühlen. Oder, genauso kritisch: Klimafreundliches Handeln erreicht sie nur in Form von Verzichtgeboten, Stichwort Suffizienz. Wir sollen mit weniger zufrieden sein. Planetarisch wünschenswertes Handeln fälschlich als zu fürchtendes trojanisches Pferd für weniger Lebensqualität.

      Bei SARS CoV 2 zeichnet die offizielle Kommunikation einen klaren Handlungspfad. Jeder einzelne weiß, was er tun kann: Wascht Euch die Hände, achtet generell auf Hygiene, und haltet Abstand zu anderen Menschen. Die Sinnfälligkeit liegt auf der Hand: “Abstand halten – das Virus bremsen“. Flatten the curve. Eine überschaubare Zahl wieder und wieder vermittelter Verhaltensweisen führt, so die Kommunikation und Hoffnung, zu einem Resultat, das einleuchtend wünschenswert ist. Das ist einfach. Und tut zudem potenziell nur kurze Zeit weh. Denn später geht es ja ‚normal‘ weiter.

      4. Definierter Zeithorizont

      So drastisch die Maßnahmen in den Alltag eingreifen und so eindringlich Merkels Appell: Jeder weiß, dass wir eine Krise erleben, die nach aktuellem Stand wohl zeitlich begrenzt ist. In einigen Wochen oder zumindest Monaten, so die Hoffnung, ist der ganze Spuk um das Corona-Virus vorbei. Augen zu und durch. „Your grandparents were asked to go to war. You are being asked to sit on the couch.“ Wir schaffen das. Das Problem hat ein Verfallsdatum.

      Beim Klimawandel sieht das anders aus. Es ist uns bewusst, dass Veränderungen zur Erhaltung eines angenehmen Klimas von Dauer sein müssen. Es reicht nicht, vier Wochen das Auto stehen zu lassen. Wir brauchen neue Mobilitätskonzepte. Wobei gerade jetzt wegen COVID-19 weniger befahrene Straßen, ruhigere Innenstädte und geringere Verschmutzung auf Satellitenbildern zeigen: Handeln hat Wirkung. Es geht aber insgesamt darum, ein neues Gleichgewicht zu finden. Echter Wandel. So etwas mögen wir nicht.

      5. Anschauliche Alternativen

      Eine besondere Rolle im Kampf gegen das neue Virus spielt eine Grafik, die zeigt, wie sich die Zahl der Betroffenen im Zeitverlauf ändert – einmal mit Gegenmaßnahmen, einmal ohne. Eine horizontale Linie zeigt die Kapazität des Gesundheitssystems. Ohne Gegenmaßnahmen wird diese rasch gesprengt, mit Maßnahmen bleibt die Kurve im Rahmen des Bewältigbaren.

      Die Aussage ist einleuchtend: Wenn wir Zeit gewinnen, kommen wir klar. „Flatten the Curve“ lautet die Mission, die vielen plausibel ist, und die entsprechend auch als Hashtag Social Media-kompatibel Karriere macht. Es steht uns klar vor Augen, dass wir eine Wahl haben zwischen einschränkendem Handeln jetzt und einer nahen Zukunft, die ohne Maßnahmen für viele schwierig werden könnte.

      Auch der Klimawandel kennt geradezu ikonenhafte Bilder. Sei es Greta Thunberg mit ihrem Schild, Schlittenhunde, die scheinbar über Wasser laufen, ein Satelliten-Bild mit Waldbränden im Amazonas. Und ‚horizontale Linien‘ gibt es einige: etwa Rockströms planetare Grenzen oder das in den 1970ern formulierte Zwei-Grad-Klimaziel, und andere.

      Aber: Diese ‚Linien‘ verbinden Folgen nicht mit menschlichem Handeln und bieten so keine handlungsmotivierenden, eingängigen Darstellungen. Das 2016 gegründete Startup right. based on science versucht das mit seiner Klimakennzahl „X-Degree-Compatibility“ (XDC) zu bieten. Diese Zahl drückt aus, wie stark sich die Erde erwärmen würde, wenn alle Unternehmen so wirtschafteten wie das untersuchte. Klimawirkung wird sichtbar.

      Lehren für die Klimawandel-Kommunikation

      Was lässt sich daraus ableiten für die Klima-Kommunikation? Wissenschaftliche Erkenntnisse liegen in beiden Fällen vor – beim neuen Corona-Virus wie auch beim Klimawandel. Gleichzeitig steigt die unmittelbare Betroffenheit auch beim Klimawandel an.

      Bei aller Tragweite und Konsequenzen: Zumindest in den ersten Tagen scheint die Corona-Krise in Deutschland im direkten Vergleich auf der individuellen Ebene durch eine gewisse Handhabbarkeit definiert: Geringere Komplexität, überschaubare Optionen, definierter Zeithorizont und anschaulich gemachte Alternativen. (Das kann sich jedoch ändern.)

      Wenn dies auch entscheidende Aspekte für ein bereitwilliges Handeln der Menschen für den Klimaschutz sind, wäre eine daraus abzuleitende These: Wirksame Kommunikation muss den Klimawandel so transportieren, dass er für die Menschen im Alltag ‚handhabbar‘ wird.

      Wer Menschen erreichen will, darf nicht rein auf Apokalypse-Kommunikation oder appellierendes Vernunft-Vokabular setzen, die viele ausblenden und die nur einen Teil zum Handeln motiviert. Wir müssen, wenn wir etwas bewirken wollen, immer die Frage beantworten, die jeden Menschen antreibt: „What’s in it for me?“ – Was habe ich davon?

      Das bedeutet auch, dass die Kommunikation auf Ebene der einzelnen Bürgerinnen und Bürgern oder auch Mitarbeiter das Engagement und den Kampf gegen den Klimawandel nicht als reines Verzichten auf liebgewonnene Standards transportieren sollte. Was gewinnen wir durch anderes Verhalten? Es geht also darum, positive Effekte ins Jetzt zu holen, um eine positive Betroffenheit zu schaffen. Auch und gerade auf einer kürzeren Zeitachse.

      Und es den Menschen dabei möglichst einfach zu machen. Denn wie nicht zuletzt die 2008 durch das Buch „Nudge: Improving Decisions About Health, Wealth, and Happiness“ populär gewordene Nudge Theory gezeigt: Ein bestimmtes Verhalten wird wahrscheinlicher, je bequemer es zu realisieren ist. Auf Augenhöhe platziertes gesundes Obst wird mehr gekauft. Sichtbar aufgestellte Abfalleimer werden eher genutzt.

      Gerade Trends wie Entschleunigung, Gesundheit und Achtsamkeit bieten die Chance, Klimaschutz auf persönlicher Ebene als Gewinn an Lebensqualität zu kommunizieren.

      Die Trends Entschleunigung und Achtsamkeit bieten die Chance, Klimaschutz als Gewinn an individueller Lebensqualität zu kommunizieren.

      Ein Beispiel ist die so genannte „Planetare Ernährung“ (Planetary Health Diet). Diese propagiert einen Speiseplan, der gesünder sei für den Planeten – und den Menschen. Selbst auf Fleisch muss man demnach nicht ganz verzichten. Eine solche Perspektive ist für viele wesentlich attraktiver, als sich beispielsweise komplett vegan zu ernähren. Und bietet das gute Gefühl, auf allen Ebenen richtig zu handeln, im Einklang mit den eigenen Werten.

      Ähnlich lässt sich im Tausch gegen Zeit in anderen Bereichen Lebensqualität auf eine Weise gewinnen, die dem Klimaschutz zuträglich ist. Wer beispielsweise samstags erst auf seinem Feld Gemüse erntet, dann beim Foodsharing stoppt und schließlich auf dem Markt alles einkauft, was dann noch fehlt, ist zwar deutlich langer unterwegs. War aber auch schon auf dem Rad im Freien unterwegs, hat im Grünen Abstand vom Alltag gewonnen, sich mit netten Leuten unterhalten, und bekommt sehr günstig frische Lebensmittel in Bio-Qualität.

      Oder beim Stichwort Reisen: Wer mit dem Nachtzug nach Lissabon fährt, braucht natürlich wesentlich mehr Zeit als mit dem Flugzeug. Aber er nimmt die entschleunigende, bleibende Erinnerung mit an ein Glas Rotwein im Kerzenlicht seines Schlafwagens, während die nächtliche Landschaft Spaniens vorbei huscht. Ein Erlebnis.

      ‚Handhabbarer‘ wird die große Aufgabe auch durch ambitionierte Zwischenschritte, die sich aus der übergreifenden positiven Vision ergeben – selbst wenn eigentlich alles auf einmal passieren müsste. So, wie die bemannte Raumfahrt nicht mit der Mondlandung begann, sondern sich über Meilensteine Schritt für Schritt den Weltraum eroberte.

      Das individuelle Wirken kann dann wieder in das große Bild rücküberführt werden – ähnlich wie bei der erklärten Corona-Mission „FlattenTheCurve“: Wir könnten Big Data nutzen, um umfassende Daten zu kombinieren und eingängige Darstellungen zu schaffen, die auch beim Klimawandel wirksam vor Augen führen: Wenn wir auf individueller Ebene Maßnahmen ergreifen, können wir die negativen Auswirkungen auf das Klima beschränken. Mehr noch: Wir – und jeder einzelne – können jetzt Lebensqualität gewinnen.

      Unter dem Strich: Der Blick auf das Handeln in der Corona-Krise bietet Inspiration für wirkungsvolle Klima-Kommunikation, auch für Unternehmen. Natürlich brauchen wir auch das große Bild, und die Bewegung auf der großen Ebene. Das muss für die Bürger aber richtig übersetzt werden, um als Wandel wirklich wirksam zu sein. Die fünf Katalysatoren Betroffenheit, geringere Komplexität, überschaubare Optionen, definierter Zeithorizont und anschauliche Alternativen sind der Schlüssel. Apokalypse eher No, Lebensqualität Yes.

      Oder wie es ein Arzt einmal sagte: „Es geht nicht nur um ‚Weniger vom Schlechten‘, sondern vor allem um ‚Mehr vom Guten’“. Was er auf Ernährung bezog, gilt auch hier.

      Daniel Silberhorn

      Daniel Silberhorn hat knapp 15 Jahre Erfahrung in der Beratung nationaler und internationaler Unternehmen. Bei FleishmanHillard ist der Senior-Berater im Corporate Communications-Team unter anderem für den Bereich Sustainability/Nachhaltigkeit zuständig. Außerdem ist der Dozent für Global Communications an der Universität Erfurt und Gastdozent an der Escola Superior de Comunicacao Social in Lissabon.

      Originalquelle des Artikels hier aufrufbar.

    • Edelman Trust Barometer 2020 | Special Report – Vertrauen in Zeiten des Coronavirus: Arbeitgeber-Kommunikation als vertrauenswürdigste Quelle

      Edelman Trust Barometer 2020 | Special Report – Vertrauen in Zeiten des Coronavirus: Arbeitgeber-Kommunikation als vertrauenswürdigste Quelle

      • Arbeitergeber-Kommunikation hat Vertrauens-Vorschuss: Dem eigenen Arbeitgeber vertrauen die Menschen auf der Suche nach verlässlichen Informationen zu COVID-19 mehr als Regierung und Medien
      • Viele Quellen, wenig Vertrauen: Global sorgen sich 74 Prozent der Menschen um Fake-News und die Glaubwürdigkeit der Informationen rund um COVID-19
      • Partnerschaften: Menschen erwarten, dass Regierung und Wirtschaft zusammenarbeiten

      Frankfurt, 17. März 2020 – Auf der Suche nach glaubwürdigen Informationen ist der eigene Arbeitgeber auch zu Zeiten von COVID-19 die vertrauenswürdigste Quelle. Dies zeigt der globale Edelman Trust Barometer 2020 Special Report: Trust und der Coronavirus. Vom 6. bis zum 10. März wurde die Zehn-Länder-Studie in Brasilien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Südafrika, Südkorea, Großbritannien und den USA durchgeführt.
      Wie es in Zeiten des Coronavirus um das Vertrauen der Menschen aussieht, zeigen die wichtigsten globalen Ergebnisse der Studie:

      1. Kommunikation des eigenen Arbeitgebers ist am glaubwürdigsten:
        63 Prozent der aktuell Befragten geben an, dass sie Informationen von ihrem Arbeitgeber rund um das Coronavirus nach ein- oder zweimaliger Kommunikation vertrauen. Zum Vergleich: Das sagen nur 58 Prozent über die Informationen einer Regierungswebsite und 51 Prozent über die der traditionellen Medien. Mehr als ein Drittel der Befragten gab an, dass sie sozialen Medien niemals glauben würden, wenn sie ausschließlich hier Informationen zu dem Thema finden konnten (35 Prozent).
      2. Etablierte Nachrichtenangebote sind die meist genutzte Informationsquelle:
        Die Hauptnachrichtenkanäle werden fast doppelt so stark genutzt, wie die Online-Seiten der globalen Gesundheitsorganisationen (z.B. WHO) oder nationaler Gesundheitsorganisationen (z.B. CDC). Ingesamt geben 74 Prozent an, dass sie sich um die Verbreitung gefälschter Nachrichten und Falsch-Informationen über das Virus sorgen.
      3. Wissenschaftler und Mediziner sind die vertrauenswürdigsten Stimmen:
        68 bis 83 Prozent der Befragten geben an, dass sie Wissenschaftler und Medizinern am meisten vertrauen. Einer Stimme “wie du und ich” vertrauen 63 Prozent der Befragten. Regierungsbeamte (48 Prozent) und Journalisten (43 Prozent) stehen dagegen mit weniger als 50 Prozent Vertrauen am unteren Ende der Rangliste. 85 Prozent der Befragten gaben an, dass sie mehr Informationen von Wissenschaftlern und weniger von Politikern hören wollen. 58 Prozent der Befragten befürchten sogar, dass die Krise für politische Zwecke aufgebauscht wird. Der CEO des eigenen Arbeitgebers liegt mit 54 Prozent in der Mitte der Rangliste.
      4. Menschen fordern regelmäßigen Informationsfluss:
        Sieben von zehn Befragten verfolgen die Nachrichtenlage über den Coronavirus in den Medien mindestens einmal am Tag. 33 Prozent gaben an, dass sie mehrmals am Tag nach Informationen suchen. Von den Arbeitgebern wird erwartet, dass sie die Informationen über COVID-19 regelmäßig aktualisieren. Dabei fordern 63 Prozent mindestens tägliche Aktualisierungen.
      5. Der eigene Arbeitgeber ist besser auf COVID-19 vorbereitet als das Land an sich:
        In acht von zehn untersuchten Ländern wird der eigene Arbeitgeber als besser auf das Virus vorbereitet angesehen, als das Land an sich. 62 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Arbeitgeber effektiv und verantwortungsbewusst auf das Virus reagiert.
      6. Regierung und Unternehmen müssen zusammenarbeiten:
        Weder den Unternehmen noch der Regierung wird es zugetraut, der Lage im Alleingang Herr zu werden. Das Vertrauen der Menschen verdoppelt sich, wenn Unternehmen und Regierung gemeinsam Anstrengungen bei der Bekämpfung des Virus unternehmen. (45 Prozent gegenüber 20 Prozent).
      7. Hohe Erwartungen an Handlungsfähigkeit der Wirtschaft:
        78 Prozent der Befragten erwarten, dass die Wirtschaft zum Schutz der Mitarbeiter und der örtlichen Gemeinschaft handelt. 79 Prozent sehen Arbeitgeber in der Pflicht, dass sie ihre Abläufe anpassen, Reglungen für die Arbeit außerhalb der Büroräume schaffen, nicht relevante Veranstaltungen absagen und Geschäftsreisen untersagen. Hinzukommt, dass 73 Prozent erwarten, dass die Personalpolitik anpasst und so u.a. bezahlter Krankenstand gewährt wird und gefährdete Mitarbeiter daran gehindert werden, zur Arbeit zu kommen.
      8. Arbeitgeber müssen Informationen weitergeben:
        Die Mitarbeiter wollen Klarheit darüber, wie viele Kollegen sich mit dem Virus infiziert haben (57 Prozent) und sich dieser auf die Arbeitsfähigkeit des Unternehmens auswirkt (53 Prozent). Die Mitarbeiter wollen über die darüberhinausgehende Auswirkungen auf das Unternehmen ebenfalls informiert werden – einschließlich Ratschlägen für Reisen und was getan werden kann, um die Verbreitung des Virus zu stoppen. Die Informationen möchten sie per E-Mail oder Newsletter (48 Prozent), durch Veröffentlichungen auf der Website des Unternehmens (33 Prozent) und durch Telefon-/Videokonferenzen (23 Prozent) erhalten.

      „Für Unternehmen ist diese Form der Verantwortung neu und von großer Bedeutung. Arbeitgeber müssen ihren Vertrauensvorschuss vor allem jetzt nutzen und mit zielgerichteter Kommunikation auf möglichst viele Unsicherheiten Antworten geben. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Bevölkerung vor allem in Krisensituationen keine Alleingänge erwartet, sondern die Institutionen partnerschaftlich zusammenarbeiten müssen, um agile Lösungen auf den Weg zu bringen und das Vertrauen zu steigern“, so Christiane Schulz, CEO von Edelman Deutschland. „Es ist dringend notwendig, dass Unternehmen faktenbasierte Entscheidungen ermöglichen und ihren Mitarbeitern das Gefühl geben, Teil einer breiten gesellschaftlichen Bewegung zur Bekämpfung des Virus zu sein.“

      Über die Studie: Der Edelman Trust Barometer 2020 Special Report „Trust und der Coronavirus“ wurde vom 6. bis zum 10. März in den zehn Ländern Brasilien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Südafrika, Südkorea, Großbritannien und den USA durchgeführt. Insgesamt wurden 10.000 Menschen (1.000 pro Markt) befragt. Alle Daten sind auf nationaler Ebene repräsentativ, basierend auf Alter, Region und Geschlecht.
      Der Special Report ist eine Sonderausgabe des Edelman Trust Barometers.
      Das Edelman Trust Barometer ist eine jährliche Studie zu Vertrauen in Regierungen, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Wirtschaft und Medien, die in diesem Jahr zum 20. Mal von der Marktforschungsfirma Edelman Intelligence durchgeführt wurde. Weitere Informationen unter www.edelman.de/research/2020-edelman-trust-barometer

      Über Edelman Deutschland
      Edelman ist eine globale Kommunikationsagentur, die Unternehmen und Organisationen dabei unterstützt, ihre Marken und deren Reputation zu entwickeln, zu fördern und zu schützen. In Deutschland liefern rund 300 Experten mit Büros in Berlin, Hamburg, Köln und Frankfurt am Main Kommunikationsstrategien, die es unseren Kunden ermöglichen, zu führen, mit Überzeugung zu handeln und das nachhaltige Vertrauen ihrer Zielgruppen und Stakeholder zu gewinnen. Weitere Informationen unter www.edelman.de

      Pressekontakt
      Anna-Lena Schildt, Senior PR- und Marketingmanagerin Deutschland
      Tel.: +49 (0)172 688 31-41, E-Mail: annalena.schildt@edelman.com
      Der Datenschutz ist uns wichtig, wenn Sie mehr darüber erfahren wollen klicken Sie hier: https://www.edelman.de/data-protection-statement
      Wenn Sie in Zukunft keine Presseinformationen mehr von Edelman erhalten wollen, geben Sie uns kurz formlos Bescheid.