Berlin, 30. Juni 2025 – Die Nachwuchsinitiative der GPRA (Gesellschaft der führenden PR- und Kommunikationsagenturen in Deutschland) startet mit einem neuen Sprecherduo in die zweite Jahreshälfte: Hendrik Stamm, Account Manager im Bereich Corporate Reputation bei Edelman, wird neuer Co-Sprecher der Young Professionals. Er tritt an die Seite von Leonie Bär, die die Initiative bereits seit dem vergangenen Spätsommer vertritt.
Stamm folgt auf Lisa Kiefer, die nach ihrem Wechsel von FleishmanHillard in die Unternehmenskommunikation ihr Sprecherinnenamt niederlegt. Die offizielle Staffelübergabe erfolgte im Rahmen des jüngsten Sommertreffens anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Young Professionals am 13. Juni 2025 in Frankfurt am Main.
Bewährtes Modell, neue Impulse – Profilschärfung im Fokus
„Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe. Die Young Professionals haben in den vergangenen Monaten und Jahren mit starken Projekten auf sich aufmerksam gemacht – sei es mit unserem neuen Instagram-Kanal, der verbands- und länderübergreifenden DACH-Eventreihe Neuland oder dem gemeinsam mit dem DJV entwickelten Positionspapier“, sagt Hendrik Stamm. Seit Ende 2022 engagiert er sich in der Initiative, insbesondere im Bereich Podcast und Blog.
Leonie Bär, Paid Media-Spezialistin bei Edelman DxI, ergänzt: „Das Modell der Doppelspitze hat sich etabliert. Ich freue mich darauf, die Initiative nun gemeinsam mit Hendrik weiterzuentwickeln. Wir haben viele Ideen und möchten das Profil der Young Professionals in den kommenden Monaten noch klarer nach außen tragen. Ein besonderer Fokus liegt künftig darauf, die Meinungen und Erwartungen der Young Professionals zu zentralen Themen wie Beratungsverständnis, Branchentrends und Unternehmenskultur systematisch zu erfassen und aktiv in den Branchendialog einzubringen.“
Matthias Wesselmann, Vorsitzender der GPRA, betont: „Die Young Professionals sind ein unverzichtbarer Teil unseres Verbands. Als engagierte Peer-Group talentierter Nachwuchskräfte bringen sie frische Impulse, reflektierte Perspektiven und eine hohe Eigenmotivation in zentrale Themen und Debatten ein – zu Fragen, die sowohl uns als Verband als auch die gesamte Branche bewegen. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit den Young Professionals unter neuer Führung.“
Die GPRA Young Professionals stehen allen Kommunikationsnachwuchskräften mit bis zu fünf Jahren Berufserfahrung offen.
Die GPRA ist seit mehr als 50 Jahren der führende Verband der Kommunikationsberatungen und PR-Agenturen in Deutschland mit Sitz in Berlin. Der Verband steht für Qualität, Transparenz und Verantwortung in der Branche. Mit strengen Aufnahmekriterien und hohen Standards sichert die GPRA ein verlässliches Leistungsversprechen ihrer Mitglieder. Die aktuell 31 Mitgliedsagenturen mit rund 3.100 Mitarbeitenden gestalten Kommunikation für Unternehmen, Institutionen und Marken und repräsentieren gemeinsam einen Marktanteil von rund 59 Prozent in Deutschland. Als Plattform für Austausch, Weiterentwicklung und Werteorientierung fördert die GPRA den Dialog innerhalb der Branche ebenso wie mit Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
Bei schönstem Sonnenschein und sommerlichen 32 Grad Celsius kamen die GPRA Young Professionals zum jährlichen Sommertreffen in Frankfurt zusammen. Neben anregenden Diskussionen und spannenden Updates aus der Arbeit der jungen Talente, durfte natürlich eines nicht fehlen: eine großartige Feier anlässlich des fünfjährigen Jubiläums.
Mitte Juni trafen sich die GPRA Young Professionals, die Mitglieder der Nachwuchsinitiative der Gesellschaft der führenden PR- und Kommunikationsagenturen Deutschlands (GPRA), bei Edelman in Frankfurt. Die Gruppe war seit dem letzten Treffen etwas gewachsen; deshalb starteten die Kommunikationsberater:innen mit einer Runde „Two truths & a lie“, um sich besser kennenzulernen. Und das sorgte für ordentlich Gesprächsstoff: Nicht nur gibt es viele verborgene Talente, wie Meister:innen in Rhythmischer Sportgymnastik oder Klettern. Es sind auch einige Fernsehstars unter ihnen, die etwa im Tigerenten Club oder bei Straßeninterviews zu sehen waren.
Matthias Wesselmann, seit März 2025 Präsident der GPRA, gab einen Einblick in aktuelle Entwicklungen in der Kommunikationslandschaft. Sein Standpunkt: Technologien wie künstliche Intelligenz verändern die Branche und erfordern gleichzeitig ein Umdenken. So richtet sich auch die GPRA neu aus und sieht sich zukünftig mehr als Begleiter von Transformationsprozessen und weniger als reine Qualitätsinstanz.
Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere
Die halbjährlichen Treffen der YPs sind besonders wertvoll, da sie Austausch und Wissenstransfer untereinander fördern. Hier nutzt der Kommunikationsnachwuchs auch die Gelegenheit, gemeinsam einen Blick in die verschiedenen Arbeitsgruppen zu werfen, in denen sie sich engagieren.
Das Team Neuland, eine gemeinsamen Organisation zwischen den Young Pros und ihren Pendants in Österreich und der Schweiz, befindet sich schon mitten in der Planung der nächsten Session, die für September angedacht ist. Die Ergebnisse der Nachhaltigkeitsumfrage 2024 zeigen großes Potenzial für eine noch bessere Zielgruppenansprache, berichtete das Nachhaltigkeits-Team, weshalb noch weitere spannende Formate geplant sind. Auch die Ethik-Gruppe arbeitet an außergewöhnlichen Formaten, wie einem Video, um den Ethik-Kodex für junge Kommunikationsschaffenden greifbarer zu machen. Team Website & Blog freut sich, dass neben Events und Anlässen auch informative und branchenrelevante Artikel geplant sind – ganz getreu dem Motto „Let’s do more!“. Auch die Mitglieder hinter Impact Voice haben einen Grund zur Freude: Im Mai erschien das Positionspapier, das die Gruppe gemeinsam mit dem Deutschen Journalisten-Verband (DJV) veröffentlicht hat – ein wichtiges Zeichen für Demokratie und Verantwortung in der Kommunikation. Das Team Social Media startete 2025 einen eigenen Instagram-Kanal der Young Professionals, der bereits dreistellige Follower:innen-Zahlen verzeichnet. Die Mitglieder der Podcast-Gruppe veröffentlichten in diesem Jahr bereits drei Folgen und planen weitere spannende Themen rund um die Entwicklung der Kommunikationsbranche.
Im Anschluss stand ein Abschied an: Lisa Kiefer (ehemals FleishmanHillard Germany) verlässt die GPRA Young Professionals und gibt ihren Posten als Vorsitz ab. Für sie spricht künftig Hendrik Stamm (Edelman) gemeinsam mit Leonie Bär für die YPs.
Junge Perspektiven für den Wandel der Branche
Die Veränderungen innerhalb der Branche bleiben auch durch die Young Professionals nicht unbemerkt. So war der an die Lunch-Pause anschließende Workshop von drei Leitthemen geprägt: Trends & Herausforderungen der Branche, Beratungsverständnis & integrierte Kommunikation sowie Arbeitskultur, Leadership & Netzwerke. Wie wirken sich diese Veränderungen auf unsere Arbeit als Kommunikationsschaffende aus und wie gehen wir zukünftig mit diesen um? Die Diskussionsrunde im Anschluss war dynamisch, zeigte aber auch gewisse Einigkeit bei zentralen Themen: Die Young Professionals möchten die anstehenden Veränderungen nicht nur verfolgen und begleiten, sondern aktiv mitgestalten. Der Anspruch, für die Zukunft gewappnet zu sein und Herausforderungen proaktiv zu lösen, war eindeutig zu spüren. Die gesamte Diskussion schaffte Raum für neue Perspektiven, Denkanstöße und bereits mögliche Lösungsansätze.
Der Abend stand ganz im Zeichen des Feierns: 2025 ist ein ganz besonderes Jahr für die jungen Talente: Das 5-jährige Jubiläum der GPRA Young Professionals! Mit einem Glas Sekt in der Hand blickten die jungen Talente auf die gemeinsamen fünf Jahre zurück und freuen sich auf das, was noch folgen wird. Denn getragen wird diese Gruppe vor allem von den inspirierenden jungen Menschen, ihrem Ideenreichtum und ihrer Kreativität. Auf noch viele weitere erfolgreiche Jahre!
Berlin, 2. April 2025 – Die GPRA Young Professionals, die Nachwuchsinitiative der Gesellschaft der führenden PR- und Kommunikationsagenturen Deutschlands (GPRA), feiern in diesem Jahr ihr fünfjähriges Bestehen. Die Gruppe hat sich seit ihrer Gründung zu einem starken Netzwerk entwickelt, das jungen Talenten der Kommunikationsbranche eine Stimme gibt und die Weiterentwicklung der Branche aktiv vorantreibt.
In einer sich rasant wandelnden Kommunikationslandschaft ist die Förderung des Nachwuchses von zentraler Bedeutung. Mit ihrem Engagement und ihren Initiativen unterstützt die Gruppe nicht nur den Austausch zwischen aufstrebenden Kommunikator:innen, sondern ist ein Talentnetzwerk und Ideenraum, der als Sprungbrett für junge Kommunikationsprofis dient.
Die Young Professionals sind rund 20 Mitglieder aus den GPRA-Agenturen, die eng mit dem GPRA-Präsidium zusammenarbeiten. Mit ihren Initiativen setzen sie wichtige Impulse und gestalten die Zukunft der Kommunikationsberatung mit, indem sie die Perspektive der nächsten Generation an Kommunikator:innen einbringen.
Idee zur Gründung der Young Professionals von Alexandra Groß
Die Idee zur Gründung der GPRA Young Professionals im Jahr 2020 stammt von Alexandra Groß (von 2021 bis 2025 GPRA-Präsidentin). Seitdem ist viel passiert:
Die bedeutendsten Meilensteine sind u.a.
Die Internationale Zusammenarbeit mit den PRVA Newcomers aus Österreich und den Young LSA aus der Schweiz. Aus dieser Zusammenarbeit ist die virtuelle Webinar-Reihe „Neuland“ entstanden, die den Austausch und die Vernetzung über Ländergrenzen hinweg fördert.
Neue Kommunikationsformate wie die Einführung des Branchenpodcasts „Kommunikationscafé“ in enger Zusammenarbeit mit dem prmagazin. Der Podcast beleuchtet aktuelle Branchenthemen und bringt Expert:innen aus Beratung, Unternehmen und Wissenschaft ins Gespräch.
Die Kooperation mit dem Deutschen Journalisten-Verband, deren Ziel es ist, die Demokratie durch verantwortungsvolle Kommunikation zu stärken. Der Fokus liegt auf faktenbasierter Berichterstattung, dem Schutz vor Desinformation und der Förderung von Medienkompetenz, um eine transparente und vertrauenswürdige Kommunikationslandschaft zu fördern.
Ihr Engagement in aktuellen Themenfeldern wie Ethik in der Kommunikation, Nachhaltigkeit und Qualität in der Beratung. Ein bemerkenswertes Beispiel ist das Planspiel zur Ethik in der Kommunikation, das zusammen mit dem Deutschen Rat für Public Relations (DRPR) durchgeführt wurde.
Die Erweiterung ihrer Kommunikationskanäle auf Plattformen wie LinkedIn oder der kürzliche Launch des Instagram-Kanals sowie ein eigener Blog: Dies ermöglicht einen intensiveren Austausch unter Young Talents und informiert den Nachwuchs über die Arbeit in der Kommunikationsbranche.
Blick in die Zukunft
Auch in den nächsten fünf Jahren wollen die GPRA Young Professionals die Branche aktiv mitgestalten – mit neuen Formaten, verstärktem Austausch und einem klaren Fokus auf die Zukunftsthemen der Kommunikation. Künstliche Intelligenz, Diversität, Leadership und die Beratung von morgen stehen dabei im Mittelpunkt. Ihr Ziel bleibt es, den Nachwuchs weiter zu stärken, den Dialog zwischen den Generationen zu fördern und die Kommunikationsberatung weiterzudenken. Aufbauend auf den bisherigen Erfolgen soll die Initiative weiterwachsen und noch mehr Sichtbarkeit in der Branche erlangen.
Lisa Kiefer (FleishmanHillard Germany) und Leonie Bär (Edelman), Vorsitzende der GPRA Young Professionals, betonen: „Die GPRA YPs leben von den Menschen, die sich mit Leidenschaft einbringen. In den letzten fünf Jahren haben wir gezeigt, wie wichtig die Perspektive junger Kommunikator:innen für die Branche ist – und wir werden diesen Weg mit Freude weitergehen.“
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Über die GPRA
Die GPRA ist seit 50 Jahren der Verband der führenden PR- und Kommunikationsagenturen Deutschlands und hat ihren Sitz in Berlin. Mit strengen Aufnahmekriterien und hohen Anforderungen an ihre Mitglieder setzt sie Standards in der Kommunikationsbranche und fördert den Austausch zwischen den Mitgliedern und Meinungsbildnern. Die GPRA repräsentiert 31 Agenturen mit ca. 3100 Mitarbeitenden und einem Marktanteil von 54 Prozent.
Stella Henn (Edelman) und Stefanie Bäuerle (Sympra) beim ICCO Global Summit 2024 in Istanbul
Foto: ICCO
„Reputation, Relevance, Relationships“ – der Titel des diesjährigen ICCO Global Summit, organisiert vom internationalen PR-Verband „International Communications Consultancy Organisation (ICCO)“, eröffnete zunächst Raum für Interpretationen. Umso gespannter waren Stella Henn, Senior Account Executive Healthcare bei Edelman, und ich, Steffi Bäuerle, Consultant bei Sympra, was uns bei der Konferenz in Istanbul erwarten würde. Als Vertreterinnen der GPRA Young Professionals freuten wir uns darauf, an dem internationalen Treffen teilzunehmen, dessen Titel bezeichnend war: Die Veranstaltung hat einen guten Ruf, ist relevant für die PR-Branche und ein idealer Ort, um Kontakte zu knüpfen und Beziehungen zu festigen.
Die verkannte Bedeutung von Kreativität
Die Keynote zu Beginn zog alle Zuhörerer:innen gleich in ihren Bann. Simon Shaw, Global Chief Creative Officer bei Burson, erzählte, dass Kreativität mehr als nur Storytelling bedeutet. Er war der Meinung, kreatives Vermögen sollte auch genutzt werden, um Probleme zu lösen oder zu beraten. Nur so könne den einschneidenden Veränderungen auf der Welt begegnet werden, die das Kürzel VUCA(F) zusammenfasst: Volatile, Uncertain, Complex, Ambiguous, Flux. Die Antworten darauf: Preparedness, Agile, Specialist, Data Led und eben Creativity. Dabei könne nicht jede:r gleichermaßen kreativ sein. Es brauche gezielte Investments, zum Beispiel in Creative Directors, um Wachstum zu erzielen. Auch künstliche Intelligenz sei positiv zu bewerten, denn durch AI erfahre Kreativität nur weiteren Wachstum, der schlussendlich zu einem guten Ruf führe.
Niemals zu unterschätzen: Die Arbeit von Kommunikator:innen
Welche Relevanz und Bedeutung Kommunikator:innen in einer von Krisen geprägten Zeit zukommt, verdeutlichte Rod Cartwright, Gründer des gleichnamigen Beratungsunternehmens. Die Liste an Herausforderungen sei lang und reiche von geopolitischen Krisen und den „terrible twins“, Desinformation und Polarisierung, über die Gefahr von Cyberangriffen und Klimakatastrophen bis zu AI-geprägten Technologien und der sogenannten Poly-Krise, in der verschiedene Risiken miteinander verknüpft sind. Indem man sich diese bewusst mache und sich frühzeitig wappne, könne man der Lösung ein Stück näher kommen und gleichzeitig einen Wert für die PR-Branche daraus generieren. Dies gelinge in Form von Krisen-Kommunikationsplänen, Resilienzaufbau und weiteren umfassenden Vorbereitungen.
Auch im Hinblick auf Wahlen und damit die Bewahrung und Verteidigung unserer Demokratie, spielen Kommunikator:innen eine entscheidende Rolle, erklärte Patrick Penninckx, Head of Digital Development and Governance Department des Europarats. Durch die Arbeit mit geeigneten AI-Tools zur Enttarnung von Fake News und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit, sei es eine wichtige Aufgabe, AI-getriebenen Desinformationskampagnen entgegenzutreten.
Ebenso ein gutes Mittel, um relevant zu werden und zu bleiben: Nachweisbare Qualitätsstandards in der Beratung. Reto Wilhelm und Jürgen Gangoly von den Agency Experts waren vor Ort, um zu verdeutlichen, dass es nur einen Weg gibt, um eine erfolgreiche PR-Agentur professionell zu führen. Nur, wer innerhalb des transparenten Regelgerüsts des „Consultancy Management Standards (CMS)“ arbeite, könne kreativ arbeiten, zuverlässig liefern und schlussendlich messbare Erfolge erzielen. Oder, um es mit den Worten von Reto Wilhelm zu formulieren: „Relevance comes from reliability“.
Internationale PR bedeutet weltweite Zusammenarbeit
Eine wichtige Erkenntnis, die wir bei der Konferenz mitnahmen: Viel zu oft kommen, wenn von internationalen Projekten die Rede ist, hauptsächlich westliche Staaten zum Zug. PR-Expert:innen in Asien und Afrika, wo zwei Drittel der Weltbevölkerung leben, sind häufig nicht involviert. In dem Panel „Geopolitics And Business – A View From The New World“ diskutierten deshalb Mary Njoki, Gründerin und CEO von Glass House PR in Kenia, Pragati Tiwari, Partnerin bei Astrum in Indien und Agung S. Ongko, Partner und Strategy Director bei RICE Communications in Singapur, über kulturelle Sensibilität und die Zusammenarbeit von globalen und lokalen Teams bei der Aufgaben- und insbesondere Krisenbewältigung.
Eine weitere Möglichkeit, um (nachhaltige) Beziehungen zu knüpfen, ist, Verbündete in Form von „Creators“ zu finden. Kerem Sabuncu, Chief Strategy Officer bei Ogilvy, betonte in seinem Beitrag „Influence And The Power Of Creativity“ die Bedeutung von Dritten, die eigenen Content schaffen. Die Zielgruppen würden gerne mit ihnen in Interaktion treten, weil sie dadurch Teil der Erzählung seien und gleichzeitig frei darin, auf ihre Art und Weise zu kommunizieren.
Wie internationale Zusammenarbeit funktioniert, machte die ICCO Next Gen Group deutlich: 2022 gegründet von den Gewinner:innen des PR Next Gen World Cup Wettbewerbs 2021 und 2023 neu zusammengestellt, besteht die Gruppe heute aus den einstigen Gewinner:innen und Teilnehmenden aus aller Welt am Wettbewerb im Jahr 2022. Co-Vorsitzende Oeindrila Biswas machte die Ziele der Gruppe klar: Sie wollen den ICCO-Vorstand hinsichtlich der Bedürfnisse des PR-Nachwuchses beraten und gleichzeitig – in enger Zusammenarbeit mit Universitäten – als selbstständige Stimme von Young Professionals agieren. In ihrem Aufbau holte sich das junge Board viel Inspiration von den GPRA Young Professionals, und nahmen die gegebenen Grundstrukturen zum Vorbild.
Innerhalb eines dicht gefüllten Tags bekamen wir so hautnah zu spüren, dass wir mit unseren alltäglichen Herausforderungen nicht alleine sind. Fast überall auf der Welt beschäftigen sich PR-Expert:innen und diverse Kommunikator:innen mit ähnlichen Themen. Doch nur gemeinsam gelingt es, für die Kommunikations-Branche einzustehen und den aktuellen Krisen noch schneller, kreativer, nachhaltiger und wirkungsvoller entgegenzutreten.
Fake News, Deepfakes und der Kampf um Glaubwürdigkeit
Im digitalen Zeitalter stehen politische Kommunikation und Demokratie unter Druck. Unser Neuland-Event zeigt, wie Kommunikationsprofis durch ethische Standards und kluge Strategien der Gefahr von Desinformation und Deepfakes begegnen können.
Im Superwahljahr 2024 stehen nicht nur politische Akteur:innen, sondern auch Kommunikator:innen vor großen Herausforderungen. Fake News, Desinformation und der zunehmende Einsatz von Deepfakes drohen, den öffentlichen Diskurs nachhaltig zu beeinflussen. Wie können Kommunikationsexpert:innen in einem solch kritischen Umfeld ihre Glaubwürdigkeit bewahren? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt des jüngsten Neuland-Events Anfang September 2024.
Diskussionsgäste waren Birand Bingül, Geschäftsführer bei fischerAppelt advisors, Dr. Emma Hoes, Postdoktorandin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Zürich, und Eva Wackenreuther, Journalistin und Leiterin der Fact-Checking-Redaktion bei der Nachrichtenagentur AFP (Agence France Presse). Sie brachten wertvolle Perspektiven zu den Herausforderungen der politischen Kommunikation im digitalen Zeitalter ein.
Wer dominiert den Diskurs in Zeiten von Social Media?
Ein zentrales Thema war die zunehmende Dominanz von Fake News und Desinformation in sozialen Medien. Birand Bingül betonte, dass Social Media-Plattformen heute eine wichtige Rolle in der Meinungsbildung spielen – gleichzeitig seien sie aber auch Austragungsorte von Konflikten, da sie sich als unfähig erwiesen hätten, Desinformationen wirksam einzudämmen.
Bingül, Autor des Buches „Alles Propaganda! Wie Manipulation unsere Demokratie gefährdet“, sieht die Gefahr, dass politische Akteur:innen mit radikalen Botschaften die digitalen Kanäle erfolgreicher besetzen. Als Beispiel nannte er die AfD in Deutschland. Im Vergleich zu anderen Parteien investiere sie weitaus mehr Ressourcen in soziale Medien und übe damit einen überproportionalen Einfluss aus.
Fake News und ihre Wirkung auf die Meinungsbildung
Während Bingül den strategischen Einsatz von Social Media beleuchtete, ging Dr. Emma Hoes tiefer auf die wissenschaftlichen Aspekte von Fake News ein. Dr. Emma Hoes, die sich in ihrer Forschung mit Falschinformationen, Algorithmen und deren Auswirkungen auf die Meinungsbildung beschäftigt, betonte, dass der tatsächliche Einfluss von Fake News oft überschätzt werde. Denn Fake News würden bestehende Meinungen in der Regel eher verstärken, statt sie zu verändern. Für Menschen, die politisch weniger interessiert sind oder keine starken Überzeugungen haben, stellten Fake News eine größere Gefahr dar.
Hoes erklärte, dass zwar nur ein kleiner Teil der Nachrichten, die Menschen online konsumieren, Fake News seien, aber auch kleine Mengen große Auswirkungen haben könnten – insbesondere dann, wenn sie von einflussreichen Personen geteilt würden.
Deepfakes und die Bedrohung der Glaubwürdigkeit
Mit Blick auf die technologischen Dimensionen von Desinformation richtete sich der Fokus der Diskussion auf Deepfakes. Hier gab Eva Wackenreuther, Journalistin und Fact-Checkerin bei der AFP, wertvolle Einblicke in die wachsende Bedrohung durch manipulierte Medieninhalte. Auch wenn ausgeklügelte Deepfakes derzeit noch die Ausnahme seien, warnte Wackenreuther davor, dass die generelle Verunsicherung durch Deepfakes das Vertrauen in Medien und Institutionen langfristig beschädigen könne.
Wackenreuther betonte die Bedeutung von Fact-Checking-Initiativen, die einen entscheidenden Beitrag zur Bekämpfung von Desinformation leisten. Dabei sei es wichtig, nicht nur reaktiv, sondern auch präventiv tätig zu handeln. Medien und Unternehmen sollten verstärkt auf vorbeugende Maßnahmen setzen, um Desinformationen bereits im Vorfeld zu entkräften.
Maßnahmen zur Stärkung des öffentlichen Diskurses und der Demokratie
Die Diskussion mündete schließlich in der Frage, welche Maßnahmen notwendig sind, um den öffentlichen Diskurs und die Demokratie zu stärken. Bingül betonte die zentrale Rolle von Kommunikationsstrategien. Er unterstrich, dass sich Parteien und Unternehmen stärker in den relevanten Kanälen positionieren und den Diskurs aktiv gestalten müssten. Es reiche nicht aus, nur auf Krisen zu reagieren – vielmehr müssten die Akteur:innen die Kontrolle über ihre Narrative behalten und glaubwürdig bleiben.
Diesen Punkt unterstützte auch Hoes, die zusätzlich unterstrich, dass Medienkompetenz hierbei eine Schlüsselrolle spiele. Sie betonte, dass sowohl die Gesellschaft als auch die Akteur:innen in Politik und Wirtschaft lernen müssten, vertrauenswürdige Informationen zu erkennen und kritisch zu bewerten. Nur so könne langfristig eine informierte und mündige Gesellschaft gefördert werden.
Krisenfest durch Authentizität und Transparenz
Eva Wackenreuther wies in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung von Authentizität und Transparenz hin. Ihrer Meinung nach seien diese beiden Faktoren entscheidend, um das Vertrauen der Öffentlichkeit zu bewahren. Unternehmen und politische Akteur:innen sollten nicht zögern, Fehler offen zu kommunizieren und den Dialog mit der Öffentlichkeit zu suchen.
Wackenreuther riet zu einer proaktiven Rolle in der Kommunikation. Nur so könnten die Akteur:innen die Kontrolle über die Narrative behalten und potenzielle Krisen besser bewältigen.
Chancen und Risiken der digitalen Demokratie
Die Diskussion machte deutlich, dass die digitale Demokratie enorme Chancen bietet, da über Social Media und digitale Plattformen mehr Menschen erreicht werden können. Gleichzeitig stehen Kommunikator:innen vor der Herausforderung, Fake News und Desinformation wirksam zu bekämpfen. Die Expert:innen waren sich einig: Glaubwürdigkeit, Transparenz und ethische Prinzipien müssen in der Kommunikation stets an erster Stelle stehen, um Vertrauen zu schaffen und demokratische Prozesse zu schützen.
Ihr seid an einer tiefergehenden Diskussion über digitale Demokratie und den Umgang mit Fake News interessiert? Seht euch die vollständige Aufzeichnung unseres Neuland-Events hier an:
Über #Neuland
Gemeinsam knöpfen sich die PRVA Newcomers, Young LSA und die GPRA Young Professionals ab jetzt regelmäßig die Trendthemen der Branche in der Veranstaltungsreihe „Neuland“ vor. Denn: Was für manche noch immer ein Buch mit sieben Siegeln ist, wurde für sie schon längst ein zweites Zuhause. Werdet mit ihnen vom Digital Immigrant zum Digital Native! Auf unseren Social Media-Kanälen (LinkedIn) weisen wir regelmäßig auf die kommenden #Neuland-Veranstaltungen hin. Folgt uns und stay tuned!
Am 05.06. feierte die GPRA e.V. ihr 50-jähriges Bestehen. Wir als Young Professionals waren nicht nur bei den Feierlichkeiten dabei, sondern durften die (ehemaligen) Präsidentinnen und Präsidenten des Verbands mit einer Videochronik gebührend ehren. Dafür haben wir die Präsident:innen in den Wochen vor der Veranstaltung interviewt und mit ihnen über ihre Amtszeiten gesprochen.
Happy Birthday GPRA! Es war uns Young Professionals eine Ehre, dieses besondere Jubiläum mit dem Präsidium und allen anderen Gästen feiern zu dürfen (GPRA / Ben Pakalski)
Ein Anstoßen auf die letzten 50 Jahre
50 Jahre GPRA e.V. – dieser runde Geburtstag musste natürlich gebührend gefeiert werden und bot den Mitgliedern des Verbands die ideale Gelegenheit, vor toller Kulisse in der Frankfurter Botschaft zusammenzukommen und auf bisherige Erfolge anzustoßen.
2020 als Nachwuchsnetzwerk des Verbands gegründet, durften natürlich auch wir Young Professionals an dem Abend nicht fehlen. Dabei haben wir uns aber nicht nur unter die Menge gemischt, sondern durften auch mit unserer im Vorhinein erstellten Videochronik das Abendprogramm mitgestalten.
Anlässlich des Jubiläums haben wir Young Professionals einige der (ehemaligen) Präsidentinnen und Präsidenten in den Wochen vor der Veranstaltung digital und analog getroffen und Interviews mit ihnen geführt. Wir wollten u.a. von ihnen wissen: Was hat euch während eurer Amtszeit am meisten geprägt? Wir war euer Werdegang in der PR- und Kommunikationsbranche und wie blickt ihr auf damalige und heutige Herausforderungen?
„Der Austausch unter Kollegen auf Augenhöhe ist ein ganz wichtiger. Und das ist sicherlich immer schon ein Asset der GPRA gewesen.“ Mit diesen Worten hat der ehemalige GPRA-Präsident Dietrich Schulze van Loon in seinem Interview eine wesentliche Stärke der GPRA beschrieben, die sich so aus allen Interviews als Konsens herauskristallisiert hat: der gemeinsame Austausch untereinander.
Und davon waren auch die Feierlichkeiten in Frankfurt geprägt. Bis in die späten Stunden tauschten sich die Vertreterinnen und Vertreter der 34 Mitgliedsagenturen und weitere Gäste der Branche in lockerer Atmosphäre zu aktuellen Themen aus. Neben einem Bewusstsein für die gegenwärtigen Herausforderungen wie KI, Polarisierung und wirtschaftliche Instabilität, kam dort Optimismus hervor, genau diese mit Kreativität und Gestaltungswillen anzugehen. Und das zurecht, in Anbetracht der immer größeren und wichtigeren Rolle der Kommunikation in diesen Zeiten.
Förderung des Nachwuchses
Ein weiteres großes Thema, welches von den Interviewpartner:innen, genauso wie in den Gesprächen am Abend betont wird, ist die Bedeutung der Nachwuchsförderung und des Austauschs mit jungen Fachkräften: Christiane Schulz, CEO von Edelman in Deutschland und ehemalige GPRA-Präsidentin, hebt in diesem Rahmen insbesondere die Bedeutung der Gründung der GPRA Young Professionals und die Transparenz beim Thema Traineeship und Gehalt hervor. Auch Prof. Dr. Alexander Güttler betont, dass sich die PR-Welt verändert – nicht zuletzt durch immer mehr talentierte Frauen, die in die Branche einsteigen.
Ganz besonders hervorzuheben war auch das Gespräch mit Alexandra Groß, der aktuellen Präsidentin der GPRA: Ihr Engagement gilt dem, das Berufsbild von PR- und Kommunikationsberatungen klarer herauszuarbeiten und zu präsentieren: „Du kannst auch tolle Karrieren in einer Agentur machen, weil das ein ganz anderes Berufsbild ist, als z.B. Referent im Unternehmen zu sein.”
Gründung der YPs
Ganz in diesem Sinne hat sich nach dem Schweizer Vorbild der Young Professionals die Idee geformt, den Nachwuchs in deutschen PR-Agenturen zu fördern. Alexandra Groß, die das Projekt von Beginn an federführend vorangetrieben hat, sagt dazu: “Es war totaler Nonsens, dass die Alten am Tisch saßen. Ein Grund mehr, Young Professionals wie eine Art Chapter in der GPRA aufzubauen; […] unseren Blickwinkel zu ändern und zu weiten, in dem die jungen Profis einmal auf die Themen gucken und uns auch dabei zu unterstützen; und sie auch in die Verbandsarbeit mit einzubeziehen […]. Es ist mein Herzensprojekt, die Young Professionals wirklich so in unsere Arbeit mit einzubeziehen, dass sie auch spürbar für sich selber einen echten Mehrwert liefern, und das, was ich bis heute sehe, begeistert mich total.”
Und auch Christiane Schulz sah zur Zeit der Gründung des Nachwuchsnetzwerks während ihrer Präsidentschaft das Hauptziel der YPs darin, den Nachwuchs so an die Verbandsarbeit heranzuführen, um schon in jungen Jahren zu lernen, wie man die Branche mitgestalten kann. Neben ihr betonen weitere ehemalige Präsidentinnen und Präsidenten, wie wichtig ein junger, aufgeweckter Nachwuchs ist, der sich auch über den nine-to-five job hinausgehend für die Branche und Kommunikation interessiert und demokratiefördernd einsetzt.
Es zeigt sich also: Auch der Austausch und die Rückkopplung mit dem Nachwuchs ist ein wichtiges Anliegen der GPRA!
In dem Sinne sagen wir als Young Professionals noch einmal Herzlichen Glückwunsch und freuen uns, die GPRA auch in den nächsten Jahren begleiten und unterstützen zu dürfen.
Lisa Kiefer und Annika Hörl von den GPRA Young Professionals berichteten den Anwesenden von der Arbeit des Nachwuchsnetzwerks (GPRA / Ben Pakalski)
Warum ist das Gütesiegel CMS III auch für Young Professionals oder Berufseinsteiger:innen wichtig? Wofür steht es und wie wirkt es sich positiv im Berufsalltag aus? In unserem FAQ beantworten wir die wichtigsten Fragen zu dem international gültigen Qualitätssiegel und klären auf, warum es so viel mehr ist, als eine Zertifizierung, die bloß in der Schublade verstaubt.
CMS III? Content Management System oder was?
CMS III steht für Consultancy Management Standard. Das klingt zwar ähnlich, ist aber ein global nachprüfbarer und akzeptierter Qualitätsstandard – ein Gütesiegel – für Kommunikations- und Beratungsagenturen. Mit dem Erhalt des Gütesiegels wird bescheinigt, dass Agenturen ihre wesentlichen Prozesse von der Buchhaltung über Mitarbeiterförderung bis hin zu Kreativprozessen und Projektmanagement professionell und nach internationalen Standards durchführen. Man kann es sich daher auch als eine Art Werkzeugkasten vorstellen, welcher Agenturen dabei hilft, Qualität in den internen Abläufen und in der Kommunikationsberatung sicherzustellen.
Warum hat die GPRA das CMS III Gütesiegel eingeführt?
Die Kommunikationsberatung ist ein ungeregelter Markt, jeder kann sich Kommunikationsexpertise auf die Fahnen schreiben oder behaupten, dass die Agentur die beste ist. Nachvollziehbare Kriterien für die Bewertung der Beraterleistung gibt es aber nicht. Mit unserer Zertifizierung setzen wir den ersten Baustein für mehr Transparenz und Bewertungsmöglichkeit für die Güte von Kommunikationsberatungen bzw. Agenturen. Wir betrachten hier nicht nur die Ebene, wie weit das Qualitäts-Management in Agenturen ausgereift ist, sondern auch, wie gut Kreativprozesse oder das Beziehungsmanagement zu Kunden geregelt ist. Gleichzeitig haben auch unsere Kunden diese Herausforderungen in ihren Unternehmen, sie müssen inzwischen hohen Compliance- und Transparenz-Anforderungen genügen. Da sollten wir als strategische Partner von Unternehmen nicht den Anschluss verlieren.
Wie funktioniert die Zertifizierung?
Während der Zertifizierung prüfen unabhängige Auditor:innen die internen Prozesse, Arbeitsweisen und professionelle Aufstellung der Agentur in insgesamt acht Kategorien. Dabei zeigen die Auditoren auf, wo die Agentur schon gut aufgestellt ist, aber auch wo es noch Optimierungspotenzial gibt. CMS III stößt damit einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess an und trägt so zur stetigen Entwicklung der Agentur bei – ein Aspekt, der in einer schnelllebigen Branche wie der unseren besonders wichtig ist!
Welche Vorteile bieten sich Agenturen, wenn sie CMS III zertifiziert sind?
Zertifizierte Agenturen beweisen sich durch verbindliche Prozesse, um die Qualität der Arbeit zu garantieren und transparent zu machen – und sie haben dank des Gütesiegels etwas Handfestes, um das zu belegen. Vor allem profitieren sie aber intern: Agenturen funktionieren dann richtig gut, wenn sie Prozesse und Standards klar definiert, nachvollziehbar und nachprüfbar implementiert haben. Die Mitarbeitenden können innerhalb eines vorgegebenen Rahmens arbeiten und kennen die Regelungen. So werden Fehler reduziert und den Mitarbeitenden wird mehr Sicherheit für ihre Arbeit gegeben. Darüber hinaus gibt es den Mitarbeitenden Orientierung, besonders neue Teammitglieder finden sich dadurch leichter in ihre neue Position ein. Wenn die Prozesse stimmen, können sich Kreativität und professionelle Kundenarbeit richtig entfalten – gute Voraussetzungen für jeden Young Professional.
Warum sollten Berufseinsteiger:innen bei der Agenturwahl auf das Gütesiegel achten?
Für den Berufseinstieg in der Kommunikationsbranche gilt: Augen auf bei der Agenturwahl! Denn gerade beim Einstieg werden die Grundlagen für weitere Karriereschritte gelegt. So geht es im Training-on-the-Job um die Vertiefung des PR-Handwerks und die Ausbildung von Führungskompetenzen. Der erste Arbeitgeber ist dabei häufig sehr prägend – ist man als Young Professional doch meist noch wie ein Schwamm, der alles um sich herum aufsaugt. Klare Strukturen und Prozesse, wie sie innerhalb von CMS III in Agenturen entwickelt und stetig verbessert werden, schaffen nicht nur die Sicherheit, dass es sich um einen fairen und seriösen Arbeitgeber handelt, sondern auch feste Qualitätsstandards für alle Mitarbeitenden. Diese dienen als Benchmark, auf die es hinzuarbeiten gilt und innerhalb derer man sich weiterentwickeln kann. So gelingt der erfolgreiche Einstieg in die Kommunikationsberatung.
Gibt es ein Beispiel aus dem Berufsalltag, wie sich CMS III positiv auf die Arbeit von Young Professionals auswirkt?
CMS III bezieht sich auf alle Strukturen und Prozesse innerhalb einer Agentur, daher ist die schnelle Antwort hier – ja klar! Ganz gleich, ob es im Arbeitsalltag die Ordnerstruktur, On- und Offboarding, die Auftragsvereinbarung oder die Kommunikation mit den Kund:innen betrifft – all dies sind Prozesse, die im Rahmen von CMS III Struktur finden. Dazu gehört zum Beispiel auch die Angebotserstellung – nicht selten Sache der kundenverantwortlichen Berater:innen. Unter CMS III ist klar geregelt, dass es hier ein einheitliches System für die gesamte Agentur braucht und klare Richtlinien, wie Angebote erstellt werden und wie sie im Detail auszusehen haben. Kurz gesagt bleibt über verschiedene Kundenprojekte das Fundament gleich und damit für alle Mitarbeitenden leicht verständlich.
Nur Prozesse und Strukturen oder der Schlüssel für mehr?
Geht es doch nur um Ordnerstrukturen und ein sinnvolles Onboarding? Nein! Das sind die Grundlagen für qualitatives Arbeiten! Werden Strukturen und Prozesse kontinuierlich hinterfragt und auf den Prüfstand gestellt, kann sich die Agentur stetig weiter verbessern, Fehler werden schneller ausgemerzt und es entsteht viel Raum für neue Ideen. Das erhöht die Qualität und Effizienz der Arbeit innerhalb der Agentur auf lange Sicht und stärkt so deren Ruf und Resilienz. Eilt der Agentur, bei der man seine ersten beruflichen Schritte macht, ein Ruf für Qualität voraus, zeichnet das nicht zuletzt auch die eigene Arbeit aus.
Was für ein Jahr! Die Young Professionals blicken auf ein abwechslungsreiches, dynamisches und erfolgreiches Jahr mit vielen neuen Mitgliedern, tollen Events in lang ersehnten Präsenzformaten und spannenden Projekten zurück.
Im November sind die Mitglieder:innen der GPRA Young Professionals aus ganz Deutschland zusammengekommen und haben sich zu ihrem zweiten Jahrestreffen in Frankfurt bei FleishmanHillard getroffen. Dabei ließen sie 2022 Revue passieren und definierten ihre Ziele für das kommende Jahr. Mit dabei, Alexandra Groß, Präsidiumsvorsitzende der GPRA, und Isabelle Hoyer, Referentin für Kommunikation & Marketing bei der GPRA.
Highlights aus den Teams
Nicht nur die Gruppe ist gewachsen, sondern auch die Projekte. Neue Arbeitsgruppen haben sich gebildet, in denen die YPs gemeinsam ihre Themen vorantreiben. So gibt es neben den Gruppen, die sich auf unterschiedliche Kommunikationskanäle spezialisiert haben, wie Social Media oder Podcast, auch die Themengruppen, wie Nachhaltigkeit oder CMS III.
Das Social-Media-Team war in den vergangenen 12 Monaten sehr aktiv und konnte mit seinem Content überzeugen. Das Ergebnis? Gute 70 LinkedIn-Beiträge und 334 neue Follower:innen übers Jahr hinweg! Spannende Postings zum PR Report Camp, CMS III Qualitätsstandard oder Einblicke in die Young Professional-Teams sind dabei nur ein paar der Highlights! Neugierig? Hier den GPRA Young Professionals auf LinkedIn folgen.
Auch auf der GPRA-Website ist ebenfalls viel passiert: Neu integriert wurde der Eventkalender mit den relevantesten und spannendsten Veranstaltungen der Branche für Studierende und Berufseinsteiger:innen. Dazu wurden neue Artikel der Reihen „Von Kommunikation über Inspiration“ und „#PRWhaat“ veröffentlicht. So teilt GPRA YP Franziska Wenzl Einblicke über Tech-PR und Ilan Schäfer, CEO von Weber Shandwick Germany, beantwortet im Interview, warum das Arbeiten in der PR-Branche der beste Job der Welt ist.
Auf der Audioseite gab es weitere spannende Gäste und Themen im Podcast „Kommunikationscafe“ zu hören – stolze acht Podcast-Episoden über Themen wie Diversität, Networking, Nachhaltigkeit oder auch Storytelling wurden 2022 produziert und veröffentlicht. Der Podcast kann seit seinem Start im August 2019 insgesamt 10.334 Streams vorweisen. Ein kleiner Ausblick auf 2023: Das Team bereitet für das „Kommunikationscafé“ Themen wie Corporate Influencer, Krisenkommunikation und KI in der Kommunikation vor. Stay tuned!
Das Neuland-Team, das die Young Professionals aus der DACH-Region vereint, hat in diesem Jahr zwei spannende Sessions durchgeführt. Bei dem Thema Umweltkommunikation haben die Young Professionals intensiv mit den Expert:innen Throsten Sperlich (LIXIL), Jürgen Gangoly (The Skills Group) und Stephanie Hess (Journalistin) diskutiert. Bei dem Thema Metaverse wiederum haben Felix Schulz (Kuble) und Michael Waning (Achtung!) spannende Einblicke ins Metaverse gegeben und sich über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen mit den Young Professionals unterhalten. Und auch für das Jahr 2023 nehmen die Ideen kein Ende. Es sind schon jetzt Sessions geplant, unter anderem zum Thema Haltung und Thought Leadership.
Neu dabei: (oben) Stefanie Bäuerle, Ruth Kaiser, Franziska Sonntag, Hendrik Stamm; (unten) Paula Kosmalla, Leonie Bär, Maik Jordan
Und auch das Team rund um den Consultancy Management Standard III (CMS III) war aktiv. Beim CMS III handelt es sich um einen erweiterten Qualitätsstandard für PR- und Kommunikationsunternehmen. Die Akkreditierung dieses Standards orientiert sich an verbindlichen Vorgaben sowie transparenten Kriterien für alle Mitgliedsagenturen. Mehr über CMS III und den Zertifizierungsprozess findet ihr auf der Webseite unter der Rubrik „Qualitätsstandard“. Das CMS III-Team der YPs konzentrierte sich 2022 darauf, Berufseinsteiger:innen die Vorteile einer CMS III zertifizierten Agentur nahezubringen. Einen spannenden Impuls liefert das Interview „CMS III kann Qualität definieren und der Guide sein, sie zu erreichen“ mit Mara Pfaffl. Ein Ausblick für 2023: Im kommenden Jahr soll CMS III anhand von einzelnen Prozessen weiter verständlich kommuniziert werden und die Entwicklung von Coaching-Sessions für Young Professionals vorangebracht werden.
Darüber hinaus treiben die Young Professionals auch intern viele Projekte voran – es darf mit Spannung und Vorfreude auf die Ergebnisse der Arbeitsgruppen „Ethik“, „Nachhaltigkeit“ oder „Studierendeninitiative“ geguckt werden. Eines steht fest: Auch 2023 wird wieder ereignisreich und vielseitig!
Ab ins neue Jahr!
Zum Abschluss des Jahrestreffens blieb noch viel Zeit, sich untereinander besser kennenzulernen. Bei Glühwein, Snacks und Kartoffelpuffer mit Frankfurter Grüner Soße ging der Spaß auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt weiter.
Zusammengefasst ergibt sich eine Bilanz, die sehr engagierte junge Berufskolleg:innen zeigt. Das gesamte GPRA-Young-Professionals-Team blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück, in dem viele neue Ideen und Themen entwickelt und umgesetzt wurden. Das Team freut sich auf die nächsten Herausforderungen und Projekte und auf ein bewegtes und gutes Jahr 2023!
Wir sind am Puls der Zeit, beschäftigen uns mit Themen, die für die Allgemeinheit erst in ein paar Jahren relevant werden oder speziell nur für die Industrie gemacht sind. Wir lernen, wie unsere Welt funktioniert und wie sie in Zukunft aussehen könnte. Wir Beraterinnen bzw. Berater in der Tech-PR haben das Privileg hinter die Kulissen schauen zu können. Doch wie Tech-PR im Alltag aussieht, was Berufseinsteigerinnen bzw. Berufseinsteiger dafür mitbringen sollten und wie skurril und abwechslungsreich zugleich die Themen sein können, erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel.
Alltag ist Alltag, oder nicht?
Auch wenn wir in der Tech-PR oft den Blick in die Zukunft richten, gibt es im Arbeitsalltag viele Parallelen zur klassischen PR-Arbeit – zwischen Kundencalls und Reportings noch schnell eine Pressemitteilung übersetzen und versenden, Projektmanagement, Budgets kontrollieren, Team Meetings, Fachbeiträge schreiben, Interviews pitchen und Kundenevents organisieren, danach Community Management auf LinkedIn und Twitter.
Sehr ähnlich zu anderen Disziplinen und Branchen. Was uns jedoch von unseren Kolleginnen und Kollegen im Consumer-, Corporate- oder Healthcare-Bereich unterscheidet sind die Themen. Während sie sich häufig mit den neusten Produkten und Lösungen ihrer Kundinnen und Kunden befassen, beschäftigen wir uns in der Tech-PR häufig mit den Technologien von morgen.
In Deutschland wird gerade der 5G-Ausbau diskutiert? Wir sprechen schon über 6G. Mobilitätswende? Darüber haben wir vor Jahren schon geschrieben. Quantencomputer sind Zukunftsmusik? Nicht für uns. Halbleiter, Glasfaser, Datenbanken, Cloud Computing, Reifen und Lidar – das sind nur einige unserer Themengebiete. Wir sind vor allem oder sogar ausschließlich mit neuen Innovationen und Ideen konfrontiert, meistens sehr komplex und oft sehr nischig. Die Aufgabe der PR und so auch unsere Aufgabe im Tech-Bereich ist, diese Themen für unsere Zielgruppen verständlich aufzubereiten.
Ganz tief im Thema
Viele unserer Kundinnen und Kunden sind Zulieferer oder entwickeln Lösungen für bestimmte Industriesektoren, zum Beispiel Steckverbinder für die Automobilindustrie oder 3D-Software für die Baubranche. Deshalb bedeutet Tech-PR in vielen Fällen auch B2B-Kommunikation. Das läuft meist sehr sachlich und in großer technischer Tiefe ab. Für Beraterinnen und Berater heißt das Recherchieren, Lesen und sich tief in Themen einarbeiten. Und genau das macht den Job so spannend!
Selbst wenn wir jahrelang die gleichen Kundinnen und Kunden betreuen, die Themen sind immer wieder neu. Technologie bedeutet Dynamik. Dinge ändern sich enorm schnell und egal, was am Anfang des Projekts geplant war, ist es wie so häufig in der PR-Welt vollkommen offen, was der Tag bringt. Tech-PR ist abwechslungsreich, spannend und kreativ. Schließlich kommunizieren wir über trockene Themen wie Steckverbinder, Glasfaserkabel und Halbleiter und schaffen es, dafür Aufmerksamkeit zu generieren. Egal wie klein die Nische ist, das Interesse ist da.
Mittlerweile sind auch digitale Formate in der B2B-Kommunikation längst angekommen und sogar Influencer-Kooperationen, Social Media und Podcasts werden immer beliebter, so gibt es in der Tech-PR ganz neue Möglichkeiten.
Neugier als Schlüssel zum Erfolg
Der Grund, warum ich mich zum Berufseinstieg für die Tech-PR entschieden habe, ist die Vielfalt an Themen und deren Einfluss auf unseren Alltag und unsere Zukunft. Es macht mir unglaublich Spaß mich in neue Themen einzuarbeiten, richtig tief einzutauchen und die Faszination dahinter zu begreifen. Dabei lerne ich nicht selten skurrile und unerwartete Dinge über die Welt. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Glasfaser bis zu 40.000-mal reiner ist als Diamanten? Oder, dass Lego, bezogen auf die Anzahl der produzierten Reifen, der größte Reifenhersteller der Welt ist?
Ich bekomme immer wieder die Gelegenheit, hinter die Kulissen unserer Welt zu blicken. Deshalb eignet sich Tech-PR auch sehr für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, die Lust auf neue Herausforderungen haben. Neugier ist dabei die Grundvoraussetzung. Außerdem solltest Du eine gewisse Leidenschaft für neue Themenbereiche aber auch Geduld, mit Kundinnen und Kunden und mit Dir selbst mitbringen. Und noch was: Wir treffen in unserem Job immer wieder auf Menschen, die wirklich brennen, für das, was sie tun. Forscherinnen und Forscher, Technikerinnen und Techniker sowie Entwicklerinnen und Entwickler, Professorinnen und Professoren aber auch Ingenieurinnen und Ingenieure, die mit Überzeugung und neuen Technologien arbeiten. Diese Begeisterung ist ansteckend und ich helfe gerne dabei, sie in die breite Masse zu tragen! Mir ganz persönlich macht es Spaß, deren Botschaft leicht verständlich an die breite Masse zu vermitteln.
Veröffentlicht am 22.09.2022
Autorin
Franziska Wenzl Manager Media Relations Weber Shandwick E-Mail: younggpra@gpra.de
Die neuesten Beiträge der GPRA Young Professionals:
Was es konkret bedeutet, in einer CMS III-zertifizierten Agentur zu arbeiten und welche Vorteile das Gütesiegel mit sich bringt, erzählt uns Eileen Oelschläger, PR-Consultant bei Publik. Agentur für Kommunikation. Sie ist seit 2020 Mitglied der GPRA Young Professionals und Teil der Arbeitsgruppen Webseite und CMS III.
Wann hast Du zum ersten Mal von CMS III gehört?
Eileen Oelschläger, PR-Consultant bei Publik. Agentur für Kommunikation
Eileen Oelschläger: Ich habe zum ersten Mal vom Consultancy Management Standard III gehört, als ich vor zwei Jahren zu Publik gekommen bin. Die Agentur steckte damals mitten im Zertifizierungsprozess. Wir Mitarbeiter:innen wurden durch regelmäßige Updates über den Status Quo informiert und auch aktiv in den Prozess eingebunden. So habe ich hautnah und aus erster Hand erfahren, worum es bei CMS III geht – um ein hohes Qualitäts- und Prozessmanagement über alle Agenturbereiche hinweg. Für mich als neue Mitarbeiterin und Young Professional war es toll, zu sehen, wie hoch der Qualitätsstandard von Publik als Mitgliedsagentur der GPRA bereits zu diesem Zeitpunkt war. Seit Dezember 2020 bestätigt auch das CMS III-Zertifikat, dass wir auf hohem Niveau nach international anerkannten Qualitätsmaßstäben und ethischen Prinzipien arbeiten – das macht natürlich stolz.
Welche Vorteile bietet Dir CMS III in Deiner alltäglichen Arbeit?
Eileen Oelschläger: CMS III legt einen wichtigen Grundstein für meine Arbeit, das heißt, für die Beratung unserer Kundinnen und Kunden sowie die Konzeption und die Umsetzung von maßgeschneiderten Kommunikationslösungen wie Kampagnen. Ich muss nicht lange darüber nachdenken, wie die dahinterstehenden Prozesse wohl laufen, denn diese sind klar definiert und an einer zentralen Stelle transparent und nachvollziehbar zusammengefasst. So gibt es beispielsweise einen umfassenden Leitfaden zur Planung und Durchführung von neuen Projekten und Kampagnen. Das gibt mir gerade als Young Professional Sicherheit in meinem Tun und mehr Raum für Kreativität, Austausch und Ideen.
Was bedeutet Qualität für Dich?
Eileen Oelschläger: Qualität umfasst für mich Transparenz, eine vertrauensvolle Beziehung zu und eine Verbundenheit mit unseren Kundinnen und Kunden sowie eine stetige Weiterentwicklung. Qualität bedeutet für mich natürlich auch, kreative, individuelle Kommunikationslösungen für unsere Kundinnen und Kunden zu finden und diese zuverlässig zur Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden umzusetzen.
Über CMS III
Der Consultancy Management Standard (CMS) ist ein erweiterter Qualitätsstandard und gilt seit 2004 als international anerkanntes Qualitätszertifizierungssystem für PR- und Kommunikationsagenturen. Weltweit vertreten und kontinuierlich weiterentwickelt wird der CMS durch den internationalen Dachverband der PR- und Kommunikationswirtschaft ICCO (International Communications Consultancy Organisation). Lediglich die Mitgliedsverbände des ICCO haben Zugang zu diesem Standard. In Deutschland wird das CMS III-Siegel seit 2020 exklusiv und offiziell von der GPRA, als Dachverband der führenden deutschen PR- und Kommunikationsagenturen, ausgegeben.