Schlagwort: Inspiration

  • Von Kommunikation über Inspiration – Wir fragen nach!

    Von Kommunikation über Inspiration – Wir fragen nach!

    Dieses Mal mit Ilan Schäfer von Weber Shandwick

    Ilan Schäfer

    Eine Theke im Büro? Das ist Standard in den PR-Agenturen von heute. Das Schöne daran? Es ist ein Ort zum Brainstorming und informellen Austausch. Das findet auch Ilan Schäfer, CEO von Weber Shandwick Deutschland, Teil von IPG DXTRA und Mitgliedsagentur der GPRA. Warum für ihn das Arbeiten in der PR-Branche der beste Job der Welt ist und „man sieht sich immer zweimal im Leben“ keine leere Floskel ist, gibt es hier zu lesen.

    Warum bist Du Kommunikationsberater geworden?

    Ich glaube an die Kraft guter Kommunikation. Mich hatte schon immer begeistert wie Marken mit starken Ideen Kultur prägen können und wie Kommunikation immer ein essenzieller Bestandteil jeder Problemlösung ist. Nachdem ich während meines Studiums kurzfristig Richtung Wirtschaftsprüfung gegangen bin, habe ich nach dem Diplom schnell den rechten Weg gefunden und sofort in der Kommunikationsbranche angefangen. Und seitdem nicht einen Tag bereut, Kommunikationsberater zu sein.

    Wann hattest Du zuletzt das Gefühl, den richtigen Job zu haben? Und warum?

    Jeden Tag. Es sind die Kolleg:innen, die Bandbreite an Themen und der Fakt, dass wir mit unserer Kommunikation nicht nur Marktanteile verbessern, sondern auch in der Gesellschaft etwas verändern können. Gute Kommunikation kann aufklären, gegen Missinformation arbeiten, mobilisieren. Das ist in Zeiten einer Pandemie genauso wichtig, wie z. B. beim Thema Nachhaltigkeit. Gute PR-Arbeit ist heute wichtiger denn je zuvor und darum ist unser Job auch der beste der Welt. 🙂

    Welche PR-Kampagne ist Dir bis heute in Erinnerung geblieben? Und warum?

    Ich finde generell hoch integrierte Kampagnen toll, die PR im Kern haben aber eine klug aufeinander aufbauende Bespielung unterschiedlicher Kanäle nutzen, das Verhalten großer Massen nachhaltig zu beeinflussen. Ein Beispiel ist hier die Gattungskampagne für die Avocado, die aus einer eher exotischen Frucht ein Nahrungsmittel gemacht hat, das mittlerweile zum Standard auf jedem Einkaufszettel gehört und jeder weiß, die Avocado ist eine echte Superfrucht. Auch bin ich ein Fan cleverer Mechaniken und mutiger Ideen. Oatley’s Petition zur Angabe des CO2-Fußabdrucks fand ich klasse.

    Welche drei Buzzwords in der PR gehen Dir am meisten auf die Nerven? Und warum?

    Mir geht eigentlich kein Buzzword so schnell auf die Nerven und viele verschwinden auch so rasch, wie sie gekommen sind. Mich verwundert aber, wie einige Themen und Technologien oft als der heilige Gral unserer Branche angesehen werden, ohne genau zu verstehen, wie sie einen Mehrwert bringen. KI, „Comms Tech“ und selbst Big Data sind alle sehr wichtig und machen unsere Arbeit besser und vor allem effizienter, aber keine Technologie und keine Daten können menschliche, emotionale Intelligenz ersetzen, sondern sie lediglich unterstützen.

    Welches Buch sollte man als Kommunikationsberater:in gelesen haben?

    Da gibt es viele. Mein erstes Buch war „Geständnisse eines Werbemannes“ von David Ogilvy. Mittlerweile über 25 Jahre her. Aktuell lese ich „Building Corporate Soul“ von Ralf Specht, sehr lesenswert. Allgemein und trotz Audiobooks und Podcasts kann ich nur empfehlen, ab und zu ein gedrucktes Buch in die Hand zu nehmen …

    Was ist für Dich das Besondere am Arbeiten in einer Agentur?

    Die Diversität an Menschen und Aufgaben, mit denen man täglich zu tun hat. Ich bin von Natur aus ein sehr neugieriger Typ und kann mich für die unterschiedlichsten Themen begeistern. In der Agentur hat man die Möglichkeit, sich jeden Tag in neue Themen einzuarbeiten und Neues zu lernen, immer wieder mit neuen tollen Menschen zusammen zu arbeiten, sowohl in der Agentur als auch auf Kundenseite. Welcher andere Job bietet einem diese Vielfalt?

    Wie startest Du in den Tag?

    Mein Wunsch ist es, vor der Arbeit Laufen zu gehen. Die Realität ist aber eine ganz andere. News Apps und Mails checken, duschen, Kaffee, Kinder klarmachen, Podcast hören auf dem Weg in die Agentur. Im Home Office entfällt der Podcast leider. Seit der Pandemie weiß ich erst die Zeit zwischen zu Hause und Arbeit wirklich zu schätzen.

    Was ist Deine Inspirationsquelle?

    Ganz klar – und die Pandemie hat es noch einmal deutlich gemacht – das echte Leben und Unterhaltungen mit interessanten Menschen. Mit offenen Augen durch die Welt gehen und mit offenem Geist Gespräche führen. Und das nicht nur in der eigenen Freunde Bubble. Sehr viel Inspiration ziehe ich auch aus Gesprächen mit unseren Kolleg:innen aus aller Welt. Andere Kulturen eröffnen neue Perspektiven und ich freue mich riesig, wenn man sich wieder unbesorgter auch im echten Leben austauschen und erleben kann.

    Ethik in der Kommunikation ist für mich …

    … Wahrheit und Transparenz in der Kommunikation für und mit unseren Kunden die höchste Priorität zu geben sowie Moral über Profit zu stellen, d. h. gewisse Themen, Personen oder Branchen sind tabu.

    Stell Dir vor: Ich als Berufseinsteiger! Was würdest Du Deinem früheren Ich gerne mitteilen?

    Mach es wieder so 😉 Viele unterschiedliche Erfahrungen sammeln, auf den Bauch hören, auch wenn der Kopf manchmal rebelliert und ganz wichtig, Kontakte knüpfen und pflegen. „Man sieht sich immer zweimal im Leben“ ist keine leere Floskel. Ich stehe jetzt noch in Kontakt mit vielen Kolleg:innen aus meiner Anfangszeit und meinen Auslandsaufenthalten und es gibt immer wieder Momente, in denen man sich gegenseitig unterstützt oder zusammenarbeitet.

    Ich engagiere mich in der GPRA, weil …

    … wir am besten gemeinsam die Stärke und Attraktivität unserer Branche weiterentwickeln können.


    Logo WeberShandwick

    Ansprechpartnerin für das Interview-Format ist Alicia Altvatter (Weber Shandwick) von den GPRA Young Professionals: AAltvatter@webershandwick.com

    Veröffentlicht am 31.05.2022

  • Von Kommunikation über Inspiration – Wir fragen nach!

    Von Kommunikation über Inspiration – Wir fragen nach!

    Dieses Mal mit Markus Engel von communication consultants

    Markus Engel
    Markus Engel

    Der längste Tresen Vaihingens – das ist der Lieblingsplatz von Markus Engel, Managing Partner bei Communication Consultants GmbH. Warum das sein Lieblingsplatz in der Agentur ist? Nun ja, der längste Tresen Vaihingens ist in „normalen Zeiten“ der ideale Treffpunkt für Austausch und Impulse. Und wenn man Markus fragt, kommt es genau darauf in der Kommunikationsbranche an! Warum seine Frau ihn auch manchmal News-Junkie nennt oder er selbst seinem früheren Ich gerne „think less“ sagen würde, erfahrt ihr im Interview.

    Warum bist Du Kommunikationsberater geworden?

    Oh, das geht schon auf mein Studium zurück. Ich habe meine Abschlussarbeit über CSR geschrieben – ja schon damals hat man darüber geforscht und geredet – das hat mich echt voll reingezogen in die Vermittlung zwischen Unternehmen, deren Mitarbeitenden und den Menschen in den unterschiedlichsten Bezugsgruppen. „Berufung“ könnte man das wohl nennen.

    Wann hast Du das erste Mal die Wirkmacht von Kommunikation erlebt?

    Ich kann mich ans erste Mal wirklich nicht erinnern – vermutlich wars das erste Schreien als Baby, das mir dann zu einem Schluck Milch verholfen hat … Aber im Ernst: Als Hauptseminararbeit habe ich mit ein paar Kommiliton:innen eine Studie über die Kabelpilotprojekte in Deutschland gemacht. Das war ein Haufen Arbeit damals. Deswegen haben wir überlegt, ob man das nicht irgendwie weiter „vermarkten“ könnte. Wir haben es dann einfach per PI versucht. Die wurde von ein paar Tageszeitungen – unter anderem der Medienseite der SZ – mitgenommen und schwupps, hatten wir einen Berg von Bestellungen im Haus und waren mit Produktion und Versand unserer Studie für Wochen gut beschäftigt. Heute würde man sagen, wir waren geflasht. Aber das zeigte mir damals: PR wirkt!

    Wann hattest Du zuletzt das Gefühl, den richtigen Job zu haben? Und warum?

    Solche Tage sind glücklicherweise die große Mehrheit, aber ihr wollt es vermutlich konkret? Erst vergangene Woche war so ein Tag, an dem „das pralle Leben tobte“ wie ich es mag. Zuerst der Besuch bei einem Mitarbeiter, der Vater wurde, dann noch Einstellungsgespräche vor Ort in der Agentur, Kundenworkshops per Teams und Mural-Board – und abends die Nachricht über einen Neukundengewinn, für den wir dann noch das Team zusammengestellt haben.

    Was ist für Dich das Besondere am Arbeiten in einer Agentur?

    Während des Studiums habe ich in die Kommunikationsabteilungen verschiedener Unternehmen reingeschnuppert und dann auch in eine Agentur. Von dem Moment an war für mich klar: Ich entscheide mich für thematische Abwechslung, mehr Verantwortung und Gestaltungsfreiheit. Und an der Arbeit, in der selbst gegründeten Agentur, begeistert mich, dass ich entscheiden kann, für welche Kunden und Themen wir arbeiten wollen. Zudem kann ich das Arbeitsklima so gestalten, wie ich es gut finde.

    Welche drei Buzzwords in der PR gehen Dir am meisten auf die Nerven? Und warum?

    Na, ich bin ein recht geduldiger Mensch, drum geht mir so schnell nichts auf die Nerven. Mit mir kann man über ganz viel reden. Eng wird’s, wenn jemand meint, er hätte die Weisheit für sich exklusiv gepachtet. Die PR ist heute so schnelllebig, da entscheidet sich im Nullkommanichts, ob ein Thema relevant ist. Buzzwords sortiere ich offensichtlich gleich so gründlich aus, dass sie meine Festplatte im Kopf nicht blockieren.

    Welches Buch sollte man als Kommunikationsberater:in gelesen haben?

    Hmmm, das eine Buch? Ich finde zum Beispiel „Deutsch für Profis“ von Wolf Schneider sollte man gelesen haben. Das bekommen alle Neuen bei uns. Sprache ist schließlich eine nicht zu unterschätzende Basis in unserem Berufsfeld. Ein neues Buch, das mich sehr angesprochen hat, ist „Der Kampf um die Wahrheit“ von Andreas Anton und Alan Schink über Verschwörungstheorien und Fake-News – leider aktueller denn je…

    Was ist Deine Inspirationsquelle?

    Meine Frau sagt immer, ich sei ein News- und Neuigkeiten-Junkie… Dinge aufschnappen, sie vertiefen und verdichten, mit anderen in Austausch drüber gehen, zusammen mehr daraus entstehen lassen – das inspiriert mich, das finde ich superspannend, jeden Tag aufs Neue. Ich bin ein Teamplayer und genieße das einfach.

    Wie startest Du in den Tag?

    Das ist jetzt wohl keine Überraschung: Mit einem News-Check und dem ersten von – womöglich zu – vielen Espressi im Laufe des Tages. Aber dann ist erst mal Baloo, mein „Labrador-Kumpel“, dran. Mit ihm geht es morgens erst mal in den Wald. Er begleitet mich aber auch oft in die Agentur, manchmal drehen wir auch mittags eine Walk-&-Talk-Runde mit Mitarbeitenden über die nahegelegenen Felder.

    Beratungsqualität bedeutet für mich …

    … unser Motto: Reindenken. Rausfinden. Mehr draus machen. Und zwar ganz individuell für jeden Kunden und jede Aufgabenstellung, also nicht nach Schema F. Uns treibt, unsere Expertise bestmöglich einzubringen, aber uns nie über den Kunden zu stellen oder in den Vordergrund zu drängen. Wir wollen das Geschäft unserer Kunden so gut verstehen, dass wir auf Augenhöhe mitreden können und gemeinsam Kommunikation machen, die wirklich wirkt – das ist für mich Beratungsqualität.

    Stell Dir vor: Ich als Berufseinsteiger! Was würdest Du Deinem früheren Ich gerne mitteilen?

    Mein „jüngeres Ich“ hatte ehrlich gesagt früher ganz schön Manschetten, bei großen Firmen oder den Unternehmenschefs selbstbewusst als der Berater aufzutreten. Gerade Chefs von Mittelständlern haben ja meist echt viel geschaffen. Ex post würde ich meinem „jüngeren Ich“ gerne sagen: „think less“ und traue Deiner Expertise und Deinem Bauchgefühl. Schön ist, dass ich das heute bei vielen unserer Young Professionals beobachten kann, wenn sie sich freischwimmen. Und falls es auch da eher Zögerliche gibt, die es eigentlich draufhaben, ermutige ich sie, sich selbst mehr zu vertrauen.

    Ich engagiere mich in der GPRA, weil …

    … mich der Austausch mit den Kolleg:innen inspiriert. Es mich freut, dass bei vielen, die Wettbewerber am Markt sind, der Geist der „share-economy“ angekommen ist. Gemeinsam mit den GPRA-Kolleg:innen treiben mich die Themen Qualität in Ausbildung und Beratung und nach wie vor, die Verbesserung des Images unseres Berufsstandes um. Ärgerlicherweise liefern immer wieder schwarze Schafe Vorlagen, dass von PR-Gags oder dergleichen gesprochen wird.


    Logo communication consultants

    Ansprechpartnerin für das Interview-Format ist Alicia Altvatter (Weber Shandwick) von den GPRA Young Professionals: AAltvatter@webershandwick.com

    Veröffentlicht am 29.04.2022

  • Von Kommunikation über Inspiration – Wir fragen nach!

    Von Kommunikation über Inspiration – Wir fragen nach!

    Dieses Mal mit Claudia Thaler von consense communications

    Claudia Thaler (rechts)

    Dürfen wir vorstellen: Claudia Thaler (im Foto rechts) – Inhaberin und Geschäftsführerin von consense communications, einer PR Agentur in München und Mitgliedsagentur der GPRA. Claudia ist Expertin für interne, Change- und Krisenkommunikation und auch nach 25 Jahren noch begeisterte Kommunikationsberaterin. Was wir, vor allem als Young Professionals, von ihr lernen können, erfahrt ihr im Interview.

    Warum bist Du Kommunikationsberaterin geworden?

    Claudia Thaler: Als Schülerin haben mich viele Fächer interessiert und ich hatte große Schwierigkeiten, mich für eine Studienrichtung zu entscheiden. Über eine Studienberatung bin ich auf das Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste in Berlin aufmerksam geworden – der perfekte Match für mich. Nach meinem Abschluss und einem Praktikum in einer internationalen PR-Agentur war klar, dass Agentur und Beratung das richtige für mich sind. Inhaltlich vielseitig, jeder Tag anders. Ich lerne viel über mich und die Welt kennen, treffe interessante Menschen, die mich inspirieren. Auch heute noch nach über 25 Jahren.

    Welche drei Buzzwords in der PR gehen Dir am meisten auf die Nerven? Und warum?

    Claudia Thaler: Erstens: Storytelling – eine gute Geschichte zu erzählen, war schon immer Kernaufgabe der PR. Zweitens: Thought Leader – behaupten viele von sich, sind aber nur die wenigsten. Drittens: Business-to-Human –auch hinter Unternehmen stecken Menschen.

    Wann hast Du das erste Mal die Wirkmacht von Kommunikation erlebt?

    Claudia Thaler: Da nenne ich lieber ein aktuelleres Beispiel. Wir haben im letzten Jahr für Horizont e.V., einen gemeinnützigen Verein für wohnungslose Mütter und ihre Kinder, unter anderem eine neue Website umgesetzt. Die Kundin rief an und bedankte sich herzlich bei uns, da das Spendenaufkommen online deutlich gestiegen sei. Über diese Nachricht haben wir uns sehr gefreut.

    Welche PR-Kampagne ist Dir bis heute in Erinnerung geblieben? Und warum?

    Claudia Thaler: Ich bin sehr beeindruckt, mit welcher Konsequenz und Öffentlichkeitswirksamkeit der „Darmkrebsmonat März“ der Felix-Burda-Stiftung seit über 20 Jahren kommuniziert wird. Die Kampagne erklärt den gesamten März zum Aktionsmonat für die Prävention von Darmkrebs mit vielen Prominenten als Testimonials. Die Initiative hat maßgeblich dazu beigetragen, das Thema „Darmkrebsvorsorge“ vom Tabu zu befreien und hat bis heute sicherlich schon viele Leben gerettet.

    Wann hattest Du zuletzt das Gefühl, den richtigen Job zu haben? Warum?

    Claudia Thaler: Nahezu jeden Tag. Ich setzte mich täglich mit spannenden Themen und Menschen auseinander. Das erfüllt mich. Aber zugegeben, manchmal nervt mich mein Job auch – vor allem dann, wenn ich viele (zu) verschiedene Interessen unter einen Hut bringen muss und in meinen Augen nicht mehr die beste Lösung gefunden wird, sondern nur ein Kompromiss.

    Welches Buch sollte man als Kommunikationsberater:in gelesen haben?

    Claudia Thaler: Für Berufsanfänger:innen sicher interessant sind „Deutsch für Profis“ von Wolf Schneider und „Wahnsinnskarriere“ von Wolfgang Schur und Günter Weick – ein Karriereratgeber der etwas anderen Art. Zum Ausgleich greife ich gerne auf Magazine wie „Hohe Luft“ zurück.

    Was ist für Dich das Besondere am Arbeiten in einer Agentur?

    Claudia Thaler: Die Abwechslung – viele unterschiedliche Kunden und Anforderungen in den Projekten sind auf der einen Seite sehr fordernd und fördern auf der anderen Seite den schnellen Aufbau von Kompetenzen und Wissen. Gerade für Berufseinsteiger:innen und Young Professionals ein sehr gutes Lern- und Entwicklungsumfeld. Das Gemeinschaftsgefühl – in unserer Agentur verstehen wir uns alle als ein Team – egal wer gerade welchen Kunden betreut. Die gegenseitige Unterstützung ist sehr groß. Das Wir zählt.

    Was ist Deine Inspirationsquelle?

    Claudia Thaler: Mit offenen Augen durch die Welt und durchs Leben gehen. Gespräche und Diskussionen mit Menschen, die mir im Berufs- und Privateben begegnen. Viel lesen, sehen, hören. Kommunikationsberaterin zu sein, ist für mich eine Haltung und kein Beruf, den ich nach Feierabend an den Nagel hänge.

    Wie startest Du in den Tag?

    Claudia Thaler: Mit viel Kaffee, dem Handelsblatt und am Wochenende der Süddeutschen Zeitung und Bild am Sonntag. Unter der Woche checke ich, bevor ich das Haus verlasse, noch kurz meine Mails und dann geht’s los.

    Beratungsqualität ist für …

    Claudia Thaler: … die Agenturarbeit sehr wichtig. Viele Studierende und Young Professionals sind sich oftmals nicht bewusst, was Beratungsqualität mit der eigenen Reflektionsfähigkeit und dem Willen zur Entwicklung der Persönlichkeit zu tun hat. Deshalb investieren wir intensiv in die Aus- und Weiterbildung zu diesem Thema. Ich selbst habe eine Ausbildung zum systemischen Coach gemacht, die mir in der Beratung von komplexen Themen und Fragestellungen wie Change, Strategie oder Krise sehr gut weiterhilft.

    Stell Dir vor: Ich als Berufseinsteigerin! Was würdest Du Deinem früheren Ich gerne mitteilen?

    Claudia Thaler: Höre stets auf Dein Bauchgefühl. Es ist Dir ein verlässlicher Begleiter auch durchs Berufsleben.

    Ich engagiere mich in der GPRA, weil …

    Claudia Thaler: … ich das Arbeiten in einer Agentur sehr spannend finde und ich andere Menschen ebenfalls dafür begeistern will.


    Logo consense communications

    Ansprechpartnerin für das Interview-Format ist Alicia Altvatter (Weber Shandwick) von den GPRA Young Professionals: AAltvatter@webershandwick.com

    Veröffentlicht am 30.03.2022

  • Von Kommunikation über Inspiration – Wir fragen nach!

    Von Kommunikation über Inspiration – Wir fragen nach!

    Dieses Mal mit Matthias Wesselman von fischerAppelt

    Das ist GPRA Präsidiumsmitglied Matthias Wesselmann an seinem aktuellen Lieblingsplatz in der Agentur fischerAppelt – das Hack Sofa. Er hat uns Young Professionals unter anderem erzählt, warum er sich bei der GPRA engagiert, was ihn inspiriert und warum er Kommunikationsberater und doch kein Chemiker wurde.

    Warum bist Du Kommunikationsberater geworden?

    Matthias Wesselmann: Unsere Welt ist voller komplexer Dinge, kompliziert durchschaubarer Lagen und unvorhersehbarer Entwicklungen – und die Komplexität nimmt täglich zu. Damit müssen wir alle tagtäglich umgehen, reagieren, steuern und agieren. Menschen können aber nur Wirkung entfalten und etwas bewegen, wenn sie die Entwicklungen um sich herum verstehen und einordnen können – das ist die Aufgabe der Kommunikation und daran habe ich große Freude.

    Welche drei Buzzwords in der PR gehen Dir am meisten auf die Nerven? Und warum?

    Matthias Wesselmann: Ich beschränke mich mal auf ein topaktuelles Buzzword:
    „CommsTech“ – alle reden darüber, die Interpretationen variieren und so genau weiß keine:r, was dahinter steckt.  

    Wann hast Du das erste Mal die Wirkmacht von Kommunikation erlebt?

    Matthias Wesselmann: An das erste Mal erinnere ich mich nicht wirklich – vielleicht war es mein damaliger Chemielehrer, der die komplexen Inhalte der organischen und anorganischen Chemie so praxisnah und verständlich kommunizieren konnte, dass ich eine große Liebe zur Chemie entwickelte und um ein Haar Chemiker geworden wäre. Auf beeindruckende Weise habe ich zuerst Ohnmacht schlechter und später Macht guter Kommunikation erlebt, als wir 2011 für Stuttgart 21 gekämpft und den Volksentscheid für den Bahnhof aller Unkenrufe zum Trotz gewonnen haben.

    Wann hattest Du zuletzt das Gefühl, den richtigen Job zu haben? Warum?

    Matthias Wesselmann: Heute Morgen, weil ich gerade persönlich einen großartigen Kunden mit viel Mut zu kreativen und innovativen Kommunikationsmaßnahmen betreue und gleichzeitig ein paar aufregende Pitches auf dem Tisch habe. Das treibt an. Es ist zwar viel zu tun gerade, aber mit Leerlauf kann ich auch schlecht umgehen.

    Welches Buch sollte man als Kommunikationsberater:in gelesen haben?

    Matthias Wesselmann: Puh, da gibt es einige. Vielleicht die „Psychologie der Massen“ von Le Bon. Luhmanns „Soziale Systeme“ finde ich immer noch ziemlich großartig – aber darüber habe ich auch meine Diplomarbeit geschrieben. 😉

    Was ist für Dich das Besondere am Arbeiten in einer Agentur?

    Matthias Wesselmann: Drei Dinge. Erstens: Die Menschen, die in der Agentur arbeiten – like-minded people. Zweitens: Die Freiheit der Arbeit in einer Agentur, in der Kommunikation der Kern und nicht eine Abteilung ist. Drittens: Die Vielfalt der Kunden und Projekte.

    Was ist Deine Inspirationsquelle?

    Matthias Wesselmann: Das Gehirn lernt ja, wenn es Synapsen verknüpft – und das funktioniert bei mir vor allem durch Inspiration von außen. Ich bin eine superneugierige Natur und interessiere mich für ziemlich viel – vor allem was Wissenschaft und Technik, IT und Mobilität, Kunst und Design angeht. Daher lese ich viel, schaue mir Ausstellungen an, versuche mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Das macht große Freude.

    Wie startest Du in den Tag?

    Matthias Wesselmann: Recht unspektakulär … zuerst einen Kaffee. Dann ab 7:30 Uhr eine Stunde Programm mit unserem Hund Primo – einem Vizsla-Weimaraner, der viel Bewegung und geistige Beschäftigung benötigt. Wir suchen draußen Fährten oder jagen Beute, machen bei schlechtem Wetter Geschicklichkeitsspiele zu Hause. Erst danach schaue ich das erste Mal in meine Mails und fahre gegen 8:30 Uhr ins Büro – oder klappe im Homeoffice den Laptop auf.

    Agiles Arbeiten ist für mich …

    Matthias Wesselmann: … einer der am meisten strapazierten Begriffe, der am seltensten wirklich gelebt wird.

    Stell Dir vor: Ich als Berufseinsteiger! Was würdest Du Deinem früheren Ich gerne mitteilen?

    Matthias Wesselmann: Mach es wieder so – und hör weiter auf Deinen Bauch, der hatte im Zweifel immer recht.

    Ich engagiere mich in der GPRA, weil …

    Matthias Wesselmann: … ich mir sicher bin, dass die GPRA eine wichtige Instanz in der Branche ist, in der sich die führenden Agenturen engagieren und so Standards garantieren – das kann bezüglich der Ausbildung sein, aber auch beim Thema Qualitätsmanagement und Beratungsqualität. Ich glaube, die GPRA bringt die Kommunikationsbranche gesamthaft weiter.


    fischerAppelt Logo

    Ansprechpartnerin für das Interview-Format ist Alicia Altvatter (Weber Shandwick) von den GPRA Young Professionals: AAltvatter@webershandwick.com

    Veröffentlicht am 21.02.2022