Schlagwort: KI

  • KI ist Handwerkszeug der PR –Verantwortung beim Menschen

    KI ist Handwerkszeug der PR –Verantwortung beim Menschen

    Gemeinsame Stellungnahme von

    Deutscher Public Relations Gesellschaft e. V. (DPRG)

    Bundesverband der Kommunikator*innen e. V. (BdKom)

    Gesellschaft der Public Relations Agenturen e. V. (GPRA)

    zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz beim Verfassen von Redemanuskripten sowie Gast- und Namensbeiträgen

    Berlin, 21.07.2026 – Jüngste Fälle, in denen politische Amtsträger Reden und Gastbeiträge mithilfe von KI erstellen ließen, haben kritische Berichterstattung sowie eine öffentliche Debatte ausgelöst. Als Berufsverbände der professionellen Kommunikation nehmen wir dazu Stellung:

    Eine pauschale Ablehnung des Einsatzes von generativer Künstlicher Intelligenz (KI) bei der Erstellung von Reden, Gast- und Namensbeiträgen ist aus unserer Sicht nicht zielführend. Das gilt auch für vergleichbare Texte, die persönliche Haltung, Überzeugungen oder Sichtweisen exponierter Personen transportieren.

    KI ist mittlerweile Teil der professionellen Kommunikationsarbeit. Entscheidend ist nicht der Einsatz des Werkzeugs an sich, sondern die Qualität des redaktionellen Prozesses, die Verantwortung der Absenderinnen und Absender sowie die Sorgfalt, mit der Inhalte erstellt, angepasst, geprüft und freigegeben werden.

    Für die Kennzeichnung KI-generierter Inhalte gibt es klare Regeln, u. a. Art. 50 des EU AI Act sowie die KI-Richtlinie des Deutschen Rats für Public Relations e. V. (DRPR), der von den drei unterzeichnenden Verbänden getragen wird. Diese Regelwerke bieten einen wirksamen Rahmen für die Praxis.

    Die öffentliche Diskussion geht jedoch über die Frage der Kennzeichnung hinaus. Sie berührt auch die Frage, welche fachlichen und ethischen Maßstäbe für den Einsatz von KI in der redaktionellen Arbeit gelten sollten. Gerade deshalb braucht es eine differenzierte Bewertung.

    Die Erstellung solcher Texte erfolgt in der Regel in einem mehrstufigen, redaktionellen Prozess. Dabei war es schon lange vor KI gängige und akzeptierte Praxis, dass Reden von speziell ausgebildeten Personen („Redenschreiberinnen und -schreiber“) erstellt werden. Die Rednerinnen und Redner machen sich den Text zu eigen, indem sie ihn vortragen oder mit dem eigenen Namen unterzeichnen.

    KI kann in diesem Prozess unterstützen, Menschen jedoch nicht ersetzen: Sie bringt keine eigene Urteilskraft, kein politisches Gespür und kein Verständnis für Anlass, Person oder Publikum ein. KI kann helfen, Gedanken zu strukturieren und Formulierungsvarianten zu erzeugen; die kommunikative Verantwortung bleibt jedoch beim Menschen.

    Der Einsatz von KI stellt neue Anforderungen an die verantwortlichen Kommunikatorinnen und Kommunikatoren:

    • KI-Systeme generieren mitunter plausibel klingende, aber sachlich falsche Inhalte. Die Verantwortung für die Richtigkeit aller Aussagen liegt jedoch immer beim Absender. Eine gewissenhafte Faktenkontrolle ist daher unerlässlich.
    • Daneben spielt der redaktionelle Prozess im Zusammenspiel von Mensch und Maschine eine wesentliche Rolle. Er stellt sicher, dass der finale Text die originären Gedanken sowie Haltung und Ton der Absenderin bzw. des Absenders widerspiegelt und dem jeweiligen Anlass angemessen ist.
    • Bei Gast- und Namensbeiträgen sind die redaktionellen Grundsätze des veröffentlichenden Mediums zu beachten; der Einsatz von KI sollte im Vorfeld abgestimmt werden.

    Die unterzeichnenden Verbände führen die fachliche Diskussion zu diesem Thema fort, um ihren Mitgliedern eine verlässliche Orientierung zu bieten und den Aufbau entsprechender Kompetenzen zu unterstützen.

    Der verantwortungsvolle Einsatz von KI ist kein Vertrauensbruch. KI gehört mittlerweile zum Handwerkszeug der Kommunikation. Vertrauen entsteht, wenn dieses Werkzeug professionell eingesetzt wird.

    Kontakte

    GPRA e.V.

    Matthias Wesselmann

    Präsident GPRA e.V.

    Telefon: 0171/2083827

    E-Mail: m.wesselmann@gpra.de

    Deutsche Public Relations Gesellschaft e.V. – DPRG

    Matthias Biebl

    Vizepräsident DPRG e.V.

    Telefon: 0171/5424242

    E-Mail: matthias.biebl@dprg.de

    BdKom e.V.

    Regine Kreitz

    Präsidentin BdKom e.V.

    Telefon: 030/84 85 9522

    E-Mail: regine.kreitz@bdkom.de

    Über die GPRA

    Die GPRA ist seit 1974 der Verband der führenden PR- und Kommunikationsagenturen Deutschlands. Mit strengen Aufnahmekriterien und hohen Anforderungen an ihre Mitglieder setzt sie Standards in der Kommunikationsbranche und fördert den Austausch zwischen den Mitgliedern und Meinungsbildnern. Die Mitglieder vereint der Anspruch auf Qualitätsführerschaft im Sinne ihrer Kund:innen und Mitarbeitenden. Neben der Bewährung im Markt sind die fachlichen Kompetenzen für strategische Kommunikation und Public Relations, eine hochwertige Umsetzung, strategisches Human Ressource Management und Standards im Prozessmanagement sowie in der Leistungskontrolle von zentraler Bedeutung. Die GPRA repräsentiert 31 Agenturen mit circa 3.100 Mitarbeitenden und einem Marktanteil von rund 59 Prozent.

  • dapr lädt 2026 zur ersten KI.KOMM – der neuen KI-Praxis-Konferenz für Kommunikator*innen

    dapr lädt 2026 zur ersten KI.KOMM – der neuen KI-Praxis-Konferenz für Kommunikator*innen


    Düsseldorf, 11. November 2025 – Die Deutsche Akademie für Public Relations (dapr) richtet am 18. Juni 2026 erstmals die KI.KOMM – die KI-Praxis-Konferenz für Kommunikator*innen – im Flughafen Düsseldorf aus. Die eintägige Veranstaltung bietet Fach- und Führungskräften aus Kommunikation und PR praxisorientierte Einblicke und Tipps zum Einsatz Künstlicher Intelligenz. Ab sofort sind limitierte Early-Bird-Tickets erhältlich.

    Im Mittelpunkt der KI.KOMM stehen Praxis-Workshops mit Impulsen für die Arbeit mit generativen KI-Tools in Kommunikationsabteilungen und -agenturen. Ein Panel, Impulse und Cases mit Top-Kommunikator*innen sowie der Austausch mit Branchenkolleg*innen runden das Programm ab.

    Die neue KI-Praxis-Konferenz der dapr richtet sich an Kommunikator*innen aller Erfahrungslevel. Die Teilnehmer*innen können sich ihr individuelles Programm mit vier Workshops nach Wahl zusammenstellen. KI-Expert*innen geben darin konkrete Tipps für die Nutzung von KI-Tools und zeigen aktuelle Entwicklungen und Chancen auf.  

    Den Auftakt des Konferenztags bildet ein hochkarätig besetztes Panel zum Thema „Kommunikations-Changer KI?“:
    Silvana Herold (Head of Group Corporate Communications, Commerzbank AG),
    Matthias Wesselmann (Präsident, GPRA e.V.),
    Hannah Jeitner (Senior Communications Manager, SAP SE)
    und Michael Preuss (Head of Communications, Bayer AG)
    diskutieren, wie KI die Kommunikationsarbeit verändert.
    Annette Siragusano, zukünftige Vice President Group Corporate Communications & Public Affairs der Otto Group, bereichert das Programm am Nachmittag mit ihrem Impuls. Hier gibt die erfahrene Kommunikatorin Einblicke in Chancen, Herausforderungen und Learnings aus der KI-Praxis.

    „Mit der KI.KOMM bieten wir Kommunikator*innen eine neue, praxisorientiere Branchen-Plattform mit konkreten Mehrwerten – und das kompakt an einem Tag. Direkt anwendbares Wissen und der Austausch auf Augenhöhe stehen dabei im Mittelpunkt. Die Teilnehmer*innen lernen von Workshop-Hosts aus der Praxis, wie sie KI gezielt einsetzen können, und profitieren zudem von den Erfahrungen anderer Kommunikator*innen“, sagt Nils Hille, Geschäftsführer der dapr.

    Ab sofort können Interessierte limitierte Early-Bird-Tickets auf www.ki-komm.de buchen. Hier finden sie auch alle Programm-Details der KI.KOMM.


    Beitrags-URL:
    https://dapr.de/dapr-laedt-2026-zur-ersten-ki-komm-der-neuen-ki-praxis-konferenz-fuer-kommunikatorinnen/

    Über die dapr: https://dapr.de/die-dapr/

    Pressekontakt:

    Deutsche Akademie für Public Relations GmbH (dapr)

    Rebecca Heinzen

    Ritterstraße 9, 40213 Düsseldorf

    E-Mail: rebecca.heinzen@dapr.de

    Tel.: (0211) 17607068

  • Verantwortung und Transparenz: Deutscher Rat für Public Relations veröffentlicht aktualisierte Richtlinie zum Einsatz von KI in der PR

    Verantwortung und Transparenz: Deutscher Rat für Public Relations veröffentlicht aktualisierte Richtlinie zum Einsatz von KI in der PR

    Berlin, 07.10.2025 – Die stetige Weiterentwicklung von Künstlicher Intelligenz verändert die Arbeitsweisen in der PR-Branche tiefgreifend. Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) legt daher heute eine erweiterte Richtlinie zum Umgang mit KI in der PR vor.

    Die Neufassung versteht sich als berufsethische und strategische Orientierung für PR-Fachleute, um KI systematisch, reflektiert und verantwortungsvoll entlang des gesamten Kommunikationsprozesses einzusetzen.

    Die Richtlinie konzentriert sich auf vier Kernpunkte:

    1. Transparenz und Kennzeichnung von KI-generiertem Content
    2. Verantwortung und menschliche Aufsicht beim Einsatz von KI
    3. Gemeinsame Verantwortung von Auftraggebenden und Agenturen/ Dienstleistenden
    4. AI Literacy zur Sicherstellung von KI-Kompetenzen/Aus- und Weiterbildung

    Zentrale Regelungen aus der ersten KI-Richtlinie des DRPR sind erhalten geblieben: Gekennzeichnet werden müssen realistisch wirkende Bild-, Video- und Audio-Inhalte, die mit KI erstellt wurden, oder KI-generierte Texte, die nicht menschlich überprüft wurden.

    Erweiterungen betreffen insbesondere die Vermeidung von Diskriminierung und Bias sowie von automatisierter Kommunikation und die Einhaltung diskursiver Fairness. Um einen solchen verantwortungsvollen Umgang mit KI zu ermöglichen, müssen KI-Kompetenzen kontinuierlich geschult werden.

    „KI eröffnet enorme Chancen für Effizienz und Kreativität in der Kommunikation. Gleichzeitig sind klare Regeln im Hinblick auf eine transparente Kennzeichnung und die Übernahme menschlicher Verantwortung erforderlich“, so Elke Kronewald, Vorsitzende des DRPR.

    „Wir wollen Innovation ermöglichen, ohne dass die Glaubwürdigkeit von Kommunikation gefährdet wird. Die überarbeitete KI-Richtlinie schafft dafür die notwendige Orientierung und setzt verbindliche Leitplanken für den verantwortungsvollen Einsatz von KI in PR und Kommunikation“, ergänzt Stefan Watzinger, stellvertretender Vorsitzender des DRPR.

    Der DRPR empfiehlt allen Organisationen, die in der Kommunikation KI einsetzen bzw. KI-generierten Content anbieten, die Grundsätze der DRPR-KI-Richtlinie in organisationsspezifische Leitlinien zu überführen und diese transparent auf den eigenen Kanälen zu veröffentlichen. Die Richtlinie ist als lebendiges Regelwerk konzipiert, wird fortlaufend überprüft und bei Bedarf aktualisiert.

    Die vollständige Richtlinie steht auf der Webseite des Rates unter DRPR-Richtlinie zum Einsatz von KI in der PR – DRPR – Deutscher Rat für Public Relations zum Download zu Verfügung.

    KONTAKT

    Geschäftsstelle des Deutschen Rates                                                     

    für Public Relations e. V.                                                                                 

    c/o GPRA e. V.                                                                                            

    Pariser Str. 47                                                                                            

    10719 Berlin                                                                                                                                                                                                                                  

    Tel.: +49 (0)30-4055 9938                                                                            

    E-Mail: info@drpr-online.de

    www.drpr-online.de                                                                                

                                                                                                                   

    Vorsitzende: Prof. Dr. Elke Kronewald

    Stellv.: Stefan Watzinger

  • KI-Influencer:innen aus dem Baukasten – DRPR mahnt Tasy AI

    KI-Influencer:innen aus dem Baukasten – DRPR mahnt Tasy AI

    Berlin, 01.10.2025 – Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) hat das Unternehmen Tasy AI GmbH – früher: ugcs.io – nach eingehender Prüfung mit einer Mahnung belegt. Grund hierfür sind Verstöße gegen grundlegende Prinzipien der Transparenz und Wahrhaftigkeit im Umgang mit KI-generierten Inhalten.

    Tasy AI bietet Unternehmen und Organisationen eine Plattform, um virtuelle Influencer:innen für Marketing- und Kommunikationszwecke zu erstellen. Diese Avatare treten täuschend echt auf – in Bild, Stimme und Verhalten. Nach Auffassung des Rates nimmt das Unternehmen bewusst in Kauf, dass Mediennutzer:innen diese Inhalte mangels Kennzeichnung für authentische, menschliche Kommunikation halten. 

    „Statt auf Transparenz zu setzen, wird gezielt die Verwechslungsgefahr mit realen Personen als Qualitätsmerkmal herausgestellt. Das gefährdet das Vertrauen in die kommunikative Integrität unseres Berufsfelds und untergräbt die Glaubwürdigkeit von Influencer-Kommunikation“, erklärt Stefan Watzinger, stellvertretender Vorsitzender des DRPR.

    Nicht zuletzt kritisiert der Rat die von Tasy AI kommunizierte Gleichsetzung von KI-Influencer:innen mit realen Testimonials. Die Argumentation, virtuelle Avatare seien eine kostengünstigere und skalierbare Alternative zu menschlichen Influencer:innen, insbesondere wenn deren künstlicher Ursprung nicht offengelegt wird, bewertet der DRPR als kommunikationsethisch problematisch. Dadurch werde nicht nur der Eindruck authentischer Ansprache erzeugt, sondern auch ein Wirkzusammenhang konstruiert, der die Bedeutung von Transparenz bewusst relativiert. 

    Darüber hinaus bemängelt der Rat, dass Tasy AI in seinen Vertriebsunterlagen und auf seiner Webseite nicht durchgängig auf die Kennzeichnungspflicht von KI-Inhalten hinweist – obwohl diese berufsethisch bereits gilt und ab August 2026 gemäß der EU-KI-Verordnung gesetzlich verbindlich wird. Weder Tasy AI noch Heygen als Anbieter der zugrundeliegenden Avatar-Engine haben auf Anfragen des Rates reagiert.

    Nach Ansicht des Rates stellt der Einsatz täuschend echter, nicht gekennzeichneter KI-Influencer:innen ein erhebliches Risiko für den demokratischen Diskurs dar: „Für wenige Euro im Monat können mit Angeboten wie dem von Tasy AI künstlich ganze Gruppen angeblicher Unterstützer:innen oder Kritiker:innen simuliert werden – ohne Kennzeichnung öffnet das gezielter Manipulation und Beeinflussung der öffentlichen Meinung Tür und Tor“, erläutert Watzinger.

    Der DRPR sieht in diesem Angebot von Tasy AI die Gefahr einer gezielten Irreführung von Mediennutzer:innen durch den Einsatz von KI. Der Rat betont, dass der Schutz professioneller Standards und die Wahrung ethischer Grundsätze in der PR, insbesondere im Kontext der wachsenden Marktbedeutung von Künstlicher Intelligenz, von zentraler Bedeutung sind. Vor diesem Hintergrund arbeitet der DRPR derzeit an einer Überarbeitung seiner KI-Richtlinie, um die Leitplanken für den Markt weiterzuentwickeln.

    ——————————————–

    Für Rückfragen zur Pressemitteilung steht Ihnen die DRPR-Vorsitzende Prof. Dr. Elke Kronewald unter kronewald@drpr-online.de oder +49 (0)176 5031 6598 zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Geschäftsstelle des Deutschen Rats für Public Relations e.V.

    c/o GPRA e.V.

    Pariser Straße 47
    10719 Berlin

    Telefon:           +49 (0)30 4055 9938

    Mail:                  info@drpr-online.de

    Homepage:    www.drpr-online.de

  • ICCO World PR Report 2024-25: KI, strategische Beratung und ethische Führung haben Priorität

    ICCO World PR Report 2024-25: KI, strategische Beratung und ethische Führung haben Priorität

    London, 19. März 2025 – Der ICCO World PR Report 2024-2025 bietet einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Trends, Herausforderungen und Chancen, die die globale PR-Branche prägen. Die diesjährigen Ergebnisse unterstreichen den Einsatz von künstlicher Intelligenz, Reputationsmanagement, geopolitischen Einfluss und eine sinnstiftende Führung als entscheidende Faktoren für PR-Fachleute, die sich in einer sich entwickelnden Kommunikationslandschaft bewegen.


    Der jährlich von der ICCO veröffentlichte Bericht, der auf einer umfassenden Befragung von PR-Führungskräften aus aller Welt beruht, liefert wertvolle Daten zu Wachstum, Investitionen, Talentbindung, Messung und aufkommenden digitalen Trends in verschiedenen Regionen.


    Die diesjährige Studie zeigt, dass die Branche trotz des wirtschaftlichen Drucks, des digitalen Wandels und der sich verändernden geopolitischen Gegebenheiten zuversichtlich ist, sich weiter behaupten zu können. Die PR-Führungskräfte sind weiterhin optimistisch, das der Markt wachsen wird, und erwarten für das kommende Jahr eine höhere Rentabilität. Allerdings bestehen weiterhin finanzielle Bedenken, wobei die mangelnde Bereitschaft der Kunden, ausreichende Mittel bereitzustellen (37 %), und die wirtschaftliche Unsicherheit (34 %) zu den größten Herausforderungen zählen.


    Während PR-Firmen diese Hürden meistern, kristallisieren sich Unternehmensreputation und strategische Beratung als die führenden Wachstumsbereiche heraus, wobei die Agenturen ihren Schwerpunkt auf langfristiges Reputationsmanagement und hochwertige Beratungsdienste verlagern.


    Der Aufstieg der KI verändert die PR mit beispielloser Geschwindigkeit. 74 % der Fachleute nutzen bereits KI-Tools bei ihrer täglichen Arbeit. KI ist mittlerweile in die Erstellung von Inhalten, die Analyse und die Automatisierung von Arbeitsabläufen integriert. 47 % der PR-Führungskräfte halten die Beherrschung von KI für die wichtigste Fähigkeit für die Zukunft. Trotz der Begeisterung für KI-gesteuerte Effizienz wachsen die ethischen Bedenken im Zusammenhang mit KI-gestützten Fehlinformationen.


    Neben Technologie und Reputationsmanagement bleibt die Bindung von Mitarbeiter:innen eine der größten Herausforderungen für die PR-Branche. 60 % der Agenturleiter:innen nennen dies als eine der größten Sorgen. Die Branche kämpft mit der Bindung von Mitarbeitenden, der Entwicklung von Talenten auf mittlerer Ebene und der Schaffung von Anreizen für leitende Mitarbeiter:innen. Jüngere Fachkräfte fühlen sich zunehmend von zielgerichteten Karrieren angezogen, so dass Diversity, Equity & Inclusion (DE&I), sinnstiftende Führung und Unternehmensverantwortung wesentliche Faktoren sind, um Top-Talente zu gewinnen und zu halten.


    Grzegorz Szczepański, ICCO-Präsident, sagt:
    „Der ICCO World PR Report 2024- 2025 bestätigt, dass die Kommunikationsbranche an einem wichtigen Scheideweg steht. Während die wirtschaftliche Unsicherheit und der finanzielle Druck anhalten, zeichnet sich eine tiefgreifendere Herausforderung ab: Die Bewältigung der seismischen geopolitischen Verschiebungen, durch die die bisherige globale Ordnung ins Wanken gerät. In einer Welt, in der der politische Diskurs zunehmend Einfluss auf die Unternehmenskommunikation nimmt und in der sich Fehlinformationen alarmierend schnell verbreiten, war der Bedarf an ethischer Führung noch nie so groß. Vor diesem Hintergrund sind PR-Führungskräfte weltweit weiterhin bestrebt, sich anzupassen, zu innovieren und in die Zukunft zu investieren. Die diesjährigen Ergebnisse unterstreichen die wachsende Rolle der künstlichen Intelligenz, den zunehmenden Wert strategischer Beratung und den dringenden Ruf nach ethischer Führung in einer Ära, die sowohl durch technologischen Fortschritt als auch durch ideologische Polarisierung geprägt ist.“


    Der Bericht bietet ausführliche regionale Perspektiven von Branchenführern aus Großbritannien, Osteuropa, Westeuropa, Afrika, dem Nahen Osten, dem asiatisch-pazifischen Raum, Nordamerika und Lateinamerika und hebt die einzigartige Marktdynamik und die wichtigsten Branchentrends hervor. Neben diesen regionalen Einblicken befasst sich der Bericht mit kritischen Themen, die die PR heute prägen, darunter Vielfalt und Integration, Messung und Bewertung, Ethik in der Branche sowie Talent und Herausforderungen. Diese Abschnitte enthalten Analysen von mehreren führenden Branchenexperten, die einen umfassenden Überblick über die globalen Chancen und Herausforderungen für PR-Fachleute geben.


    Der Bericht wurde in Zusammenarbeit mit Opinium, PRovoke Media und CARMA erstellt und kann HIER kostenlos heruntergeladen werden.

  • Eileen Dillenburg wird COO                                                      fischerAppelt schafft neue Position

    Eileen Dillenburg wird COO fischerAppelt schafft neue Position

    Eileen Dillenburg übernimmt ab sofort die neu geschaffene Position der Chief Operating Officer innerhalb der fischerAppelt Gruppe.

    „Mit ihrer umfangreichen Erfahrung in der operativen Steuerung der integrierten Content-Einheit und auf komplexen Etats bringt Eileen alles mit, um die zentrale Leitung und Koordination der Geschäftsabläufe der fischerAppelt Gruppe zu stärken.“Bernhard Fischer-Appelt, Gründer und Vorstand der fischerAppelt Gruppe.

    Dillenburg gehört seit 2012 zur fischerAppelt Gruppe, seit 2020 ist sie Geschäftsführerin von fischerAppelt, relations. Die Kommunikationswissenschaftlerin verfügt über umfassende Erfahrung auf integrierten Key Accounts und profunde Expertise in der Agenturbranche.

    Die operative Exzellenz von Eileen Dillenburg will die Agenturgruppe jetzt noch stärker für sich nutzen: Als Chief Operating Officer wird Eileen Dillenburg die Verantwortung für die operativen Geschäftsabläufe der Agenturgruppe übernehmen. Um Prozesse zu optimieren und zukunftsgerichtet zu gestalten, wird sie auch die Themen KI und Automatisierung vorantreiben.

    „Agilität, Effektivität und Automatisierung sind entscheidend, um Organisationen für die Zukunft aufzustellen. Ich freue mich sehr, in meiner neuen Rolle als Chief Operating Officer diese Metathemen innerhalb unserer Agenturgruppe aktiv zu gestalten und so die Entwicklung von fischerAppelt voranzutreiben.” – Eileen Dillenburg, COO bei fischerAppelt.

  • Neuer ICCO World PR Report 2023-2024 bestätigt: ESG und KI haben höchste Priorität

    Neuer ICCO World PR Report 2023-2024 bestätigt: ESG und KI haben höchste Priorität

    Der kürzlich veröffentlichte ICCO World PR Report 2023 bestätigt, dass im Bereich Environmental, Social, Governance – kurz ESG – für 2024 die meisten Investitionen erwartet werden, während die Nutzung von KI-Tools die Kernkompetenz für die Zukunft darstellt.

    Der jährlich erscheinende World PR Report wertet eine internationale Umfrage unter leitenden PR-Führungskräften und Geschäftsführer:innen aus. Darüber hinaus bietet er Einblicke in die Bereiche Wachstum, Investitionen, Technologie, Ethik, mentale Gesundheit, Diversity, Messung und soziale Medien, aufgeschlüsselt nach sieben geografischen Regionen.

    Der Stimmungsumschwung in Bezug auf die Nutzung von KI ist in der Rangliste der drei wichtigsten Technologien der Zukunft erkennbar: 86 % der Befragten stufen KI als eine der drei wichtigsten Technologien ein, verglichen mit 40 % im Jahr 2022. Data Science ist mit 41 % auf den zweiten Platz gerutscht (42 % im Jahr 2022).

    Als die wichtigste Kompetenz für die Zukunft wird die „Beherrschung von KI-Tools“ benannt, die 45 % der Befragten unter den drei wichtigsten Fähigkeiten sehen, die sogar erstmalig noch vor der Strategieberatung (42 %) liegt.

    Der bedeutendste Vorteil neuer Technologie-Anwendungen ist mit 55 % die „effizientere Arbeitsweise“, ein Anstieg von 40 % und Platz vier im Jahr 2022. An zweiter Stelle steht “der Aufbau von Online-Communities” mit 47 % gegenüber 44 %, und an dritter Stelle “das verbesserte Engagement der Mitarbeiter” mit 38 % gegenüber 41 % im Jahr 2022.

    ESG ist der Bereich, in dem die Agenturen die höchsten Investitionen erwarten (49 % gegenüber 44 % im Jahr 2022 und 32 % im Jahr 2021). Influencer Kommunikation und strategische Beratung vervollständigen die Top drei im zweiten Jahr in Folge. Das wichtigste soziale Thema, in dem die Kunden eine hohe Priorität sehen, ist erneut Nachhaltigkeit und Umwelt (69 % gegenüber 62 %). Zum ersten Mal ist dies das wichtigste soziale Thema für Kunden in allen befragten sieben Regionen.

    Beim Thema Herausforderungen steht die „allgemeine Wirtschaftslage“ an erster Stelle mit 42 % der befragten PR-Führungskräfte – dicht gefolgt von der „mangelnden Bereitschaft der Kunden, ausreichend Mittel bereitzustellen“ (ebenfalls 42 %).

    Trotzdem erwarten 96 % der weltweiten PR-Organisationen, dass sie in den nächsten fünf Jahren wachsen werden. Die Einschätzung der PR-Führungskräfte in Bezug auf Wachstum und Rentabilität ist insgesamt weiterhin positiv, mit einer durchschnittlichen Bewertung von 7,0 für die Auffassung, dass der PR-Markt im Jahr 2024 wachsen wird, was einen leichten Rückgang gegenüber 7,3 im letzten Jahr aufweist.

    Mit einer Bewertung von 6,2 stimmen die Führungskräfte nach wie vor zu, dass sie eine Rentabilitätssteigerung ihrer Unternehmen erwarten, obwohl dies ein Rückgang gegenüber 7,0 im Jahr 2022 ist.

    Laden Sie den vollständigen Bericht hier herunter: Download Our 2023-2024 Report – ICCO PR

    Anmerkungen: Der Bericht enthält Expertenanalysen speziell für die Regionen Großbritannien, Osteuropa, Westeuropa, Afrika, Naher Osten, Asien-Pazifik, Nordamerika und Südamerika sowie für spezifische Themen (Talent, Messung und Bewertung, Vielfalt und Einbeziehung, Ethik). Er wurde auf der Grundlage einer Umfrage unter 300 PR-Führungskräften erstellt, die zwischen August und September 2023 stattgefunden hat.


    Der deutsche Rat für Public Relations DRPR hat ebenfalls geltende Normen in eine KI-Richtlinie gebracht:

    DRPR-Richtlinie zum Einsatz von KI in der PR – DRPR – Deutscher Rat für Public Relations (drpr-online.de)


    Veröffentlicht am 11.01.2024

  • #Neuland – KI für den Menschen!

    #Neuland – KI für den Menschen!

    Künstliche Intelligenz gilt als ein zentrales Thema in der Kommunikation – teilweise bereits heute, umso mehr aber in Zukunft. Welche Chancen und Herausforderungen kommen dabei auf uns zu? Welches sind relevante KI-Entwicklungen für die Kommunikationsbranche? Was müssen Kommunikationsprofis von morgen mitbringen? Diesen Fragen haben wir uns in der zweiten Episode unserer #Neuland-Reihe am 11. März gemeinsam mit den PRVA Newcomers aus Österreich und den Young LSA (YLSA) aus der Schweiz gewidmet. Unsere Gäste Reinhard Karger vom Deutschen Forschungszentrum für KI (DFKI) und Rainer W. Maassen, Geschäftsführer der Convento GmbH, haben mit den Zuhörerinnen und Zuhörern die Potentiale der Technologie für die PR-Branche diskutiert.

    Künstliche Intelligenz als Werkzeug verstehen und nutzen

    Reinhard Karger hob in seinem Eröffnungsstatement den Faktor Mensch hervor und warb für einen selbstbewussten und offenen Umgang mit der Technologie. Im Vordergrund sollte das Verständnis von KI als Werkzeug für den Menschen stehen. „Künstliche Intelligenz ist die Digitalisierung menschlicher Wissensfähigkeiten“, hat er als Definition von KI mitgebracht. Dazu zählt im Grunde alles von Rechnen, Schreiben, Bewegen bis hin zum Binden eines Schnürsenkels. Wird KI den Menschen überflüssig machen? Wohl kaum, denn auch wenn KI in der Verarbeitung von Wissen in Form von Daten überlegen ist (kognitiv), liegt der Mensch sensomotorisch, sozial und emotional um Längen vorne. Ob Roboter etwa jemals in der Lage sein werden, gleichzeitig Fahrrad zu fahren und einen Hemdknopf zu schließen, steht in den Sternen.

    Übersetzungs-KI kann nur nutzen, wer die Sprache beherrscht

    Dass KI eine Ergänzung ist, menschliche Kompetenz jedoch nicht ersetzt, zeigt sich am Beispiel von Übersetzungsdiensten. Der Anwender muss die Kompetenz haben, das Ergebnis beurteilen zu können. Hat er sie nicht, läuft er Gefahr, sich mit Übersetzungsfehlern aufgrund grammatikalischer Mehrdeutigkeiten oder Redewendungen der Lächerlichkeit preiszugeben. Die KI entbindet den Menschen somit nicht davon Sprachen zu lernen, ermöglicht es ihm aber, viel größere Textmengen in kürzerer Zeit zu verarbeiten.

    Big Data und KI in der Kommunikation

    Rainer W. Maassen, Geschäftsführer der Convento GmbH, zeigt, wie KI dabei unterstützen kann, Journalist:innen und Influencer zielgenau anzusprechen. Mittels Auswertung aller veröffentlichten Artikel entsteht eine Datenbank, in der Medienkontakte mittels Machine Learning nach Interessen und Themengebieten geclustert werden. So können Journalist:innen Inhalte zu den Themen erhalten, an denen sie tatsächlich interessiert sind. Das „Bauchgefühl“ von PR-Professionals wird dadurch nicht ersetzt – Stichwort soziale und emotionale Komponente – aber sie erhalten ein technologisches Hilfsmittel, mit dem sie ihre Arbeit auf datengestützte Fakten stützen können.

    Für die PR-Branche geben die Experten klare Empfehlungen:

    1. Entwicklung konkreter Probleme und daraus abgeleitete klare Anforderungen an KI-Lösungen. Generische Vorstellungen helfen bei der Entwicklung nicht weiter.
    2. Deep Learning ist datenhungrig! Deshalb ist Daten-Anamnese der nächste unverzichtbare Schritt. Welche Daten fallen an? Welche werden gehortet, aber nicht geteilt?
    3. Interessiert bleiben und jedes kostenfreie KI-Angebot ausprobieren. Denn Neugier ist die kleine Schwester der guten Idee.

    Kann KI eigenständige Entscheidungen treffen?

    Auf diese Frage einer Zuhörerin hat Karger eine klare Antwort: „Bei KI sprechen wir nicht von Entscheidungen, sondern von Entscheidungsunterstützung.“ Die Technologie kann schon lange triviale Entscheidungen treffen. Navigationssysteme umfahren beispielsweise Sperrungen auf Basis von Verkehrsdaten. Bei komplexen Entscheidungen – etwa in der Medizin – können KI-Werkzeuge unterstützend eingesetzt werden. Auswertungen von CT- und Röntgenbildern und Patientendaten sind eine Unterstützung bei der Therapieplanung und helfen dabei menschliche Fehler zu vermeiden. Auch das Beispiel der Medizin zeigt sehr deutlich, dass der Entscheider jederzeit nachvollziehen können muss, aus welchen Gründen die Entscheidungsunterstützung angeboten wird.

    Dass Roboter uns beherrschen, passiert allenfalls in der Phantasie von Hollywood. Am Ende kommt es eben doch auf den Menschen an!


    Über #Neuland

    Gemeinsam knöpfen sich die PRVA Newcomers und die #GPRA Young Professionals ab jetzt regelmäßig die Trendthemen der Branche in der Veranstaltungsreihe „Neuland“ vor. Denn: Was für manche noch immer ein Buch mit sieben Siegeln ist, wurde für sie schon längst ein zweites Zuhause. Werdet mit ihnen vom Digital Immigrant zum Digital Native! Auf unseren Social Media-Kanälen (LinkedIn) weisen wir regelmäßig auf die kommenden #Neuland-Veranstaltungen hin. Folgt uns und stay tuned!


    Autor: Samuel Gönner
    Veröffentlicht am: 25.03.2021


    Die neuesten Beiträge der Young Professionals:

    • Sympra übernimmt PR für Innovationswettbewerb „KI für KMU“ des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg

      Sympra übernimmt PR für Innovationswettbewerb „KI für KMU“ des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg

      Stuttgart, 30. Oktober 2020 – Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat Sympra mit der Öffentlichkeitsarbeit für den Wettbewerb „KI für KMU“ beauftragt. Durch die Förderung von Verbundprojekten zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen will das Ministerium das Potenzial von Künstlicher Intelligenz (KI) aufzeigen, insbesondere auch für kleine und mittlere Unternehmen. Sympra soll mithilfe von Content-Marketing, Medienarbeit, Social Media und Bewegtbild die Projekte vorstellen und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von KI aufzeigen.

      „Die einzelnen Verbundprojekte zu recherchieren und zu verstehen ist selbst für uns eine echte Herausforderung. Die Gespräche mit Forschern, Entwicklern und Unternehmern sind hochinteressant und bereiten Spaß. Dass sich das Ministerium für uns entschieden hat, ist für uns eine wichtige Anerkennung unserer Kompetenz“, freut sich Sympra-Geschäftsführer Veit Mathauer.

      Mit dem Innovationswettbewerb will das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg kleine und mittlere Unternehmen unterstützen, um KI-Innovationen schnell und erfolgreich kommerziell zu nutzen. Die neun Modellprojekte decken sowohl bei den Anwendungsfeldern als auch bei den Wirtschaftszweigen eine große Bandbreite ab – vom produzierenden Gewerbe über Logistik und Automotive bis zu Medizin und Biotechnologie. Die mit insgesamt 2,5 Millionen Euro geförderten Projekte dienen als Vorbilder, um weitere Unternehmen anzuregen, gemeinsam mit Forschungseinrichtungen eigene KI-Lösungen zu entwickeln.
      https://www.wirtschaft-digital-bw.de/

      Über Sympra

      Sympra ist eine auf Technologiethemen spezialisierte Agentur mit Sitz in Stuttgart und Büros in München und Berlin. Sympra beschäftigt aktuell rund 20 Mitarbeiter. www.sympra.de.

      Kontakt für die Redaktion:

      Veit Mathauer und Rebecca Weiand-Schütt
      c/o Sympra GmbH (GPRA)
      Stafflenbergstraße 32
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