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  • Edelman Trust Barometer 2021: Special-Report Institutional Investors

    Edelman Trust Barometer 2021: Special-Report Institutional Investors

    Neue Dynamik beim Aufbau von Vertrauen bei Investoren

    • 700 institutionelle Investoren in sieben globalen Märkten befragt
    • Der Aufbau von Vertrauen in ESG-Aktivitäten bei Anlegern wird anspruchsvoller
    • 87 % der Investoren in Deutschland misstrauen den Unternehmensangaben zu ESG-Aktivitäten
    • 90 % der Investoren in Deutschland erwarten eine Zunahme von ESG-bezogenen Rechtsstreitigkeiten
    • Investoren drängen auf Klimaschutzmaßnahmen und erwarten einen Netto-Null-Plan
    • Investoren schätzen den mündigen Mitarbeiter
    • Traditionelle Investoren greifen auf aktivistische Taktiken zurück
    • Umweltschutz und Corporate Governance sind die Top-Themen der Aktivisten
    • Kleinanleger entwickeln sich zum nächsten Störfaktor

    November 2021, New York, N.Y. – Edelman hat heute die Ergebnisse seiner Sonderstudie Trust Barometer Institutional Investors vorgestellt. Die Studie identifiziert zentrale Themen, die globale Investitionskriterien beeinflussen und zeigt auf, wie Unternehmen das Vertrauen der Investorengruppen stärken können. Für die Studie wurden 700 institutionelle Anleger in sieben Märkten im Zeitraum 11. August 2021 bis zum 3. September 2021 befragt. Edelman führt diese Datenerhebung zu institutionellen Investoren im fünften Jahr durch.

    Die Studie zeigt neue Erwartungen der Anleger in Bezug auf ESG, Klimawandel, Aktionärs- sowie Mitarbeiter-Aktivismus und das Phänomen der Meme-Aktien auf. Neben anderen Erkenntnissen zeigen die Ergebnisse, dass Investoren den Themenkomplex ESG jetzt genauso sorgfältig prüfen wie operative und finanzielle Unternehmensaktivitäten. Allerdings sind die Anleger skeptisch gegenüber ESG-Offenlegungen und -Verpflichtungen. Darüber hinaus erwarten 87 Prozent der global Befragten mehr Rechtsstreitigkeiten bei Unternehmen, die ihre ESG-Versprechen nicht einhalten. Die Umfrage zeigt auch, dass die Investoren an den selbstbestimmten Mitarbeiter glauben und den Aktivismus der Mitarbeiter als einen Indikator für eine gesunde Arbeitsplatzkultur ansehen.

    „Die Prioritäten und Erwartungen der Investoren ändern sich schnell, und Unternehmen, die nicht Schritt halten, werden es schwer haben, Vertrauen zu gewinnen“, sagte Lex Suvanto, Managing Partner und CEO von Edelman Financial Communications. „Unsere Studie zeigt, dass Investoren den ESG-Offenlegungen von Unternehmen nicht trauen und auch nicht darauf vertrauen, dass die Unternehmen ihre ESG-Versprechen einhalten. Gleichzeitig sehen Investoren nun Mitarbeiter-Aktivismus als Zeichen einer gesunden Unternehmenskultur. Dies sind disruptive Kräfte in der gesamten Investmentgemeinschaft, die Vorstände und Führungskräfte der Unternehmen annehmen müssen, um wettbewerbsfähige Kapitalkosten und faire Bewertungen zu gewährleisten.“

    Die wichtigsten Ergebnisse des Edelman Trust Barometer Special Report Institutional Investors sind unter anderem:

    Der Aufbau von Vertrauen in die ESG Aktivitäten von Unternehmen bei Investoren wird anspruchsvoller

    86 Prozent der US-Anleger und 87 Prozent der Investoren in Deutschland sind der Meinung, dass Unternehmen bei der Veröffentlichung ihrer Ergebnisse häufig übertriebene Angaben zu ihren ESG-Fortschritten machen. 72 Prozent der Anleger weltweit glauben nicht, dass Unternehmen ihre ESG-Verpflichtungen einhalten werden. Die Anleger sind sich einig, dass Unternehmen, die im Bereich ESG herausragende Leistungen erbringen, eine Prämie verdienen.

    Die Anleger erwarten eine Zunahme von ESG-bezogenen Rechtsstreitigkeiten

    94 Prozent der US-Anleger (Deutschland: 90 Prozent der befragten Investoren) rechnen mit mehr Rechtsstreitigkeiten, weil Unternehmen ihre ESG-Ankündigungen nicht einhalten.

    Investoren drängen auf Klimaschutzmaßnahmen

    91 Prozent der Investoren weltweit (USA: 94 Prozent) erwarten, dass die Unternehmen einen Netto-Null-Plan aufstellen und kommunizieren. 88 Prozent der Investoren weltweit würden den Unternehmen dafür einen Aufschlag bei der Bewertung (Premium) zugestehen.
    Allerdings befürchten vier von fünf Investoren weltweit, dass Unternehmen diese Versprechen nicht effektiv umsetzen und damit nicht erreichen werden. In Deutschland erwarten 81 Prozent der Investoren ein Scheitern der Unternehmens-Pläne zur Klimaneutralität, in den USA sogar 92 Prozent.

    Investoren glauben, dass Aktivismus der Belegschaft ein Zeichen für eine gesunde Arbeitsplatzkultur ist

    85 Prozent der weltweiten Anleger sind der Meinung, dass eine Arbeitsplatzkultur, welche die Eigenverantwortung der Mitarbeiter fördert, wichtig für die Vertrauensbildung am Kapitalmarkt ist. 74 Prozent der weltweiten Anleger glauben, dass Mitarbeiter-Aktivismus ein Zeichen für eine gesunde Arbeitsplatzkultur ist.

    Deutschland führt diese Entwicklung an: 81 Prozent der Anleger sehen Mitarbeiter-Aktivismus als Indikator für eine gesunde Unternehmenskultur, gute Führung und/oder eine hoch motivierte Belegschaft.

    Investoren machen den Vorstand für die Unternehmenskultur verantwortlich

    71 Prozent der Anleger in den USA halten es für wichtig, dass der Vorstand für die Aufrechterhaltung einer positiven Unternehmenskultur verantwortlich gemacht wird. Das Thema zählt neben Angemessenheit der Vorstandsvergütung und öffentlicher Präsenz bei wichtigen Unternehmensentscheidungen zu den drei Top Themen der Investoren.

    Die Anleger glauben, dass aggressive Maßnahmen des Aktivismus zu Veränderungen führen

    Eine breite Mehrheit aller Investoren sind an einem aktivistischen Investitionsansatz interessiert. In Deutschland geben 87 Prozent der Investoren an, seriöse Aktivisten aktiv anzusprechen, um Veränderungen in Unternehmen zu erreichen, in die investiert werden soll oder in die ein Investment bereits besteht.

    Damit hat der Kapitalmarkt Deutschland sich den Verhältnissen in den USA angenähert. 95 Prozent der US-Investoren sind an einem aktivistischen Investitionsansatz interessiert, und 74 Prozent geben an, dass sie aggressive aktivistische Maßnahmen ergreifen würden. 94 Prozent der US-Investoren wenden sich proaktiv an Aktivisten mit Ideen, um Veränderungen zu bewirken.

    Corporate Governance und Umwelt sind die Top-Themen der Aktivisten

    Mehr als 74 Prozent der US-Investoren würden sich in Bezug auf die Umwelteffizienz der Geschäftstätigkeit eines Unternehmens, die Umweltauswirkungen der Lieferkette und die Treibhausgasemissionen für die Aktionäre einsetzen. 81 Prozent werden sich wahrscheinlich in Bezug auf die Corporate Governance (Hier: Struktur des Vorstands) engagieren.

    Kleinanleger entwickeln sich zum nächsten Störfaktor

    75 Prozent der befragten Investoren weltweit sind der Meinung, dass Gespräche in Online-Communities Investitionsentscheidungen beeinflussen. 84 Prozent gehen davon aus, dass „Meme Stocks“ einen gezielten Angriff auf institutionelle Anleger darstellen (USA: 89 Prozent).


    Über Edelman Financial Communications

    Edelman Financial Communications umfasst über 175 spezialisierte Mitarbeiter in den USA, Kanada, Großbritannien, Deutschland sowie in Amsterdam, Dubai, Mumbai, Hongkong, Peking und Tokio. Die Gruppe bietet strategische Beratung für Unternehmen, die mit ihrem Finanzpublikum kommunizieren wollen und stellt Reputationsstrategien für Unternehmen in der institutionellen Finanzdienstleistungsbranche bereit. Die Gruppe bietet außerdem spezielle Expertise in den Bereichen ESG-Beratung, Finanzkommunikation im Gesundheitswesen, digitale Finanzkommunikation sowie Finanzpolitik und Regulierung.


    Über Edelman

    Edelman ist ein globales Kommunikationsunternehmen, das mit Unternehmen und Organisationen zusammenarbeitet, um deren Marken und Reputation zu entwickeln, zu fördern und zu schützen. Unsere 6.000 Mitarbeiter in mehr als 60 Niederlassungen entwickeln Kommunikationsstrategien, die unseren Kunden das Vertrauen ihrer Stakeholder geben und sie in die Lage versetzen, mit Überzeugung zu führen und zu handeln.

    Zu unseren Auszeichnungen gehören der Cannes Lions Grand Prix für PR, die A-Liste 2019 von Advertising Age, die Auszeichnung „Global Digital Agency of the Year 2018“ des Holmes Report und fünfmal die Auszeichnung „Best Places to Work“ von Glassdoor.

    Seit unserer Gründung im Jahr 1952 sind wir ein unabhängiges, familiengeführtes Unternehmen geblieben. Zu Edelman gehören die Spezialunternehmen Edelman Data & Intelligence (DxI) und United Entertainment Group (Unterhaltung, Sport, Lifestyle).


    Pressekontakt

    Anna-Lena Schildt
    Senior PR- und Marketingmanagerin Deutschland
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  • Business for Inclusive Growth (B4IG) fordert, den Menschen in den Mittelpunkt der Klimaschutzmaßnahmen zu stellen

    Business for Inclusive Growth (B4IG) fordert, den Menschen in den Mittelpunkt der Klimaschutzmaßnahmen zu stellen

    Paris – 8. November 2021 – Während Regierungsvertreter, Unternehmen, Experten und Nichtregierungsorganisationen in Glasgow zur 26. UN-Klimakonferenz (COP26) zusammenkommen, ruft B4IG dazu auf, die Menschen in den Mittelpunkt der Klimaschutzmaßnahmen zu stellen.

    Der Klimawandel und Strategien zu seiner Bekämpfung können potenziell erhebliche soziale Auswirkungen verursachen, die systematisch angegangen werden müssen, um sicherzustellen, dass niemand zurückbleibt.

    Der Zusammenschluss hat eine Erklärung über die zentrale Rolle verabschiedet, die die Unternehmen bei der Bewältigung der sozialen Veränderungen spielen müssen, indem sie mit Regierungen, Sozialpartnern und anderen Interessengruppen zusammenarbeiten.

    Um sich auf gemeinsame Indikatoren zu einigen, die die Grundlage für eine gemeinsame Sprache mit allen Interessengruppen bilden, schlägt der Zusammenschluss auch eine erste Auswahl von Indikatoren vor, um die sozialen Auswirkungen des Wandels in den eigenen Betrieben, in den Lieferketten und in den Geschäftsbeziehungen der Unternehmen zu ermitteln, zu bewerten und anzugehen.

    Die von der französischen G7-Präsidentschaft im August 2019 ins Leben gerufene Initiative Business for Inclusive Growth (B4IG) ist ein globaler, von CEOs geführter Zusammenschluss großer Unternehmen, die gegen Einkommens- und Chancenungleichheit kämpfen. Unterstützt von der OECD als strategischem Partner koordiniert B4IG mit Regierungen, um inklusives Wachstum auf globaler und lokaler Ebene zu fördern. Die B4IG-Arbeitsgruppe „Just Transition“ wird von Crédit Agricole S.A. geleitet.

    Vollständiger Text der Erklärung:

    Die Menschen in den Mittelpunkt der Klimaschutzmaßnahmen stellen

    B4IG schlägt acht Schlüsselindikatoren vor, um die sozialen Herausforderungen der Just Transition zu messen

    Der Klimawandel und damit auch die Strategien und Maßnahmen zur Bekämpfung haben das Potenzial, erhebliche soziale Auswirkungen zu verursachen. Wir können dieses Problem angehen, wenn wir gemeinsam die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um den gerechten Übergang zu unterstützen, indem wir die Menschen in den Mittelpunkt der Klimaschutzmaßnahmen stellen und uns auf gemeinsame Indikatoren einigen, die die Grundlage für einen gemeinsamen Ansatz mit allen Beteiligten bilden.

    Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass wir dringend und entschieden handeln müssen, um katastrophale Klimaveränderungen zu verhindern. Bei allen möglichen Emissionsszenarien, die im jüngsten Bericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) der Vereinten Nationen vom August 2021 berücksichtigt wurden, wird die globale Oberflächentemperatur mindestens bis zur Mitte des Jahrhunderts weiter ansteigen. Um die globale Erwärmung deutlich unter 2°C über dem vorindustriellen Niveau zu halten und den Temperaturanstieg sogar auf 1,5°C zu begrenzen, müssen mindestens Netto-Null-CO2-Emissionen erreicht und andere Treibhausgasemissionen stark reduziert werden.

    Wir wissen, dass der Klimawandel und die Maßnahmen zu seiner Abschwächung massive Schocks verursachen könnten. Wir gehen davon aus, dass dies schwerwiegende makroökonomische Folgen haben wird, einschließlich erheblicher relativer Preisveränderungen, einer beschleunigten Veralterung des bestehenden Kapitalstocks, einer erheblichen Umverteilung von Arbeitskräften und damit der Notwendigkeit eines verstärkten Investitionsschubs. Diese Maßnahmen werden erhebliche Umverteilungsfolgen haben und sich auf das Leben der Arbeitnehmer und die Wettbewerbsfähigkeit bestimmter alteingesessener Industrien und bestimmter Gemeinden auswirken. Wenn keine gezielte Unterstützung in die Gestaltung der Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen integriert wird, werden sie zu weiteren Nachteilen für bestehende gefährdete Bevölkerungsgruppen führen. Die politischen Maßnahmen werden zwar neue Möglichkeiten eröffnen, könnten aber auch zu einer Konzentration von Fachkräftemangel, Qualifikationsdefiziten und Arbeitsplatzverlusten in bestimmten Regionen und Branchen führen, wodurch sich die Ungleichheiten beim Zugang zu grundlegenden Gütern und Dienstleistungen wie Lebensmitteln, Verkehr, Wohnraum und Energie wahrscheinlich verstärken werden.

    Wir können einen gerechten Übergang nur gewährleisten, wenn wir die Menschen in den Mittelpunkt der Klimaschutzmaßnahmen stellen. Wie die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) 2015 feststellte, „trägt ein gerechter Übergang zu den Zielen der menschenwürdigen Arbeit für alle, der sozialen Eingliederung und der Beseitigung der Armut bei.“

    Den Unternehmen kommt eine zentrale Rolle zu, wenn es darum geht, die sozialen Herausforderungen des Übergangs zu bewältigen, indem sie mit Regierungen, Sozialpartnern, Zulieferern und anderen Interessengruppen zusammenarbeiten und Maßnahmen ergreifen, um die sozialen Auswirkungen ihrer ökologischen Übergangsstrategien angemessen in die Unternehmenspolitik und -maßnahmen zu integrieren. Regierungen, Unternehmen und andere Interessengruppen müssen gemeinsam dafür sorgen, dass niemand in diesem Prozess zurückgelassen wird.

    Eine „Just Transition“ – ein gerechter Übergang – impliziert einen Übergang zu nachhaltigen Wirtschaftsmodellen, die gleichzeitig zwei strategische Ziele verfolgen: 1) Maximierung der positiven Umweltauswirkungen und 2) Minimierung der negativen sozialen Auswirkungen. Der Maßstab für unseren Erfolg wird in unserer Fähigkeit liegen, die Dekarbonisierung in eine Chance zu verwandeln, eine integrativere Wirtschaft zu schaffen, die insbesondere die negativ betroffenen Interessengruppen begleitet:

    • Arbeitskräfte: Die Arbeitnehmer in den sich wandelnden Sektoren und Industrien sind mit radikalen Veränderungen der zugrunde liegenden Technologien und Qualifikationen konfrontiert. Ein gerechter Übergang sollte sicherstellen, dass diese Arbeitnehmer an der Organisation und Umsetzung dieser Veränderungen beteiligt sind, vor den negativen Auswirkungen der Klimapolitik geschützt werden und menschenwürdige Arbeit und hochwertige Arbeitsplätze in nachhaltigen Tätigkeiten finden.
    • Lokale Gemeinschaften: Ein gerechter Übergang sollte sicherstellen, dass die Kosten und der Nutzen gerecht verteilt werden und dass die lokalen Gemeinschaften, die den negativen Auswirkungen dieses Übergangs ausgesetzt sind, unterstützt werden und vielversprechende Möglichkeiten in der kohlenstoffarmen Wirtschaft haben.
    • Gesellschaft: Ein gerechter Übergang sollte sicherstellen, dass alle Beteiligten ihre Rolle in vollem Umfang wahrnehmen, und stützt sich auf einen konstruktiven Dialog zur Koordinierung von Maßnahmen mit Einrichtungen wie Regierungen, Unternehmen, Sozialpartnern, Nichtregierungsorganisationen und Bürgern.
    • Verbraucher: Ein gerechter Übergang sollte sicherstellen, dass alle Verbraucher, insbesondere einkommensschwache Verbraucher, Zugang zu nachhaltigen und erschwinglichen Produkten haben, indem Mechanismen eingeführt werden, die einen Ausgleich zwischen zusätzlichen Kosten und der Zahlungsfähigkeit schaffen.

    Um einen gerechten Übergang zu ermöglichen, sollten Unternehmen in ihren Klimastrategien und -politiken eine Reihe von Aspekten berücksichtigen. Dazu gehören eine Diagnose und ein Aktionsplan, in dem die sozialen Auswirkungen des Übergangs in ihren eigenen Betrieben, ihren Lieferketten und ihren Geschäftsbeziehungen ermittelt, bewertet und angegangen werden, sowie eine Reihe von Indikatoren zur Messung der Anstrengungen, Fortschritte und Ergebnisse.

    Da kollektive Maßnahmen für einen erfolgreichen gerechten Übergang von entscheidender Bedeutung sind, ist es wichtig, sich auf gemeinsame Indikatoren zu einigen, die die Grundlage für eine gemeinsame Sprache mit allen Interessengruppen bilden und so Koalitionen zwischen Unternehmen sowie Partnerschaften mit Regierungen fördern und zur Entwicklung eines gemeinsamen Weges für den Wandel beitragen.

    Zu diesem Zweck schlägt B4IG eine Reihe von acht Kernindikatoren (im Anhang zu dieser Erklärung) vor, um mit der Überwachung dieser Bemühungen zu beginnen. Diese Indikatoren sind vorläufig und werden in dem Maße konsolidiert, wie relevante Standards entstehen. Diese Auswahl, die wir als Grundlage für weitere Gespräche und Arbeiten über Definitionen und Machbarkeit vorlegen, wurde unter Berücksichtigung von zwei Überlegungen getroffen:

    • Sicherstellen, dass die Messgrößen mit den bestehenden Anforderungen an die Unternehmen übereinstimmen: Die Indikatoren, die B4IG zur Diskussion stellt, basieren hauptsächlich auf bestehenden Standards.
    • Übergang zur Wirkungsmessung: Die von uns vorgeschlagenen Indikatoren sind Ergebnisindikatoren, wenn sie relevant sind, da dies ein Schlüsselaspekt ist, der die Auswirkungen auf die Interessengruppen aufzeigt.

    Wir begrüßen Beiträge aller Interessengruppen zur Weiterentwicklung dieser Indikatoren.



    Pressekontakt

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  • Globale ESG-Studie zeigt: Umwelt- und Klimaschutz haben für Bürger höchste Priorität

    Globale ESG-Studie zeigt: Umwelt- und Klimaschutz haben für Bürger höchste Priorität

    SEC Newgate ESG Monitor befragt mehr als 10.000 Bürger in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien

    Berlin, 21.10.2021 – Die SEC Newgate Agenturgruppe hat eine globale Forschungsstudie über die Einstellung der Öffentlichkeit zu ESG-Grundsätzen (Environment, Social, Governance) wie Umwelt, Soziales und Unternehmensführung durchgeführt. Sie wurde in 10 Ländern erhoben, auch Deutschland ist Teil der Untersuchung. Ihr Resultat lautet, dass Umweltschutz und Klimawandel für Verbraucher von hoher Priorität sind: Mehr als 60% geben an, dass sie sich sehr für das Thema ESG interessieren und bewerten ihr Interesse mit 7 oder mehr von 10 Punkten. Über die Hälfte der Befragten gab an, dass die ESG-Bewertung eines Unternehmens sie in ihrer Kaufentscheidung beeinflusst. Ein Wunsch nach stärkeren Regulierungen für schlechte bis mangelhafte ESG-Praktiken ist ebenfalls zu erkennen.

    Der SEC Newgate ESG Monitor befragte mehr als 10.000 Bürger in Europa, Nord- und Südamerika sowie im asiatisch-pazifischen Raum. Die Studie wurde in Australien, China, Kolumbien, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Singapur, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten durchgeführt. Der Untersuchungszeitraum der Studie lag zwischen Mitte und Ende August 2021, die Befragten wurden nach Alter, Geschlecht und Ort quotiert, um eine landesweit repräsentative Stichprobe in jedem Staat zu gewährleisten.

    Der Studie zufolge sind Umweltfragen, einschließlich Maßnahmen gegen den Klimawandel und Kohlenstoffneutralität, wichtige ESG-Faktoren, die die öffentliche Wahrnehmung von Regierungen und Unternehmen maßgeblich prägen. Demensprechend herrscht eine starke öffentliche Nachfrage nach einer konsistenten und messbaren ESG-Kommunikation – auch in den sozialen Netzwerken – zudem besteht die Forderung, dass Unternehmen Verantwortung für ihre Lieferketten übernehmen.

    Studienergebnisse Deutschland

    In Deutschland wurden insgesamt 1014 Teilnehmer befragt. Auf einer Skala von 1 bis 10 bewerteten 70% der Befragten den Klimawandel als kritisches Thema, 66% Naturkatastrophen sowie 64% Netzkriminalität und Datenschutz dabei jeweils mit einer 7 oder höher. Die drei wichtigsten ESG-Themen in Deutschland sind dabei Klima- / Wetterveränderung / Erderwärmung (31%), Umweltfragen (13%) und Gleichstellung der Geschlechter / Einkommensgleichheit / Fairness (9%). Ihrer eigenen Regierung geben die Deutschen einen durchschnittlichen ESG-Wert von 5.3 als Note, etwas besser schnitten deutsche Unternehmen mit 5.4 und Nonprofit-Organisationen mit 6.3 ab. Die Teilnehmer wurden außerdem gebeten zu sagen, welche einzelnen Unternehmen, Branchen, Länder oder Personen in Bezug auf ESG-Themen ihrer Meinung nach besonders gut abschneiden würden – Deutschland landete hier auf dem vierten Platz von 20.

    Studienergebnisse Global

    Die Studienergebnisse auf globaler Ebene weichen leicht ab, weisen allerdings ähnliche Tendenzen auf wie in Deutschland: 24 % der Teilnehmer nannten den Klimawandel und 10 % Umweltthemen im Allgemeinen als wichtige Themen. Dies spiegelt die Bedeutung des Klimawandels in der globalen Debatte im Vorfeld der UN-Klimakonferenz (COP26) in Glasgow am 31. Oktober wider. Weitere wichtige Umweltthemen waren Abfallwirtschaft (7%) und Umweltverschmutzung (6%). Der SEC Newgate ESG Monitor wird ein jährlicher Benchmarking-Index zur Messung der globalen Stimmung sein, so dass die Länder ihre Leistung von Jahr zu Jahr messen und ihr Ranking mit anderen Ländern auf der Welt vergleichen können.

    SEC Newgate CEO und Gründer Fiorenzo Tagliabue sagt: „Der starke und wachsende Fokus der Gemeinschaft auf ESG-Themen stellt überall eine grundlegende Herausforderung für Unternehmen und Regierungen dar. SEC Newgate arbeitet an der Schnittstelle von Wirtschaft, Politik, Communities und Märkten und wir beobachten einen starken Anstieg der Nachfrage nach strategischer Beratung und Fürsprache im Sinne von ESG: Das heißt Nachfrage nach Politiken und Verhaltensweisen in Bezug auf ESG-Themen und danach, wie Unternehmen und Regierungen ihre Reputation in diesem kritischen Bereich schützen und verbessern können. Deshalb starten wir den SEC Newgate ESG Monitor, unsere erste globale Thought-Leadership-Initiative, bei einer globalen Debatte am 21. Oktober.“


    Für weitere Informationen oder ein Interview mit einem Sprecher der SEC Newgate Gruppe wenden Sie sich bitte an:

    SEC Newgate Germany
    Leo Keutner
    E-Mail: l.keutner@secnewagte.de
    Tel. : +49 30 22 66 79-24
    www.secnewgate.de

    Weitere Informationen zu den neuesten ESG-Themen finden Sie auf der Website.


    Hinweise für Redakteure:

    • SEC Newgate ist ein preisgekröntes Unternehmen für strategische Kommunikation. Das Team der Agentur besteht aus ca. 600 Mitarbeitern, die in 38 Büros in 15 Ländern auf fünf Kontinenten arbeiten.
    • SEC Newgate konzentriert sich auf die Erzielung positiver Ergebnisse durch Kommunikation, Interessenvertretung und Forschung und hilft seinen Kunden, ihren Zweck, ihren Wert und ihre Wirkung auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene deutlich zu machen.
    • SEC Newgate Research ist eines der gefragtesten Markt- und Sozialforschungsunternehmen Australiens für Themen-, Meinungs- und Reputationsforschung. Wir sind nach dem internationalen Standard für Marktforschung akkreditiert und erforschen und messen Wissen, Einstellungen und Verhaltensweisen, um Entscheidungen in Bezug auf Politik, Organisationsstrategien, Kommunikation und Messaging zu treffen.
    • Die wichtigsten Ergebnisse des Berichts sind in einem beigefügten Informationsblatt enthalten.

    Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse:

    • Mehr als die Hälfte der Menschen weltweit (51%) gaben an, dass die ESG-Leistung ihre Kaufentscheidungen beeinflusst, wobei sie den Einfluss auf einer Skala von 0 bis 10 mit 7 oder mehr bewerteten, wobei 0 bedeutet, dass es „überhaupt nicht wichtig“ ist und 10 bedeutet, dass es „extrem wichtig“ ist. Darüber hinaus haben in den letzten zwei Jahren 32% der Befragten andere vor einem Unternehmen aufgrund seines Verhaltens gewarnt und 26% haben das Verhalten eines Unternehmens online oder in den sozialen Medien diskutiert.
    • Die Öffentlichkeit ist aktiv auf der Suche nach qualitativ hochwertigen Informationen, um sich ein Bild davon zu machen, wie Regierungen und Unternehmen im Bereich ESG agieren. Etwa 74% der Menschen in allen Ländern wünschen sich einheitliche Rahmen zur Messung der ESG-Leistung, die eine Überprüfung und einen Vergleich ermöglichen. Außerdem wünschen sich 71% eine stärkere Regulierung der Angaben von Unternehmen zu ihrer ESG-Leistung. Zu den weiteren Prioritäten der Befragten zählen:
      • Unternehmen sollten ihre ESG-Bemühungen bei Verbrauchern und Investoren stärker bekannt machen (74%)
      • Mehr Belege für das Engagement von Unternehmen in ihren Gemeinden (73%)
      • Verbesserung der Verfahren zur Unterbindung unethischer Praktiken durch die Unternehmen (72%)
      • Strafen für schlechte ESG-Praktiken (69%)
    • Ethische Lieferketten sind sowohl für Unternehmen als auch für Regierungen ein wichtiges Thema bei der Bewertung von ESG. Sie wird weltweit als das wichtigste Thema für Unternehmen eingestuft (78%), gefolgt von der Sorge um ihre Mitarbeiter (77%) und dem Beitrag zur natürlichen Umwelt (76%).
    • Insgesamt trauen die Menschen den Unternehmen etwas mehr zu als den Regierungen, wenn es um ESG-Themen geht: Auf einer Skala von 0 bis 10, wobei 0 „sehr schlecht“ und 10 „ausgezeichnet“ bedeutet, erhielten die Unternehmen 5,7 von 10 Punkten gegenüber 5,5 Punkten für die Regierungen. Beide Unternehmen schneiden in sozialen Fragen besser ab als in den Bereichen Umwelt oder Unternehmensführung, obwohl die Unternehmen in Bezug auf die Unternehmensführung besser abschneiden als die Regierungen.
    • Die Treiberanalyse mit Hilfe von Regressionsmodellen hat die wichtigsten Bereiche identifiziert, auf die sich Regierungen und Unternehmen konzentrieren sollten, wenn sie die öffentliche Wahrnehmung ihrer ESG-Leistung verbessern wollen:
      • Für Regierungen werden Maßnahmen im Bereich Governance den größten Unterschied ausmachen. Die Faktoren, die sich am stärksten auf ihre ESG-Bewertung auswirken, sind ihre „Ziele und Ambitionen zur Verbesserung der Umwelt“, „Maßnahmen gegen den Klimawandel“, „ethisches Verhalten und richtiges Handeln“ und „Transparenz bei der Entscheidungsfindung“. In diesem letzten Bereich werden die Regierungen als rückständig angesehen, was ihn zu einem wichtigen Zielbereich macht.
      • Für Unternehmen werden Maßnahmen in Umweltfragen den größten Einfluss auf den Meinungswandel haben. Die Faktoren, die sich am stärksten auf die ESG-Bewertungen auswirken, sind die „verantwortungsvolle und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“ und das „echte Streben nach Kohlenstoffneutralität“ – in beiden Bereichen genießen Unternehmen derzeit kein gutes Ansehen.
    • Die Modellierung zeigt auch, dass weltweit der Bank- und Finanzsektor mit 19% der wichtigste Sektor ist, an den die Menschen denken, wenn sie die ESG-Leistung von Unternehmen im Allgemeinen bewerten. Energie- und Versorgungsunternehmen (11%), das verarbeitende Gewerbe (10%) und die chemische Industrie (9%) spielen ebenfalls eine wichtige Rolle in den Überlegungen der Menschen.
    • Die Wahrnehmung, wer unter den Unternehmen gut abschneidet, scheint davon beeinflusst zu werden, ob die Menschen Einzelhändler mit prominenten ESG-Botschaften kennen. Diejenigen, die im Allgemeinen gut abschnitten, waren große Supermarktketten und Technologieunternehmen.