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  • Positionspapier zu History Communication vorgestellt

    Positionspapier zu History Communication vorgestellt

    Mannheim, 27.10.2025 – Auf der ersten HistoryComms Conference am 9. und 10. Oktober bei der Beiersdorf AG in Hamburg hat der DPRG-Arbeitskreis History Communication und der Vorstand der Deutschen Public Relation Gesellschaft (DPRG) ein wegweisendes Positionspapier vorgestellt. Es definiert klare Standards für Professionalität und Qualität in der Kommunikation von Unternehmensgeschichte.

    Grundlage für das Positionspapier waren mehrere Präsenzveranstaltungen und Remote-Treffen des Arbeitskreises History Communication bzw. seines Vorläufers, des Netzwerks Corporate History Communication, das 2020 von Dr. Ingo Stader (H&C Stader) und Matthias Koch (Koch Kommunikationsmanagement) initiiert wurde.

    Das Positionspapier wurde innerhalb einer interdisziplinären Arbeitsgruppe des Arbeitskreises erarbeitet und mit dem DPRG-Vorstand abgestimmt.

    Dr. Max Schlenker, Leiter des DPRG-Arbeitskreises History Communication: „Corporate History Communication ist ein wichtiges Querschnittsthema für die Unternehmenskommunikation und gewinnt dadurch immer mehr an Relevanz. Mit dem Positionspapier schaffen wir Standards für eine qualitätvolle Corporate History Communication und wollen diese noch weiterentwickeln.”

    Sabine Clausecker, Präsidentin der DPRG: „Als Netzwerk für Kommunikation und PR setzen wir uns seit unserer Gründung 1958 für die Professionalisierung unseres Berufsfelds ein. Das Positionspapier ist ein wichtiger Meilenstein – es stärkt die Corporate History Communication als festen Bestandteil verantwortungsvoller Unternehmenskommunikation.“

    Dr. Ingo Stader, Mitglied des Lenkungskreises des DPRG-Arbeitskreises History Communication: „Mit dem Aufbau eines interdisziplinären Netzwerks von Kommunikationsexperten aus Unternehmen, (Wirtschafts-)Archiven, Wissenschaft und Agenturen und die Überführung in die DPRG haben wir Pionierarbeit geleistet. Dass der Arbeitskreis ein Jahr nach Gründung bereits das Positionspapier auf den Weg gebracht hat, ist ein großer Erfolg und ein wichtiger Meilenstein für History Communication in der strategischen Unternehmenskommunikation.“

    Das Positionspapier formuliert erstmals Standards für die Kommunikation von Unternehmensgeschichte und fordert in zehn Punkten unter anderem, Historikern und Historikerinnen ein Vetorecht einzuräumen, wenn geschichtliche Inhalte verfälscht oder wissenschaftliche Standards missachtet werden.

    Das vollständige Positionspapier steht auf der DPRG-Website zum Download bereit.

    Über den DPRG-Arbeitskreis History Communication 

    Der DPRG-Arbeitskreis History Communication ist der Nachfolger des 2020 ins Leben gerufenen Netzwerks Corporate History Communication und versteht sich als Austauschplattform für Akteure im Bereich History Communication. Ziel ist es, Geschichtskommunikation in Unternehmen strategisch zu verankern und zu stärken. In regelmäßigen Netzwerktreffen und offenen Veranstaltungen treibt der Arbeitskreis die Weiterentwicklung des Berufsfeldes voran, definiert Qualitätsstandards und erhöht die Sichtbarkeit für History Communication.

    Kontakt

    H&C Stader GmbH

    Die H&C Stader GmbH ist eine der führenden Geschichtsagenturen in Deutschland mit den Sparten Geschichtskommunikation / Firmenjubiläum und Unternehmensarchive. Mit Hauptsitz in Mannheim und Büros in Berlin und Hamburg betreut H&C Stader namhafte Industrie- und Dienstleistungsunternehmen deutschlandweit bei der Bewahrung, Aufbereitung und Darstellung ihrer Unternehmensgeschichte. H&C Stader ist Mitglied im Verband der führenden PR- und Kommunikationsagenturen Deutschlands (GPRA) und nach dem internationalen Qualitätsmanagementverfahren CMS IV zertifiziert. Seit 2024 betreibt H&C Stader das History Hub, ein modernes Büro- und Magazingebäude. Weitere Informationen finden Sie unter: www.hcstader.de

    Pressekontakt

    H&C Stader GmbH    
    Dr. Max Schlenker      
    Corporate History Consultant, Member of Management    
    Tel.: +49 621 178288-16       
    E-Mail: max.schlenker@hcstader.de

  • „Nachhaltigkeit in Agenturen: Reine Kommunikation? Strategische Beratung!“

    „Nachhaltigkeit in Agenturen: Reine Kommunikation? Strategische Beratung!“

    Erst vor Kurzem hat die GPRA ein Positionspapier zu Nachhaltigkeit veröffentlicht. Wie kam es dazu? Und was bedeutet das Thema für Agenturen und Young Professionals? Darüber haben wir mit Anja Eckert-Ellerhold, Vice President Client Experience Sustainability bei Weber Shandwick und Leiterin des Arbeitskreises Nachhaltigkeit der GPRA gesprochen. Teil 1 von 2.

    GPRA YP: Was bedeutet Nachhaltigkeit im Sinne einer verantwortungsvollen Unternehmensführung?

    Anja: Zunächst ist es wichtig, sich klarzumachen, dass Nachhaltigkeit nicht nur beispielsweise auf die Verringerung von Emissionen abzielt. Unternehmen müssen Nachhaltigkeit ganzheitlich denken – das bedeutet, das Thema in drei Dimensionen zu betrachten: der ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeit. Bei der ökologischen Nachhaltigkeit geht es um Ziele, wie das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Die soziale Nachhaltigkeit betrachtet Aspekte wie Diversität oder auch Mental Health bei Mitarbeitenden. Und bei der ökonomischen Nachhaltigkeit geht es einfach gesagt um die grundlegende Frage: Wie kann ich sicherstellen, dass meine Produkte und mein Unternehmen wirtschaftlich eine Zukunft haben?

    Im Optimalfall haben Unternehmen alle drei Säulen im Blick – das heißt auch, sich für jeden Bereich konkrete Ziele zu setzen und diese auch messbar nachzuverfolgen. Dann gibt es auch nicht mehr eine Unternehmens- und eine Nachhaltigkeitsstrategie, sondern eine nachhaltige Unternehmensstrategie.

    GPRA YP: Wie leisten wir als Kommunikationsagenturen einen Beitrag hierzu?

    Anja: Das müssen wir auf zwei Ebenen betrachten. Die erste Ebene ist dabei der Blick auf uns selbst. Wir sind als Agenturen zwar kein produzierendes Gewerbe und haben daher zwar zum Beispiel einen vergleichsweise geringen CO2-Fußabdruck. Trotzdem sollten wir anerkennen, dass auch wir eine wichtige Rolle einnehmen. Wir haben nur diesen einen Planeten und wir sind alle verantwortlich dafür zu sorgen, dass wir noch eine Chance haben. Wir sind verpflichtet, uns selbst Ziele zu setzen und Maßnahmen zu entwickeln, die auf die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit einzahlen. Es ist an uns allen, zu handeln – in unserem Fall sind hier meist der wichtigste Hebel der Energieverbrauch sowie Scope3-Emissionen. Dabei gilt – und das haben wir auch als wichtigen Punkt im Positionspapier verankert: Vermeidung von Emissionen geht vor Reduzierung. Ein Beispiel dafür wäre, nicht statt dem Flugzeug mit einem Auto zu einem weit entfernten Termin zu fahren. Stattdessen sollte man überlegen, ob der Termin nicht auch online stattfinden könnte. Meiner Ansicht nach sind wir als GPRA-Agenturen bereits im Hinblick auf soziale Nachhaltigkeit gut aufgestellt – u. a. Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Diversität und auch Achtsamkeit sind für uns ganz wichtige Themen.

    Die zweite Ebene ist natürlich die Beratung – hier versteckt sich ein riesiges Potenzial. Und wir beobachten einen Shift: Weg von der reinen Kommunikation, hin zur gesamtstrategischen Beratung. Im Optimalfall kommunizieren wir nicht nur eine Strategie, sondern gestalten sie selbst mit. Dafür haben wir bei Weber Shandwick inzwischen ein zwölfköpfiges Nachhaltigkeitsteam. Und im Positionspapier haben wir dieses Verständnis unserer Rolle ebenso definiert.

    GPRA YP: Jetzt kommt ein Unternehmen auf euch zu und möchte Beratung in diesem Bereich. Wie beginnt man so einen Prozess?

    Anja: Um in der Lage zu sein, strategisch beraten zu können, müssen wir uns erst einmal einen Überblick verschaffen. Oft beginnt das mit einer Status Quo Analyse, auf die eine sogenannte Wesentlichkeitsanalyse folgt, um die strategisch bedeutsamen Themen zu ermitteln. Diese sind tatsächlich auch in der Gesetzgebung vorgesehen und für alle Unternehmen, die berichtspflichtig sind, obligatorisch. In der Analyse geht es darum, die Handlungsfelder einer Organisation zu identifizieren, mit anderen Worten: An welchen Stellen habe ich überhaupt eine Möglichkeit, anzusetzen? An welchen Stellen erreiche ich mit meinem Handeln den größten Impact im Sinne der Nachhaltigkeit? Diese Fragen müssen wir klären, bevor es in die Entwicklung oder an das Feinschärfen einer Strategie geht.

    GPRA YP: Und was, wenn einer Kundin oder einem Kunden das Thema nicht so wichtig ist?

    Anja: Unsere Haltung als Arbeitskreis der GPRA ist hier klar: Wir versuchen alles, was uns möglich ist, um zum Beispieldarauf einzuwirken, dass ein Unternehmen in Zukunft die Emissionsvermeidung vor Reduzierung vor Kompensation stellt. Es ist unsere Aufgabe als Berater, unsere Kunden diesbezüglich bestmöglich zu beraten.

    Hier ist Transparenz ein bedeutendes Stichwort. Wir kommunizieren offen, warum wir bestimmte Dinge empfehlen. Und wir sprechen auch offen über die Herausforderungen unserer Kundschaft – denn Nachhaltigkeit ist mit vielen Herausforderungen für Unternehmen verbunden, die man sicherlich nicht alle gleichzeitig lösen kann. Deswegen ist die strategische Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit so wichtig. Wo hat ein Unternehmen die größten Hebel? Ist es eine Umstellung im Energiemix, eine neue Zusammensetzung der Verpackungen oder doch eine Veränderung in der Flotte? Eine Herausforderung ist sicherlich, diese Ziele in Einklang mit der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu bringen. Ich nehme wahr, dass das meistens gar keinen Dissens bedeutet, sondern einen Konsens. Die Unternehmen wollen im Grunde das Gleiche wie wir. Unsere Aufgabe ist es, Lösungen für die Herausforderungen zu finden.

    Das erwartet euch im zweiten Teil des Interviews:

    Mehr über die Entstehung des Positionspapiers der GPRA, Grenzen der Beratung und Tipps für Young Professionals, die sich in ihrer Organisation engagieren wollen.

    Lest hier das Positionspapier der GPRA zum Thema Nachhaltigkeit.


    Im Interview mit den GPRA Young Professionals:

    Anja Eckert-Ellerhold

    Vice President, Client Experience Sustainability, Clusterlead & Leiterin des Arbeitskreises Nachhaltigkeit der GPRA

    Weber Shandwick

    LinkedIN-Profil

    Veröffentlicht am 06.07.2023


    Die neuesten Beiträge der GPRA Young Professionals:

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  • GPRA gründet Initiative für Nachhaltigkeit und veröffentlicht Positionspapier 

    GPRA gründet Initiative für Nachhaltigkeit und veröffentlicht Positionspapier 

    • Branchenverband für Kommunikation veröffentlicht Leitlinien und Aktionsplan zu Nachhaltigkeit in der Agenturwelt.
    • Wirkungskreis auf drei Ebenen für langfristige Veränderung definiert.
    • GPRA-Positionspaper steht als Download zur Verfügung.

    Berlin, 08.05.2023 – ­Der Branchenverband der führenden PR- und Kommunikationsagenturen in Deutschland (GPRA e.V.) veröffentlicht als erste Maßnahme der neu gegründeten Initiative für Nachhaltigkeit ein Positionspapier mit fünf Leitlinien für mehr Nachhaltigkeit in den Agenturen und über Beratungsmandate auch für die Agenturkunden. Kontinuierliche Aufklärungsarbeit, die Entwicklung von Branchenstandards basierend auf einem gemeinsamen Verständnis von Nachhaltigkeit sowie die aktive Mitgestaltung der Transformation stehen im Vordergrund der Initiative.

    „Ich freue mich, agenturübergreifend mit den Kolleg:innen aus dem Arbeitskreis sowie weiteren, starken Partner:innen Synergien zu schaffen, Orientierung zu geben und Maßnahmen mit gezielter und wesentlicher Wirkung anzustoßen, kommentiert Anja Eckert-Ellerhold, Leiterin der GPRA-Initiative und Vice President/Co-Clusterlead Sustainability bei Weber Shandwick.

    „Nachhaltigkeit ist eine Gemeinschaftsaufgabe: Sich zu vernetzen, voneinander zu lernen und sich zu verpflichten, entlang von Leitlinien zu handeln sind wichtige Schritte, um mehr Nachhaltigkeit im Sinne der Agenda 2030 voranzutreiben“, erläutert Peter Heinrich, GPRA-Präsidiumsmitglied und geschäftsführender Gesellschafter von Heinrich Kommunikation.

    Wirkungskreis auf drei Ebenen

    Nachhaltige Entwicklung kann nach dem Verständnis der GPRA nur durch Maßnahmen erreicht werden, die entsprechend messbare und positive Veränderungen fördern. Dafür möchte der Branchenverband künftig auf drei Ebenen arbeiten, die im gegenseitigen Miteinander die notwenigen Anforderungen unterstützen:

    • Footprint: Negativen Impact vermeiden und reduzieren
    • Handprint: Positiven Impact fördern und verstärken
    • Brainprint: Relevantes Wissen aufbauen und verbreiten

    Impact als übergeordnetes Leitprinzip

    Das auf der Mitgliederversammlung am 2. März 2023 vorgestellte Positionspapier des Verbands benennt darüber hinaus fünf gemeinsame Positionen, an denen sich die GPRA-Agenturen künftig orientieren. Die Leitplanken umfassen dabei ein hohes Maß an Eigenverantwortung, Wirkkraft von Kommunikation, Zusammenarbeit mit Kunden, Transparenz und das Setzen gemeinsamer Standards.

    Mit dem Positionspapier bekennt sich die GPRA zu einer klaren Haltung beim Thema Nachhaltigkeit. Weitere Maßnahmen, die sich die Initiative auf die Fahne geschrieben hat, sind die Entwicklung von Leitlinien und eines übergreifenden Branchenstandards sowie die Veröffentlichung von Best Practices und Toolkits.

    Mitglieder der GPRA-Initiative Nachhaltigkeit sind die Agenturen: crossrelations brandworks, Edelman Deutschland, Engel & Zimmermann, Fink & Fuchs, HEINRICH Kommunikation, segmenta und Weber Shandwick.


    Über den GPRA e.V.

    Die GPRA ist seit 1974 der Verband der führenden PR- und Kommunikationsagenturen Deutschlands und hat ihren Sitz in Berlin. Mit strengen Aufnahmekriterien und hohen Anforderungen an ihre Mitglieder setzt sie Standards in der PR-Branche und fördert den Austausch zwischen den Mitgliedern und Meinungsbildnern. Die GPRA repräsentiert 38 Agenturen mit circa 2.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Marktanteil von fast 50 Prozent.


    Pressekontakt

    GPRA e. V.
    Isabelle Hoyer
    Alt-Moabit 90
    10559 Berlin
    Tel. 030 405599-38
    Mobil: 0171-2083827
    E-Mail: i.hoyer@gpra.de

    www.gpra.de