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  • Edelman Trust Barometer 2021 Frühlings-Update

    Edelman Trust Barometer 2021 Frühlings-Update

    Zwischen Hoffnung & Sorgen:
    Die Bilanz nach dem Krisenjahr ist gespalten

    • Spitzenreiter: Die Regierung ist nach wie vor die vertrauenswürdigste Institution in Deutschland und verliert im Vergleich zum Januar 2021 nur leicht an Vertrauen
    • Misstrauensvotum: Deutsche sprechen der EU ihr Misstrauen aus – Vertrauen sinkt in weiteren 8 von 14 Ländern im Vergleich zu vor der Pandemie
    • Traumatisiert: 65 % der Deutschen sagen, dass sie sich mental noch immer in einer Art „Pandemie-Modus“ befinden; 59 % glauben, dass vermehrte psychische Probleme zu den schlimmsten negativen Folgen der Pandemie gehören werden

    Frankfurt am Main, 24. Juni 2021 – Fake-News zum Corona-Virus, Diskussionen über die Impfstoffverteilung und Uneinigkeit über Maßnahmen und Öffnungsschritte: Das Frühjahr 2021 stand für alle Institutionen weiter im Schatten der Corona-Krise. Welchen Institutionen die Deutschen in diesen unsicheren Zeiten ihr Vertrauen schenken, hat sich in den vergangenen Monaten nicht wesentlich verändert. Zwar hat vor allem die Regierung leicht an Vertrauen eingebüßt, dennoch bleibt sie die Institution, der die Deutschen am meisten vertrauen. Das zeigen die aktuellen Daten des Edelman Trust Barometers 2021 Frühlings-Update: Eine Welt im Trauma. Darin hat Edelman über 16.800+ Menschen in 14 Märkten zwischen dem 30. April und 11. Mai 2021 zu ihrem Vertrauen befragt.

    Im Vergleich zum Edelman Trust Barometer 2021, welches im Januar veröffentlicht wurde, zeigt das Frühlings-Update: Bei den Deutschen konnten die Regierung mit 55 % (-4 %pkt.; global: 56%, +1 %pkt.) und Unternehmen mit 54 % (+/-0 %pkt.; global: 62 %, +2 %pkt.) im Frühjahr nicht weiter an Vertrauen gewinnen. Dennoch ist in Deutschland das in der Pandemie grundsätzlich gestiegene Vertrauen noch immer deutlich höher als vor dem Ausruf der globalen Krise. Während die Regierung – gefolgt von den Unternehmen – weiterhin die vertrauenswürdigste Institution ist, liegen Medien (53 %; +1 %pkt.; global: 51 %, +1 %pkt.) und NGOs (47 %; +1 %pkt.; global: 58 %, +1 %pkt.) knapp dahinter.

    „Es gibt einen großen Unterschied in der Wahrnehmung des Vertrauens der Institutionen zwischen der informierten und der breiten Öffentlichkeit, der besonders für Unternehmen besorgniserregend ist“, so Christiane Schulz, CEO von Edelman in Deutschland. Während die informierte Öffentlichkeit Unternehmen das größte Vertrauen mit 73 % im Vergleich zu den anderen Institutionen ausspricht, erhalten sie von der breiten Öffentlichkeit nur eine neutrale Bewertung von 52 %. Hier klafft die größte Vertrauenslücke mit 21 Prozentpunkten. Bei der Regierung (12 %pkt.), den Medien (10 %pkt.) und den NGOs (13 %pkt.) fällt die Vertrauenskluft insgesamt deutlich geringer aus.

    Richtungsweiser EU: Deutsches Vertrauen stark gesunken
    Doch nicht nur bei den Institutionen hierzulande zeigt das Edelman Trust Barometer Frühlings-Update in Bezug auf das Vertrauen eine sinkende Tendenz. Das Vertrauen der Deutschen in die Institutionen der EU hat signifikant abgenommen. Ein Rückgang, der weltweit in 9 von 14 befragten Ländern im Vergleich zu vor der Pandemie zu beobachten ist. Mit 46 % (- 5 %pkt.) ist dieser in Deutschland besonders dramatisch. Waren die Deutschen der EU gegenüber im Januar noch neutral eingestellt, so sprechen sie nur fünf Monate später der EU ihr Misstrauen aus.

    Ängste trüben Ausblick auf Normalität
    Trotz der ersten Erfolge bei der Bekämpfung der Pandemie machen sich die Menschen weiterhin Sorgen. Global und auch hierzulande geben 65 % der Befragten an, sich mental noch immer in einer Art Pandemie-Modus zu befinden, sich um ihre Sicherheit zu sorgen und dass sie darauf warten, dass die Dinge besser werden.

    Diese Unsicherheit verdeutlichen die folgenden Antworten auf die Frage, bei welchen Aktivitäten sich geimpfte und nicht geimpfte Personen sicher fühlen: Rund die Hälfte der allgemeinen Bevölkerung (52 %) fühlen sich hierzulande beim Shopping in Einkaufsläden sicher. Bei den Geimpften sind es etwas mehr (60 %). Damit liegt Shopping jedoch weit vor dem Aufsuchen des Arbeitsplatzes (29 % allgemeine Bevölkerung; 29 % geimpft) sowie davor, Kinder in die Schule zu schicken (24 % allgemeine Bevölkerung; 29 % geimpft).

    Besorgniserregend fallen zudem die Antworten auf die Frage nach den negativsten Folgen der Pandemie aus: 59 % der in Deutschland Befragten (global: 55 %) glauben, dass es einen Anstieg an psychischen Erkrankungen geben wird. Weitere 54 % sagen, dass eine Rückkehr in verlorene Jobs nicht möglich sein wird (global: 55 %).

    Innovationen und Orientierung: Chancen aus der Krise nutzen
    Mit Blick in die Zukunft geben hierzulande nur knapp die Hälfte der Befragten (51 %; global: 64 %) an, dass – so schlimm es auch durch die Pandemie ist – die Krise zu wichtigen Innovationen und Veränderungen zum Besseren führen wird: wie wir leben, arbeiten und miteinander umgehen. 49 % (global: 36 %) hingegen stimmen der Aussage zu, dass die Pandemie keine positiven Anstöße gibt, vielmehr die Gesellschaft gespalten wird und Ressourcen aufgebraucht werden, die für die Lösung anderer sozialer Probleme hätten verwendet werden können. Mit Blick auf die positiven Veränderungen, die die in Deutschland Befragten erwarten, steht die bessere Vorbereitung auf künftige Pandemien (56 %; global: 55 %), Verbesserungen im Gesundheitssystem (51 %; global: 57 %) und eine größere Aufmerksamkeit für den Klimawandel (38 %; global: 37 %) noch vor Innovationen in der Arbeitswelt (34 %; global: 47 %) und einer beschleunigten Entwicklung von Technologien (33 %; global: 39 %).

    Für alle Institutionen heißt es jetzt vor allem, in einer anhaltenden Zeit der Unsicherheit, die Chance zu nutzen und auf die Bedürfnisse und Sorgen der Menschen einzugehen. Der Schlüssel dafür ist eine konsequente und transparente Kommunikation, die Ängste abbaut und alle Menschen adressiert.


    Über das Edelman Trust Barometer 2021 Frühlings-Update: Eine Welt im Trauma
    Das Edelman Trust Barometer 2021 Frühlings-Update: Eine Welt im Trauma ist ein Update des Edelman Trust Barometers 2021. Die Umfrage wurde von Edelman Data & Intelligence (DxI) zwischen dem 30. April und 11. Mai 2021 durchgeführt und umfasste mehr als 16.800 Befragte in 14 Märkten: Brasilien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Japan, Mexiko, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, VAE, Großbritannien und USA. 1.200 Personen wurden in jedem Markt befragt, davon 100 aus der informierten Öffentlichkeit. Alle Befragten aus der informierten Öffentlichkeit erfüllten die folgenden Kriterien: 25-64 Jahre alt, Hochschul-Abschluss; Haushaltseinkommen im obersten Quartil für ihr Alter in ihrem Land; lesen oder sehen mindestens mehrmals pro Woche Wirtschafts-/Nachrichtenmedien; verfolgen mindestens mehrmals pro Woche politische Themen in den Nachrichten.

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    Edelman ist die globale Kommunikationsagentur, die Vertrauen zwischen Menschen, Marken, Unternehmen und Organisationen auf- und ausbaut. In Deutschland liefern rund 230 Expert:innen mit Büros in Berlin, Hamburg, Köln und Frankfurt am Main Kommunikationsstrategien, die es unseren Kund:innen ermöglichen, zu führen, mit Überzeugung zu handeln und das nachhaltige Vertrauen ihrer Zielgruppen und Stakeholder:innen zu gewinnen. Weitere Infos unter www.edelman.de.


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  • Vorschuss in der Krise: Vertrauen der Deutschen steigt, globale Infodemie verbreitet aber Misstrauen

    Vorschuss in der Krise: Vertrauen der Deutschen steigt, globale Infodemie verbreitet aber Misstrauen

    • Der Krise zum Trotz: Gesellschaftliche Institutionen gewinnen trotz Pandemie weiter an Vertrauen
    • Erstmals an der Spitze: Regierung (59 %) ist erstmals seit 2012 vor Unternehmen (54 %), Medien (52 %) und NGOs (46 %) die vertrauenswürdigste Institution in Deutschland
    • Positives Momentum: Institutionen müssen jetzt Kompetenz und Ethik in Einklang bringen, um positiven Vertrauenstrend fortzuführen
    • Medien mit Misstrauen konfrontiert: 43 % der Deutschen denken, dass Journalisten die Menschen absichtlich durch falsche Informationen in die Irre führen wollen

    Frankfurt am Main, 16. Februar 2021 – Die Bilanz knapp ein Jahr nach dem Ausbruch der Corona-Krise: Das Vertrauen der Bevölkerung hierzulande in die gesellschaftlichen Institutionen Regierung, Unternehmen, Medien und NGOs ist auch im Jahr der Pandemie weiter gewachsen. Während sich im globalen Vergleich klar die Verlierer der Krise zeigen, kann Deutschland einen Vertrauenszuschuss verzeichnen und nimmt im internationalen Vergleich eine Sonderstellung ein. Das zeigen die aktuellen Daten des 21. Edelman Trust Barometer. Darin hat Edelman über 33.000+ Menschen in 28 Märkten zu ihrem Vertrauen befragt.

    So belegt Deutschland im globalen Vertrauensranking der allgemeinen Öffentlichkeit Platz 14 von 27 Märkten und erreicht 53 Indexpunkte. Im Vorjahr waren es 46 Indexpunkte. Trotz der anhaltend positiven Entwicklung, die das Vertrauen hierzulande seit 2020 zeigt, schaffen es die Institutionen insgesamt jedoch nicht, dass die Deutschen sie als vertrauenswürdig einstufen. Vielmehr schätzen die Menschen die Institutionen nun im neutralen Vertrauensbereich ein. Als vertrauenswürdigste Institution hierzulande wird die Regierung angesehen (59 %; +14 %pkt.), nun gefolgt von den Unternehmen (54 %; +6 %pkt.), den Medien (52 %; +3 %pkt.) und vor den NGOs (46 %; +3 %pkt.). Auch die Vertrauenskluft zwischen der informierten und breiten Öffentlichkeit hat sich in Deutschland halbiert (2021: 10 Punkte; 2020: 20 Punkte).

    „Das Edelman Trust Barometer 2021 zeigt, dass das Vertrauen in die deutschen Institutionen überraschend hoch bleibt. Vor allem die Regierung und die Unternehmen haben trotz aller Herausforderungen durch die Pandemie ein positives Momentum entwickelt. Regierung und Unternehmen müssen jedoch weiter daran arbeiten, Vertrauen zu gewinnen, damit sie langfristig profitieren und die Vertrauensblase nicht platzt“, sagt Christiane Schulz, CEO von Edelman Deutschland.

    Denn schon jetzt zeigt das Edelman Trust Barometer 2021 eine Tendenz: Der Zenit der Vertrauenszunahme ist seit dem Frühjahr 2020 überschritten. Während das Vertrauen der Deutschen in die vier Institutionen von Januar 2020 bis Mai 2020 stark angestiegen war (Regierung +19 %pkt; Unternehmen +8 %pkt; Medien +4 %pkt; NGOs +7 %pkt.) hat sich dieser rasante Zuwachs bis Januar 2021 umgekehrt. Die Faktoren für die Verlangsamung sind vielschichtig.

    Sorge vor Falschinformationen ist fundamentale Herausforderung

    Die Ergebnisse des Edelman Trust Barometer 2021 zeigen, dass sich die Bedürfnisse der Menschen in der Pandemie fundamental verändert haben. Die Deutschen legen aktuell deutlich mehr Wert auf den Kampf gegen Falschinformationen als noch im vergangenen Jahr (+39 Punkte). Erst danach folgen unter anderem die Thematisierung von Armut im eigenen Land (+37 Punkte) und Klimawandel (+33 Punkte) oder die Verbesserung des Bildungssystems (+36 Punkte).

    Besorgniserregend schneiden in diesem Kontext die Ergebnisse bei der Frage nach der „Informationshygiene“¹ ab: 43 % (global: 39 %) der in Deutschland Befragten verfügen über eine schlechte Informationshygiene (20 % gut, 37 % moderat; global: 26 % gut, 35 % moderat). Dabei geben 42 % (global: 57 %) an, dass sie Informationen, die sie spannend finden, gern weiterverbreiten. Nur ein Fünftel (global: 29 %) derjenigen, die Informationen, die sie spannend finden, weitergeben, haben eine gute Informationshygiene.

    „Es hat sich eine ‚Infodemie‘ entwickelt. Nicht nur in Deutschland, sondern auf globaler Ebene. Ohne vertrauenswürdige Quellen können die Menschen nicht wissen, wo oder bei wem sie zuverlässige Informationen erhalten. In der Konsequenz besteht die Gefahr, dass das Vertrauen in der deutschen Bevölkerung sukzessive wieder abnimmt“, sagt Christiane Schulz.

    Medien stehen vor Vertrauensfrage

    Das Edelman Trust Barometer 2021 bestätigt den Negativtrend in Bezug auf Medien und Informationen: Die Deutschen treten Journalisten mit Misstrauen entgegen, wenn es darum geht, ob diese das Richtige tun (47 %, -3 %pkt.). Damit liegen Journalisten in Bezug auf das Vertrauen zwar noch vor CEOs (36%; +3 %pkt.) und Regierungsverantwortlichen (42 %; +8 %pkt.), haben im Vergleich zum Vorjahr aber an Vertrauen eingebüßt.

    Für die Medien hierzulande haben die Befragten ein klares Feedback: 59 % der Deutschen (global: 61 %) empfinden, dass die Medien keinen guten Job machen, wenn es um objektive und überparteiliche Berichterstattung geht. Darüber hinaus sagen 42 % (global: 59 %), dass Nachrichtenorganisationen mehr damit beschäftigt sind, eine Ideologie oder politische Position zu unterstützen als die Öffentlichkeit zu informieren. Alarmierend: Mehr als zwei Fünftel (43 %; global 59 %) der Befragten sagen, dass Journalisten und Reporter die Menschen absichtlich durch falsche und übertriebene Informationen in die Irre führen wollen.

    Arbeitgeber – gefragt als zuverlässige Informationsquelle

    Ihrem eigenen CEO sprechen gut die Hälfte der Deutschen (54 %; global: 63 %) ihr Vertrauen aus, das Richtige zu tun. „An diesen bleibenden Vertrauensvorschuss sind Bedingungen geknüpft: 68 % der hierzulande Befragten wollen, dass CEOs handeln, wenn die Regierung keine Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen findet (global: 68 %). 58 % sind der Meinung, dass CEOs selbst nicht nur gegenüber Aktionären und Vorständen, sondern auch gegenüber der Öffentlichkeit die Verantwortung (global: 65 %) tragen sollten. 57 % sagen darüber hinaus, dass CEOs bei Veränderungen die Führung übernehmen sollten, anstatt auf die Regierung zu warten (global: 66 %)“, betont Christiane Schulz.

    „Gerade erleben wir ein besonderes Vertrauensmomentum, auf dem es aufzubauen gilt“, fasst Christiane Schulz zusammen. „Vertrauen entsteht, wenn Ethik und Kompetenz gleichermaßen zusammenkommen. Für alle Institutionen kommt es jetzt darauf an, den Worten Taten folgen zu lassen, den Menschen Sorgen zu nehmen und Sicherheit zu geben. Dies kann der Beginn einer großen ‚Vertrauensreise‘ sein.“

    ¹Die Frage nach der Informationshygiene bewertet, wie die Befragten bei den folgenden vier Dimensionen abschneiden: Regelmäßige Beschäftigung mit Nachrichten, Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Standpunkten, Überprüfung von Informationen und das Vermeiden der Verbreitung von Falschinformationen.


    Veranstaltung verpasst? Unter diesem Link finden Sie die Aufzeichnung des Events.
    Interessiert an den kompletten Daten des deutschen Reports? Das aktuelle Edelman Trust Barometer können Sie hier herunterladen.


    Über das Edelman Trust Barometer

    Das Edelman Trust Barometer 2021 ist die jährliche Umfrage des Unternehmens zu Vertrauen in Regierungen, Unternehmen, Medien und Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die in diesem Jahr zum 21. Mal durchgeführt wurde. Die Umfrage wurde von der Marktforschungsfirma Edelman Data & Intelligence (DxI) durchgeführt und bestand aus 30-minütigen Online-Interviews, die zwischen dem 19. Oktober und 18. November 2020 stattfanden. Die Online-Umfrage umfasste mehr als 33.000 Befragte, darunter 1.150 Befragte aus der Allgemeinbevölkerung in 28 Ländern und 200 Befragte aus der informierten Öffentlichkeit in jedem Land, mit Ausnahme von China und den USA, die eine Stichprobe von jeweils 500 Befragten aus der informierten Öffentlichkeit haben, und Nigeria, das 100 Befragte aus der informierten Öffentlichkeit hat. Alle Befragten aus der informierten Öffentlichkeit erfüllten die folgenden Kriterien: 25-64 Jahre alt, Hochschulbildung; Haushaltseinkommen im obersten Quartil für ihr Alter in ihrem Land; lesen oder sehen mindestens mehrmals pro Woche Wirtschafts-/Nachrichtenmedien; verfolgen mindestens mehrmals pro Woche politische Themen in den Nachrichten. Mehr unter: https://www.edelman.de/research/edelman-trust-barometer-2021

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    Edelman ist eine globale Kommunikationsagentur, die Unternehmen und Organisationen dabei unterstützt, ihre Marken und deren Reputation zu entwickeln, zu fördern und zu schützen. In Deutschland liefern rund 300 Experten mit Büros in Berlin, Hamburg, Köln und Frankfurt am Main Kommunikationsstrategien, die es unseren Kunden ermöglichen, zu führen, mit Überzeugung zu handeln und das nachhaltige Vertrauen ihrer Zielgruppen und Stakeholder zu gewinnen. Weitere Informationen unter www.edelman.de.


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    Unsere neuesten Beiträge:

  • Edelman Trust Barometer 2020 | Special Report – Vertrauen in Zeiten des Coronavirus: Arbeitgeber-Kommunikation als vertrauenswürdigste Quelle

    Edelman Trust Barometer 2020 | Special Report – Vertrauen in Zeiten des Coronavirus: Arbeitgeber-Kommunikation als vertrauenswürdigste Quelle

    • Arbeitergeber-Kommunikation hat Vertrauens-Vorschuss: Dem eigenen Arbeitgeber vertrauen die Menschen auf der Suche nach verlässlichen Informationen zu COVID-19 mehr als Regierung und Medien
    • Viele Quellen, wenig Vertrauen: Global sorgen sich 74 Prozent der Menschen um Fake-News und die Glaubwürdigkeit der Informationen rund um COVID-19
    • Partnerschaften: Menschen erwarten, dass Regierung und Wirtschaft zusammenarbeiten

    Frankfurt, 17. März 2020 – Auf der Suche nach glaubwürdigen Informationen ist der eigene Arbeitgeber auch zu Zeiten von COVID-19 die vertrauenswürdigste Quelle. Dies zeigt der globale Edelman Trust Barometer 2020 Special Report: Trust und der Coronavirus. Vom 6. bis zum 10. März wurde die Zehn-Länder-Studie in Brasilien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Südafrika, Südkorea, Großbritannien und den USA durchgeführt.
    Wie es in Zeiten des Coronavirus um das Vertrauen der Menschen aussieht, zeigen die wichtigsten globalen Ergebnisse der Studie:

    1. Kommunikation des eigenen Arbeitgebers ist am glaubwürdigsten:
      63 Prozent der aktuell Befragten geben an, dass sie Informationen von ihrem Arbeitgeber rund um das Coronavirus nach ein- oder zweimaliger Kommunikation vertrauen. Zum Vergleich: Das sagen nur 58 Prozent über die Informationen einer Regierungswebsite und 51 Prozent über die der traditionellen Medien. Mehr als ein Drittel der Befragten gab an, dass sie sozialen Medien niemals glauben würden, wenn sie ausschließlich hier Informationen zu dem Thema finden konnten (35 Prozent).
    2. Etablierte Nachrichtenangebote sind die meist genutzte Informationsquelle:
      Die Hauptnachrichtenkanäle werden fast doppelt so stark genutzt, wie die Online-Seiten der globalen Gesundheitsorganisationen (z.B. WHO) oder nationaler Gesundheitsorganisationen (z.B. CDC). Ingesamt geben 74 Prozent an, dass sie sich um die Verbreitung gefälschter Nachrichten und Falsch-Informationen über das Virus sorgen.
    3. Wissenschaftler und Mediziner sind die vertrauenswürdigsten Stimmen:
      68 bis 83 Prozent der Befragten geben an, dass sie Wissenschaftler und Medizinern am meisten vertrauen. Einer Stimme “wie du und ich” vertrauen 63 Prozent der Befragten. Regierungsbeamte (48 Prozent) und Journalisten (43 Prozent) stehen dagegen mit weniger als 50 Prozent Vertrauen am unteren Ende der Rangliste. 85 Prozent der Befragten gaben an, dass sie mehr Informationen von Wissenschaftlern und weniger von Politikern hören wollen. 58 Prozent der Befragten befürchten sogar, dass die Krise für politische Zwecke aufgebauscht wird. Der CEO des eigenen Arbeitgebers liegt mit 54 Prozent in der Mitte der Rangliste.
    4. Menschen fordern regelmäßigen Informationsfluss:
      Sieben von zehn Befragten verfolgen die Nachrichtenlage über den Coronavirus in den Medien mindestens einmal am Tag. 33 Prozent gaben an, dass sie mehrmals am Tag nach Informationen suchen. Von den Arbeitgebern wird erwartet, dass sie die Informationen über COVID-19 regelmäßig aktualisieren. Dabei fordern 63 Prozent mindestens tägliche Aktualisierungen.
    5. Der eigene Arbeitgeber ist besser auf COVID-19 vorbereitet als das Land an sich:
      In acht von zehn untersuchten Ländern wird der eigene Arbeitgeber als besser auf das Virus vorbereitet angesehen, als das Land an sich. 62 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Arbeitgeber effektiv und verantwortungsbewusst auf das Virus reagiert.
    6. Regierung und Unternehmen müssen zusammenarbeiten:
      Weder den Unternehmen noch der Regierung wird es zugetraut, der Lage im Alleingang Herr zu werden. Das Vertrauen der Menschen verdoppelt sich, wenn Unternehmen und Regierung gemeinsam Anstrengungen bei der Bekämpfung des Virus unternehmen. (45 Prozent gegenüber 20 Prozent).
    7. Hohe Erwartungen an Handlungsfähigkeit der Wirtschaft:
      78 Prozent der Befragten erwarten, dass die Wirtschaft zum Schutz der Mitarbeiter und der örtlichen Gemeinschaft handelt. 79 Prozent sehen Arbeitgeber in der Pflicht, dass sie ihre Abläufe anpassen, Reglungen für die Arbeit außerhalb der Büroräume schaffen, nicht relevante Veranstaltungen absagen und Geschäftsreisen untersagen. Hinzukommt, dass 73 Prozent erwarten, dass die Personalpolitik anpasst und so u.a. bezahlter Krankenstand gewährt wird und gefährdete Mitarbeiter daran gehindert werden, zur Arbeit zu kommen.
    8. Arbeitgeber müssen Informationen weitergeben:
      Die Mitarbeiter wollen Klarheit darüber, wie viele Kollegen sich mit dem Virus infiziert haben (57 Prozent) und sich dieser auf die Arbeitsfähigkeit des Unternehmens auswirkt (53 Prozent). Die Mitarbeiter wollen über die darüberhinausgehende Auswirkungen auf das Unternehmen ebenfalls informiert werden – einschließlich Ratschlägen für Reisen und was getan werden kann, um die Verbreitung des Virus zu stoppen. Die Informationen möchten sie per E-Mail oder Newsletter (48 Prozent), durch Veröffentlichungen auf der Website des Unternehmens (33 Prozent) und durch Telefon-/Videokonferenzen (23 Prozent) erhalten.

    „Für Unternehmen ist diese Form der Verantwortung neu und von großer Bedeutung. Arbeitgeber müssen ihren Vertrauensvorschuss vor allem jetzt nutzen und mit zielgerichteter Kommunikation auf möglichst viele Unsicherheiten Antworten geben. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Bevölkerung vor allem in Krisensituationen keine Alleingänge erwartet, sondern die Institutionen partnerschaftlich zusammenarbeiten müssen, um agile Lösungen auf den Weg zu bringen und das Vertrauen zu steigern“, so Christiane Schulz, CEO von Edelman Deutschland. „Es ist dringend notwendig, dass Unternehmen faktenbasierte Entscheidungen ermöglichen und ihren Mitarbeitern das Gefühl geben, Teil einer breiten gesellschaftlichen Bewegung zur Bekämpfung des Virus zu sein.“

    Über die Studie: Der Edelman Trust Barometer 2020 Special Report „Trust und der Coronavirus“ wurde vom 6. bis zum 10. März in den zehn Ländern Brasilien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Südafrika, Südkorea, Großbritannien und den USA durchgeführt. Insgesamt wurden 10.000 Menschen (1.000 pro Markt) befragt. Alle Daten sind auf nationaler Ebene repräsentativ, basierend auf Alter, Region und Geschlecht.
    Der Special Report ist eine Sonderausgabe des Edelman Trust Barometers.
    Das Edelman Trust Barometer ist eine jährliche Studie zu Vertrauen in Regierungen, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Wirtschaft und Medien, die in diesem Jahr zum 20. Mal von der Marktforschungsfirma Edelman Intelligence durchgeführt wurde. Weitere Informationen unter www.edelman.de/research/2020-edelman-trust-barometer

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  • Wer gibt die Vertrauens-Richtung vor? Warum Deutschlands Unternehmen Fahrt aufnehmen müssen

    Wer gibt die Vertrauens-Richtung vor? Warum Deutschlands Unternehmen Fahrt aufnehmen müssen

    von Christiane Schulz, CEO Edelman Deutschland

    It was the best of times, it was the worst of times: Der berühmte Anfang von Charles Dickens’ „A Tale of Two Cities“ ist gerade wieder sehr aktuell. Die deutsche Wirtschaft ist 2019 das zehnte Jahr in Folge gewachsen, der Arbeitsmarkt zeigt sich trotz konjunktureller Schwäche weiterhin robust. Die Wahrnehmung der Menschen unterscheidet sich von statistischen Fakten aber erheblich. Der Blick in die Zukunft? Pessimistisch.

    Gerade einmal 23 Prozent der Deutschen glauben, dass es ihnen und ihrer Familie in fünf Jahren ökonomisch besser gehen wird als heute. Nur die Menschen in Frankreich und Japan sind noch pessimistischer als die Deutschen. Diese Ergebnisse zeigt das Edelman Trust Barometer 2020*.

    Das Vertrauen in Deutschland ist in Schieflage geraten. Das System funktioniert für viele nicht mehr, ihnen fehlt die Basis für Vertrauen: Die Menschen halten keine der vier großen gesellschaftlichen Institutionen Regierung, Wirtschaft, Medien und NGOs für ethisch und gleichzeitig kompetent. Mehr als zwei Drittel trauen den führenden Köpfen in diesem Land nicht zu, künftige Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. Die Menschen suchen Antworten auf die Herausforderungen der Klimakrise, der Digitalisierung und eines sich wandelnden Arbeitsmarkts. Fakt ist: 50 % sind in Deutschland der Meinung, der technologische Wandel schreite zu schnell voran. Und sie blicken dabei auf ihr direktes Umfeld. Der Arbeitgeber bleibt für viele Menschen der vertrauenswürdigste Partner – Unternehmen und ganz besonders CEOs sollte dies motivieren, sich zu positionieren. Zu zeigen, dass sie gut sind, in dem was sie tun. Dass sie mit Fairness und Glaubwürdigkeit überzeugen können und sich als Innovationstreiber für die Gesellschaft einsetzen.

    Vertrauens-Aufbruch: 3 Punkte, die auf jeder Unternehmens-Packliste stehen sollten

    • Haltung zeigen, Stakeholder im Blick haben
      Erfolg ist nur eine Frage von glücklichen Aktionären? Das sehen immer mehr Menschen anders. Kunden und Arbeitnehmer gehören nach Ansicht nahezu aller Befragten (92 %) zu den wichtigsten Stakeholdern, die maßgeblich beeinflussen, wie erfolgreich ein Unternehmen auf lange Sicht ist. Kunden belohnen es, wenn die Marken, denen sie Vertrauen schenken, ihre Werte teilen und ethisch verantwortungsvoll handeln. Haltung ist den Menschen als Vertrauensfaktor dreimal wichtiger als unternehmerische Bestleistungen. Sie erwarten, dass Unternehmen und CEOs sich in gesellschaftliche Fragen einbringen und den Interessen ihrer Kunden, Mitarbeiter und ihrem regionalen Umfeld gerecht werden. Bislang sieht ein Großteil der Befragten die Wirtschaft hier aber noch in der Bringschuld.
    • Verantwortung übernehmen, Veränderungen vorantreiben
      73 Prozent der Arbeitnehmer haben Angst, ihren Job durch den Wandel auf dem Arbeitsmarkt zu verlieren. Die Menschen nehmen die Wirtschaft in die Pflicht: Gewinnorientiertes Unternehmertum und Dienst an der Gesellschaft – knapp zwei Drittel der Deutschen sind überzeugt, dass Unternehmen beides leisten können. Die Mehrheit (85 % der Befragten) erwartet, dass CEOs Antworten auf drängende Fragen liefern: zur Auswirkung von Automatisierung und Digitalisierung auf bestehende Arbeitsfelder, zur Einkommensungleichheit, zur ethischen Nutzung neuer Technologien.
      Eine Institution allein kann das Vertrauensruder nicht herumreißen. Vielmehr machen die Ergebnisse des Edelman Trust Barometers deutlich, dass die Menschen in Deutschland sich eine stärkere Zusammenarbeit der vier Institutionen wünschen, insbesondere von Regierung und Wirtschaft, um Jobsicherheit und -perspektiven zu schaffen. Für Unternehmen bietet sich darin eine enorme Chance, eine aktive, gestaltende Rolle einzunehmen und Katalysator für Veränderung zu sein. Indem sie starre (Denk-)Barrieren einreißen und gemeinsam mit den anderen Säulen der Gesellschaft Herausforderungen des Arbeitsmarkts nachhaltig gestalten, können sie eine Antwort auf die steigende Angst vor Jobverlust und sozialem Abstieg geben.
    • Hinhören und kommunizieren
      Bewegungen wie das Greta-Phänomen, die sich mit ihren gesellschaftlichen Forderungen ganz klar auch an Unternehmen richten, wird es künftig häufiger geben. Unternehmen müssen daher immer mehr in der Lage sein, solche Anliegen und Bewegungen zu erkennen und sie in ihre Unternehmens- und Kommunikationsstrategien einbeziehen. Nur so können sie angemessen agieren. Allem Pessimismus zum Trotz bieten die Ergebnisse auch Anlass für Optimismus: Erstmals seit Jahren zeigt das ETB wieder einen positiven Trend. Das Vertrauen der Deutschen in die vier gesellschaftlichen Institutionen steigt. Soll sich dieser Trend fortsetzen, müssen Institutionen die Chance nutzen, in Ethik und Kompetenz zuzulegen und Vertrauen zu gewinnen. Besonders indem sie auf Partnerschaften setzen und durch gemeinsames Handeln überzeugen.

    Das Edelman Trust Barometer ist eine jährliche Studie zu Vertrauen in Regierungen, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Wirtschaft und Medien, die in diesem Jahr zum 20. Mal durchgeführt wurde. Die Umfrage wurde von der Marktforschungsfirma Edelman Intelligence entwickelt, die Datenerhebung erfolgte mithilfe von 30-minütigen Online-Interviews. Der Erhebungszeitraum lag zwischen dem 19. Oktober und 18. November 2019. Für das Edelman Trust Barometer 2020 wurden in 28 Märkten über 34.000 Menschen befragt, darunter 6.200 aus der informierten Öffentlichkeit (Menschen im Alter von 25 bis 64 Jahren mit einem Hochschulabschluss, einem überdurchschnittlichen Haushaltseinkommen innerhalb der Top 25 % sowie mit intensivem Medien- und Informationskonsum). Weitere Informationen unter https://www.edelman.de/research/edelman-trust-barometer-2020

  • Edelman Trust Barometer 2020 | Ethik und Kompetenz

    Edelman Trust Barometer 2020 | Ethik und Kompetenz

    Deutschland-Auswertung Ethik und Kompetenz: Fehlanzeige. Deutsche Institutionen erfüllen Vertrauenskriterien nicht

    • Zwei zentrale Dimensionen von Vertrauen: Ethik und Kompetenz als neuer Maßstab
    • Deutsche sind pessimistisch: Keine der gesellschaftlichen Institutionen wird als ethisch und zugleich kompetent angesehen
    • Zukunftsängste: 73 % der deutschen Arbeitnehmer sorgen sich um ihren Job. Für jeden zweiten Deutschen geht der technologische Wandel zu schnell.

    Frankfurt, 27. Januar 2020 – Die Deutschen blicken pessimistisch in ihre Zukunft und nur knapp jeder Vierte erwartet, dass es ihm in den kommenden fünf Jahren ökonomisch besser geht (23 %). Sie stellen den Kapitalismus (55 %) und das bestehende System in Frage (61 %). Dazu kommt: Die Menschen hierzulande halten keine der vier Institutionen Regierung, Wirtschaft, Medien und NGOs für gleichzeitig kompetent und ethisch – und zweifeln damit an den beiden Hauptkriterien, die für die Entstehung von Vertrauen entscheidend sind.

    Das zeigt die Deutschland-Auswertung des 20. Edelman Trust Barometers. Darin hat Edelman über 34.000 Menschen in 28 Märkten – darunter 1.150 Menschen in Deutschland – zu ihrem Vertrauen befragt und untersucht, was Vertrauen ausmacht.

    „Die beiden zentralen Fragen lauten: Ist eine Institution gut, in dem was sie tut, ist sie also kompetent? Und: Wie ist es um das ethische Verhalten bestellt?“, erläutert Christiane Schulz, CEO Edelman Deutschland.

    Kompetenz und Ethik als Pfeiler für Vertrauen

    Die Ergebnisse zeigen: Die Wirtschaft schneidet aus Sicht der Deutschen noch am besten im Bereich Kompetenz ab (5 Punkte auf einer Kompetenzskala von -50 bis +50 Punkten). Trotz dieses niedrigen Werts liegt die Wirtschaft aber mit einem 55- Punkte-Abstand klar vor der Regierung, die auf dem letzten Platz mit minus 50 Kompetenz-Punkten landet.

    Beim Vertrauenspfeiler Ethik zeigt sich ein anderes Bild. Wirtschaft (-14 Punkte) und Regierung (-18 Punkte) landen beide klar im unethischen Bereich. „Die Ergebnisse zeichnen ein deutliches Bild: Unternehmen müssen besser werden. Nicht in ihrer Wertschöpfung, ihrer Wertsteigerung und als Innovationstreiber, sondern in ihrem ethischen Verhalten, also in Aspekten wie Fairness, Glaubwürdigkeit und ihrem Einsatz für die Zukunft unserer Gesellschaft“, sagt Christiane Schulz.

    Deutsche fordern stärkere Zusammenarbeit der Institutionen

    Das spiegelt sich auch in einem weiteren Trend wider. 92 % der Deutschen geben an, dass Stakeholder (Kunden, Mitarbeiter und lokales Umfeld) wichtiger für den langfristigen Unternehmenserfolg sind als Shareholder. „Der klassische Shareholder-Ansatz hat ausgedient. Unternehmen müssen künftig stärker den Interessen ihrer Kunden, Mitarbeiter und ihrem regionalen Umfeld gerecht werden“, sagt Christiane Schulz.

    Aber es gibt auch gute Nachrichten, denn jede Institution hat durchaus die Chance, in Ethik und Kompetenz zuzulegen und Vertrauen zu gewinnen. Vor allem, indem sie gemeinsam agieren, um die zentralen gesellschaftlichen Probleme zu lösen. Nur jeder dritte Deutsche (33 %) schätzt die aktuelle Zusammenarbeit von Unternehmen mit der Regierung als positiv ein – hier gibt es also noch Nachholbedarf. „Das heißt nicht, dass Unternehmen politisch werden müssen. Vielmehr müssen sie zur Lösung der gesellschaftlichen Probleme beitragen“, sagt Christiane Schulz.

    Angst vor Arbeitsplatzverlust

    Eine Frage, die die Deutschen besonders bewegt, ist der technologische Wandel. Die Hälfte der Deutschen (50 %) gibt an, der technologische Wandel schreite mit zu hoher Geschwindigkeit voran. 75 % der Menschen hierzulande meinen, dass die Regierung neue Technologien zu wenig versteht, um diese wirksam zu regulieren. Fast drei von vier deutschen Arbeitnehmern (73 %) haben Sorge, ihren Job zu verlieren. Grund dafür sind unter anderem die Automatisierung oder für die Zukunft fehlende Fähigkeiten.

    „Eine klare Forderung der Deutschen: Unternehmen müssen in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren“, sagt Christiane Schulz. 64 % der Befragten sehen Unternehmen in der Pflicht, Mitarbeiter mit dem Blick auf Automatisierung und Innovation weiterzubilden. 75 % der deutschen Arbeitnehmer geben an, dass sich besonders CEOs dafür einsetzen sollten.

    Über das Edelman Trust Barometer
    Das Edelman Trust Barometer ist eine jährliche Studie zu Vertrauen in Regierungen, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Wirtschaft und Medien, die in diesem Jahr zum 20. Mal durchgeführt wurde. Die Umfrage wurde von der Marktforschungsfirma Edelman Intelligence entwickelt, die Datenerhebung erfolgte mithilfe von 30-minütigen Online-Interviews. Der Erhebungszeitraum lag zwischen dem 19. Oktober und 18. November 2019. Für das Edelman Trust Barometer 2020 wurden in 28 Märkten über 34.000 Menschen befragt, darunter 6.200 aus der informierten Öffentlichkeit (Menschen im Alter von 25 bis 64 Jahren mit einem Hochschulabschluss, einem überdurchschnittlichen Haushaltseinkommen innerhalb der Top 25 % sowie mit intensivem Medien- und Informationskonsum). Weitere Informationen unter www.edelman.de/research/2020-edelman-trust-barometer

    Über Edelman
    Edelman ist eine globale Kommunikationsagentur, die Unternehmen und Organisationen dabei unterstützt, ihre Marken und deren Reputation zu entwickeln, zu fördern und zu schützen. In Deutschland liefern rund 300 Experten mit Büros in Berlin, Hamburg, Köln und Frankfurt am Main Kommunikationsstrategien, die es unseren Kunden ermöglichen, zu führen, mit Überzeugung zu handeln und das nachhaltige Vertrauen ihrer Zielgruppen und Stakeholder zu gewinnen. Weitere Informationen unter www.edelman.de

    Pressekontakt
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  • Edelman Trust Barometer 2020 | Vertrauen in Schieflage

    Edelman Trust Barometer 2020 | Vertrauen in Schieflage

    Global Check: Vertrauen in Schieflage – Trotz leichter Erholung schauen die Deutschen pessimistisch in die Zukunft

    • Negative Zukunftsaussichten: Mehrheit der Menschen stellt kapitalistisches System in Frage
    • Vertrauenskluft weltweit auf Hochstand: Großer Unterschied zwischen informierter und breiter Öffentlichkeit
    • Trotzdem leicht positiver Gesamt-Trend: Das Vertrauen in die Institutionen steigt in Deutschland (+ zwei Indexpunkte) und weltweit (+ ein Indexpunkt)

    Frankfurt, 21. Januar 2020 – Das Vertrauen der Bevölkerung in die gesellschaftlichen Institutionen befindet sich aktuell in Schieflage: Zwar wächst das Vertrauen sowohl global als auch in Deutschland leicht, doch die Menschen schauen eher pessimistisch in die Zukunft. Hinzu kommt, dass die Kluft zwischen dem Vertrauen der informierten und jenem der breiten Öffentlichkeit stark auseinandergeht. Der Unterschied in Deutschland liegt im Jahr 2020 bei 20 Indexpunkten. Das zeigen die aktuellen Daten des 20. Edelman Trust Barometers. Darin hat Edelman über 34.000 Menschen in 28 Märkten zu ihrem Vertrauen befragt.

    Insgesamt vertrauen die Deutschen den Institutionen noch immer nicht („Distrust-Bereich“ bei Trust-Score unter 49 Prozent) und belegen im globalen Vertrauensranking nur Platz 19 von 28 Märkten. In Deutschland klettert das Vertrauen von 44 Indexpunkten im vergangenen Jahr auf 46 Indexpunkte 2020. Die vertrauenswürdigste Institution sind hierzulande die Medien (49 %, +5 %pkt.) vor Wirtschaft (48 %, +1 %pkt.), Regierung (45 %, +5 %pkt.) und NGOs (43 %, -1 %pkt.). Global liegt das Vertrauen in die vier Institutionen Regierung, Wirtschaft, Medien und NGOs bei 54 Indexpunkten und konnte damit 2020 um einen Indexpunkt zulegen.

    „Es ist zwar erfreulich, dass sich das Vertrauen der Gesamtbevölkerung in Deutschland leicht erholt hat. Im internationalen Vergleich sind 46 Indexpunkte dennoch kein guter Wert. Der Druck auf die Institutionen nimmt zu – vor allem, wenn man sich die Einstellung der Deutschen gegenüber der Zukunft anschaut. Unternehmen müssen das klare Signal als Motivation verstehen, weiter am Vertrauen zu arbeiten“, sagt Christiane Schulz, CEO von Edelman Deutschland.

    Menschen zweifeln am System

    Denn: Nur 23 % der Deutschen blicken optimistisch in ihre ökonomische Zukunft. Deutschland ist damit das drittpessimistischste Land nach Japan (15 %) und Frankreich (19 %). Und: Die Menschen zweifeln am System. Nur 12 % der deutschen Befragten (global 18 %) geben an, dass das aktuelle System für sie arbeitet, 55 % (global 56 %) finden, dass der Kapitalismus in seiner heutigen Form mehr schadet als hilft.

    „Die Menschen sind bei der Klimakrise, im technologischen Wandel und in politisch unruhigen Phasen weiter auf der Suche nach Antworten. Zuletzt verlangten sie dafür besonders den Einsatz der Unternehmen. Weil die Wirtschaft jedoch bislang keine ausreichenden Antworten gibt, stellen immer mehr Menschen das kapitalistische System selbst in Frage“, sagt Christiane Schulz.

    Große Kluft zwischen informierter und breiter Öffentlichkeit

    Das Trust Barometer 2020 zeigt zudem: Die Vertrauenskluft zwischen der informierten und der breiten Öffentlichkeit ist enorm – noch nie war in so vielen Märkten der Unterschied größer. Während das Vertrauen der informierten Öffentlichkeit global bei 65 Punkten liegt, ist das Vertrauen der breiten Öffentlichkeit 14 Punkte niedriger (51 Punkte). In Deutschland zeigt sich sogar ein massiver Unterschied von 20 Punkten (informierte Öffentlichkeit 64 Punkte vs. breite Öffentlichkeit 44 Punkte; siehe Grafik im Anhang).

    Institutionen müssen stärker zusammenarbeiten

    Fakt ist: Eine einzelne Institution kann das Vertrauensruder nicht herumreißen. Vielmehr ist Zusammenarbeit gefordert. Die Ergebnisse machen deutlich, dass Unternehmen den Wandel nicht allein anführen können. Vielmehr sollten sie eine stärkere Rolle einnehmen und Katalysator für Veränderung sein. „Bewegungen wie das Greta-Phänomen, die sich mit ihren gesellschaftlichen Forderungen ganz klar auch an Unternehmen richten, wird es künftig häufiger geben. Aus meiner Sicht müssen Unternehmen immer mehr in der Lage sein, solche Anliegen und Bewegungen zu erkennen und sie in ihre Unternehmens- und Kommunikationsstrategien einbeziehen. Nur so können sie angemessen agieren“, sagt Christiane Schulz.

    Über das Edelman Trust Barometer
    Das Edelman Trust Barometer ist eine jährliche Studie zu Vertrauen in Regierungen, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Wirtschaft und Medien, die in diesem Jahr zum 20. Mal durchgeführt wurde. Die Umfrage wurde von der Marktforschungsfirma Edelman Intelligence entwickelt, die Datenerhebung erfolgte mithilfe von 30-minütigen Online-Interviews. Der Erhebungszeitraum lag zwischen dem 19. Oktober und 18. November 2019. Für das Edelman Trust Barometer 2020 wurden in 28 Märkten über 34.000 Menschen befragt, darunter 6.200 aus der informierten Öffentlichkeit (Menschen im Alter von 25 bis 64 Jahren mit einem Hochschulabschluss, einem überdurchschnittlichen Haushaltseinkommen innerhalb der Top 25 % sowie mit intensivem Medien- und Informationskonsum). Weitere Informationen unter https://www.edelman.de/research/2020-edelman-trust-barometer.

    Über Edelman Deutschland
    Edelman ist eine globale Kommunikationsagentur, die Unternehmen und Organisationen dabei unterstützt, ihre Marken und deren Reputation zu entwickeln, zu fördern und zu schützen. In Deutschland liefern rund 300 Experten mit Büros in Berlin, Hamburg, Köln und Frankfurt am Main Kommunikationsstrategien, die es unseren Kunden ermöglichen, zu führen, mit Überzeugung zu handeln und das nachhaltige Vertrauen ihrer Zielgruppen und Stakeholder zu gewinnen. Weitere Informationen unter www.edelman.de

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