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  • European Communication Monitor 2022

    European Communication Monitor 2022

    Vielfalt und Inklusion sind nicht überall in der Kommunikationsbranche gefragt, aber empathische Führung ist auf dem Vormarsch

    Der European Communication Monitor 2022 hat Kommunikatorinnen und Kommunikatoren in 43 Ländern befragt und zeigt:

    • Vielfalt, Gleichstellung und Inklusion prägen öffentliche Debatten weltweit – aber nur jeder zweite Kommunikationsprofi in Europa verfolgt die globalen Trends und Diskussionen in diesem Bereich
    • Ein empathischer Führungsstil von Führungskräften in Kommunikationsabteilungen und Agenturen hat einen signifikant positiven Einfluss auf Engagement, Einsatzbereitschaft und psychische Gesundheit der Teams
    • Nur sehr wenige Kommunikationsabteilungen sind fortgeschrittene Nutzer von CommTech zur Digitalisierung interner Arbeitsabläufe und Kommunikationsaktivitäten – das größte Hindernis für eine schnelle Transformation sind organisationsspezifische Strukturen und Prozesse
    • Qualität in der Kommunikationsberatung ist aus verschiedenen Gründen schwer erreichbar; entsprechende Standards für Berater:innen, Kunden oder beides werden von drei von vier Befragten befürwortet
    • Die Studie identifiziert signifikante Unterschiede zwischen den Ländern sowie zwischen Unternehmen und Non-Profit-Organisationen in Europa

    Die Studie untersucht, ob und wie sich zwei viel diskutierte Entwicklungen in Gesellschaft und Organisationen auf die Kommunikationsbranche auswirken: Vielfalt, Gleichstellung und Inklusion sowie der Trend zu einem empathischen Führungsstil. Darüber hinaus werden die Digitalisierung von Kommunikationsabteilungen und -agenturen (CommTech) und Beratungsqualität in der Kommunikation beleuchtet. Die Gehaltsentwicklung in der Branche, strategische Themen sowie die Merkmale exzellenter Kommunikationsabteilungen werden mit einer detaillierten Analyse für 22 Länder analysiert. Eine strenge Auswahl der Studienteilnehmer, ein Forschungsdesign auf Grundlage etablierter Theorien sowie statistische Analysen nach wissenschaftlichen Standards sind die Kernmerkmale dieser Studie, die von einem Team renommierter Kommunikationsprofessorinnen und -professoren von Universitäten aus ganz Europa durchgeführt und unterstützt wurde.

    Professor Ansgar Zerfaß, Leiter der Studie und Inhaber des Lehrstuhls für Strategische Kommunikation an der Universität Leipzig, erklärt: „Europa steht an einem Wendepunkt. Vieles, was gestern noch als selbstverständlich galt, wird heute radikal in Frage gestellt: Die friedliche Koexistenz von Nationen und Menschen in unserer Region, die Rolle von Politik und Medien als integrative Kräfte in der Gesellschaft und die Fähigkeit von Volkswirtschaften, Innovation und nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Dies wirkt sich grundlegend auf unseren Bereich – das Management und die Durchführung professioneller Kommunikation für Organisationen – aus. Einige Trends sind sehr spezifisch, aber andere lassen sich in ganz Europa beobachten, wie diese Ausgabe des European Communication Monitor zeigt.“

    Diversität, Gleichstellung und Inklusion als Herausforderung für die Profession

    Die 16. Ausgabe des European Communication Monitor untersucht, ob und wie sich die öffentliche Debatte über Diversität, Gleichstellung und Inklusion in der täglichen Praxis des Kommunikationsmanagements in Europa niederschlägt. Die Ergebnisse zeigen, dass nur gerade einmal die Hälfte aller Kommunikatorinnen und Kommunikatoren die globalen Trends und Diskussionen verfolgt hat (50,7 %). Etwa die gleiche Anzahl der Befragten 2 bestätigt, dass das Thema in ihrem Land stark diskutiert wird (49,5 %). Deutschland und die Schweiz liegen bei der Intensität der öffentlichen Diskussion vergleichsweise weit vorne, das gilt aber nicht für das Berufsfeld selbst.

    Jede zweite Organisation berücksichtigt bei der Planung und Durchführung von Kommunikationsinitiativen das Alter, die ethnische Zugehörigkeit und das Geschlecht der Zielgruppen, während der soziokulturelle Status, Behinderungen, Weltanschauungen und politische oder spirituelle Überzeugungen weniger häufig beachtet werden. Die meisten Praktiker bestätigen, dass sich Diversität positiv auf das Vertrauen externer und interner Bezugsgruppen auswirken kann. Sie berücksichtigen deshalb Diversität bei der Erstellung von Inhalten für andere. Aber nur ein Drittel glaubt an einen Wandel in der Zusammensetzung der eigenen Kommunikationsteams in naher Zukunft.

    Empathische Führung in Kommunikationsteams

    In Krisenzeiten wie der COVID-19-Pandemie wurde beobachtet, dass viele Führungskräfte von Organisationen mit mehr Empathie kommunizieren. Die Studie untersucht dieses Phänomen sowie die Auswirkungen empathischer Führung auf die psychische Gesundheit, das Engagement und das Wohlbefinden im Kommunikationsbereich. Die Ergebnisse zeigen, dass drei von vier Befragte (73,3 %) ein empathisches Agieren von Führungskräften in der Kommunikation erlebt haben, wobei die Mehrheit (56,7 %) angab, dass dies im letzten Jahr zugenommen hat.

    Die Ergebnisse belegen auch, dass sich die Kommunikatoren auf allen Ebenen stark für ihre Organisationen engagieren. Ebenso sind die Befragten im Allgemeinen sehr motiviert bei ihrer Arbeit. Nur ein Prozent der Befragten sind akut von Burnout bedroht. Die vielleicht wichtigste Erkenntnis ist, dass Fachleute, die für eine empathische Führungskraft in einer Kommunikationsabteilung oder -agentur arbeiten, deutlich engagierter und motivierter sind, eine bessere psychische Gesundheit aufweisen und weniger häufig den Job wechseln wollen. Dies ist ein starkes Argument für die Entwicklung von empathischen Führungskompetenzen und Teamkulturen.

    „Die Ergebnisse des diesjährigen European Communication Monitor verdeutlichen, dass sich Authentizität und Glaubwürdigkeit in der Kommunikation und im Handeln von Unternehmen zu absolut geschäftskritischen Erfolgsfaktoren entwickelt haben“, so Manuela Schreckenbach, Senior Director Insights bei Cision. „Sie spielen eine noch bedeutendere Rolle als bisher bei der Darstellung eigener Initiativen rund um Vielfalt, Gleichstellung und Inklusion und sie sind wichtige Faktoren in Bezug auf empathische Führungsstile.“

    Empathische Führung macht den Unterschied: Deutlich mehr Einsatz, Commitment und bessere mentale Gesundheit, wenn man für empathische Führungskraft arbeitet

    Externe Beratung in der Kommunikation: Komplexität, Qualität und Trends

    Die Mehrheit der Kommunikationsfachleute in Europa ist der Ansicht, dass der Bedarf an externer Beratung zur Stakeholder-Kommunikation sowie zu Strukturen und Prozessen in der Kommunikation in Organisationen zunimmt. Gleichzeitig nehmen jedoch 63,9 % der Befragten wahr, dass die Beratungsbranche immer vielfältiger und komplexer wird, und 60,1 % geben an, dass es immer schwieriger wird, die Qualität von externer Beratung sicherzustellen.

    Als wichtigste Dimension zur Sicherung der Qualität von Beratungsprozessen nannten die Befragten das eingesetzte Personal und das Know-how von Kunden und Beratern (89,9 % wichtig oder sehr wichtig), gefolgt von der Projektkoordination zwischen beiden Seiten (87,7 %).

    Eine deutliche Mehrheit der Kommunikationsprofis in Europa unterstützt die Idee von Qualitätsstandards für die Kommunikationsberatung: 67,8 % stimmen der Aussage zu, dass der Berufsstand übergreifende Standards für Berater braucht, um die Qualität der Kommunikationsberatung zu bewerten und zu sichern, und 60,7% sind der Meinung, dass ebensolche Standards für Kunden benötigt werden.

    „Kommunikation hat sich als strategischer Erfolgsfaktor in Unternehmen etabliert“, sagt Alexandra Groß, Vorstandsvorsitzende bei Fink & Fuchs, dem Digitalpartner der Studie. „Zunehmende Komplexität beim Aufbau und der Umsetzung zielgerichteter Stakeholder Relations erhöht die Anforderungen an Kommunikation und den externen Beratungsbedarf. Dies erfordert auf beiden Seiten in Verständnis von Qualität der Kommunikationsberatung. Von einheitlichen Standards können Unternehmen und externe Beratung gleichermaßen profitieren. Ich bin überzeugt, dass die Qualität dadurch insgesamt kontinuierlich gesteigert wird.“

    Die meisten Kommunikatorinnen und Kommunikatoren wünschen sich Qualitätsstandards, sowohl für Berater:innen als auch für Kundinnen und Kunden; nur ein Viertel ist der Meinung, dass keine Standards notwendig sind

    CommTech und die digitale Transformation der Unternehmenskommunikation

    Ein überraschendes Ergebnis dieser Studie ist, dass nur ein Drittel (35,5 %) der Kommunikationsfachleute in ganz Europa die Debatte über die Nutzung von Software und Diensten zur Digitalisierung ihrer Funktion (CommTech) aufmerksam verfolgt hat. Nur eine kleine Mehrheit (bis zu 55,2 %) glaubt, dass diese Technologien den Kommunikationsberuf, die Kommunikationsabteilungen oder -agenturen, für die sie arbeiten, und die Art und Weise, wie sie persönlich arbeiten, verändern werden. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern, ohne dass eine klare regionale Tendenz erkennbar wäre. Bei der Bewertung der Risiken ist ein Drittel aller Befragten der Meinung, dass CommTech Nachteile für die Kommunikation mit den Stakeholdern, die Beratung des Top-Managements bzw. anderer interner Klienten oder für die eigenen Arbeitsabläufe mit sich bringt.

    Die Zurückhaltung auf der individuellen Ebene korrespondiert mit einem moderaten Digitalisierungsgrad auf der Mesoebene von Kommunikationsabteilungen und -agenturen. Nur sehr wenige (6,2 %) dieser Einheiten haben alle ihre Kernaktivitäten digitalisiert und berichten über eine sehr fortgeschrittene Nutzung von CommTech. Abgesehen von diesen Innovatoren hinken viele in der Praxis hinterher und werden von den Befragten als Außenseiter, Nachzügler oder Spätzünder eingestuft. Die größten Herausforderungen bei der Einführung von CommTech sind nicht technologische Fragen (z. B. die Leistungsfähigkeit der Software) oder menschliche Aspekte (z. B. fehlende digitale Kompetenzen der Kommunikatoren), sondern Faktoren, die auf Defizite innerhalb der jeweiligen Organisationen hinweisen. Oft sind die Kommunikationsaufgaben und -prozesse nicht auf die Digitalisierung vorbereitet (38,5 %). Als häufigste Hindernisse werden unflexible Strukturen und Kulturen, mangelnde Unterstützung durch IT-Abteilungen und ähnliche strukturelle Barrieren genannt (44,7 %).

    Der vollständige Ergebnisbericht steht kostenlos zur Verfügung auf communicationmonitor.eu >>



    Über den European Communication Monitor (ECM)

    Der European Communication Monitor (ECM) wird jährlich von der EUPRERA, dem europaweiten Verband der Kommunikations- und PR-Wissenschaftler (European Public Relations Education and Research Association) sowie dem EACD als internationalem Verband der Kommunikationsdirektoren (European Association of Communication Directors) durchgeführt. Unterstützt wird das akademische Forscherteam dabei von Cision, einem globalen Dienstleister für strategische Medienbeobachtung und Kommunikationsanalysen, sowie der Kommunikationsagentur Fink & Fuchs. Parallele Studien in Nordamerika, Lateinamerika und im Asiatisch-Pazifischen Raum machen die Studie zur weltweit größten, akademisch fundierten Studienreihe im Berufsfeld, die insgesamt mehr als 80 Länder erfasst.


    Veröffentlicht am 07.07.2022

  • Arbeitgeber-Report 2022: Das bieten GPRA-Agenturen ihren Mitarbeitenden

    Arbeitgeber-Report 2022: Das bieten GPRA-Agenturen ihren Mitarbeitenden

    Berlin, 14.07.2022 ­– Alle zwei Jahre veröffentlicht die GPRA einen Arbeitgeber-Report, in dem die Verbandsmitglieder aktuelle Angaben zu den Weiterentwicklungen der Arbeitsbedingungen in ihren Agenturen machen. In diesem Jahr wird bereits die dritte Auflage veröffentlicht und wieder konnten die GPRA-Agenturen ihre Leistungen in allen Bereichen gegenüber den vorherigen Berichtsjahren 2018 und 2020 verbessern. Befragt wurden hochrangige Vertreter:innen der Mitgliedagenturen zu den Themen Vergütung, Zusatzleistungen, Arbeitszeitregelungen, Arbeitsmodelle und Karrieremöglichkeiten.

    Den vollständigen Report mit detaillierten Informationen und Grafiken können Sie hier abrufen:

  • GPRA Young Professionals Umfrage: Agentur-Nachwuchs zieht positive Bilanz nach über einem Jahr Homeoffice

    GPRA Young Professionals Umfrage: Agentur-Nachwuchs zieht positive Bilanz nach über einem Jahr Homeoffice

    Berlin, 31.05.2021 – Homeoffice, digitale Meetings und IT-Infrastruktur: Die Pandemie hat das Arbeiten in Agenturen verändert. Eine aktuelle Umfrage unter dem Nachwuchs der GPRA-Mitgliedsagenturen im Auftrag der GPRA Young Professionals ergibt: Rund zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) kommen mit dem New Normal gut zurecht.

    Insgesamt haben 192 Young Professionals mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung aus 36 Agenturen an der ersten Umfrage der GPRA Young Professionals teilgenommen. Knapp zwei Drittel der Teilnehmer:innen geben an (sehr) zufrieden mit den durch COVID-19 bedingten Veränderungen ihrer Arbeitswelt zu sein (sehr zufrieden 9 Prozent, zufrieden 56 Prozent). Lediglich acht Prozent der Befragten sind damit unzufrieden. Die Auswirkungen des „New Normal“ auf die persönliche Arbeitsweise bewertet der Branchennachwuchs differenzierter: So wurde in einer offenen Frage sowohl Positives, wie etwa die gewonnene Zeit durch das Wegfallen des Arbeitsweges, als auch Negatives, wie zu wenig direkter Kontakt mit den Kolleg:innen, genannt.

    Agenturen kommen mit dem New Normal gut zurecht

    In vielen Agenturen war die Möglichkeit zum Homeoffice bereits ein fester Bestandteil in der Organisation, wie der jüngste „Agenturen als Arbeitgeber“-Report 2020 der GPRA widerspiegelt. „Die GPRA-Agenturen hatten in der pandemiebedingten Ausnahmesituation somit einen echten Vorteil, denn sie haben schon lange damit begonnen, flexible Arbeitsbedingungen zu schaffen, um sich an die unterschiedlichen Lebensphasen ihrer Mitarbeiter:innen anzupassen“, so Jelena Mirkovic, Mitglied im Präsidium der GPRA.

    Als dann durch die neu eingetretene Situation der Arbeitsschwerpunkt komplett und dauerhaft ins Homeoffice verlegt werden musste, haben Agenturen mit ihren Mitarbeiter:innen kreative Wege gefunden, mit dieser Situation umzugehen – das zeigt sich auch in der aktuellen Umfrage. So geben die befragten Young Professionals an, dass beispielsweise regelmäßige Teamcalls, gemeinsame digitale Mittagspausen und Coffee-Breaks geholfen haben, ihren Arbeitsalltag im Homeoffice zu gestalten. Für den fehlenden persönlichen Austausch im Team halfen neben gezielten, unter strenger Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln umgesetzten Rückkehrregelungen in die Büros, auch virtuelle After-Work-Events wie Spieleabende, Cocktail Nights oder Mystery Calls mit Agenturkolleg:innen.

    Auch Fortbildungen blieben trotz Ausnahmesituation 2020 in fast allen Agenturen ein Bestandteil des Agenturlebens: Fast drei Viertel der befragten Young Professionals (73 Prozent) haben an ihrer Fortbildung arbeiten können, z.B. mittels interner Trainings/Workshops (54 Prozent), virtueller Konferenzen (27 Prozent) oder externer Trainings/Workshops (22 Prozent).

    Die Mischung machts: Homeoffice und Präsenz miteinander verzahnt

    Auch wenn zukünftig Homeoffice ein integraler Bestandteil des Agenturlebens bleiben wird, – wie sich auch fast alle der befragten Young Professionals (97 Prozent) wünschen –, so ist ein Leben ausschließlich im Homeoffice für nahezu keinen denkbar. Die Studie hat neben den verschiedenen strukturellen Herausforderungen der vergangenen Monate auch gezeigt, dass 79 Prozent der Young Professionals der Face-to-Face-Austausch mit dem Team (sehr) stark gefehlt hat.

    Befragte liefern Insights für das „New Normal“

    Malin Daniel, Sprecherin der GPRA Young Professionals fasst zusammen: „Das vergangene Jahr hat von uns allen viel abverlangt. Der Umstieg ins Dauer-Homeoffice und die damit verbundenen Fragestellungen haben die Agenturen zwar alle gut gelöst. Aber mit ungeeigneten Arbeitsräumlichkeiten zuhause, sozialer Isolation und fehlenden Infrastrukturen sind hingegen neue Herausforderungen aufgetaucht, an deren Lösung wir gerne mitarbeiten.“ *

    Und das tun die GPRA Agenturen bereits: Sie tauschen sich intensiv auf verschiedenen Ebenen aus, wie das „New Normal“ der Arbeitswelt agenturindividuell ausgestaltet sein wird. Der erste Austausch der GPRA Young Professionals mit dem Kreis der Human Resources-Verantwortlichen in den Agenturen zu den zahlreichen Insights aus der Umfrage hat bereits stattgefunden.

    Weitere Details zur Umfrage können über die Geschäftsstelle (info@gpra.de) abgerufen werden.


    Informationen zur Umfrage

    Die verwendeten Daten beruhen auf einer qualitativen Online-Befragung der GPRA e.V., an der 192 Personen aus den 36 Mitgliedsagenturen der GPRA e.V. in Deutschland mit bis zu fünf Jahren Berufserfahrung zwischen dem 25.01.2021 und 11.02.2021 teilnahmen.
    *Umfrage-Ergebnis zu den neuen Herausforderungen im Homeoffice (siehe auch Grafik): eigene Räumlichkeiten (52 %), soziale Isolation (44 %), fehlende Infrastruktur wie Internet, Drucker (35 %)

    Über die GPRA e. V. und die GPRA Young Professionals

    Die GPRA e.V. ist seit 1974 der Verband der führenden Kommunikations- und PR-Agenturen Deutschlands und hat ihren Sitz in Berlin. Mit strengen Aufnahmekriterien und hohen Anforderungen an ihre Mitglieder setzt sie Standards in der PR-Branche und fördert den Austausch zwischen den Mitgliedern und Meinungsbildnern. Die GPRA repräsentiert 37 Agenturen mit circa 2.800 Mitarbeitern und einem Marktanteil von fast 50 Prozent. Im Rahmen der im Februar 2020 gegründeten Nachwuchsinitiative der GPRA Young Professionals engagiert sich der Branchennachwuchs führender deutscher PR- und Kommunikationsagenturen mit dem Ziel, durch eigene Themen die Weiterentwicklung des Kommunikationsmarktes voranzutreiben. Gleichzeitig bietet die Initiative eine Plattform zur aktiven Vernetzung des Nachwuchses innerhalb des Verbandes. Mehr unter www.gpra.de/gpra-young-professionals/


    Die neuesten Beiträge der GPRA Young Professionals:

    • Weniger German Angst in Zeiten der Corona-Krise

      Weniger German Angst in Zeiten der Corona-Krise

      Globale Umfrage von FleishmanHillard zeigt: Deutsche gehen im internationalen Vergleich optimistischer mit der Krise um. Große Mehrheit sieht kein ‚Weiter so’ wie zuvor.

      Frankfurt, 21. April 2020 – Die globale COVID-19-Pandemie beeinflusst die Wahrnehmung und die Einstellung von Verbrauchern gegenüber Gesellschaft, Unternehmen und Politik nachhaltig über Landes- und Altersgrenzen hinweg. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die das Marktforschungs-Team von FleishmanHillard, „TRUE Global Intelligence“, in sechs Ländern durchgeführt hat. Hierfür wurden mehr als 6.500 Verbraucher unterschiedlicher Altersgruppen in Deutschland, Italien, Großbritannien, China, Südkorea und in den Vereinigten Staaten befragt. Dabei zeigt sich: Im internationalen Vergleich blicken die Deutschen insgesamt optimistischer auf die Veränderungen, die die Krise mit sich bringt.

      Den Umfrageergebnissen zufolge geben drei Viertel aller Befragten an, dass die Pandemie ihre Sicht auf die Welt und ihre Heimatländer verändert hat. Dies spiegelt sich auch in den Ergebnissen für Deutschland wider: 66 Prozent der Befragten haben durch die Reaktion ihres Landes auf COVID-19 nun einen anderen Blick auf die Wirtschaft. Das Gleiche sagen 55 Prozent in Bezug auf das politische System.

      Kein ,Weiter so’ wie zuvor
      Die Umfrage zeigt deutlich, dass es eine Rückkehr zur Routine der Vor-Corona Zeit für die meisten wohl nicht geben wird. So geben 82 Prozent der Befragten in Deutschland an, ihr eigenes Verhalten nach der Krise nachhaltig verändern zu wollen. International liegt diese Zahl sogar bei 90 Prozent. Besonders hohe Veränderungsbereitschaft zeigen die Deutschen beim Umgang mit ihrer Gesundheit (62 Prozent), gefolgt von ihrem Kaufverhalten (45 Prozent) und der Art und Weise, wie sie finanziell schwerwiegende Entscheidungen treffen (40 Prozent).

      Bedürfnis nach positiven Narrativen
      Auch der Blick auf die Medien scheint davon nicht ausgenommen. So kritisieren 58 Prozent der Befragten die Medien für das Schüren unnötiger Ängste (international: 56 Prozent). Der Wunsch nach positiven Narrativen und mehr „business as usual“ ist in Deutschland im Vergleich ausgeprägter: Knapp die Hälfte der Befragten (48 Prozent) gibt an, dass sie gerne gute Nachrichten über den Umgang mit der Krise und miteinander hören möchten (international: 46 Prozent). 38 Prozent erwarten die gleiche Berichterstattung, die sie aus Nicht-Krisenzeiten kennen (international: 27 Prozent).

      „Die Pandemie scheint die Einstellungen von Verbrauchern fundamental zu verändern. Aus heutiger Sicht ist eine einfache Rückkehr zu vorherigen Verhältnissen und Verhaltensmustern, ein einfaches ‚Weiter so!‘, für die Mehrheit nicht denkbar”, sagt Hanning Kempe, Geschäftsführer von FleishmanHillard in Deutschland. „Darin liegt eine riesige Chance im Umgang mit anderen epochalen Herausforderungen. Diese Krise hat die Bereitschaft für fundamentale Veränderungen gestärkt. Es ist jetzt die Aufgabe von Politik, Medien und Unternehmen, das Vertrauen zu nutzen und konkrete Perspektiven für die Nach-Corona Zeit aufzuzeigen“, so Kempe weiter.

      Deutsche bei finanziellen Entscheidungen weniger zögerlich
      Auch bei den Finanzen zeigen sich die Deutschen entspannter. International geben 40 Prozent der Befragten an, umsichtiger mit finanziellen Entscheidungen zu sein. In Deutschland hingegen beabsichtigt nur ein Viertel der Befragten (25 Prozent), mehr Geld als sonst zu sparen. 29 Prozent wollen Anschaffungen und finanzielle Investitionen vorerst verschieben. Der Anteil der Befragten, die sich bislang kaum oder keine finanziellen Sorgen machen, überwiegt im internationalen Vergleich nur in Deutschland. Hier sorgt sich nur knapp ein Drittel der Verbraucher (33 Prozent) um die finanziellen Auswirkungen, die die Krise auf sie haben könnte.

      Verbraucher sehen Unternehmen in der Pflicht
      Der Umgang von Arbeitgebern mit der Krise steht aktuell unter genauer Beobachtung seitens der Verbraucher und kann weitreichende Auswirkungen auf die Reputation von Unternehmen haben. So versteht zwar der überwiegende Teil der deutschen Befragten (75 Prozent), dass Entlassungen und Beurlaubungen unausweichlich sind und setzt deshalb auf Unterstützungen durch die Regierung. Insgesamt erwarten aber 45 Prozent der Befragten in Deutschland, dass Unternehmen alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Stellenabbau zu verhindern. International stimmen dem nur 35 Prozent, in Italien sogar nur 22 Prozent zu.

      Höhere Sensibilität bei Marketing und Werbung gefordert
      Einen kritischen Blick werfen die Befragten auch auf den Umgang mit Marketing und Werbung. So erwartet fast die Hälfte der deutschen Befragten (49 Prozent) von Unternehmen, Marketing und Werbung für nicht-essenzielle Produkte und Services während der Pandemie zu unterlassen (international: 58 Prozent). International erachten darüber hinaus 35 Prozent der Befragten Spenden von Unternehmen für wohltätige Zwecke als besonders wichtig. In Deutschland schließen sich dieser Meinung nur 25 Prozent an. Ähnlich verhält es sich mit einem erleichterten Zugang zu Produkten und Services für schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen: Fast die Hälfte aller Befragten befürwortet dies, unter den Deutschen sind es nur 38 Prozent.

      Krise hierzulande bisher weniger bedrohlich wahrgenommen als in anderen Ländern
      Den Umfrageergebnissen zufolge nehmen viele deutsche Verbraucher die aktuelle Situation als weniger bedrohlich wahr als in anderen Ländern: Nur für 26 Prozent der Befragten in Deutschland erscheint die Welt nun als bedrohlicherer Ort (international: 41 Prozent). „Die Kombination aus transparenten politischen Entscheidungen, sozialstaatlichen Maßnahmen, und einem nach wie vor funktionsfähigen Gesundheitssystem scheint den Deutschen ein deutlich höheres Maß an Sicherheit in der Krise zu geben als anderswo. Der bisherige Umgang der deutschen Gesellschaft mit der Krise scheint zu bestätigen, dass der alte Stereotyp der German Angst passé ist“, so Kempes Resümee aus den Umfrageergebnissen.

      Die vollständige Umfrage mit allen internationalen Ergebnissen sowie den länderspezifischen Erkenntnissen für Deutschland erhalten Sie gerne auf Anfrage. Infografiken mit den Zahlen für Deutschland und weitere Länder können Sie HIER herunterladen.

      Pressekontakt
      Hanning Kempe, General Managing Director, Hanning.Kempe@fleishman.com, +49-173-7335831

      Über FleishmanHillard
      FleishmanHillard ist in Deutschland mit 100 Mitarbeitern in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und München vertreten. Die Kommunikationsberatung betreut Kunden in den Bereichen Corporate & Public Affairs, Corporate Communications, Brand Marketing, Digital & Social, Technology und Healthcare. FleishmanHillard Germany ist Teil des globalen FleishmanHillard Netzwerks. 1946 von Al Fleishman und Bob Hillard in St. Louis, Missouri gegründet, gehört FleishmanHillard mit mehr als 80 Büros in 30 Ländern zu den weltweit führenden Kommunikationsagenturen.