Uni Leipzig, Hörsaal 8, Universitätsstr. 3, 04109 Leipzig
Desinformation, Deepfakes & Co: Herausforderungen und Potenziale digitaler Medien stehen im Mittelpunkt eines Symposiums am 9. April in Leipzig
Deutschland durchlebt turbulente Zeiten. Der gesellschaftliche Zusammenhalt ist belastet. Bei den anstehenden Wahlen drohen die politischen Ränder weiter zu erstarken. Welche Rolle spielen dabei digitale Medien und was kann die professionelle Kommunikation leisten? Ein gemeinsames Symposium der Kommunikationsverbände DPRG, BdKom und GPRA mit dem Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig präsentiert aktuelle Einsichten aus Forschung und Praxis zu dieser kritischen Frage. Was ist die Wirkung von Desinformation? Wie verbreitet sind Verschwörungsmythen wirklich? Und welche Rolle spielen KI-generierte Deepfakes?
Hochkarätige Referent:innen aus Wissenschaft, Journalismus und Kommunikation diskutieren die Herausforderungen durch digitale Medien für unsere Demokratie – aber auch Potenziale, Chancen sowie Verantwortung und Handlungsoptionen professioneller Kommunikator*innen.
Die Young Professionals, eine 2020 gegründete Nachwuchsinitiative der GPRA e.V. mit Malin Christ(Fink & Fuchs AG) und Benita Daube(Edelman) an der Spitze. Das letzte Jahrestreffen unserer Gruppe hatte neben erkenntnisreichen Diskursen auch viele neue Gesichter und damit auch die Verabschiedung der „alten Hasen“ im Gepäck. Damit haben auch Malin und Benita ihr Amt niedergelegt, aber nicht ohne Tschüss zu sagen und die gemeinsame Zeit Revue passieren zu lassen.
2 Jahre Verbandsarbeit: Gab es einen Aha-Moment für Euch?
Malin Christ, ehemalige Sprecherin der GPRA Young Professionals
Malin: „Aller Anfang ist schwer, sagt man ja. Und auch die Verbandsarbeit hatte ihre eigenen kleinen und großen Hürden. Zu verstehen, was unser Verband leisten kann und wie wir spannende Themen in den Fokus rücken können, die uns wichtig sind, war für mich ein Eye-Opener. Nach zwei Jahren haben wir verschiedene Themenfelder aufgemacht, die Nachwuchstalente interessieren, Projekte unterstützt, die uns wichtig waren, Leitfäden und Infoveranstaltungen kreiert, um Wissen weiterzugeben und spannende Projekte über die Landesgrenzen hinweg angestoßen. Daher stay tuned – da kommen noch tolle Projekte.“
Benita: „Ich kann keinen wirklichen Aha-Moment benennen. Es waren eher die kleinen Augenblicke nach dem Abschluss einer Neuland-Session, bei Veröffentlichung einer Podcast-Folge oder die zahlreichen, intensiven und witzigen Telefonate mit Malin, die mich zum Nachdenken angeregt haben. Die Reflexion, ob das, was wir gerade umsetzen, cool ist und ob das die Diskussion innerhalb der Branche weiter voranbringt, findet sowieso permanent statt. Und ich finde, dass wir als Gruppe hier viele gute Beispiele geliefert haben, denkt man nur an unsere Arbeit zu Themen wie Gendern, Nachhaltigkeit oder Big Data in der Kommunikation.“
Was war Euer Highlight?
Benita Daube, ehemalige stellvertretende Sprecherin der GPRA Young Professionals
Malin: „Ein Highlight zu benennen, fällt mir ziemlich schwer, aber ich glaube festzustellen, dass unsere Arbeit von YPs im Markt gesehen wird, war etwas Besonderes. Es war großartig zu sehen, dass wir Events ins Leben rufen, Blogbeiträge verfassen und Podcast-Folgen aufnehmen, die Kommunikatoren, ob jung oder alt, einen Mehrwert bieten und wir damit einen wichtigen Beitrag leisten können. Mein persönliches Highlight war, festzustellen, wie gemeinschaftlich an Projekten gearbeitet wurde. Ob nun im YP-Team, gemeinsam mit der Geschäftsstelle, dem Präsidium, dem deutschen Rat für PR oder auch den Kommunikationsverbänden aus Österreich und der Schweiz.“
Benita: „Für mich war das definitiv, als die Gruppe langsam zum Selbstläufer wurde. Wir hatten zusammen mit allen Mitgliedern Strukturen und Abläufe etabliert, in denen wir arbeiten wollten. In der Zeit wurden wir auf einmal von Leuten proaktiv angesprochen, die von unseren Projekten gehört hatten oder über Empfehlungen auf die Gruppe kamen und gern Teil davon werden wollten. Es ist schön zu sehen, dass wir mit unseren Themen und Aktionen zum Mitmachen anregen.“
Werdet ihr etwas vermissen?
Malin: „Oh soooo vieles! Über die letzten Jahre hat sich nicht nur eine Gruppe gebildet, sondern es haben sich viele Freundschaften entwickelt. Mir wird der Austausch fehlen, die gemeinsamen Brainstorming-Runden und der Wissensaustausch im Team, aber auch der Austausch mit den Expertinnen und Experten aus dem Präsidium, der Geschäftsstelle und den spannenden Speakerinnen und Speakern. Mir wird es fehlen, gemeinsam mit tollen Menschen spannende Projekte zu entwickeln und kritisch auf verschiedene Entwicklungen zu blicken. Und vor allem wird mir der Off-the-record-Austausch fehlen: Die zahlreichen witzigen Gespräche mit Benita, Isabelle und Liesa, die Alumni-Runde, das virtuelle Glühweintrinken und die ganzen witzigen Gespräche mit großartigen Menschen! Aber zum Glück ist die Kommunikationswelt ja ein Dorf – wir werden uns nicht aus den Augen verlieren und weiterhin in Kontakt bleiben!“
Benita: „Bei mir sind es auch am allermeisten die Calls mit den ganzen Mitgliedern. Wir haben wahnsinnig viele tolle, smarte und talentierte Leute in der Gruppe, die wirklich was auf dem Kasten haben. Ich hoffe, dass sich der Kontakt auch über unsere Zeit in der Initiative hinaushält. Vermissen werde ich natürlich auch den positiven Spirit von Isabelle und Liesa von der Geschäftsstelle. Sie haben die Gruppe immer super zusammengehalten und uns Impulse gegeben, wann immer wir sie brauchten. Ich bin froh, dass ich dabei sein und mit ihnen zusammenarbeiten durfte.“
Vielen Dank an Malin und Benita für diese Einblicke und vor allem für das Engagement der letzten zwei Jahre. Wir werden euch vermissen!
Alicia Altvatter, Sprecherin der GPRA Young Professionals
Interviewerin:
Alicia Altvatter Sprecherin der GPRA Young Professionals Senior Managerin Weber Shandwick E-Mail: aaltvatter@webershandwick.com
Dieses Mal mit Claudia Thaler von consense communications
Claudia Thaler (rechts)
Dürfen wir vorstellen: Claudia Thaler (im Foto rechts) – Inhaberin und Geschäftsführerin von consense communications, einer PR Agentur in München und Mitgliedsagentur der GPRA. Claudia ist Expertin für interne, Change- und Krisenkommunikation und auch nach 25 Jahren noch begeisterte Kommunikationsberaterin. Was wir, vor allem als Young Professionals, von ihr lernen können, erfahrt ihr im Interview.
Warum bist Du Kommunikationsberaterin geworden?
Claudia Thaler: Als Schülerin haben mich viele Fächer interessiert und ich hatte große Schwierigkeiten, mich für eine Studienrichtung zu entscheiden. Über eine Studienberatung bin ich auf das Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste in Berlin aufmerksam geworden – der perfekte Match für mich. Nach meinem Abschluss und einem Praktikum in einer internationalen PR-Agentur war klar, dass Agentur und Beratung das richtige für mich sind. Inhaltlich vielseitig, jeder Tag anders. Ich lerne viel über mich und die Welt kennen, treffe interessante Menschen, die mich inspirieren. Auch heute noch nach über 25 Jahren.
Welche drei Buzzwords in der PR gehen Dir am meisten auf die Nerven? Und warum?
Claudia Thaler: Erstens: Storytelling – eine gute Geschichte zu erzählen, war schon immer Kernaufgabe der PR. Zweitens: Thought Leader – behaupten viele von sich, sind aber nur die wenigsten. Drittens: Business-to-Human –auch hinter Unternehmen stecken Menschen.
Wann hast Du das erste Mal die Wirkmacht von Kommunikation erlebt?
Claudia Thaler: Da nenne ich lieber ein aktuelleres Beispiel. Wir haben im letzten Jahr für Horizont e.V., einen gemeinnützigen Verein für wohnungslose Mütter und ihre Kinder, unter anderem eine neue Website umgesetzt. Die Kundin rief an und bedankte sich herzlich bei uns, da das Spendenaufkommen online deutlich gestiegen sei. Über diese Nachricht haben wir uns sehr gefreut.
Welche PR-Kampagne ist Dir bis heute in Erinnerung geblieben? Und warum?
Claudia Thaler: Ich bin sehr beeindruckt, mit welcher Konsequenz und Öffentlichkeitswirksamkeit der „Darmkrebsmonat März“ der Felix-Burda-Stiftung seit über 20 Jahren kommuniziert wird. Die Kampagne erklärt den gesamten März zum Aktionsmonat für die Prävention von Darmkrebs mit vielen Prominenten als Testimonials. Die Initiative hat maßgeblich dazu beigetragen, das Thema „Darmkrebsvorsorge“ vom Tabu zu befreien und hat bis heute sicherlich schon viele Leben gerettet.
Wann hattest Du zuletzt das Gefühl, den richtigen Job zu haben? Warum?
Claudia Thaler: Nahezu jeden Tag. Ich setzte mich täglich mit spannenden Themen und Menschen auseinander. Das erfüllt mich. Aber zugegeben, manchmal nervt mich mein Job auch – vor allem dann, wenn ich viele (zu) verschiedene Interessen unter einen Hut bringen muss und in meinen Augen nicht mehr die beste Lösung gefunden wird, sondern nur ein Kompromiss.
Welches Buch sollte man als Kommunikationsberater:in gelesen haben?
Claudia Thaler: Für Berufsanfänger:innen sicher interessant sind „Deutsch für Profis“ von Wolf Schneider und „Wahnsinnskarriere“ von Wolfgang Schur und Günter Weick – ein Karriereratgeber der etwas anderen Art. Zum Ausgleich greife ich gerne auf Magazine wie „Hohe Luft“ zurück.
Was ist für Dich das Besondere am Arbeiten in einer Agentur?
Claudia Thaler: Die Abwechslung – viele unterschiedliche Kunden und Anforderungen in den Projekten sind auf der einen Seite sehr fordernd und fördern auf der anderen Seite den schnellen Aufbau von Kompetenzen und Wissen. Gerade für Berufseinsteiger:innen und Young Professionals ein sehr gutes Lern- und Entwicklungsumfeld. Das Gemeinschaftsgefühl – in unserer Agentur verstehen wir uns alle als ein Team – egal wer gerade welchen Kunden betreut. Die gegenseitige Unterstützung ist sehr groß. Das Wir zählt.
Was ist Deine Inspirationsquelle?
Claudia Thaler: Mit offenen Augen durch die Welt und durchs Leben gehen. Gespräche und Diskussionen mit Menschen, die mir im Berufs- und Privateben begegnen. Viel lesen, sehen, hören. Kommunikationsberaterin zu sein, ist für mich eine Haltung und kein Beruf, den ich nach Feierabend an den Nagel hänge.
Wie startest Du in den Tag?
Claudia Thaler: Mit viel Kaffee, dem Handelsblatt und am Wochenende der Süddeutschen Zeitung und Bild am Sonntag. Unter der Woche checke ich, bevor ich das Haus verlasse, noch kurz meine Mails und dann geht’s los.
Beratungsqualität ist für …
Claudia Thaler: … die Agenturarbeit sehr wichtig. Viele Studierende und Young Professionals sind sich oftmals nicht bewusst, was Beratungsqualität mit der eigenen Reflektionsfähigkeit und dem Willen zur Entwicklung der Persönlichkeit zu tun hat. Deshalb investieren wir intensiv in die Aus- und Weiterbildung zu diesem Thema. Ich selbst habe eine Ausbildung zum systemischen Coach gemacht, die mir in der Beratung von komplexen Themen und Fragestellungen wie Change, Strategie oder Krise sehr gut weiterhilft.
Stell Dir vor: Ich als Berufseinsteigerin! Was würdest Du Deinem früheren Ich gerne mitteilen?
Claudia Thaler: Höre stets auf Dein Bauchgefühl. Es ist Dir ein verlässlicher Begleiter auch durchs Berufsleben.
Ich engagiere mich in der GPRA, weil …
Claudia Thaler: … ich das Arbeiten in einer Agentur sehr spannend finde und ich andere Menschen ebenfalls dafür begeistern will.
Ansprechpartnerin für das Interview-Format ist Alicia Altvatter (Weber Shandwick) von den GPRA Young Professionals: AAltvatter@webershandwick.com
„Als Role Model wollen wir mit der Mitgliedschaft beweisen, dass auch kleinere Agenturen den Qualitätsansprüchen des sich wandelnden Marktes gewachsen sind!“
Seit dem 01.01.2022 gehört die PR- und Social Media Agentur STILGEFLÜSTER zum Verband der führenden PR- und Kommunikationsagenturen in Deutschland. Die GPRA freut sich sehr über den Zugewinn der Hamburger Agentur, die hohe Qualitätsstandards mit Dynamik und Flexibilität vereint. Welche besonderen Akzente STILGEFLÜSTER in der Weiterentwicklung der Kommunikationsbranche setzen will, hat uns Geschäftsführerin und Gründerin Juliane Broß im Gespräch verraten.
Wieso habt Ihr Euch für die GPRA entschieden? Was genau hat Euchüberzeugt?
Juliane Broß: Ich sehe es als einen klugen, mutigen und richtigen Move, dass STILGEFLÜSTER – als relativ kleine Agentur – jetzt den Weg mit der GPRA geht, sei es die Zertifizierung oder die Mitgliedschaft – denn das ist die Zukunft. Es gibt aktuell wahnsinnig viele PR-Agenturen in Deutschland und die Branche wächst weiterhin. Ebenso die Medienlandschaft: Es gibt so viele Nischentitel und Online-Medien. Ich glaube, es ist wichtig, eine Instanz in diese Entwicklung einzubeziehen, die das Ganze kuratiert und „überwacht“. Man braucht eine Art Riegel, damit die Qualität und die Qualitätsansprüche gesichert und gewahrt werden können.
Mit Blick auf unsere Verbandsthemen: Welches Thema ist Euch besonderswichtig und wo möchtet Ihr Euch gerne engagieren?
CFO Georg H. Büsch & CEO Juliane Broß
Juliane Broß: Das für uns wichtigste Verbandsthema ist „Anspruch auf Qualitätsführerschaft im Sinne von Kundinnen und Kunden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“. Insbesondere als verhältnismäßig kleine Agentur mit rund 30 Beraterinnen und Beratern werden wir immer wieder mit Skepsis rund um unsere Qualitätsstandards konfrontiert. Diese scheinen im deutschen PR-Markt sehr stark zu variieren, was für ein Imageproblem der gesamten Branche sorgt. Als Role Model wollen wir mit der Mitgliedschaft beweisen, dass auch kleinere Agenturen den Qualitätsansprüchen des sich wandelnden Marktes gewachsen sind und sie erfüllen, wenn nicht sogar übertreffen können. Dies ist der Bereich, in dem wir uns auch maßgeblich einbringen wollen. Ebenfalls wichtig ist uns das Thema „Nachwuchsförderung“: Ich bin davon überzeugt, dass wir mit einem Portfolio-Mix aus Start-Ups und großen, international agierenden Marken und Unternehmen sowie einem spannenden Mix aus PR-Expertinnen und Experten, die seit vielen Jahren in diesem Bereich tätig sind, und ebenso vielen PR-Talents, hier einen wichtigen Beitrag leisten können.
Was macht STILGEFLÜSTER einzigartig? Anders gefragt, was ist das Besondere an STILGEFLÜSTER?
Juliane Broß: Der STILGEFLÜSTER USP ist sehr klar: Wir kombinieren die hohen Qualitätsstandards von großen internationalen Netzwerk-Agenturen, in denen viele von uns ausgebildet worden sind, mit der Dynamik und der Flexibilität einer Boutique-Agentur. Unser hoher Qualitätsanspruch an Konzepte und PR-Strategien in Kombination mit der starken Priorität von 1:1 Media Relations sind einzigartig im Markt. Dies kommt auch immer wieder als Feedback von unseren Kundinnen und Kunden. Wir entwickeln nicht nur funktionierende Konzepte, sondern sorgen mit unserem großen Netzwerk an Key Opinion Leadern und der Leidenschaft für die Medienarbeit auch dafür, dass diese reichweitenstark und dynamisch verbreitet werden.
Im letzten Jahr hattet Ihr Euer 10-jähriges Jubiläum – herzlichen Glückwunsch!Was waren Eure größten Meilensteine und was kommt als nächstes?
Juliane Broß: Der erste Meilenstein, der mich persönlich immer noch stark prägt, war überhaupt die Entscheidung eine Agentur zu gründen: also eigene Visionen verwirklichen zu können und die Freude, Verantwortung für ein Team zu übernehmen. Direkt hiermit ist auch die Erfahrung verbunden, wie wertvoll ein Team ist, das meine Vision auch dann trägt, wenn ich als Unternehmerin vor Herausforderungen stehe.
Geschäftlich betrachtet war einer der ersten Meilensteine der erste große Pitch-Gewinn im Jahr 2013. Wir haben außerdem viele Start-Ups-Exits wie beispielweise den von Amorelie begleitet. Auch die Erweiterung der Geschäftsführung um die Bereiche „Operations & Finance“ war ein großer Schritt nach vorne. Seitdem sind die Meilensteine direkt mit dem Teamausbau verknüpft: Wir haben in Konzept & Strategie, Event, Corporate und Content-Expertinnen und Experten investiert und Stabstellen geschaffen; 2020 haben wir außerdem beschlossen, eine eigene Social Media Unit zu gründen. 2021 ist mein langjähriger Mitarbeiter Georg Büsch als Partner eingestiegen – diese Entscheidung war für mich persönlich nicht leicht, denn ein Teil seines „Babys“ abzugeben, ist für jede Unternehmerin und jeden Unternehmer ein großer Schritt. Sie war aber genau richtig und ist schon jetzt ein absoluter Mehrgewinn für STILGEFLÜSTER.
Weiterhin haben wir Remote-Stellen in Berlin und München geschaffen, was ebenfalls eine enorme Bereicherung ist. Wir arbeiten gerade an einer Neudefinition unserer Marke und – wie bekannt – wir sind jetzt Mitglied in der GPRA.
Die nächsten zwei Jahre stehen unter dem Dach „Change, Business Development & Investition“. Lasst Euch überraschen – auch hier haben wir schon Weichen gestellt.
Welche Herausforderungen seht Ihr für unsere Branche?
Juliane Broß: Der 360° Anspruch von Kundinnen und Kunden und auch die Konkurrenzfähigkeit gegenüber Performance-Kanälen werden die größten Herausforderungen für die PR-Branche in den nächsten Jahren. Die digitale Transformation von Marken und Medien wird auch eine starke digitale Transformation der PR-Arbeit erfordern. Diesen Change-Prozess dürfen Agenturen nicht unterschätzen. In Zukunft werden Partnerinnen und Partner immer stärker daten- und zahlenbasiert arbeiten. Diesem Bedürfnis müssen auch PR-Agenturen nachkommen.
Wir bewegen uns zudem in einem Markt, der sich schnell verändert. „Digitalisierung“ und „neue Lebens- und Arbeitsmodelle“ sind nur zwei Schlagworte. Gleichzeitig ist überall das Bedürfnis nach Bleibendem und Vertrautem spürbar: Direkter menschlicher Austausch, sinnlich vermitteltes und vor allem tiefes Verständnis von Themen, Verbindlichkeit und – um ein Lieblingswort von Georg zu nehmen – kaufmännische Ehrbarkeit. Ich sehe STILGEFLÜSTER auf einem guten Kurs in diese Zukunft.
Zu guter Letzt, was macht für Euch Agenturkultur aus?
Juliane Broß: „Teamwork makes the dream work“ und „Stillstand ist keine Option“ sind unsere Credos. Danach agieren wir intern, aber auch extern in Richtung unserer Kundinnen und Kunden. Zum einen steht unser Team im Fokus sowie dessen permanente Weiterentwicklung, beispielsweise durch interne STILGEFLÜSTER Academys oder externe Workshops. In Zeiten von Remote Working, Home Office & Co. legen wir viel Wert auf den regelmäßigen Austausch innerhalb des Teams, um nicht nur Synergieeffekte zu nutzen, sondern auch um Nähe trotz räumlicher Distanz zu schaffen. Gleichzeitig ist es uns wichtig, eine persönliche Bindung zu allen wichtigen Stakeholdern aufzubauen. „It’s a people’s business“ und nichts funktioniert nach Schema F. Individuelle Wünsche, an allen Fronten, erfordern individuelle Lösungen und vor allen Dingen Empathie und Kreativität. Sowohl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch von Kundinnen und Kunden, die zum Teil schon sehr viel Agenturerfahrung haben, bekommen wir immer wieder gespiegelt, wie stark wir in Bezug auf diese Kultur aus dem Agenturmarkt hervorstechen.
Das Interview führte Isabelle Hoyer von der GPRA Geschäftsstelle: i.hoyer@gpra.de