Kategorie: News

  • Peloton startet mit TV-Spot „Show up“ seine integrierte Markenkampagne zum Jahresbeginn

    Mit dem ersten deutschen TV-Spot zeigt Peloton, wie sich das ultimative Live-Cardio-Training auf dem Peloton Bike zu Hause anfühlt.

    Berlin, 7. Januar 2020 – Das New Yorker Fit-Tech-Unternehmen Peloton begleitet seinen Deutschland-Start mit einer integrierten Markenkampagne und einem Mediabudget von mehreren Millionen Euro. Im Mittelpunkt der integrierten Kampagne steht der TV-Spot, der als 30- und 20-Sekünder seit dem 1. Januar 2020 auf reichweitenstarken Sendern läuft. Darüber hinaus umfasst die Kampagne auch Display-Advertising, Online- und Social-Media-Werbung sowie PR-Maßnahmen. Der TV-Spot wurde in Deutschland produziert und die Hauptrolle darin übernimmt die erste deutsche Peloton-Trainerin Irène Scholz. Peloton-Mitglieder können seit dem Deutschland-Launch am 20. November 2019 virtuell zusammen mit ihr trainieren. Täglich gibt es bis zu 15 neue Live-Cycling-Kurse aus dem New Yorker und dem Londoner Studio – die deutschen Kurse werden im Londoner Studio produziert. Peloton Mitglieder können über eine Mediathek jederzeit von zu Hause aus Tausenden Workouts auswählen und mit einer internationalen Community gemeinsam trainieren.

    „Unsere Kampagne ‚Show Up‘ konzentriert sich auf das, was das Besondere an Peloton ist: Unsere Mitglieder bekommen zu Hause erstklassige und intensive Cardio-Workouts, die Spaß machen. Durch die direkte Traineransprache sowie die internationale Community ist Peloton besonders motivierend“, sagt Martin Richter, Peloton Country Manager Germany.

    Der TV-Spot wurde von Pelotons kreativer deutschen Leadagentur Kolle Rebbe entwickelt. „Die größte Hürde für den Fitness-Trainingserfolg ist auch 2020, dass man nicht hingeht. In unserer Kampagne zeigen wir, dass man mit Peloton das motivierendste Cardio-Studio direkt bei sich zu Hause haben kann – das macht es fast unmöglich, nicht zu trainieren“, sagt Marco Obermann, Leitung Kreation bei Kolle Rebbe.

    Die Spot-Produktion wurde von Markenfilm umgesetzt. Der Song „Right Here, Right Now“ von Fatboy Slim macht den Spaß und die Motivation beim Training auf dem Bike spürbar deutlich.

    Für die Mediaplanung und -strategie der integrierten Markenkampagne ist die Mediaagentur Essence verantwortlich.

    achtung! ist PR- und Social-Media Agentur in Deutschland.

    In Deutschland ist das Peloton Bike über die Website (www.onepeloton.de) und die Peloton-Stores in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und Köln erhältlich, sowie in München über einen Pop-up-Store bei Sport Schuster. In Berlin gibt es zudem eine Pop-up-Location, in der das Bike getestet werden kann. Termine für einen kostenlosen Test-Ride können ebenfalls auf der Website gebucht werden: www.onepeloton.de/showrooms

    Link Online-Video:
    https://www.youtube.com/watch?v=OxnMgHFbTPI

    Link zum Video-Download:
    https://cloud.achtung.de/s/tEtbtG8Ji5iSiJo

    Link zum Bildmaterial-Download:
    https://cloud.achtung.de/s/Cdo4jkteyjin3XQ

    Über Peloton
    Peloton wurde 2012 gegründet und ist ein international agierendes Technologieunternehmen mit über 1,6 Millionen Mitgliedern. Peloton verbindet die Energie und Dynamik von Studio-Workouts mit dem Komfort eines Trainings zu Hause. Durch die Kombination von Fitness, Technologie und Medien hat Peloton den Begriff „Fitness“ in kürzester Zeit völlig neu definiert. Mit übergreifend bis zu 48 Livekursen pro Tag in verschiedenen Fitness-Disziplinen – gestreamt aus den Peloton Studios in New York und London – sowie einer Mediathek Tausender On-Demand-Kurse, die exklusiv von führenden Trainern unterrichtet werden, liefert Peloton Echtzeit-Motivation und kuratierte Playlisten der weltbesten Musiker. Durch das umfassende und sozial vernetzte Erlebnis, das jede Peloton Trainingssession zu einer effizienten und mitreißenden Erfahrung macht, verändert Peloton die Art und Weise, wie Menschen fit werden. Peloton hat seinen Hauptsitz in New York City und betreibt eine wachsende Anzahl von Stores in den USA, Großbritannien, Kanada sowie in Deutschland. Mehr Informationen finden Sie unter www.onepeloton.de.

    Pressekontakt
    Daniel Impertro | Senior Account Manager | achtung! GmbH
    Straßenbahnring 3, 20251 Hamburg | Mail: presse@onepeloton.de | Telefon: +49 40 450 210 617

  • Zeit zu handeln

    Zeit zu handeln

    Der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller sieht in Nachhaltigkeit den „neuen Megatrend“. Das Thema wirft auch für Kommunikationsagenturen Fragen auf:  Was ist der Unterschied zwischen einer Agentur für Nachhaltigkeit und einer nachhaltigen Agentur? Kostet Nachhaltigkeit nur oder bringt sie auch Gewinn? Ist sie für unsere Branche relevant? Wir produzieren vor allem immaterielle Güter wie Botschaften, Konzepte oder Ideen. Wir benötigen ein wenig Papier, Strom und Wärme, und zu unseren Kunden müssen wir auch fahren. Das war’s – mögen zumindest viele denken. Doch sie irren.

    Meist wird Nachhaltigkeit mit Umweltschutz gleichgestellt. Das ist nicht falsch, aber leider wenig zielführend. Deshalb ist ein einheitliches Verständnis des Begriffs wichtig.

    Anfang des 18. Jahrhunderts war Europa wegen der Produktion von Kriegsschiffen fast abgeholzt. Der sächsische Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz formulierte deshalb 1713 das Grundprinzip der Nachhaltigkeit. Er fragte sich: Wie kann man eine natürliche Ressource nutzen und gleichzeitig erhalten? Seine Antwort: Man dürfe pro Jahr nicht mehr Bäume fällen als wieder gepflanzt werden.

    Das gilt heute wie damals, doch erst über 250 Jahre später hat sich die Wissenschaft dem Thema gewidmet. 1972 wurde die Studie zur Zukunft der Weltwirtschaft vorgestellt: „Die Grenzen des Wachstums“. 1987 veröffentliche die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung „Unsere gemeinsame Zukunft“. Darauf baut die Definition der EU von 2011 auf: „CSR ist die Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkung auf die Gesellschaft.“

    Nachhaltigkeit meint also verantwortliches Handeln von Unternehmen auf dem Markt, gegenüber der Umwelt, den Mitarbeitern und der Gesellschaft – vier Handlungsfelder, um erfolgreich und verantwortlich handeln zu können. Überschwemmungen, Fachkräftemangel, Integration oder Abgasskandal: Jede dieser Herausforderungen steht für eines der vier Handlungsfelder; jede Agentur ist mindestens von einer dieser Herausforderungen betroffen. Wir müssen sie annehmen und gemeinsam lösen, weil der Staat und die Kommunen es allein nicht schaffen.

    Welchen Nutzen können wir als Agentur daraus ziehen?

    Ein wesentlicher Treiber für CSR ist der eigene Nutzen. Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften, sind langfristig erfolgreicher. So trägt eine verantwortungsvolle Unternehmensausrichtung im Schnitt bereits heute mit rund fünf Prozent zum Umsatz bei. Dafür gibt es vier Faktoren:

    • Effizienz: Effizientes Wirtschaften reduziert nicht nur die ökologischen Auswirkungen der Geschäftstätigkeit, sondern auch Kosten.
    • Risikominimierung: Ein gutes Arbeitssicherheits- und Gesundheitsmanagement reduziert Kosten für Produktionsausfälle und Fehltage.
    • Innovation: Unternehmen, die sich frühzeitig auf veränderte Rahmenbedingungen einstellen, erlangen einen Wettbewerbsvorteil.
    • Reputation: Themen wie Umweltschutz, fairer Umgang mit Mitarbeitern und Ressourcenschonung beeinflussen knapp 13 Prozent des Images einer Marke. Das hilft bei der Positionierung als attraktiver Arbeitgeber und erhöht die Kundenbindung.

    Wie richtet man sich nachhaltig aus?

    Einige Agenturen bekennen sich bereits zu nachhaltigem Handeln. Dass es mehr werden müssen, zeigt der DNK (Deutscher Nachhaltigkeitskodex). In der dortigen Datenbank sind nur wenige Kommunikationsagenturen aufgeführt.

    Der Weg ist nicht einfach und erfordert Anstrengungen. Agenturen sollten ihre Kernthemen innerhalb der vier Handlungsfelder ermitteln und bearbeiten. Ein gutes Instrument dafür ist die Materialitätsmatrix, die Themen nach Relevanz ordnet.

    Es gibt viele Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit in Agenturen, einige von ihnen sind einfach umzusetzen. Es ist jedoch sinnvoll, darauf aufbauend eine Strategie zu entwickeln und zu verankern, denn Nachhaltigkeit muss über einfache Maßnahmen hinausgehen. Es braucht Leitlinien, damit der Erfolg der Agentur nicht im Widerspruch zu Nachhaltigkeitsthemen steht.

    Einige Ansätze für Nachhaltigkeit in Agenturen

    • Mögliche Themen im Handlungsfeld Markt: Faire Preise, transparente Lieferkette, Verbraucherschutz, Bevorzugen nachhaltiger Produkte und Lieferanten sowie Angebot von Mischkalkulationen zugunsten nachhaltiger Produkte.
    • Mögliche Themen im Handlungsfeld Umwelt: Erneuerbare Energien und Ressourcen, keine Verschwendung,   Müll vermeiden und trennen, CO2-neutrale Büros, klimafreundlich reisen, ökologisch produziertes Arbeitsmaterial, ökologisches Webhosting, unabhängiges Öko-Label.
    • Mögliche Themen Im Handlungsfeld Gemeinwesen: Auftragsvergabe an soziale Organisationen, Spenden/Sponsoring oder ehrenamtliches Engagement von Mitarbeitern, Pro-bono-Engagement für nachhaltige Projekte, Engagement als Hochschulpartner und/oder als Ausbildungsbetrieb sowie Unterstützung regional erstellter beziehungsweise angebotener Produkte und Dienstleistungen.
    • Mögliche Themen im Handlungsfeld Mitarbeiter: Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, kontinuierliche Aus- und Weiterbildung, faire Entlohnung, Work-Life-Balance, gelebte Wertekultur (Wertschätzung, Teamgeist, Integrität, Offenheit), Mitspracherecht, diskriminierungsfreie Arbeitsbedingungen sowie die Sensibilisierung der Mitarbeiter auf Nachhaltigkeit.

    Gemeinsam können wir viel bewegen

    Jede Agentur sollte im Rahmen ihrer Möglichkeiten Nachhaltigkeit in ihr Kerngeschäft integrieren. Viele Kollegen machen das bereits täglich, nur ordnen sie dieses Tun bisher nicht als nachhaltiges Handeln ein und haben es noch nicht systematisiert und verstetigt.

    Der Text ist im prmagazin Ausgabe 12/2019 in der Rubrik #AgenturderZukunft erschienen.

  • GPRA-Roadshow: Aha-Erlebnisse auf beiden Seiten markieren notwendige Aufklärungsarbeit

    GPRA-Roadshow: Aha-Erlebnisse auf beiden Seiten markieren notwendige Aufklärungsarbeit

    Wiesbaden 6. September 2019 – Am 11. Dezember findet die letzte Diskussionsrunde der vom „PR-Journal“ initiierten Roadshow statt, bei der die GPRA im Laufe des Jahres 2019 die wichtigsten Studenten-Initiativen besucht. Gastgeber sind dann die Leipziger Public Relations Studenten (LPRS). Bereits fünf Stopps gab es bei den Studierenden in Hannover, Münster, Hohenheim, Lingen und Mainz/Darmstadt. So divers wie die Kommunikationsausbildung inzwischen ist, so waren auch die einzelnen, immer wieder unterschiedlich zusammengesetzten Debattenrunden. Als stellvertretende Präsidentin der GPRA möchte ich ein Zwischenfazit ziehen.

    Was schnell klar wurde: Das Roadshow-Format muss mehreren Anforderungen auf einmal genügen – die Fragen der Studenten beantworten, Informationen zum Berufseinstieg in Agenturen liefern, den Mehrwert von Traineeprogrammen klar machen, Karrieremöglichkeiten in Agenturen aufzeigen und über die sich wandelnden Agenturstrukturen und -modelle aufklären.

    Letztlich führte das breite Themenspektrum zu einer sachlichen Auseinandersetzung, die den viel geforderten Aspekt der Wertschätzung in unterschiedlichen Zusammenhängen beleuchtete. Jede Debatte hat für die Agenturen und die GPRA dabei mit neuen Erkenntnissen versorgt. Allen hat die Roadshow verdeutlicht, dass das Traineeship für den Nachwuchs eine Black Box ist, die von tradierten Vorstellungen umgeben ist.

    Das Traineeship hat die Beraterpersönlichkeit und Führungskompetenzen im Fokus

    Alle Young Professionals aus den Agenturen konnten mit Vorurteilen wie „billige Arbeitskräfte“, „im Traineeship wird nicht richtig gearbeitet“, „Traineeship bietet doch keine echte Herausforderung“ oder „nicht noch ne Ausbildung!“ aufräumen. Klar wurde aber auch, dass es beim Traineeship weniger um eine Grundausbildung geht, als um eine Weiterqualifizierung für den Berater-Job. Als Berufseinsteiger treffe ich hier die erste Karriere-Entscheidung: Will ich Berater werden oder doch eher Spezialist in einem Kommunikationsbereich – zum Beispiel Social-Media-Manager oder Redakteur.

    Die Absolventen sind top-ausgebildete Fachexperten, die im ersten Job das Handwerk verfeinern und sich Routine erarbeiten. Die Rolle des Beraters verlangt inzwischen aber mehr, als ein Kommunikationsexperte zu sein und das Handwerk zu beherrschen. Es braucht die intensive Auseinandersetzung mit der Rolle des Beraters, der vom Kunden als „Trusted Advisor“ akzeptiert und geschätzt wird. Deshalb blicken Agenturen bei der Anschlussqualifizierung zum Berater auf Persönlichkeits- und Sozialkompetenzen sowie Führungskompetenz. Und das macht das Traineeship in Agenturen schon ziemlich einzigartig. Schließlich geht es bei allem immer um Verantwortung und Führung: für sich selbst in der Beraterrolle, in Bezug auf die persönliche Weiterentwicklung, in der Beziehung zum Kunden und seinem Budget. Die Liste lässt sich weiter fortsetzen. Agenturen brauchen Beraterpersönlichkeiten, und die werden erst im Job entwickelt.

    Mentoring erleichtert die Übernahme von Verantwortung

    Dies erklärt auch, warum die GPRA-Agenturen dem Mentoring einen hohen Stellenwert beimessen. Dabei treffen sie auch den Nerv der Studenten: der Ruf nach Verantwortung war genauso laut wie der nach einem Mentor. Die Frage nach Mentoring-Programmen wurde entsprechend auch häufiger gestellt. Letztlich ruft die Übernahme von Verantwortung in einem Kundenmandat auch mal kritische Situationen hervor oder braucht Entscheidungen, die man als Einsteiger kaum alleine treffen kann und am Ende auch will. Budgets und die eigene Arbeit zu verteidigen, erfordert einiges an Leadership – und im ersten Jahr des Berufseinstiegs vor allem ein Auffangnetz. Der Weg zur Beraterpersönlichkeit ist nicht in drei Monaten gegangen, das braucht Sparring, Zeit, Training-on-the-Job und weitere Qualifizierung. Die Hochschulausbildung kann und soll dies nicht leisten. Zumal es auch keine echten Studiengänge für „Beratung“ gibt. Als Werkstudent und Praktikant lernt man zwar viel über das Kommunikationshandwerk und verfeinert seine Fachkompetenzen. Das ist aber nur ein Teil dessen, was in Agenturen an Kompetenzen benötigt wird. Und das unterscheidet zumindest die Traineeprogramme der GPRA-Agenturen von denen in Unternehmen.

    Bei den bisher rund 80 Teilnehmern der Roadshow gab es dazu einige Aha-Erlebnisse. Um diese „Ahas“ einem größeren Kreis zur Verfügung zu stellen, haben wir bei über 30 GPRA-Agenturen umfangreiche Informationen zu den jeweiligen Traineeprogrammen und Volontariaten zusammengetragen. Mit dem Relaunch der neuen Verbandswebseite werden sämtliche Informationen sukzessive in den Karrierebereich übertragen. Dazu zählt auch das notwendige Kompetenzset für Berater.

    Die GPRA gibt Empfehlung an ihre Agenturen und den Studenten Orientierung

    Was ein Verband tatsächlich leisten kann, war in diesem Zusammenhang ebenfalls ein Diskussionspunkt – die GPRA bietet mit Arbeitskreisen zum Thema Nachwuchs und Berufseinstieg und auch dem „Professoren-Roundtable“ Plattformen für Agenturen und Hochschulen, um Schnittstellen bei der Nachwuchsarbeit zu identifizieren, zu diskutieren und diese weiterzuentwickeln. Die Aha-Erlebnisse der GPRA sind direkt in diese Austauschrunden eingeflossen und münden in Informationskampagnen und Empfehlungen für Agenturen bei der Arbeit mit dem Kommunikationsnachwuchs.

    Auf der GPRA-Agenda stehen daher auch Themen wie „Individualisierte Einstiege in Kommunikationsagenturen“ und „Vielfältige Job-Profile und Spurwechsel“. Für die Agenturen gehört das inzwischen zum Tagesgeschäft, für die meisten Studierenden war das absolut neu. Dennoch braucht es auch von Seiten der Agenturen immer mehr Flexibilität bei der Gestaltung von Trainee- und Einstiegsprogrammen. Verstärkt wird diese Dynamik durch die zahlreichen Job-Profile für Kommunikatoren, die in Agenturen inzwischen zu finden sind. Die klassische, vertikale Beraterlaufbahn wird ergänzt durch Spezialisten-Karrieren. Gerade deshalb bieten Agenturen flexibel und unproblematisch einen Spurwechsel an – teilweise auch innerhalb von Traineeprogrammen. Daher sind Traineeprogramme eine gute Orientierung für Berufseinsteiger, um ihre tatsächlichen Stärken und Neigungen im Job-Umfeld zu entdecken.

    Echter Nachholbedarf – Vergütungsmodelle werden angepasst und flexibel gestaltet

    Im Kern ging es auch immer um die Vergütung von Trainees, die letztlich dazu geführt hat, dass die GPRA die Mindeststandards zum Traineeprogramm in eine Art „Rahmenvereinbarung“ für die Agenturen überführt und den Agenturen inzwischen eine neue Empfehlung in Sachen Trainee-Gehalt gibt. Einige Agenturen haben bereits ihre Einstiegsgehälter für Trainees nach oben angepasst. Die Entwicklung und die Diskussionen gehen auch hier weiter und brauchen eine kontinuierliche Auseinandersetzung. Was leider viel zu häufig unter den Tisch fällt: Agenturen bieten dem Nachwuchs auch deshalb die Weiterqualifizierung über ein Traineeship an, um ihren jeweils individuellen und speziellen Anforderungen an Berater Rechnung zu tragen. Zumindest die GPRA-Agenturen betrachten die Weiterqualifizierung als gutes und lohnendes Investment, hinter dem viel Zeitaufwand, harte Kosten und Innovationsarbeit steht.

    Letztlich bringt die öffentliche Debatte mehr Achtsamkeit für die Nachwuchsarbeit in den Agenturen hervor und räumt mit einigen hartnäckigen Vorurteilen systematisch auf. Die Roadshow ist der Anfang einer längst überfälligen Debatte mit den Agenturen, Hochschulen und Studenten und ist für die GPRA der Startpunkt einer umfassenderen Kommunikation zu den Angeboten für Berufseinsteiger und Karrieremöglichkeiten in Agenturen. Mit dem sukzessiven Ausbau des Karrierebereichs auf der neu gestalteten Verbandswebseite gpra.de soll ein Informationshub entstehen, das auch die aktuellen Debatten widerspiegelt – sie aber nicht ersetzt.

    Über die Autorin: Alexandras Groß ist seit 2019 Vorstandsvorsitzende der Fink & Fuchs AG. In ihrer Rolle ist sie verantwortlich für die übergeordnete Gesamtleitung und die strategische Weiterentwicklung der Kommunikationsagentur. Seit Mai 2017 ist sie zudem stellvertretende Präsidentin der GPRA – Gesellschaft der führenden PR- und Kommunikationsagenturen in Deutschland.

    Erschienen: PR-Journal

  • DRPR rügt Täuschung der Öffentlichkeit im Fall HeiScreen

    DRPR rügt Täuschung der Öffentlichkeit im Fall HeiScreen

    Darmstadt, 16.08.2019 – Nach intensiver Überprüfung und Anhörung aller beteiligten Parteien hat der Deutsche Rat für Public Relations dem Vorstand des Universitätsklinikums Heidelberg und der HeiScreen GmbH eine Rüge wegen bewusster Falschbehauptung und Täuschung der Öffentlichkeit ausgesprochen.

    Hintergrund ist eine von beiden Parteien initiierte Medienkampagne, in der als „Weltneuheit“ ein angeblich marktreifer Bluttest zur Krebsdiagnostik präsentiert wurde.

    Der Rat hatte sich zur Prüfung des Falles entschieden und sieht es als erwiesen an, dass beide Parteien bei der Vorstellung des „neuen“ Verfahrens zur Diagnose von Brustkrebs eine öffentliche Produktvorstellung zugelassen und begleitet haben, die weder in Wortwahl, Zeitpunkt und Format angemessen, noch im Hinblick auf abgeschlossene Studien und die angekündigte Marktreife der Wahrheit entsprochen hat. Der Rat sieht damit die Anforderungen an §9 der Branchenkodizes „Wahrhaftigkeit“ verletzt.

    Der hiermit ursprünglich verbundene Verdacht der Marktmanipulation durch Absenderintransparenz konnte indes im Rahmen der Prüfung nicht nachgewiesen werden. Hier ermittelt weiterhin die Staatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität Mannheim. Auf Initiative der HeiScreen GmbH war auch der Ex-BILD-Chef Kai Diekmann in die Kampagne eingebunden. Seine genaue Rolle ließ sich allerdings nicht genauer klären.

    KONTAKT

    Geschäftsstelle des Deutschen Rates für Public Relations
    Hochschule Darmstadt
    Dekanat FB Media
    Haardtring 100
    64295 Darmstadt
    Tel. +49 6151 16-39442
    Fax+49 6151 16-39445
    E-Mail: info@drpr-online.de 
    www.drpr-online.de 

    getragen von DPRG GPRA BDP
    Trägerverein des Deutschen Rates für Public Relations e.V.
    c/o GPRA e.V.
    Bertold-Brecht-Platz 3
    10117 Berlin
    Vorsitzender Uwe A. Kohrs
    Stellv. Regine Kreitz
    Vereinsregister Berlin VR 31817 B

     

    Weitere Beiträge

  • GPRA initiiert Dialog mit Hochschulen zum Berufseinstieg in PR-Agenturen

    GPRA initiiert Dialog mit Hochschulen zum Berufseinstieg in PR-Agenturen

    Berlin, den 11.2.2019 – Auf Einladung der GPRA, der Gesellschaft der führenden PR- und Kommunikationsagenturen, fand am vergangenen Mittwoch mit Vertretern von Universitäten und (Fach-)Hochschulen die Auftaktveranstaltung zur Diskussionsreihe „Berufseinstieg in die PR“ statt. Die Diskussionsreihe ist Teil einer breit angelegten Kommunikationsoffensive des Verbandes rund um den Einstieg in die Berufswelt der PR- und Kommunikationsagenturen. Eine Roadshow zu den Studierendeninitiativen gemeinsam mit dem PR-Journal, sowie ein erweitertes Informationsangebot für den Kommunikationsnachwuchs auf der Verbandswebseite sind weitere Pfeiler der Initiative.

    Mehr Verständnis, Informationen und Transparenz

    Die Diskussionsreihe mit Vertretern der Lehrinstitute verfolgt das Ziel, ein besseres Verständnis für die jeweiligen Herausforderungen zu bekommen und Schnittstellen für gemeinsame Handlungsoptionen für eine optimierte Ausbildung des PR- / Kommunikationsnachwuchses zu definieren. Für Studierende soll so mehr Transparenz und Orientierung beim Berufseinstieg in die PR / Kommunikation erreicht werden.

    Die Auftaktveranstaltung in Frankfurt führte zu vier Handlungsfeldern, die bis zum Folgetermin im Sommer weiter bearbeitet werden:

    Um die Zusammenarbeit zwischen Lehre und Agenturen zu verbessern, wird die Geschäftsstelle der GPRA Anfragen der Lehrinstitute bündeln und koordinieren. So wird den Lehrenden ein einfacher Zugriff auf Praxiserfahrung ermöglicht.

    Weiterhin entwickelt der Verband ein Orientierungsmodell für die verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten in Agenturen, das die unterschiedliche Praxiserfahrung berücksichtigt sowie die notwendige Qualifizierung der Bewerber darstellt.

    Rollenprofile werden zudem einen besseren Überblick über die unterschiedlichen Anforderungsprofile in Agenturen geben, so dass sich Lehrende besser auf die zu vermittelnden Inhalte einstellen können und Studierenden gleichzeitig mehr Transparenz gegeben wird.

    Ein „Glossar“ für Lehrende und Agenturen soll zukünftig für eine einheitliche Terminologie in der Kommunikation zu den Studierenden sorgen.

    Unter Federführung der GPRA wird der Dialog auch in Zukunft kontinuierlich weitergeführt werden, ein nächster Termin ist bereits für Juli angesetzt.

    Auftakt mit den Studierenden in der Hochschule Hannover

    Die Roadshow zu den Studierenden-Initiativen macht den ersten Halt am 19. März 2019 bei den Public Relations Studierenden in Hannover (PRSH). Insgesamt sind sechs Dialogveranstaltungen 2019 in Kooperation mit dem PR-Journal geplant. Der zweite Termin folgt bei der Public Relations Initiative der Universität Hohenheim (PRIHO) im Mai. Weitere Termine schließen sich an in Mainz und Darmstadt, Münster, Lingen (Osnabrück) und Leipzig. Auch auf dem diesjährigen PR Report Camp in Berlin wird die GPRA wieder vertreten sein. Die Verbandswebseite der GPRA wird derzeit zum Informations-Hub ausgebaut. Agenturen als Arbeitgeber sowie Einstieg in die PR / Kommunikation sind eigens für die Studierenden entwickelte Themenbereiche.

    Weiterhin arbeitet der Verband der führenden PR- und Kommunikationsagenturen zusammen mit BVDW, CMF, FAMAB, GWA und OMG an der Fortsetzung der Employer-Branding-Kampagne Komm in die Agentur, um junge Talente für Agenturen zu begeistern.