Schlagwort: Young Professionals

  • Von Awareness bis Gen Z – Besondere Begriffe aus der Welt der Kommunikationsexpert:innen

    Von Awareness bis Gen Z – Besondere Begriffe aus der Welt der Kommunikationsexpert:innen

    In jeder Branche gibt es typische Begriffe und Redewendungen, die Vertreter:innen anderer Branchen nicht sofort verstehen – so auch in der Kommunikation. Während so manche Abkürzung noch sinnvoll ist, bringt die ein oder andere Wortschöpfung selbst PRler:innen zum Schmunzeln. Wir haben bei den Young Professionals nachgefragt, welche Begriffe ihnen bereits über den Weg gelaufen sind.

    Die Welt der Agenturen ist manchmal eine Welt für sich. Hier geschehen Dinge, die für die Insider völlig normal, für Außenstehende dagegen oft kurios sind. Ein Beispiel: das PR-Vokabular, gemischt mit typischen Redewendungen, für die wir am liebsten eine eigene Sprachfamilie gründen würden.

    Also, worum geht es – oder besser gesagt: Was ist der Purpose? Eine schier unergründliche Frage, die uns PRler:innen in jedem Kontext immer wieder zum Grübeln bringt. Aber keine Sorge, wir sind stets bereit, unser Bestes zu geben – denn genau wie unsere geplanten Campaigns soll auch dieser Text auf seine Weise möglichst viel Awareness schaffen.

    Grundsätzlich gilt: Ein:e PR-Manager:in muss flexibel, offen und resilient sein. Ausgefallene Kunden-Requests, langwierige interne Meetings, Calls und Brainstormings ohne jeglichen roten Faden gibt es überall – das Ergebnis ist am Ende dennoch meist zufriedenstellend. Denn eins ist klar: Letztlich ist alles eine Frage des Mindsets! Täglich jonglieren wir mit verschiedenen Narrativen und Storylines, um die Messages unserer Kund:innen möglichst medienwirksam zu erzählen. Schließlich soll die Berichterstattung auf die gewünschten Marken einzahlen! Wenn es sein muss, greifen wir zur Brechstange – Pressemitteilung, Paid Mailing, Materndienst und am besten auch gleich noch die LinkedIn-Kommunikation. Wobei die Kolleg:innen aus dem Digital-Team die Prioritäten wahrscheinlich umdrehen würden – für sie ist seit KW1 klar: Social first!

    Bisher noch alles verstanden? Dann beginnen wir nun mit Abkürzungen, die einem den Kopf verdrehen lassen. EVP, KPI, CTA, ROI, SEO, SEA, SEM, SOV, CRM, POV – die Liste ist schier endlos. Aber keine Sorge, wir haben sie alle im Griff. Gleiches gilt selbstverständlich für die allseits beliebten englischen Abkürzungen in deutschsprachigen Mails (ASAP, FYI, TBD und so weiter). Denn wer hat nicht schon einmal eine Reply-Mail mit „Vielen Dank für Ihre E-Mail…“ begonnen, weil das Asset für die Social-Kanäle aufgrund des hohen Workloads nicht ASAP kam. Stellt sich nur noch die Frage, auf welches Project und welche Activity im Time Sheet gebucht werden kann. Doch auch hier helfen die Kolleg:innen aus dem Project Management meist weiter – Hauptsache ist doch, dass die Working Hours möglichst billable sind.

    Doch komme, was wolle. Als echte PR-Profis haben wir für alle Gelegenheiten unsere Standardantworten parat: „Gerne“ gehen wir an unseren First Draft nochmal ran, schreiben, senden oder fragen nach. Und das alles zeitnah, versteht sich. Schließlich stehen wir mit den wichtigsten Multiplikator:innen und Entscheider:innen in Kontakt – wer will da schon den Anschluss verlieren? Damit das eben nicht passiert, sind interne Abstimmungen unabdingbar. Manchmal challengen wir Dinge noch einmal, gerade wenn es sich um einen schwierigen Kunden handelt. Und kommt eine Anfrage, die wir nicht weiter berechnen können, müssen wir uns überlegen, ob wir den Kundenwunsch dennoch erfüllen oder freundlich antworten, die Leistung nicht „KVA-tiert“ oder „KV-isiert“ zu haben. Die Liste lässt sich vermutlich ewig fortführen. In diesem Sinne: tbc!


    Veröffentlicht am 27.11.2023


    Weitere Beiträge der GPRA Young Professionals:

  • Ein Blick hinter die Kulissen des PR Report Camp 2023

    Ein Blick hinter die Kulissen des PR Report Camp 2023

    Alle Jahre wieder findet in Berlin die wichtigste Veranstaltung für den PR-Nachwuchs in Deutschland statt: das PR Report Camp. Und auch in diesem Jahr war die GPRA  mit eigenem Stand und Sessions vertreten. Die GPRA Young Professionals waren ebenfalls mit von der Partie – und geben in diesem Blogbeitrag einen kleinen Einblick hinter die Kulissen des Events.

    Die GPRA war wieder beim PR Report Camp 2023 vertreten
    Die GPRA war wieder mit einigen Young Professionals beim PR Report Camp 2023 vertreten

    Bei der zweitägigen Hybrid-Veranstaltung vom 15. bis 16. November drehte sich alles rund um Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten in der Kommunikationsbranche sowie aktuelle Themen, die Kommunikator:innen bewegen. Künstliche Intelligenz war DAS Thema der Stunde und damit Inhalt vieler Sessions und Fragerunden. Doch auch darüber hinaus gab es viele Themen und Entwicklungen zu diskutieren, woran wir uns von den GPRA Young Professionals gerne beteiligten.

    GPRA Lounge auf dem PR Report Camp - Talk mit Alicia Altvatter
    GPRA Lounge beim PR Report Camp – Talk mit Alicia Altvatter

    Sessions rund um Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten

    Den Auftakt dazu machten wir in einer virtuellen „Ask me Anything“-Session am ersten Veranstaltungstag. Das Thema: Einstieg und berufliche Entwicklung in der PR. In der gut besuchten Session tauschten sich Jelena Mirkovic (komm.passion | Team Farner und Mitglied des Präsidiums der GPRA) und die GPRA Young Professionals Rebecca Itt (FleishmanHillard) und Felix Kupferer (fischerAppelt) über ihre Erfahrungen in der Branche aus.

    Tags darauf waren Jelena und Felix auch vor Ort in Berlin beim PR Report Camp und trafen am Stand der GPRA auf weitere Vertreter:innen unseres Verbands – und darüber hinaus auf viele Besucher:innen mit den verschiedensten Hintergründen. Denn wie schon in den vergangenen Jahren war auch diesmal der GPRA-Stand am Präsenztag des PR Report Camps wieder eine beliebte Anlaufstelle. Das Highlight dort: die stündlichen „Real Talks“, die wir in unserer Lounge zu verschiedenen Themen anboten.

    In den „Real Talks“ standen den Standbesucher:innen unter anderem die GPRA Young Professionals Alicia Altvatter (Weber Shandwick) und Ruth Kaiser (HEINRICH) sowie die GPRA-Stipendiat:innen Paula Weege und Laurin Habermann zum Einsatz von KI in der PR, zu Nachhaltigkeitskommunikation und CSR, zu den vielfältigen Berufsfeldern in unserer Branche und allgemein über das Arbeiten in Agenturen Rede und Antwort.

    Spannende Gespräche und angeregter Austausch

    Auch, wer diese verpasst hatte, konnte am Stand Gespräche mit den Young Professionals und Yael Rabinovici und Henriette Ramez, Referentinnen für Kommunikation und Marketing der GPRA, führen. Ein Blick auf die am Stand installierte Job Wall bot einen Überblick über aktuelle Stellenangebote in den GPRA-Agenturen und die Traineebroschüre der GPRA, in der die Mitgliedsagenturen ihre Einstiegsmöglichkeiten vorstellen, lag vor Ort aus. Auch die „Candy Bar“ am Stand erfreute sich großer Beliebtheit und lud zum Naschen und Verweilen ein. Beim Standabbau nach der letzten Session des PR Report Camps waren wir uns alle einig: Auch 2023 war das Camp wieder ein voller Erfolg und die ideale Gelegenheit, sich mit klugen Köpfen und spannenden Newcomer:innen aus der Kommunikationsbranche auszutauschen. Und da nach dem Camp bekanntlich vor dem Camp ist, freuen wir uns schon jetzt auf die nächste Ausgabe im kommenden Jahr!


    Veröffentlicht am 22.11.2023


    Weitere Beiträge der GPRA Young Professionals:

  • GPRA Young Professionals starten Podcast-Partnerschaft mit prmagazin

    GPRA Young Professionals starten Podcast-Partnerschaft mit prmagazin

    Berlin, 16.10.2023 – Die GPRA Young Professionals (YP), die Nachwuchsinitiative der Gesellschaft der führenden PR-Agenturen (GPRA), gehen mit ihrem Podcast Kommunikationscafé eine Partnerschaft mit dem renommierten Branchentitel prmagazin ein. Gemeinsames Ziel ist es, aktuelle Themen, die die Kommunikationsbranche bewegen, zu beleuchten und über diverse Verbreitungswege an alle Interessierten der Branche zu tragen. Die Kooperation beginnt am 16. Oktober. Zu Gast in der Auftaktfolge zum Thema „Thought Leadership in der PR“: Georg Meck, Chefredakteur Focus und Focus Money, und Heiko Geibig, PR Director bei MSL in Deutschland.

    Das Kommunikationscafé erscheint monatlich und wird im Wechsel von verschiedenen Mitgliedern der YP-Gruppe moderiert, die Gäste aus unterschiedlichen Bereichen der Kommunikationsbranche begrüßen. Zum heutigen Stand hat der Podcast insgesamt rund 13.000 Streams erreicht. Das Kommunikationscafé erscheint überall dort, wo es Podcasts gibt.

    „Aktuelle Branchenthemen noch intensiver diskutieren“

    „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit dem prmagazin! Das ist ein Meilenstein in der Weiterentwicklung unseres Podcasts. Unser Ziel als Young Professionals ist, aktiv die Branche mitzugestalten und über die Themen, die unseren Alltag betreffen, zu sprechen. Das machen wir bereits seit einiger Zeit in unserem Podcast und sind begeistert, dies nun auch in Zukunft gemeinsam mit einem so renommierten Titel fortzusetzen und aktuelle Diskussionen noch intensiver führen zu können“, sagt Alicia Altvatter, Sprecherin der GPRA Young Professionals.

    Christina Ullrich, Verantwortliche Redakteurin des prmagazins, sagt: „Für das prmagazin ist die Zusammenarbeit mit dem Nachwuchs ein wichtiges Anliegen. Wir freuen uns auf die frische Perspektive der Young Professionals und darauf, gemeinsam mit spannenden Gesprächspartnern Branchenthemen zu beleuchten, die den Nachwuchs bewegen.“

    Alexandra Groß, Präsidentin der GPRA, kommentiert: „Die Zusammenarbeit mit dem prmagazin ist eine starke Auszeichnung für den Podcast unserer Young Professionals. In der Kooperation verbinden sich neben spannenden Themen vor allem unterschiedliche Perspektiven auf unsere Branche. Es ist schön zu sehen, wie sich der Podcast seit der ersten Folge kontinuierlich weiterentwickelt hat.“

    Im Rahmen der Partnerschaft können die Young Professionals und die Redaktion des prmagazins ihre Synergien nutzen, die gemeinsame Vermarktung unterstützen und das Qualitätslevel auf die nächste Stufe heben: Aktuelle Themen aus dem Podcast finden sich im Magazin wieder, während sich die Young Professionals an Serien und Formaten aus dem Heft orientieren. So werden sich die zukünftigen Folgen immer wieder den branchenrelevanten Schwerpunktthemen widmen, etwa wenn es um den Wandel in der PR, Nachhaltigkeit oder um Künstliche Intelligenz geht.

    Die Podcast-Gruppe bei den GPRA Young Professionals besteht derzeit aus Alicia Altvatter (Weber Shandwick), Lena Wiegand (Fink & Fuchs), Stefanie Bäuerle (Sympra), Rebecca Itt (Fleishman Hillard), Johanna-Sophie Humbert (SGC), Felix Kupferer (fischerAppelt) und Hendrik Stamm (Edelman).

    Mehr Informationen zu den GPRA Young Professionals finden Sie hier.


  • Von „Apéro“ bis Schwitzerdütsch – 3 Wochen Austausch in der Schweiz

    Von „Apéro“ bis Schwitzerdütsch – 3 Wochen Austausch in der Schweiz

    „Gleich vorneweg sei gesagt: solltet ihr einmal die Chance bekommen, an einem solchen Austausch teilzunehmen, rate ich allen dazu!“ – Julia Altmann, Junior Consultant bei komm.passion.

    In diesem Jahr hieß es bei den Young Professionals der GPRA: auf die Plätze, Austausch, Los! Denn im Rahmen eines internationalen Austauschprogramms zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz hatten Young Professionals erstmals die Möglichkeit, Agenturluft in einem anderen Land zu schnuppern. In dem folgenden Bericht erzählt Julia von ihren Erfahrungen in der Schweiz. „Zum Start ins neue Jahr ging es Anfang Januar für mich direkt zu Farner, einer Kommunikationsberatung mit gleich sieben Standorten in der Schweiz. Am Standort Zürich bekam ich die Möglichkeit, zwei Wochen im Finance & Healthcare Team sowie eine Woche im Team Brand Communications mitzuarbeiten. So bekam ich einen guten Überblick über die vielfältigen Kundenprojekte von Farner und die Unterschiede zwischen Deutschland und der Schweiz, überraschenderweise sind diese gar nicht so groß.

    Austausch bei Farner in der Schweiz

    Herausforderung als Chance

    Die größte Herausforderung war hier tatsächlich das Schwitzerdütsch der Kolleginnen und Kollegen zu verstehen. Im Schweizer Agenturalltag war neben den bestehenden Kundenprojekten die Zusammenarbeit an einer NewBizz-Initiative besonders interessant. Hier konnte ich mein Know-how des deutschen Healthcare Marktes sehr gut einbringen. Aber nicht nur die unterschiedlichen Teams waren superspannend, auch die Standorte von Farner sind sehr divers und bieten zahlreiche Einblicke in unterschiedliche Kompetenzen der Agentur.

    Die Highlights

    Im Rahmen eines Kundentermins konnte ich so neben meinem Aufenthalt in Zürich auch das Berner Office mit seinen Kolleginnen und Kollegen kennenlernen. Neben den vielen Eindrücken, die ich während dieser drei Wochen sammeln durfte, konnte ich meinen Kommunikationshorizont abseits des manchmal stressigen Agenturalltags und mein Netzwerk in der Kommunikationsbranche über Landesgrenzen hinweg erweitern. Danke an die Kolleginnen und Kollegen von Farner, für die super Zeit und den ein oder anderen „Apéro“ sowie an die GPRA, die diesen Austausch ermöglicht hat.“ Wir freuen uns sehr über die positiven Erfahrungen, die Julia im Rahmen des DACH-Austauschprogramms sammeln konnte. Das Austauschprogramm wurde gemeinsam von den GRPA Young Professionals in Deutschland, den PRVA Newcomers aus Österreich und den Young LSA aus der Schweiz organisiert.


    Veröffentlicht am 21.08.2023


    Die neuesten Beiträge der GPRA Young Professionals:

    „Die Zukunft der PR-Branche – Ein Blick auf interaktive Workshops und Ethik-Management“

    „Nachhaltigkeit in Agenturen: Reine Kommunikation? Strategische Beratung!“

    „Wie schafft ein Qualitätssiegel Raum für neue Ideen und Kreavitität in Agenturen?“


  • Die Zukunft der PR-Branche – Ein Blick auf interaktive Workshops und Ethik-Management

    Die Zukunft der PR-Branche – Ein Blick auf interaktive Workshops und Ethik-Management

    „In der heutigen Zeit, in der sich die PR-Branche ständig weiterentwickelt, ist es entscheidend, neue Wege zu finden, um Young Professionals zu fördern, mit Berufseinsteigern und Studierenden in Kontakt zu treten und ethische Standards zu setzen. Das jüngste Treffen der GPRA Young Professionals (YPs) brachte auch in diesem Jahr wieder eine Vielzahl spannender Themen auf die Agenda. Von der Weiterentwicklung der Ideen zur Nachwuchsförderung, über zukunftsgerichtete Themen in der PR-Branche, wie z. B. die Integration von KI-Tools im Arbeitsalltag, bis hin zur Diskussion über Ethik-Management in PR-Agenturen w sind viele neue Ideen entstanden.

    Die GPRA Young Professionals mit den drei GPRA-Stipendiat:innen

    Karrieretreff und Generationsaustausch?

    Apropos Entwicklung: In drei Arbeitsgruppen haben sich die YPs nicht nur Gedanken über Nachwuchsförderung gemacht, sondern auch offen über Themen diskutiert, die die PR-Welt bewegen. Mit von der Partie waren auch Alexandra Groß, Präsidentin der GPRA, und Jelena Mirkovic, Mitglied des Präsidiums und die drei GRPA-Stipendiat:innen Paula Weege, Jan Schomacher und Christopher Kindler, die Impulse zum Diskurs geliefert haben. Was die YPs aus den Ergebnissen machen? Stay tuned!

    Impulsvortrag „Ethik-Management in Agenturen“

    Ein weiterer Höhepunkt des Treffens war der spannende Impulsvortrag von Prof. Dr. Felix Krebber, Hochschule Pforzheim. Dabei wurde betont, wie wichtig es ist, ethische Konflikte zu erkennen und zu managen. Eine interessante Erkenntnis aus einer Studie, die Prof. Dr. Krebber in dem Rahmen vorgestellt hat, war, dass GPRA-Agenturen hier bereits eine Vorreiterrolle einnehmen und wegweisende Maßstäbe für die gesamte Branche setzen. An dieser Stelle möchten wir uns erneut herzlich bei Prof. Dr. Felix Krebber für seinen spannenden Vortrag und den Austausch bedanken!

    Die Highlights

    Um das Treffen abzurunden, blickten wir noch einmal auf die Ergebnisse der letzten sechs Monate zurück. Die Teams freuen sich, den Schwung mit ins zweite Halbjahr zu nehmen. Der Tag hat gezeigt, dass die PR-Branche sich nicht nur kontinuierlich weiterentwickelt, sondern auch einen starken Fokus auf Zukunftsthemen sowie Ethik aber auch Nachhaltigkeit legt. Die Zusammenarbeit zwischen Berufseinsteigern, Studierenden und erfahrenen PR-Profis verspricht eine vielversprechende Zukunft für die gesamte Branche


    Veröffentlicht am 21.07.2023


    Die neuesten Beiträge der GPRA Young Professionals:

    „Nachhaltigkeit in Agenturen: Reine Kommunikation? Strategische Beratung!“

    „Wie schafft ein Qualitätssiegel Raum für neue Ideen und Kreavitität in Agenturen?“

    „Der große Jahresrückblick 2022“

  • „Nachhaltigkeit in Agenturen: Reine Kommunikation? Strategische Beratung!“

    „Nachhaltigkeit in Agenturen: Reine Kommunikation? Strategische Beratung!“

    Erst vor Kurzem hat die GPRA ein Positionspapier zu Nachhaltigkeit veröffentlicht. Wie kam es dazu? Und was bedeutet das Thema für Agenturen und Young Professionals? Darüber haben wir mit Anja Eckert-Ellerhold, Vice President Client Experience Sustainability bei Weber Shandwick und Leiterin des Arbeitskreises Nachhaltigkeit der GPRA gesprochen. Teil 1 von 2.

    GPRA YP: Was bedeutet Nachhaltigkeit im Sinne einer verantwortungsvollen Unternehmensführung?

    Anja: Zunächst ist es wichtig, sich klarzumachen, dass Nachhaltigkeit nicht nur beispielsweise auf die Verringerung von Emissionen abzielt. Unternehmen müssen Nachhaltigkeit ganzheitlich denken – das bedeutet, das Thema in drei Dimensionen zu betrachten: der ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeit. Bei der ökologischen Nachhaltigkeit geht es um Ziele, wie das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Die soziale Nachhaltigkeit betrachtet Aspekte wie Diversität oder auch Mental Health bei Mitarbeitenden. Und bei der ökonomischen Nachhaltigkeit geht es einfach gesagt um die grundlegende Frage: Wie kann ich sicherstellen, dass meine Produkte und mein Unternehmen wirtschaftlich eine Zukunft haben?

    Im Optimalfall haben Unternehmen alle drei Säulen im Blick – das heißt auch, sich für jeden Bereich konkrete Ziele zu setzen und diese auch messbar nachzuverfolgen. Dann gibt es auch nicht mehr eine Unternehmens- und eine Nachhaltigkeitsstrategie, sondern eine nachhaltige Unternehmensstrategie.

    GPRA YP: Wie leisten wir als Kommunikationsagenturen einen Beitrag hierzu?

    Anja: Das müssen wir auf zwei Ebenen betrachten. Die erste Ebene ist dabei der Blick auf uns selbst. Wir sind als Agenturen zwar kein produzierendes Gewerbe und haben daher zwar zum Beispiel einen vergleichsweise geringen CO2-Fußabdruck. Trotzdem sollten wir anerkennen, dass auch wir eine wichtige Rolle einnehmen. Wir haben nur diesen einen Planeten und wir sind alle verantwortlich dafür zu sorgen, dass wir noch eine Chance haben. Wir sind verpflichtet, uns selbst Ziele zu setzen und Maßnahmen zu entwickeln, die auf die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit einzahlen. Es ist an uns allen, zu handeln – in unserem Fall sind hier meist der wichtigste Hebel der Energieverbrauch sowie Scope3-Emissionen. Dabei gilt – und das haben wir auch als wichtigen Punkt im Positionspapier verankert: Vermeidung von Emissionen geht vor Reduzierung. Ein Beispiel dafür wäre, nicht statt dem Flugzeug mit einem Auto zu einem weit entfernten Termin zu fahren. Stattdessen sollte man überlegen, ob der Termin nicht auch online stattfinden könnte. Meiner Ansicht nach sind wir als GPRA-Agenturen bereits im Hinblick auf soziale Nachhaltigkeit gut aufgestellt – u. a. Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Diversität und auch Achtsamkeit sind für uns ganz wichtige Themen.

    Die zweite Ebene ist natürlich die Beratung – hier versteckt sich ein riesiges Potenzial. Und wir beobachten einen Shift: Weg von der reinen Kommunikation, hin zur gesamtstrategischen Beratung. Im Optimalfall kommunizieren wir nicht nur eine Strategie, sondern gestalten sie selbst mit. Dafür haben wir bei Weber Shandwick inzwischen ein zwölfköpfiges Nachhaltigkeitsteam. Und im Positionspapier haben wir dieses Verständnis unserer Rolle ebenso definiert.

    GPRA YP: Jetzt kommt ein Unternehmen auf euch zu und möchte Beratung in diesem Bereich. Wie beginnt man so einen Prozess?

    Anja: Um in der Lage zu sein, strategisch beraten zu können, müssen wir uns erst einmal einen Überblick verschaffen. Oft beginnt das mit einer Status Quo Analyse, auf die eine sogenannte Wesentlichkeitsanalyse folgt, um die strategisch bedeutsamen Themen zu ermitteln. Diese sind tatsächlich auch in der Gesetzgebung vorgesehen und für alle Unternehmen, die berichtspflichtig sind, obligatorisch. In der Analyse geht es darum, die Handlungsfelder einer Organisation zu identifizieren, mit anderen Worten: An welchen Stellen habe ich überhaupt eine Möglichkeit, anzusetzen? An welchen Stellen erreiche ich mit meinem Handeln den größten Impact im Sinne der Nachhaltigkeit? Diese Fragen müssen wir klären, bevor es in die Entwicklung oder an das Feinschärfen einer Strategie geht.

    GPRA YP: Und was, wenn einer Kundin oder einem Kunden das Thema nicht so wichtig ist?

    Anja: Unsere Haltung als Arbeitskreis der GPRA ist hier klar: Wir versuchen alles, was uns möglich ist, um zum Beispieldarauf einzuwirken, dass ein Unternehmen in Zukunft die Emissionsvermeidung vor Reduzierung vor Kompensation stellt. Es ist unsere Aufgabe als Berater, unsere Kunden diesbezüglich bestmöglich zu beraten.

    Hier ist Transparenz ein bedeutendes Stichwort. Wir kommunizieren offen, warum wir bestimmte Dinge empfehlen. Und wir sprechen auch offen über die Herausforderungen unserer Kundschaft – denn Nachhaltigkeit ist mit vielen Herausforderungen für Unternehmen verbunden, die man sicherlich nicht alle gleichzeitig lösen kann. Deswegen ist die strategische Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit so wichtig. Wo hat ein Unternehmen die größten Hebel? Ist es eine Umstellung im Energiemix, eine neue Zusammensetzung der Verpackungen oder doch eine Veränderung in der Flotte? Eine Herausforderung ist sicherlich, diese Ziele in Einklang mit der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu bringen. Ich nehme wahr, dass das meistens gar keinen Dissens bedeutet, sondern einen Konsens. Die Unternehmen wollen im Grunde das Gleiche wie wir. Unsere Aufgabe ist es, Lösungen für die Herausforderungen zu finden.

    Das erwartet euch im zweiten Teil des Interviews:

    Mehr über die Entstehung des Positionspapiers der GPRA, Grenzen der Beratung und Tipps für Young Professionals, die sich in ihrer Organisation engagieren wollen.

    Lest hier das Positionspapier der GPRA zum Thema Nachhaltigkeit.


    Im Interview mit den GPRA Young Professionals:

    Anja Eckert-Ellerhold

    Vice President, Client Experience Sustainability, Clusterlead & Leiterin des Arbeitskreises Nachhaltigkeit der GPRA

    Weber Shandwick

    LinkedIN-Profil

    Veröffentlicht am 06.07.2023


    Die neuesten Beiträge der GPRA Young Professionals:

    „Wie schafft ein Qualitätssiegel Raum für neue Ideen und Kreavitität in Agenturen?“
    Der große Jahresrückblick 2022!
    CMS III kann Qualität definieren und der Guide sein sie zu erreichen

  • Thought Leadership: Die neue Lösung für nachhaltig wirksame PR?

    Thought Leadership: Die neue Lösung für nachhaltig wirksame PR?

    Informativ, nahbar, meinungsstark: Thought Leadership prägt das digitale Zeitalter mehr denn je. Auf unserem Neuland-Event setzten Fachexperten spannende Impulse zur modernen Kommunikationsstrategie.

    Die digitale Welt eröffnet neuen Raum für Autorität, Expertise und Reichweite und schafft damit die Grundvoraussetzungen für Thought Leadership. Doch was verbirgt sich hinter der Kommunikationsstrategie? Welche Herausforderungen und Chancen bietet sie? Und ist Thought Leadership tatsächlich die neue Lösung für nachhaltig wirksame PR?

    Auf unserem Neuland-Event am Montagabend, den 12. Juni, beantworteten unsere Gastspeaker Florian Haas, Head of Brand, Marketing & Communications bei EY Österreich, und Heiko Geibig, PR Director bei MSL in Deutschland, diese Fragen exklusiv für rund 50 Gäste, und gaben zusätzlich wertvolle Insights aus Unternehmens- und Agenturperspektive.

    „Thought Leader entstehen nicht über Nacht“

    Branchen-Experten im Gespräch mit den Young Professionals aus der DACH-Region

    Zum Auftakt der Veranstaltung sorgten die Experten für ein gemeinsames Verständnis von Thought Leadership. Hierbei handelt es sich um eine Kommunikationsstrategie, bei der Verantwortliche ein bestimmtes Thema mit ihrer Expertise besetzen. Sie geht Hand in Hand mit Autorität und Reichweite – andernfalls gelingt es nicht, nachhaltig im Gedächtnis des Zielpublikums zu bleiben. Das reicht allerdings noch nicht aus, wie Heiko Geibig betont: „Thought Leader entstehen nicht über Nacht. Es geht vor allem um Persönlichkeit und Konsistenz. Selbstbeweihräucherung und einmalige Initiativen sind hier fehl am Platz.“ Worauf es zudem ankommt: „Ausdauer und Commitment. Darüber hinaus ist eine gefestigte Haltung erforderlich, um Diskussionen souveräner zu bewältigen. Denn Thought Leadership lebt vom offenen Dialog“, ergänzt Florian Haas.

    Ohne Empowerment kein Erfolg

    So viel zur Theorie. Die praktische Umsetzung gestaltet sich allerdings nicht so simpel, wie es zu Beginn scheint. Die erste Herausforderung besteht darin, eine Nische zu finden, die sich mit Expertenwissen füllen lässt. „Entscheidend dabei sind die Interessen der eigenen Zielgruppe, ebenso die Frage, welches Know-how und welchen Mehrwert Thought Leader bieten können“, erklärt Heiko Geibig. „Das ist Chance und Herausforderung zugleich. Denn ohne Empowerment und Freiheit für Beteiligte, selbstständig zu agieren, geht das Konzept nicht auf.“ Arbeitgebende sind demnach am Zug, Ressourcen zur Verfügung zu stellen und ein Stück Verantwortung abzugeben. Sind die idealen Rahmenbedingungen geschaffen, gilt es, in Orientierung an den Persönlichkeitseigenschaften des Thought Leaders die passenden Kanäle und Formate auszuwählen.

    Strategie räumt Hindernisse aus dem Weg

    Die Möglichkeiten, die die sozialen Medien für Thought Leader bereithalten, sind enorm – und dabei Fluch und Segen zugleich. Denn Gegenwind bleibt bei dieser Kommunikationsstrategie oft nicht aus. „Mit der richtigen Vorbereitung haben Verantwortliche jedoch die Möglichkeit, Shitstorms präventiv entgegenzuwirken“, erläutert Heiko Geibig. „Deshalb sollte immer davor klar sein: Stehen Thought Leader mit voller Überzeugung hinter dem, was sie kommunizieren? Sind die Informationen fundiert? Außerdem lohnt es sich, im Vorfeld zu antizipieren, auf welche Resonanz ein Thema bei der eigenen Community stößt, und auf Basis dessen eine Strategie auszufeilen.“ Bei dieser spielt zudem Authentizität eine wichtige Rolle, weswegen Paid Content sparsam einzusetzen ist. „Ist es Verantwortlichen gelungen, die Aufmerksamkeit des eigenen Zielpublikums durch Thought Leadership zu fesseln, hat sie großes Potenzial, sich zum Türöffner für Erstgespräche zu entwickeln – vor allem im B2B-Bereich“, berichtet Florian Haas aus eigener Erfahrung.

    Action Leadership statt Thought Leadership?

    Am Ende bleibt eine Frage offen: Ist Thought Leadership die neue Lösung für nachhaltig wirksame PR? „Über ‚neu‘ lässt sich diskutieren. Tatsache ist: „Thought Leadership ist ein mächtiges Werkzeug, wenn es richtig eingesetzt wird, und ein Bumerang bei unüberlegter Ausübung“, konstatiert Florian Haas. Die Herausforderungen sollten Marktführende dennoch nicht davon abhalten, diesen Weg einzuschlagen. Mittlerweile gelte Thought Leadership hier sogar als Voraussetzung. Die abschließende These von Heiko Geibig regt zum Nachdenken an: „Mehr Wirkung erzeugt es, wenn Verantwortliche zuerst handeln und im Anschluss darüber sprechen. Kurz gesagt: Wir brauchen in Zukunft mehr Action Leadership als Thought Leadership.“

    Ihr wollt mehr zu diesem Thema erfahren? Hier findet ihr unsere Aufzeichnung der Session:


    Über #Neuland

    Gemeinsam knöpfen sich die PRVA Newcomers, Young LSA und die GPRA Young Professionals ab jetzt regelmäßig die Trendthemen der Branche in der Veranstaltungsreihe „Neuland“ vor. Denn: Was für manche noch immer ein Buch mit sieben Siegeln ist, wurde für sie schon längst ein zweites Zuhause. Werdet mit ihnen vom Digital Immigrant zum Digital Native! Auf unseren Social Media-Kanälen (LinkedIn) weisen wir regelmäßig auf die kommenden #Neuland-Veranstaltungen hin. Folgt uns und stay tuned!


    Veröffentlicht am 19.06.2023

  • Der große Jahresrückblick 2022

    Der große Jahresrückblick 2022

    Was für ein Jahr! Die Young Professionals blicken auf ein abwechslungsreiches, dynamisches und erfolgreiches Jahr mit vielen neuen Mitgliedern, tollen Events in lang ersehnten Präsenzformaten und spannenden Projekten zurück.  

    Im November sind die Mitglieder:innen der GPRA Young Professionals aus ganz Deutschland zusammengekommen und haben sich zu ihrem zweiten Jahrestreffen in Frankfurt bei FleishmanHillard getroffen. Dabei ließen sie 2022 Revue passieren und definierten ihre Ziele für das kommende Jahr. Mit dabei, Alexandra Groß, Präsidiumsvorsitzende der GPRA, und Isabelle Hoyer, Referentin für Kommunikation & Marketing bei der GPRA.

    Highlights aus den Teams

    Nicht nur die Gruppe ist gewachsen, sondern auch die Projekte. Neue Arbeitsgruppen haben sich gebildet, in denen die YPs gemeinsam ihre Themen vorantreiben. So gibt es neben den Gruppen, die sich auf unterschiedliche Kommunikationskanäle spezialisiert haben, wie Social Media oder Podcast, auch die Themengruppen, wie Nachhaltigkeit oder CMS III.

    GPRA Young Professionals 2022

    Das Social-Media-Team war in den vergangenen 12 Monaten sehr aktiv und konnte mit seinem Content überzeugen. Das Ergebnis? Gute 70 LinkedIn-Beiträge und 334 neue Follower:innen übers Jahr hinweg! Spannende Postings zum PR Report Camp, CMS III Qualitätsstandard oder Einblicke in die Young Professional-Teams sind dabei nur ein paar der Highlights! Neugierig? Hier den GPRA Young Professionals auf LinkedIn folgen.

    Auch auf der GPRA-Website ist ebenfalls viel passiert: Neu integriert wurde der Eventkalender mit den relevantesten und spannendsten Veranstaltungen der Branche für Studierende und Berufseinsteiger:innen. Dazu wurden neue Artikel der Reihen „Von Kommunikation über Inspiration“ und „#PRWhaat“ veröffentlicht. So teilt GPRA YP Franziska Wenzl Einblicke über Tech-PR und Ilan Schäfer, CEO von Weber Shandwick Germany, beantwortet im Interview, warum das Arbeiten in der PR-Branche der beste Job der Welt ist.

    Auf der Audioseite gab es weitere spannende Gäste und Themen im Podcast „Kommunikationscafe“ zu hören – stolze acht Podcast-Episoden über Themen wie Diversität, Networking, Nachhaltigkeit oder auch Storytelling wurden 2022 produziert und veröffentlicht. Der Podcast kann seit seinem Start im August 2019 insgesamt 10.334 Streams vorweisen. Ein kleiner Ausblick auf 2023: Das Team bereitet für das „Kommunikationscafé“ Themen wie Corporate Influencer, Krisenkommunikation und KI in der Kommunikation vor. Stay tuned!

    Das Neuland-Team, das die Young Professionals aus der DACH-Region vereint, hat in diesem Jahr zwei spannende Sessions durchgeführt. Bei dem Thema Umweltkommunikation haben die Young Professionals intensiv mit den Expert:innen Throsten Sperlich (LIXIL), Jürgen Gangoly (The Skills Group) und Stephanie Hess (Journalistin) diskutiert. Bei dem Thema Metaverse wiederum haben Felix Schulz (Kuble) und Michael Waning (Achtung!) spannende Einblicke ins Metaverse gegeben und sich über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen mit den Young Professionals unterhalten. Und auch für das Jahr 2023 nehmen die Ideen kein Ende. Es sind schon jetzt Sessions geplant, unter anderem zum Thema Haltung und Thought Leadership.

    Neu dabei: (oben) Stefanie Bäuerle, Ruth Kaiser, Franziska Sonntag, Hendrik Stamm; (unten) Paula Kosmalla, Leonie Bär, Maik Jordan

    Und auch das Team rund um den Consultancy Management Standard III (CMS III) war aktiv. Beim CMS III handelt es sich um einen erweiterten Qualitätsstandard für PR- und Kommunikationsunternehmen. Die Akkreditierung dieses Standards orientiert sich an verbindlichen Vorgaben sowie transparenten Kriterien für alle Mitgliedsagenturen. Mehr über CMS III und den Zertifizierungsprozess findet ihr auf der Webseite unter der Rubrik „Qualitätsstandard“. Das CMS III-Team der YPs konzentrierte sich 2022 darauf, Berufseinsteiger:innen die Vorteile einer CMS III zertifizierten Agentur nahezubringen. Einen spannenden Impuls liefert das Interview „CMS III kann Qualität definieren und der Guide sein, sie zu erreichen“ mit Mara Pfaffl. Ein Ausblick für 2023: Im kommenden Jahr soll CMS III anhand von einzelnen Prozessen weiter verständlich kommuniziert werden und die Entwicklung von Coaching-Sessions für Young Professionals vorangebracht werden.

    Darüber hinaus treiben die Young Professionals auch intern viele Projekte voran – es darf mit Spannung und Vorfreude auf die Ergebnisse der Arbeitsgruppen „Ethik“, „Nachhaltigkeit“ oder „Studierendeninitiative“ geguckt werden. Eines steht fest: Auch 2023 wird wieder ereignisreich und vielseitig!

    Ab ins neue Jahr!

    Zum Abschluss des Jahrestreffens blieb noch viel Zeit, sich untereinander besser kennenzulernen. Bei Glühwein, Snacks und Kartoffelpuffer mit Frankfurter Grüner Soße ging der Spaß auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt weiter. 

    Zusammengefasst ergibt sich eine Bilanz, die sehr engagierte junge Berufskolleg:innen zeigt. Das gesamte GPRA-Young-Professionals-Team blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück, in dem viele neue Ideen und Themen entwickelt und umgesetzt wurden. Das Team freut sich auf die nächsten Herausforderungen und Projekte und auf ein bewegtes und gutes Jahr 2023!


    Autor:

    Valentin King

    Trainee

    convensis

    LinkedIN-Profil

    Veröffentlicht am 15.12.2022


    Die neuesten Beiträge der GPRA Young Professionals:

    „CMS III kann Qualität definieren und der Guide sein, sie zu erreichen“
    PR Report Camp 2022: Die Young Professionals mittendrin!
    PRWhaat? – Tech-PR: Zwischen PR-Alltag und Zukunftstechnologie

  • „CMS III kann Qualität definieren und der Guide sein, sie zu erreichen“

    „CMS III kann Qualität definieren und der Guide sein, sie zu erreichen“

    Was bringt mir als Berufseinsteiger:in oder Young Professional das Gütesiegel CMS III? Wofür steht es genau? Mara Pfaffl, PR-Beraterin und GPRA Young Professional, erklärt im Interview, warum sie vom Qualitätsstandard CMS III so begeistert ist und wie sie in ihrem Berufsalltag davon konkret profitiert. Mara ist seit über einem Jahr bei der Agentur consense communications als Beraterin tätig; die Agentur ist seit 2020 nach CMS III zertifiziert.

    Wie würdest du CMS III Berufseinsteiger*innen erklären und wie können sie von dem Gütesiegel profitieren?

    CMS III klingt erst einmal sehr abstrakt, irgendwie institutionell, offiziell, vielleicht nicht wie etwas, das bei der alltäglichen Arbeit helfen kann. Ich erinnere an der Stelle gerne an einen Standard, den wir vermutlich alle kennen: DIN A4! Auch CMS III begegnet uns schon bei grundlegenden Dingen wie einer Ordnerstruktur, die es uns in standardisierter Form ermöglicht, schnell Informationen aufzufinden. Weiter geht es dann mit klaren Prozessen, Rollenzuschreibungen und Qualitätsmerkmalen, die es erleichtern, die eigene Leistung einzuschätzen und sich vor allem auch richtungsgebend weiterzuentwickeln.

    Alle, die einen höheren Anspruch an die Kommunikationsagentur haben, in der sie arbeiten, profitieren vom Gütesiegel – weil so darauf abgezielt wird, ein bestimmtes Professionsniveau zu erreichen, weil die Richtung und der Weg dahin aufgezeigt werden und weil regelmäßig reflektiert wird, wo man als Agentur steht. Mir zum Beispiel ist wichtig, dass ich eine wertvolle Ausbildung bekomme und sinnvolle, gute Arbeit leiste. Das funktioniert aus meiner Sicht nur mit einem Standard – so wie eben auch im Journalismus anhand diverser Merkmale festgemacht wird, ob jemand nur eine Story geschrieben hat oder eben einen fundierten, ausgewogenen Artikel.

    Kannst Du ein Beispiel aus dem Berufsalltag nennen, wie sich CMS III positiv auf Deine Arbeit auswirkt?

    Ganz Basic – mich ruft ein Kunde an, den ich normalerweise nicht betreue, und möchte eine Information haben. Ich kann sie ihm nur deshalb geben, weil unser Wissensmanagement standardisiert ist und ich weiß, wo die gewünschte Information abliegt. Auf einer Meta-Ebene weiß ich um die Wertvorstellungen in der Agentur, die Ziele und Verbesserungspotenziale. Kurzum lässt sich vielleicht sagen: CMS III kann Qualität definieren und der Guide sein, sie zu erreichen – für die Agentur, für mich als Beraterin und auch für den Kunden.

    Was bedeutet Qualität für Dich als Kommunikationsberaterin und hilft dir CMS III dabei, diesen Anspruch zu verwirklichen?

    Meine persönliche Definition von Qualität ist, eine Erwartungshaltung zu erfüllen. Diese Erwartungshaltung kann ich an mich selbst stellen oder an mein Arbeitgeber, Team oder Kunde – und natürlich gilt das auch andersherum. Deshalb ist Qualität aus meiner Sicht individuell, es gibt persönliche und voneinander abweichende Erwartungen an einen Prozess oder ein Ergebnis. CMS III kann helfen, die Erwartungen bis zu einem gewissen Grad zu synchronisieren und auch im Nachhinein zu reflektieren – habe ich gerade 50 Prozent erreicht, 80 Prozent oder sogar 100 Prozent? Ohne Messlatte weiß ich das nicht, dann gibt es kein gemeinsames Verständnis von Qualität, sondern nur mich und meine Erwartungen. 

    Wie bringt die CMS III-Zertifizierung Agenturen innerhalb der Kommunikationsindustrie weiter?

    Ich habe vorhin schon das Berufsfeld Journalismus angeschnitten, an dem sich meines Erachtens gut erkennen lässt, wie sich eine Branche professionalisieren kann, wenn ein Kodex oder Qualitätsstandards vorliegen und gelebt werden. „Qualitätsjournalismus“ ist über die letzten Jahre ein richtiges Buzzword geworden und ich behaupte, dass fast jede und jeder eine grobe Vorstellung hat, welche Merkmale für oder gegen einen qualitativ hochwertigen Journalismus sprechen. Ich denke also, dass CMS III Klarheit und Transparenz schaffen kann und das nicht nur innerhalb der PR-Branche, sondern genauso für die Außenwelt. Kundenseitig kann das zum Beispiel den Effekt einer höheren Zufriedenheit haben: Glückliche Kunden sind diejenigen, die das bekommen haben, was sie erwarten. Dazu muss klar sein, was an Leistung drin und wo ein gutes Level überhaupt angesiedelt ist. Aber gerade auch als Berufseinsteigerin oder Einsteiger kann CMS III helfen, eine geeignete Ausbildungsstätte zu wählen, denn: Den eigenen Karriereweg nur an hippen Büroräumen festmachen, das will niemand. Und von einer selbstbewussten, qualifizierten PR-Generation profitiert wiederrum die gesamte Branche.


    Im Interview für die GPRA Young Professionals:

    Mara Pfaffl

    PR-Beraterin

    consense communications

    LinkedIN-Profil

    Veröffentlicht am 14.11.2022


    Die neuesten Beiträge der GPRA Young Professionals:

  • PR Report Camp 2022: Die Young Professionals mittendrin!

    PR Report Camp 2022: Die Young Professionals mittendrin!

    Welche Fertigkeiten und Kenntnisse sind in der Kommunikation aktuell besonders gefragt? Und welche werden in Zukunft relevant? Nur zwei von vielen Fragen, die die Kommunikationsbranche umtreiben – und die auch beim diesjährigen PR Report Camp eine zentrale Rolle gespielt haben. Entsprechend drehte sich bei dem dreitägigen Hybrid-Event vom 2. bis 4. November – zwei Tage digital, ein Tag vor Ort im „Kosmos“ in Berlin – alles um aktuelle Themen und Karrieremöglichkeiten in der Kommunikation. Für uns der perfekte Ort zum Austausch und Netzwerken.

    Candy Bar, Glücksrad und „Real Talk“ am GPRA-Stand

    GPRA Lounge auf dem PR Report Camp - Talk mit Ruth zum Thema Nachhaltigkeit
    „Real Talk“ mit Ruth Kaiser von Heinrich Kommunikation zum Thema Nachhaltigkeitskommunikation

    Wir von den GPRA Young Professionals waren, wie schon in den letzten Jahren, auch in diesem Jahr wieder bei der wichtigsten Veranstaltung für den PR-Nachwuchs und für Young Professionals in Deutschland dabei. Der Stand der GPRA war am Präsenztag des Camps in Berlin eine beliebte Anlaufstelle für die Besucher:innen. Wer weiß, ein Stück weit lag das vielleicht an der schon von weitem sichtbaren „Candy Bar“. Doch natürlich lohnte sich ein Besuch bei uns nicht nur zum Naschen – obwohl auch wir das zugegebenermaßen nebenbei gerne taten.

    Das eigentliche Highlight am GPRA-Stand waren die stündlichen „Real Talks“, die wir in unserer Lounge zu verschiedenen Themen veranstalteten. Dadurch hatten die Standbesucher:innen die Gelegenheit, ihre Fragen rund um den Berufseinstieg als Kommunikationsberater:in in einer Agentur, zu den weiteren vielfältigen Job-Möglichkeiten und Themen sowie dem Agenturalltag zu stellen. Dabei standen ihnen unter anderem die GPRA Young Professionals Alicia Altvatter (Weber Shandwick), Larissa Lindner (Blumberry) und Felix Kupferer (fischerAppelt) Rede und Antwort.

    Auch, wer die Talks zur vollen Stunde – samt Glücksrad und Verlosung kleiner Geschenke – verpasst hatte, konnte in der Zwischenzeit Gespräche mit den Young Professionals und GPRA-Vertreter:innen wie Isabelle Hoyer, Referentin für Kommunikation und Marketing der GPRA, führen. Ein Blick auf die Job Wall am Stand bot zusätzlich eine gute Übersicht über die verschiedenen Stellenangebote und aktuelle Einstiegsmöglichkeiten in den GPRA-Agenturen. Insbesondere die Traineebroschüre der GPRA, in der die einzelnen Mitgliedsagenturen ihre Einstiegsmöglichkeiten & -programme vorstellen, wurde neugierig und interessiert angenommen.

    Umfangreiches Angebot an Vorträgen, Panels und Workshops

    Sowohl an den beiden digitalen Veranstaltungstagen als auch vor Ort in Berlin wurde den Besucher:innen des PR Report Camps ein breites Spektrum an Vorträgen, Panel-Diskussionen und Workshops zu den unterschiedlichsten Themen auf dem Feld der Kommunikation geboten.

    Eine der Panel-Diskussionen im „Kosmos“ in Berlin drehte sich um die Frage: „Traineeship oder Direkteinstieg – was ist besser?“ In diesem Panel diskutierten GPRA-Präsidentin Alexandra Groß (Fink & Fuchs) und Präsidiumsmitglied Jelena Mirkovic (komm.passion) mit weiteren Branchenvertreter:innen, wo und wie der PR-Nachwuchs die beste Ausbildung bekommt, was eine solche auszeichnet und welchen Stellenwert Volontariate und Traineeships haben.

    Zudem moderierte die Sprecherin der GPRA Young Professionals, Alicia Altvatter, einen Workshop rund um das Thema Podcast, von der Konzeption bis zur Umsetzung. Während des Workshops zeichnete sie mit einigen ihrer Kolleg:innen von Weber Shandwick sogar eine Live-Folge des agentureigenen Podcasts „Healthcare EsPResso“ auf.

    Sonderfolge des Podcasts „Kommunikationscafé“

    Und das war nicht die einzige Podcast-Aufzeichnung für Alicia an diesem Tag: zudem fing sie auf dem PR Report Camp auch diverse Stimmen aus der Kommunikationsbranche für eine Special-Folge des GPRA-Podcasts „Kommunikationscafé“ ein. Die Veröffentlichung der Folge steht kurz bevor, ihr findet sie bald hier auf unserer Website, auf Spotify und auf Apple Podcast. Durch die Podcast-Folge wird das PR Report Camp gewissermaßen in die nächsten Wochen zum Nachhören verlängert. Und auch darüber hinaus schwelgen wir gerne in Erinnerungen an die interessanten Gespräche und spannenden Fragen des Branchen-Nachwuchses. So freuen wir uns schon jetzt auf die nächste Runde des PR Report Camps im kommenden Jahr, wenn es wieder heißt: „Auf zum Camp!“.


    Veröffentlicht am 10.11.2022


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