„In der heutigen Zeit, in der sich die PR-Branche ständig weiterentwickelt, ist es entscheidend, neue Wege zu finden, um Young Professionals zu fördern, mit Berufseinsteigern und Studierenden in Kontakt zu treten und ethische Standards zu setzen. Das jüngste Treffen der GPRA Young Professionals (YPs) brachte auch in diesem Jahr wieder eine Vielzahl spannender Themen auf die Agenda. Von der Weiterentwicklung der Ideen zur Nachwuchsförderung, über zukunftsgerichtete Themen in der PR-Branche, wie z. B. die Integration von KI-Tools im Arbeitsalltag, bis hin zur Diskussion über Ethik-Management in PR-Agenturen w sind viele neue Ideen entstanden.
Die GPRA Young Professionals mit den drei GPRA-Stipendiat:innen
Karrieretreff und Generationsaustausch?
Apropos Entwicklung: In drei Arbeitsgruppen haben sich die YPs nicht nur Gedanken über Nachwuchsförderung gemacht, sondern auch offen über Themen diskutiert, die die PR-Welt bewegen. Mit von der Partie waren auch Alexandra Groß, Präsidentin der GPRA, und Jelena Mirkovic, Mitglied des Präsidiums und die drei GRPA-Stipendiat:innen Paula Weege, Jan Schomacher und Christopher Kindler, die Impulse zum Diskurs geliefert haben. Was die YPs aus den Ergebnissen machen? Stay tuned!
Impulsvortrag „Ethik-Management in Agenturen“
Ein weiterer Höhepunkt des Treffens war der spannende Impulsvortrag von Prof. Dr. Felix Krebber, Hochschule Pforzheim. Dabei wurde betont, wie wichtig es ist, ethische Konflikte zu erkennen und zu managen. Eine interessante Erkenntnis aus einer Studie, die Prof. Dr. Krebber in dem Rahmen vorgestellt hat, war, dass GPRA-Agenturen hier bereits eine Vorreiterrolle einnehmen und wegweisende Maßstäbe für die gesamte Branche setzen. An dieser Stelle möchten wir uns erneut herzlich bei Prof. Dr. Felix Krebber für seinen spannenden Vortrag und den Austausch bedanken!
Die Highlights
Um das Treffen abzurunden, blickten wir noch einmal auf die Ergebnisse der letzten sechs Monate zurück. Die Teams freuen sich, den Schwung mit ins zweite Halbjahr zu nehmen. Der Tag hat gezeigt, dass die PR-Branche sich nicht nur kontinuierlich weiterentwickelt, sondern auch einen starken Fokus auf Zukunftsthemen sowie Ethik aber auch Nachhaltigkeit legt. Die Zusammenarbeit zwischen Berufseinsteigern, Studierenden und erfahrenen PR-Profis verspricht eine vielversprechende Zukunft für die gesamte Branche
Veröffentlicht am 21.07.2023
Die neuesten Beiträge der GPRA Young Professionals:
Berlin, 20.07.2023– Die Kölner Content-Agentur mit dem Schwerpunkt auf Videoproduktion ist seit dem 01. Juli 2023 Mitglied im Branchenverband GPRA. Die Aufnahmekommission hat im Rahmen des standardisierten Aufnahmeprozesses der GPRA einstimmig für die Neumitgliedschaft votiert.
Die im Jahr 2000 gegründete Agentur (www.infokontor.de) ist sowohl auf Medienarbeit als auch auf crossmediale Distribution mit Fokus auf Video und Bild spezialisiert. Im Rahmen ihrer langjährigen Expertise im Markt verfügt sie über ein dezidiertes Netzwerk auf nationaler wie auch internationaler Ebene. Infokontor entwickelt und produziert weltweit Content-Kampagnen, darunter das BMI, Microsoft, Monday, Volvo Trucks, DHL, Porsche und Volkswagen.
„Die anschauliche Kommunikation mit bewegten Bildern ist so wichtig wie nie, ob in den redaktionellen oder sozialen Medien. Wir sind keine reine Videoproduktionsagentur, sondern denken Qualität und Content-Distribution in die richtigen Kanäle seit jeher mit. Nicht erst seit ChatGPT, sondern bereits seit fünf Jahren setzen wir für die internationale Kommunikation auch KI-basierte Tools ein“, sagt Gründer und Geschäftsführer Wilfried Große-Berg. „Deshalb ist die GPRA mit ihrem Anspruch auf Qualitätsführerschaft für uns genau die richtige Interessensgemeinschaft, um gemeinsam die Anforderungen unserer Branche innovativ und zukunftsgerichtet mitzugestalten. Wir freuen uns auf die gegenseitigen Synergien dieses Qualitäts-Netzwerks.“
Wilfried Große-Berg, Gründer und Geschäftsführer bei infokontor
Alexandra Groß, Präsidentin der GPRA kommentiert: „Wir begrüßen sehr, mit Infokontor ein neues Mitglied gewonnen zu haben, das durch seinen hohen Qualitätsanspruch und holistischem Denken erfolgreich im internationalen Umfeld überzeugt. Unsere Qualitätsstandards setzen neue Maßstäbe für mehr Transparenz, Exzellenz und Vergleichbarkeit in der Kommunikationsbranche. Daher freuen wir uns, dass sowohl neue Mitglieder als auch unsere bestehenden Mitglieder diesen Weg mitgehen.“
Infokontor wird noch in diesem Jahr den Zertifizierungsprozess nach CMS III (Consultancy Management Standard) durchlaufen. Zudem haben jüngst die Mitgliedsagenturen .FACTUM, Communication Consultants und serviceplan erfolgreich das Audit absolviert und sind CMS-zertifiziert.
Über den GPRA e.V.
Die GPRA ist seit 1974 der Verband der führenden Kommunikations- und PR-Agenturen Deutschlands und hat ihren Sitz in Berlin. Mit strengen Aufnahmekriterien und hohen Anforderungen an ihre Mitglieder setzt sie Standards in der PR-Branche und fördert den Austausch zwischen den Mitgliedern und Meinungsbildnern. Die GPRA repräsentiert 38 Agenturen mit circa 2.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Marktanteil von fast 50 Prozent.
Pressekontakt
GPRA e. V. Yael Rabinovici Alt-Moabit 90 10559 Berlin Tel. 030 405599-38 Mobil: 0176-64763061 E-Mail: y.rabinovici@gpra.de
Erst vor Kurzem hat die GPRA ein Positionspapier zu Nachhaltigkeit veröffentlicht. Wie kam es dazu? Und was bedeutet das Thema für Agenturen und Young Professionals? Darüber haben wir mit Anja Eckert-Ellerhold, Vice President Client Experience Sustainability bei Weber Shandwick und Leiterin des Arbeitskreises Nachhaltigkeit der GPRA gesprochen. Teil 1 von 2.
GPRA YP: Was bedeutet Nachhaltigkeit im Sinne einer verantwortungsvollen Unternehmensführung?
Anja: Zunächst ist es wichtig, sich klarzumachen, dass Nachhaltigkeit nicht nur beispielsweise auf die Verringerung von Emissionen abzielt. Unternehmen müssen Nachhaltigkeit ganzheitlich denken – das bedeutet, das Thema in drei Dimensionen zu betrachten: der ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeit. Bei der ökologischen Nachhaltigkeit geht es um Ziele, wie das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Die soziale Nachhaltigkeit betrachtet Aspekte wie Diversität oder auch Mental Health bei Mitarbeitenden. Und bei der ökonomischen Nachhaltigkeit geht es einfach gesagt um die grundlegende Frage: Wie kann ich sicherstellen, dass meine Produkte und mein Unternehmen wirtschaftlich eine Zukunft haben?
Im Optimalfall haben Unternehmen alle drei Säulen im Blick – das heißt auch, sich für jeden Bereich konkrete Ziele zu setzen und diese auch messbar nachzuverfolgen. Dann gibt es auch nicht mehr eine Unternehmens- und eine Nachhaltigkeitsstrategie, sondern eine nachhaltige Unternehmensstrategie.
GPRA YP: Wie leisten wir als Kommunikationsagenturen einen Beitrag hierzu?
Anja: Das müssen wir auf zwei Ebenen betrachten. Die erste Ebene ist dabei der Blick auf uns selbst. Wir sind als Agenturen zwar kein produzierendes Gewerbe und haben daher zwar zum Beispiel einen vergleichsweise geringen CO2-Fußabdruck. Trotzdem sollten wir anerkennen, dass auch wir eine wichtige Rolle einnehmen. Wir haben nur diesen einen Planeten und wir sind alle verantwortlich dafür zu sorgen, dass wir noch eine Chance haben. Wir sind verpflichtet, uns selbst Ziele zu setzen und Maßnahmen zu entwickeln, die auf die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit einzahlen. Es ist an uns allen, zu handeln – in unserem Fall sind hier meist der wichtigste Hebel der Energieverbrauch sowie Scope3-Emissionen. Dabei gilt – und das haben wir auch als wichtigen Punkt im Positionspapier verankert: Vermeidung von Emissionen geht vor Reduzierung. Ein Beispiel dafür wäre, nicht statt dem Flugzeug mit einem Auto zu einem weit entfernten Termin zu fahren. Stattdessen sollte man überlegen, ob der Termin nicht auch online stattfinden könnte. Meiner Ansicht nach sind wir als GPRA-Agenturen bereits im Hinblick auf soziale Nachhaltigkeit gut aufgestellt – u. a. Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Diversität und auch Achtsamkeit sind für uns ganz wichtige Themen.
Die zweite Ebene ist natürlich die Beratung – hier versteckt sich ein riesiges Potenzial. Und wir beobachten einen Shift: Weg von der reinen Kommunikation, hin zur gesamtstrategischen Beratung. Im Optimalfall kommunizieren wir nicht nur eine Strategie, sondern gestalten sie selbst mit. Dafür haben wir bei Weber Shandwick inzwischen ein zwölfköpfiges Nachhaltigkeitsteam. Und im Positionspapier haben wir dieses Verständnis unserer Rolle ebenso definiert.
GPRA YP: Jetzt kommt ein Unternehmen auf euch zu und möchte Beratung in diesem Bereich. Wie beginnt man so einen Prozess?
Anja: Um in der Lage zu sein, strategisch beraten zu können, müssen wir uns erst einmal einen Überblick verschaffen. Oft beginnt das mit einer Status Quo Analyse, auf die eine sogenannte Wesentlichkeitsanalyse folgt, um die strategisch bedeutsamen Themen zu ermitteln. Diese sind tatsächlich auch in der Gesetzgebung vorgesehen und für alle Unternehmen, die berichtspflichtig sind, obligatorisch. In der Analyse geht es darum, die Handlungsfelder einer Organisation zu identifizieren, mit anderen Worten: An welchen Stellen habe ich überhaupt eine Möglichkeit, anzusetzen? An welchen Stellen erreiche ich mit meinem Handeln den größten Impact im Sinne der Nachhaltigkeit? Diese Fragen müssen wir klären, bevor es in die Entwicklung oder an das Feinschärfen einer Strategie geht.
GPRA YP: Und was, wenn einer Kundin oder einem Kunden das Thema nicht so wichtig ist?
Anja: Unsere Haltung als Arbeitskreis der GPRA ist hier klar: Wir versuchen alles, was uns möglich ist, um zum Beispieldarauf einzuwirken, dass ein Unternehmen in Zukunft die Emissionsvermeidung vor Reduzierung vor Kompensation stellt. Es ist unsere Aufgabe als Berater, unsere Kunden diesbezüglich bestmöglich zu beraten.
Hier ist Transparenz ein bedeutendes Stichwort. Wir kommunizieren offen, warum wir bestimmte Dinge empfehlen. Und wir sprechen auch offen über die Herausforderungen unserer Kundschaft – denn Nachhaltigkeit ist mit vielen Herausforderungen für Unternehmen verbunden, die man sicherlich nicht alle gleichzeitig lösen kann. Deswegen ist die strategische Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit so wichtig. Wo hat ein Unternehmen die größten Hebel? Ist es eine Umstellung im Energiemix, eine neue Zusammensetzung der Verpackungen oder doch eine Veränderung in der Flotte? Eine Herausforderung ist sicherlich, diese Ziele in Einklang mit der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu bringen. Ich nehme wahr, dass das meistens gar keinen Dissens bedeutet, sondern einen Konsens. Die Unternehmen wollen im Grunde das Gleiche wie wir. Unsere Aufgabe ist es, Lösungen für die Herausforderungen zu finden.
Das erwartet euch im zweiten Teil des Interviews:
Mehr über die Entstehung des Positionspapiers der GPRA, Grenzen der Beratung und Tipps für Young Professionals, die sich in ihrer Organisation engagieren wollen.
Informativ, nahbar, meinungsstark: Thought Leadership prägt das digitale Zeitalter mehr denn je. Auf unserem Neuland-Event setzten Fachexperten spannende Impulse zur modernen Kommunikationsstrategie.
Die digitale Welt eröffnet neuen Raum für Autorität, Expertise und Reichweite und schafft damit die Grundvoraussetzungen für Thought Leadership. Doch was verbirgt sich hinter der Kommunikationsstrategie? Welche Herausforderungen und Chancen bietet sie? Und ist Thought Leadership tatsächlich die neue Lösung für nachhaltig wirksame PR?
Auf unserem Neuland-Event am Montagabend, den 12. Juni, beantworteten unsere Gastspeaker Florian Haas, Head of Brand, Marketing & Communications bei EY Österreich, und Heiko Geibig, PR Director bei MSL in Deutschland, diese Fragen exklusiv für rund 50 Gäste, und gaben zusätzlich wertvolle Insights aus Unternehmens- und Agenturperspektive.
„Thought Leader entstehen nicht über Nacht“
Branchen-Experten im Gespräch mit den Young Professionals aus der DACH-Region
Zum Auftakt der Veranstaltung sorgten die Experten für ein gemeinsames Verständnis von Thought Leadership. Hierbei handelt es sich um eine Kommunikationsstrategie, bei der Verantwortliche ein bestimmtes Thema mit ihrer Expertise besetzen. Sie geht Hand in Hand mit Autorität und Reichweite – andernfalls gelingt es nicht, nachhaltig im Gedächtnis des Zielpublikums zu bleiben. Das reicht allerdings noch nicht aus, wie Heiko Geibig betont: „Thought Leader entstehen nicht über Nacht. Es geht vor allem um Persönlichkeit und Konsistenz. Selbstbeweihräucherung und einmalige Initiativen sind hier fehl am Platz.“ Worauf es zudem ankommt: „Ausdauer und Commitment. Darüber hinaus ist eine gefestigte Haltung erforderlich, um Diskussionen souveräner zu bewältigen. Denn Thought Leadership lebt vom offenen Dialog“, ergänzt Florian Haas.
Ohne Empowerment kein Erfolg
So viel zur Theorie. Die praktische Umsetzung gestaltet sich allerdings nicht so simpel, wie es zu Beginn scheint. Die erste Herausforderung besteht darin, eine Nische zu finden, die sich mit Expertenwissen füllen lässt. „Entscheidend dabei sind die Interessen der eigenen Zielgruppe, ebenso die Frage, welches Know-how und welchen Mehrwert Thought Leader bieten können“, erklärt Heiko Geibig. „Das ist Chance und Herausforderung zugleich. Denn ohne Empowerment und Freiheit für Beteiligte, selbstständig zu agieren, geht das Konzept nicht auf.“ Arbeitgebende sind demnach am Zug, Ressourcen zur Verfügung zu stellen und ein Stück Verantwortung abzugeben. Sind die idealen Rahmenbedingungen geschaffen, gilt es, in Orientierung an den Persönlichkeitseigenschaften des Thought Leaders die passenden Kanäle und Formate auszuwählen.
Strategie räumt Hindernisse aus dem Weg
Die Möglichkeiten, die die sozialen Medien für Thought Leader bereithalten, sind enorm – und dabei Fluch und Segen zugleich. Denn Gegenwind bleibt bei dieser Kommunikationsstrategie oft nicht aus. „Mit der richtigen Vorbereitung haben Verantwortliche jedoch die Möglichkeit, Shitstorms präventiv entgegenzuwirken“, erläutert Heiko Geibig. „Deshalb sollte immer davor klar sein: Stehen Thought Leader mit voller Überzeugung hinter dem, was sie kommunizieren? Sind die Informationen fundiert? Außerdem lohnt es sich, im Vorfeld zu antizipieren, auf welche Resonanz ein Thema bei der eigenen Community stößt, und auf Basis dessen eine Strategie auszufeilen.“ Bei dieser spielt zudem Authentizität eine wichtige Rolle, weswegen Paid Content sparsam einzusetzen ist. „Ist es Verantwortlichen gelungen, die Aufmerksamkeit des eigenen Zielpublikums durch Thought Leadership zu fesseln, hat sie großes Potenzial, sich zum Türöffner für Erstgespräche zu entwickeln – vor allem im B2B-Bereich“, berichtet Florian Haas aus eigener Erfahrung.
Action Leadership statt Thought Leadership?
Am Ende bleibt eine Frage offen: Ist Thought Leadership die neue Lösung für nachhaltig wirksame PR? „Über ‚neu‘ lässt sich diskutieren. Tatsache ist: „Thought Leadership ist ein mächtiges Werkzeug, wenn es richtig eingesetzt wird, und ein Bumerang bei unüberlegter Ausübung“, konstatiert Florian Haas. Die Herausforderungen sollten Marktführende dennoch nicht davon abhalten, diesen Weg einzuschlagen. Mittlerweile gelte Thought Leadership hier sogar als Voraussetzung. Die abschließende These von Heiko Geibig regt zum Nachdenken an: „Mehr Wirkung erzeugt es, wenn Verantwortliche zuerst handeln und im Anschluss darüber sprechen. Kurz gesagt: Wir brauchen in Zukunft mehr Action Leadership als Thought Leadership.“
Ihr wollt mehr zu diesem Thema erfahren? Hier findet ihr unsere Aufzeichnung der Session:
Über #Neuland
Gemeinsam knöpfen sich die PRVA Newcomers, Young LSA und die GPRA Young Professionals ab jetzt regelmäßig die Trendthemen der Branche in der Veranstaltungsreihe „Neuland“ vor. Denn: Was für manche noch immer ein Buch mit sieben Siegeln ist, wurde für sie schon längst ein zweites Zuhause. Werdet mit ihnen vom Digital Immigrant zum Digital Native! Auf unseren Social Media-Kanälen (LinkedIn) weisen wir regelmäßig auf die kommenden #Neuland-Veranstaltungen hin. Folgt uns und stay tuned!
Trainees, Junior-Berater:innen und Direkteinsteiger:innen der GPRA-Agenturen bilden im Mai 2023 die erste „GPRA-Klasse by dapr“ und erhalten mit dem Training die Chance, zentrale Schritte auf ihrem Weg zum Trusted Advisor fokussiert zu erlernen. In zwei praxisorientierten Modulen von je drei Tagen vermitteln anerkannte Expert:innen Beratungs-Skills & -Tools und trainieren deren gezielten Einsatz. Inhalte sind dabei unter anderem das Reframing von Problemstellungen, der Aufbau von Kundenbeziehungen und das Aufsetzen von Feedbackstrukturen.
Die GPRA-Agenturen verpflichten sich bislang über ihr Traineeprogramm, Beratungskompetenz zu vermitteln. Das Training bietet darüber hinaus nun ein detailliertes und didaktisches Konzept, um Einsteiger:innen intensiv und nach gemeinsamen Standards für die Kommunikationsberatung zu qualifizieren.
„Mit dem Trainingsangebot setzen wir einen weiteren Meilenstein für die Professionalisierung der Kommunikationsberatung und der Schaffung von Standards. Mit der dapr haben wir einen kompetenten und sehr erfahrenen Partner für unser Anliegen gewinnen können“, sagt Alexandra Groß, GPRA-Präsidentin und Vorstandsvorsitzende der Fink & Fuchs AG.
„Die große Zahl an Anmeldungen für die erste Klasse bestätigt uns, dass wir mit der inhaltlichen und didaktischen Ausrichtung des Trainings die Bedürfnisse der Branche treffen und am Puls der Zeit agieren. Neben der Wissensvermittlung steht die Vernetzung des Kommunikationsnachwuchs untereinander und mit Akteurinnen und Akteuren der Medienbranche im Mittelpunkt des Angebots“, ergänzt Nils Hille, Geschäftsführer der dapr.
Die Termine für die erste GPRA-Klasse by dapr im Mai und Juni in Düsseldorf sind bereits ausgebucht. Aufgrund der starken Nachfrage findet die zweite Klasse im September und Oktober statt, für die Anmeldungen ab sofort möglich sind.
Weitere Informationen finden Sie über die dapr-Website.
Über den GPRA e.V.
Die GPRA ist seit 1974 der Verband der führenden PR- und Kommunikationsagenturen Deutschlands und hat ihren Sitz in Berlin. Mit strengen Aufnahmekriterien und hohen Anforderungen an ihre Mitglieder setzt sie Standards in der PR-Branche und fördert den Austausch zwischen den Mitgliedern und Meinungsbildnern. Die GPRA repräsentiert 38 Agenturen mit knapp 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Marktanteil von 54 Prozent.
Über die dapr GmbH
Die 1991 gegründete Deutsche Akademie für Public Relations (dapr) ist einer der führenden Aus- und Weiterbildungsanbieter der Kommunikationsbranche. Fach- und Führungskräfte, Volontär*innen, Trainees und Quereinsteiger*innen bilden sich hier in den Bereichen PR und Kommunikation weiter. Renommierte Dozent*innen aus der Praxis vermitteln das Wissen in praxisorientierten Seminaren und Masterlehrgängen. Zudem bietet die dapr branchenweit anerkannte Prüfungen und Zertifizierungen an.
Pressekontakt
GPRA e. V. Isabelle Hoyer Alt-Moabit 90 10559 Berlin Tel. 030 405599-38 Mobil: 0171-2083827 E-Mail: i.hoyer@gpra.de
Branchenverband für Kommunikation veröffentlicht Leitlinien und Aktionsplan zu Nachhaltigkeit in der Agenturwelt.
Wirkungskreis auf drei Ebenen für langfristige Veränderung definiert.
GPRA-Positionspaper steht als Download zur Verfügung.
Berlin, 08.05.2023– Der Branchenverband der führenden PR- und Kommunikationsagenturen in Deutschland (GPRA e.V.) veröffentlicht als erste Maßnahme der neu gegründeten Initiative für Nachhaltigkeit ein Positionspapier mit fünf Leitlinien für mehr Nachhaltigkeit in den Agenturen und über Beratungsmandate auch für die Agenturkunden. Kontinuierliche Aufklärungsarbeit, die Entwicklung von Branchenstandards basierend auf einem gemeinsamen Verständnis von Nachhaltigkeit sowie die aktive Mitgestaltung der Transformation stehen im Vordergrund der Initiative.
„Ich freue mich, agenturübergreifend mit den Kolleg:innen aus dem Arbeitskreis sowie weiteren, starken Partner:innen Synergien zu schaffen, Orientierung zu geben und Maßnahmen mit gezielter und wesentlicher Wirkung anzustoßen, kommentiert Anja Eckert-Ellerhold, Leiterin der GPRA-Initiative und Vice President/Co-Clusterlead Sustainability bei Weber Shandwick.
„Nachhaltigkeit ist eine Gemeinschaftsaufgabe: Sich zu vernetzen, voneinander zu lernen und sich zu verpflichten, entlang von Leitlinien zu handeln sind wichtige Schritte, um mehr Nachhaltigkeit im Sinne der Agenda 2030 voranzutreiben“, erläutert Peter Heinrich, GPRA-Präsidiumsmitglied und geschäftsführender Gesellschafter von Heinrich Kommunikation.
Wirkungskreis auf drei Ebenen
Nachhaltige Entwicklung kann nach dem Verständnis der GPRA nur durch Maßnahmen erreicht werden, die entsprechend messbare und positive Veränderungen fördern. Dafür möchte der Branchenverband künftig auf drei Ebenen arbeiten, die im gegenseitigen Miteinander die notwenigen Anforderungen unterstützen:
Footprint: Negativen Impact vermeiden und reduzieren
Handprint: Positiven Impact fördern und verstärken
Brainprint: Relevantes Wissen aufbauen und verbreiten
Impact als übergeordnetes Leitprinzip
Das auf der Mitgliederversammlung am 2. März 2023 vorgestellte Positionspapier des Verbands benennt darüber hinaus fünf gemeinsame Positionen, an denen sich die GPRA-Agenturen künftig orientieren. Die Leitplanken umfassen dabei ein hohes Maß an Eigenverantwortung, Wirkkraft von Kommunikation, Zusammenarbeit mit Kunden, Transparenz und das Setzen gemeinsamer Standards.
Mit dem Positionspapier bekennt sich die GPRA zu einer klaren Haltung beim Thema Nachhaltigkeit. Weitere Maßnahmen, die sich die Initiative auf die Fahne geschrieben hat, sind die Entwicklung von Leitlinien und eines übergreifenden Branchenstandards sowie die Veröffentlichung von Best Practices und Toolkits.
Mitglieder der GPRA-Initiative Nachhaltigkeit sind die Agenturen: crossrelations brandworks, Edelman Deutschland, Engel & Zimmermann, Fink & Fuchs, HEINRICH Kommunikation, segmenta und Weber Shandwick.
Die GPRA ist seit 1974 der Verband der führenden PR- und Kommunikationsagenturen Deutschlands und hat ihren Sitz in Berlin. Mit strengen Aufnahmekriterien und hohen Anforderungen an ihre Mitglieder setzt sie Standards in der PR-Branche und fördert den Austausch zwischen den Mitgliedern und Meinungsbildnern. Die GPRA repräsentiert 38 Agenturen mit circa 2.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Marktanteil von fast 50 Prozent.
Pressekontakt
GPRA e. V. Isabelle Hoyer Alt-Moabit 90 10559 Berlin Tel. 030 405599-38 Mobil: 0171-2083827 E-Mail: i.hoyer@gpra.de
Warum ist das Gütesiegel CMS III auch für Young Professionals oder Berufseinsteiger:innen wichtig? Wofür steht es und wie wirkt es sich positiv im Berufsalltag aus? In unserem FAQ beantworten wir die wichtigsten Fragen zu dem international gültigen Qualitätssiegel und klären auf, warum es so viel mehr ist, als eine Zertifizierung, die bloß in der Schublade verstaubt.
CMS III? Content Management System oder was?
CMS III steht für Consultancy Management Standard. Das klingt zwar ähnlich, ist aber ein global nachprüfbarer und akzeptierter Qualitätsstandard – ein Gütesiegel – für Kommunikations- und Beratungsagenturen. Mit dem Erhalt des Gütesiegels wird bescheinigt, dass Agenturen ihre wesentlichen Prozesse von der Buchhaltung über Mitarbeiterförderung bis hin zu Kreativprozessen und Projektmanagement professionell und nach internationalen Standards durchführen. Man kann es sich daher auch als eine Art Werkzeugkasten vorstellen, welcher Agenturen dabei hilft, Qualität in den internen Abläufen und in der Kommunikationsberatung sicherzustellen.
Warum hat die GPRA das CMS III Gütesiegel eingeführt?
Die Kommunikationsberatung ist ein ungeregelter Markt, jeder kann sich Kommunikationsexpertise auf die Fahnen schreiben oder behaupten, dass die Agentur die beste ist. Nachvollziehbare Kriterien für die Bewertung der Beraterleistung gibt es aber nicht. Mit unserer Zertifizierung setzen wir den ersten Baustein für mehr Transparenz und Bewertungsmöglichkeit für die Güte von Kommunikationsberatungen bzw. Agenturen. Wir betrachten hier nicht nur die Ebene, wie weit das Qualitäts-Management in Agenturen ausgereift ist, sondern auch, wie gut Kreativprozesse oder das Beziehungsmanagement zu Kunden geregelt ist. Gleichzeitig haben auch unsere Kunden diese Herausforderungen in ihren Unternehmen, sie müssen inzwischen hohen Compliance- und Transparenz-Anforderungen genügen. Da sollten wir als strategische Partner von Unternehmen nicht den Anschluss verlieren.
Wie funktioniert die Zertifizierung?
Während der Zertifizierung prüfen unabhängige Auditor:innen die internen Prozesse, Arbeitsweisen und professionelle Aufstellung der Agentur in insgesamt acht Kategorien. Dabei zeigen die Auditoren auf, wo die Agentur schon gut aufgestellt ist, aber auch wo es noch Optimierungspotenzial gibt. CMS III stößt damit einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess an und trägt so zur stetigen Entwicklung der Agentur bei – ein Aspekt, der in einer schnelllebigen Branche wie der unseren besonders wichtig ist!
Welche Vorteile bieten sich Agenturen, wenn sie CMS III zertifiziert sind?
Zertifizierte Agenturen beweisen sich durch verbindliche Prozesse, um die Qualität der Arbeit zu garantieren und transparent zu machen – und sie haben dank des Gütesiegels etwas Handfestes, um das zu belegen. Vor allem profitieren sie aber intern: Agenturen funktionieren dann richtig gut, wenn sie Prozesse und Standards klar definiert, nachvollziehbar und nachprüfbar implementiert haben. Die Mitarbeitenden können innerhalb eines vorgegebenen Rahmens arbeiten und kennen die Regelungen. So werden Fehler reduziert und den Mitarbeitenden wird mehr Sicherheit für ihre Arbeit gegeben. Darüber hinaus gibt es den Mitarbeitenden Orientierung, besonders neue Teammitglieder finden sich dadurch leichter in ihre neue Position ein. Wenn die Prozesse stimmen, können sich Kreativität und professionelle Kundenarbeit richtig entfalten – gute Voraussetzungen für jeden Young Professional.
Warum sollten Berufseinsteiger:innen bei der Agenturwahl auf das Gütesiegel achten?
Für den Berufseinstieg in der Kommunikationsbranche gilt: Augen auf bei der Agenturwahl! Denn gerade beim Einstieg werden die Grundlagen für weitere Karriereschritte gelegt. So geht es im Training-on-the-Job um die Vertiefung des PR-Handwerks und die Ausbildung von Führungskompetenzen. Der erste Arbeitgeber ist dabei häufig sehr prägend – ist man als Young Professional doch meist noch wie ein Schwamm, der alles um sich herum aufsaugt. Klare Strukturen und Prozesse, wie sie innerhalb von CMS III in Agenturen entwickelt und stetig verbessert werden, schaffen nicht nur die Sicherheit, dass es sich um einen fairen und seriösen Arbeitgeber handelt, sondern auch feste Qualitätsstandards für alle Mitarbeitenden. Diese dienen als Benchmark, auf die es hinzuarbeiten gilt und innerhalb derer man sich weiterentwickeln kann. So gelingt der erfolgreiche Einstieg in die Kommunikationsberatung.
Gibt es ein Beispiel aus dem Berufsalltag, wie sich CMS III positiv auf die Arbeit von Young Professionals auswirkt?
CMS III bezieht sich auf alle Strukturen und Prozesse innerhalb einer Agentur, daher ist die schnelle Antwort hier – ja klar! Ganz gleich, ob es im Arbeitsalltag die Ordnerstruktur, On- und Offboarding, die Auftragsvereinbarung oder die Kommunikation mit den Kund:innen betrifft – all dies sind Prozesse, die im Rahmen von CMS III Struktur finden. Dazu gehört zum Beispiel auch die Angebotserstellung – nicht selten Sache der kundenverantwortlichen Berater:innen. Unter CMS III ist klar geregelt, dass es hier ein einheitliches System für die gesamte Agentur braucht und klare Richtlinien, wie Angebote erstellt werden und wie sie im Detail auszusehen haben. Kurz gesagt bleibt über verschiedene Kundenprojekte das Fundament gleich und damit für alle Mitarbeitenden leicht verständlich.
Nur Prozesse und Strukturen oder der Schlüssel für mehr?
Geht es doch nur um Ordnerstrukturen und ein sinnvolles Onboarding? Nein! Das sind die Grundlagen für qualitatives Arbeiten! Werden Strukturen und Prozesse kontinuierlich hinterfragt und auf den Prüfstand gestellt, kann sich die Agentur stetig weiter verbessern, Fehler werden schneller ausgemerzt und es entsteht viel Raum für neue Ideen. Das erhöht die Qualität und Effizienz der Arbeit innerhalb der Agentur auf lange Sicht und stärkt so deren Ruf und Resilienz. Eilt der Agentur, bei der man seine ersten beruflichen Schritte macht, ein Ruf für Qualität voraus, zeichnet das nicht zuletzt auch die eigene Arbeit aus.
Am 02. März 2023 fand in Hamburg die jährliche Mitgliederversammlung der GPRA statt.
Umfangreiches Programm für 2023/2024 verabschiedet.
Das bestehende Präsidium setzt seine Arbeit für zwei weitere Jahre fort.
Berlin, 03.03.2023– Am Donnerstag, den 02.03.2023 fand in Hamburg die Mitgliederversammlung des GPRA e.V., dem Branchenverband der führenden Kommunikationsagenturen in Deutschland, statt. Satzungsgemäß stand in diesem Jahr die Wahl des Präsidiums auf dem Programm. Das bestehende Präsidium mit der Vorsitzenden Alexandra Groß (Fink & Fuchs), Hanning Kempe (FleishmanHillard), Jelena Mirkovic (komm.passion), Matthias Wesselmann (fischerAppelt) und Peter Heinrich (Heinrich Kommunikation) kandidierte unverändert für eine weitere Amtszeit und wurde einstimmig für zwei weitere Jahre gewählt. Hanning Kempe übernimmt weiterhin den stellvertretenden Vorsitz.
„Ich freue mich über das Vertrauen unserer Mitglieder in unsere Arbeit und das Engagement der Mitgliedsagenturen bei den zahlreichen Projekten des Verbandes. Unser Ziel, das Vertrauen in unsere Branche mit dem Setzen von nachvollziehbaren Qualitätsstandards weiter zu stärken, erreichen wir nur gemeinsam“, sagt Alexandra Groß.
Arbeitsprogramm 2023/2024: Nachwuchsförderung, Qualität und Nachhaltigkeit im Fokus
Das GPRA-Präsidium: v.l. Peter Heinrich, Matthias Wesselmann, Jelena Mirkovic, Hanning Kempe; vorne: Alexandra Groß
Das Arbeitsprogramm für die nächsten zwei Jahre widmet sich der Förderung des Branchennachwuchs, einem Framework für hochwertige Kommunikationsberatung sowie Maßnahmen für mehr Orientierung und Transparenz im Markt. Die einzelnen Arbeitsgruppen haben separate Aktionspläne vorgelegt.
So arbeitet die Gruppe „Nachhaltiges Handeln“ an einem Branchenleitfaden und Best Practice Toolkit für Agenturen; die Arbeitsgruppe HR an einem exklusiven Trainingsangebot für Berufseinsteiger. Bestehende Initiativen wie das GPRA Stipendium, Forschungsprojekte zu Qualitätsmaßstäben in der Kommunikationsberatung, der Podcast „Kommunikationscafé“ der Young Professionals-Gruppe, die Event-Reihe „Neuland“ gemeinsam mit den Verbänden in Österreich und der Schweiz werden weitergeführt.
Die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden bleibt ein wichtiger Anker des Verbandes. Im Mittelpunkt steht dabei gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Public Relations (DPRG) und dem Bundesverband der Kommunikatoren (BdKom) im Deutschen Rat für PR die Wahrung der Ethik-Standards in der Branche.
Über den GPRA e.V.
Die GPRA ist seit 1974 der Verband der führenden Kommunikations- und PR-Agenturen Deutschlands und hat ihren Sitz in Berlin. Mit strengen Aufnahmekriterien und hohen Anforderungen an ihre Mitglieder setzt sie Standards in der PR-Branche und fördert den Austausch zwischen den Mitgliedern und Meinungsbildnern. Die GPRA repräsentiert 38 Agenturen mit circa 2.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Marktanteil von fast 50 Prozent.
Pressekontakt
GPRA e. V. Isabelle Hoyer Alt-Moabit 90 10559 Berlin Tel. 030 405599-38 Mobil: 0171-2083827 E-Mail: i.hoyer@gpra.de
Matthias Wesselmann, Vorstandsmitglied fischerAppelt/GPRA Präsidiumsmitglied und Initiator vom GPRA Stipendium im Interview.
Der Launch des GPRA Stipendium im letzten Jahr war ein großer Erfolg. In diesem Jahr hat der Branchenverband nun sein Angebot verdoppelt und vergibt sechs statt drei Kommunikationsstipendien. Wir haben mit Matthias Wesselmann gesprochen und nachgefragt, welche Erfahrungen konkret im letzten Jahr gesammelt wurden und warum es in diesem Jahr nun sechs Stipendien gibt. Das vollständige Interview gibt es hier:
Matthias, die GPRA hat ihre Studienförderung in diesem Jahr verdoppelt und vergibt insgesamt sechs Kommunikationsstipendien. Wie kommt es dazu?
Matthias Wesselmann
Matthias Wesselmann:Die Resonanz zum Stipendium im letzten Jahr fiel außerordentlich positiv aus und die vielen Bewerbungen, die uns erreicht haben, haben unsere Erwartungen übertroffen. Durch den sehr gelungenen Auftakt im letzten Jahr haben wir auch innerhalb unseres Mitgliederkreises das Engagement ausbauen können. In diesem Jahr beteiligen sich teilweise bestehende Förderagenturen, darunter FleishmanHillard, Q4U und wir, fischerAppelt. Darüber hinaus haben sich mit Communication Consultants, komm.passion und SGC drei neue Agenturen dem Förderprogramm angeschlossen. Für uns als Verband ist es ein zentrales Anliegen, junge Talente von Beginn an zu fordern und fördern. Entsprechend gespannt sind wir auf die Young Talents von diesem Jahr und freuen uns schon jetzt auf die Gespräche.
Wie habt ihr in der Auswahlkommission das Bewerbungsverfahren erlebt?
Matthias Wesselmann: Uns haben im letzten Jahr zahlreiche qualitativ starke Bewerbungen erreicht. Das Niveau war insgesamt sehr hoch, was uns wirklich freut und vor allem darin bestärkt, die Initiative voranzutreiben. Vor allem die Gruppen-Auswahlgespräche in Frankfurt waren ein Highlight. Das persönliche Kennenlernen und die inspirierenden, wie auch sehr angenehmen Diskussionen haben uns allen viel Freude bereitet – und definitiv Eindruck hinterlassen! Es ist spannend zu sehen, wie zielstrebig, motiviert und fokussiert die YoungTalents sind.
Neben der finanziellen Förderung gibt es auch ein Mentoring-Programm. Was umfasst das genau? Kannst du das nochmal kurz für uns zusammenfassen?
Matthias Wesselmann: Das Mentoring-Programm ist das Herzstück unseres Stipendiums. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten haben zum einen die Möglichkeit, sich frühzeitig ein eigenes Netzwerk aufzubauen, Einblick in verschiedenste Agenturen zu bekommen und Zugang zu spannenden Jobs zu erhalten. Zum anderen – und darum geht es primär – gehen wir im Rahmen unseres Mentoring-Programms individuell auf die Interessensfelder und thematischen Schwerpunkte der Stipendiatinnen und Stipendiaten ein. Von Influencer-Marketing über Grafikdesign hin zu Unternehmenskommunikation oder Redaktion. Die GPRA verfügt mit ihren Mitgliedern über ein breites Portfolio an Spezialisierungen, sodass ganz individuelle Förderungen möglich sind. Auch im Dialog beinhaltet das Programm von Management-Ebene bis Young Professionals verschiedene Anknüpfungs- und Austauschmöglichkeiten. Einladungen zu nationalen Branchen-Events wie dem Kommunikationskongress oder die Teilnahme an agenturinternen Weiterbildungen gehören ebenfalls dazu. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten – am Ende ist primär der bzw. die Stipendiat:in gefragt, das Angebot bestmöglich für sich zu nutzen.
Die GPRA engagiert sich aktiv in der Nachwuchsförderung – konkret eben auch mit der Weiterführung und Verdoppelung der Studienförderung. Warum hat das für den Verband einen so hohen Stellenwert?
Matthias Wesselmann: Das Berufsfeld der Kommunikatorin bzw. des Kommunikators ist anspruchsvoll und hat sich über die letzten Jahre hinweg stetig weiterentwickelt und ausdifferenziert. Die GPRA als Branchenverband setzt sich aktiv für einen Qualitätsstandard unseres Berufsfeldes ein. Das Thema Beratungsqualität ist ein zentrales Anliegen für uns, das eben nicht erst mit dem Berufsstart beginnt, sondern schon früher – in der Ausbildung. Wir möchten für Agentur begeistern und aufzeigen, welche Karrierewege und Möglichkeiten es in Agenturen gibt. Und zudem macht es uns einfach auch Spaß, mit den Kommunikationsprofis von morgen schon frühzeitig in Kontakt zu kommen – sei es im Rahmen unserer GPRA Uni-Roadshow, auf dem PR Report Camp oder eben über das GPRA Stipendium.
Weitere Informationen zum GPRA Stipendium gibt es hier.
Das Interview führte Isabelle Hoyer von der GPRA Geschäftsstelle: i.hoyer@gpra.de
Berlin, 06.02.2023– Das Beratungsunternehmen für Kommunikation Engel & Zimmermann ist dem Verband der führenden PR- und Kommunikationsagenturen (GPRA) beigetreten. Die Aufnahmekommission hat im Rahmen des standardisierten Aufnahmeprozesses der GPRA einstimmig für die Aufnahme von Engel & Zimmermann gestimmt.
Die in Gauting bei München und Köln ansässige Agentur (www.engel-zimmermann.de) ist vor allem auf Krisenkommunikation, Nachhaltigkeitskommunikation, Public Affairs und Akzeptanzdialog spezialisiert. Engel & Zimmermann ist seit 1985 am Markt und wird heute erfolgreich in zweiter Generation gemanagt. Rund 60 Mitarbeitende betreuen an den Standorten München und Köln rund 100 Kunden, darunter viele Nahrungsmittelhersteller, Verbände, Kliniken und Energieunternehmen.
Dr. A. Bachmeier
„In unseren Kernfeldern haben wir uns sehr gut entwickelt und bundesweit erfolgreich Kunden ausgebaut. Unser Eintritt in den Branchenverband GPRA – mit seinem ausgewiesenen Fokus auf Qualität und entsprechenden Standards für die Kommunikationsbranche – war für uns ein relevanter und logischer Schritt. Wir wollen damit die Diskussion um die Branche und den Stellenwert von Agenturen in unserem Sinne mitgestalten“, sagt Geschäftsführer Dr. Andreas Bachmeier. „Auch das Themenangebot des Verbands hat uns überzeugt – so freuen wir uns, aktiv in der Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit wichtige Impulse für unsere Branche erarbeiten zu können.“
Alexandra Groß, Präsidentin der GPRA: „Es freut uns sehr, dass mit Engel & Zimmermann eine langjährige und feste Größe im deutschen Kommunikationsmarkt nun Teil unseres Interessensverbandes ist. Wir sind überzeugt, dass wir nur gemeinsam die Veränderungen in der Kommunikationsbranche gestalten und entsprechende Standards verankern können.“
Hinweis: Am Donnerstag, den 02. März 2023 findet die Mitgliederversammlung der GPRA statt. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Wahl des Präsidiums sowie die Verabschiedung des Arbeits- und Projektprogramms für das laufende Jahr.
Über den GPRA e.V.
Die GPRA ist seit 1974 der Verband der führenden Kommunikations- und PR-Agenturen Deutschlands und hat ihren Sitz in Berlin. Mit strengen Aufnahmekriterien und hohen Anforderungen an ihre Mitglieder setzt sie Standards in der PR-Branche und fördert den Austausch zwischen den Mitgliedern und Meinungsbildnern. Die GPRA repräsentiert 38 Agenturen mit circa 2.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Marktanteil von fast 50 Prozent.
Pressekontakt
GPRA e. V. Isabelle Hoyer Alt-Moabit 90 10559 Berlin Tel. 030 405599-38 Mobil: 0171-2083827 E-Mail: i.hoyer@gpra.de