Autor: administratorus

  • Von Kommunikation über Inspiration – Wir fragen nach!

    Von Kommunikation über Inspiration – Wir fragen nach!

    Dieses Mal mit Markus Engel von communication consultants

    Markus Engel
    Markus Engel

    Der längste Tresen Vaihingens – das ist der Lieblingsplatz von Markus Engel, Managing Partner bei Communication Consultants GmbH. Warum das sein Lieblingsplatz in der Agentur ist? Nun ja, der längste Tresen Vaihingens ist in „normalen Zeiten“ der ideale Treffpunkt für Austausch und Impulse. Und wenn man Markus fragt, kommt es genau darauf in der Kommunikationsbranche an! Warum seine Frau ihn auch manchmal News-Junkie nennt oder er selbst seinem früheren Ich gerne „think less“ sagen würde, erfahrt ihr im Interview.

    Warum bist Du Kommunikationsberater geworden?

    Oh, das geht schon auf mein Studium zurück. Ich habe meine Abschlussarbeit über CSR geschrieben – ja schon damals hat man darüber geforscht und geredet – das hat mich echt voll reingezogen in die Vermittlung zwischen Unternehmen, deren Mitarbeitenden und den Menschen in den unterschiedlichsten Bezugsgruppen. „Berufung“ könnte man das wohl nennen.

    Wann hast Du das erste Mal die Wirkmacht von Kommunikation erlebt?

    Ich kann mich ans erste Mal wirklich nicht erinnern – vermutlich wars das erste Schreien als Baby, das mir dann zu einem Schluck Milch verholfen hat … Aber im Ernst: Als Hauptseminararbeit habe ich mit ein paar Kommiliton:innen eine Studie über die Kabelpilotprojekte in Deutschland gemacht. Das war ein Haufen Arbeit damals. Deswegen haben wir überlegt, ob man das nicht irgendwie weiter „vermarkten“ könnte. Wir haben es dann einfach per PI versucht. Die wurde von ein paar Tageszeitungen – unter anderem der Medienseite der SZ – mitgenommen und schwupps, hatten wir einen Berg von Bestellungen im Haus und waren mit Produktion und Versand unserer Studie für Wochen gut beschäftigt. Heute würde man sagen, wir waren geflasht. Aber das zeigte mir damals: PR wirkt!

    Wann hattest Du zuletzt das Gefühl, den richtigen Job zu haben? Und warum?

    Solche Tage sind glücklicherweise die große Mehrheit, aber ihr wollt es vermutlich konkret? Erst vergangene Woche war so ein Tag, an dem „das pralle Leben tobte“ wie ich es mag. Zuerst der Besuch bei einem Mitarbeiter, der Vater wurde, dann noch Einstellungsgespräche vor Ort in der Agentur, Kundenworkshops per Teams und Mural-Board – und abends die Nachricht über einen Neukundengewinn, für den wir dann noch das Team zusammengestellt haben.

    Was ist für Dich das Besondere am Arbeiten in einer Agentur?

    Während des Studiums habe ich in die Kommunikationsabteilungen verschiedener Unternehmen reingeschnuppert und dann auch in eine Agentur. Von dem Moment an war für mich klar: Ich entscheide mich für thematische Abwechslung, mehr Verantwortung und Gestaltungsfreiheit. Und an der Arbeit, in der selbst gegründeten Agentur, begeistert mich, dass ich entscheiden kann, für welche Kunden und Themen wir arbeiten wollen. Zudem kann ich das Arbeitsklima so gestalten, wie ich es gut finde.

    Welche drei Buzzwords in der PR gehen Dir am meisten auf die Nerven? Und warum?

    Na, ich bin ein recht geduldiger Mensch, drum geht mir so schnell nichts auf die Nerven. Mit mir kann man über ganz viel reden. Eng wird’s, wenn jemand meint, er hätte die Weisheit für sich exklusiv gepachtet. Die PR ist heute so schnelllebig, da entscheidet sich im Nullkommanichts, ob ein Thema relevant ist. Buzzwords sortiere ich offensichtlich gleich so gründlich aus, dass sie meine Festplatte im Kopf nicht blockieren.

    Welches Buch sollte man als Kommunikationsberater:in gelesen haben?

    Hmmm, das eine Buch? Ich finde zum Beispiel „Deutsch für Profis“ von Wolf Schneider sollte man gelesen haben. Das bekommen alle Neuen bei uns. Sprache ist schließlich eine nicht zu unterschätzende Basis in unserem Berufsfeld. Ein neues Buch, das mich sehr angesprochen hat, ist „Der Kampf um die Wahrheit“ von Andreas Anton und Alan Schink über Verschwörungstheorien und Fake-News – leider aktueller denn je…

    Was ist Deine Inspirationsquelle?

    Meine Frau sagt immer, ich sei ein News- und Neuigkeiten-Junkie… Dinge aufschnappen, sie vertiefen und verdichten, mit anderen in Austausch drüber gehen, zusammen mehr daraus entstehen lassen – das inspiriert mich, das finde ich superspannend, jeden Tag aufs Neue. Ich bin ein Teamplayer und genieße das einfach.

    Wie startest Du in den Tag?

    Das ist jetzt wohl keine Überraschung: Mit einem News-Check und dem ersten von – womöglich zu – vielen Espressi im Laufe des Tages. Aber dann ist erst mal Baloo, mein „Labrador-Kumpel“, dran. Mit ihm geht es morgens erst mal in den Wald. Er begleitet mich aber auch oft in die Agentur, manchmal drehen wir auch mittags eine Walk-&-Talk-Runde mit Mitarbeitenden über die nahegelegenen Felder.

    Beratungsqualität bedeutet für mich …

    … unser Motto: Reindenken. Rausfinden. Mehr draus machen. Und zwar ganz individuell für jeden Kunden und jede Aufgabenstellung, also nicht nach Schema F. Uns treibt, unsere Expertise bestmöglich einzubringen, aber uns nie über den Kunden zu stellen oder in den Vordergrund zu drängen. Wir wollen das Geschäft unserer Kunden so gut verstehen, dass wir auf Augenhöhe mitreden können und gemeinsam Kommunikation machen, die wirklich wirkt – das ist für mich Beratungsqualität.

    Stell Dir vor: Ich als Berufseinsteiger! Was würdest Du Deinem früheren Ich gerne mitteilen?

    Mein „jüngeres Ich“ hatte ehrlich gesagt früher ganz schön Manschetten, bei großen Firmen oder den Unternehmenschefs selbstbewusst als der Berater aufzutreten. Gerade Chefs von Mittelständlern haben ja meist echt viel geschaffen. Ex post würde ich meinem „jüngeren Ich“ gerne sagen: „think less“ und traue Deiner Expertise und Deinem Bauchgefühl. Schön ist, dass ich das heute bei vielen unserer Young Professionals beobachten kann, wenn sie sich freischwimmen. Und falls es auch da eher Zögerliche gibt, die es eigentlich draufhaben, ermutige ich sie, sich selbst mehr zu vertrauen.

    Ich engagiere mich in der GPRA, weil …

    … mich der Austausch mit den Kolleg:innen inspiriert. Es mich freut, dass bei vielen, die Wettbewerber am Markt sind, der Geist der „share-economy“ angekommen ist. Gemeinsam mit den GPRA-Kolleg:innen treiben mich die Themen Qualität in Ausbildung und Beratung und nach wie vor, die Verbesserung des Images unseres Berufsstandes um. Ärgerlicherweise liefern immer wieder schwarze Schafe Vorlagen, dass von PR-Gags oder dergleichen gesprochen wird.


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    Ansprechpartnerin für das Interview-Format ist Alicia Altvatter (Weber Shandwick) von den GPRA Young Professionals: AAltvatter@webershandwick.com

    Veröffentlicht am 29.04.2022

  • Deutscher Rat für Public Relations (DRPR) veröffentlicht neue Auflage der Richtlinie zu PR in digitalen Medien und Netzwerken

    Deutscher Rat für Public Relations (DRPR) veröffentlicht neue Auflage der Richtlinie zu PR in digitalen Medien und Netzwerken

    Berlin, 25. April 2022. DRPR reagiert mit 3. Auflage der Richtlinie zu PR in digitalen Medien und Netzwerken auf die steigende Konvergenz von Meinung und redaktionellen Inhalten in der digitalen Kommunikation. Die Stellungnahme zu Influencer:innen und Absendertransparenz wurde überarbeitet und weiter geschärft.

    Der Deutsche Rat für Public Relations verabschiedet 3. Neuauflage der erstmals im Jahr 2010 verabschiedeten Richtlinie zu PR in digitalen Medien und Netzwerken. Durch die Änderungen reagiert der DRPR auf aktuelle Herausforderungen der digitalen Kommunikation. Prof. Dr. Alexander Güttler, als Vorsitzender des Beschwerdeausschusses Unternehmen & Markt I federführend für die Überarbeitung der Richtlinie verantwortlich, fasst zusammen: „Die Vielzahl und wachsende Professionalisierung der Akteur:innen wie beispielsweise Influencer:innen und die neuen – auch technischen – Formen der Kommunikation wie Social Bots haben eine Überarbeitung notwendig gemacht – und dies wird sicher nicht die letzte sein.“

    Kern der Richtlinie ist, dass es für die Nutzer:innen von Internetangeboten jederzeit erkennbar sein muss, ob es sich um unabhängige, redaktionelle Inhalte, die Meinung von Privatpersonen oder um PR als professionellen Informations- und Kommunikationsprozess handelt. Die Neuauflage der Online-Richtlinie bezieht dabei explizit Influencer:innen als News-Produzent:innen mit ein. Influencer:innen kommt durch ihre Präsenz und Reichweite eine journalistenähnlichen Gate-Keeper-Funktion zu und damit auch Verantwortung gegenüber ihrem Publikum. Die Richtlinie betont die Notwendigkeit, Meinungsäußerungen zu politischen oder gesellschaftlichen Themen oder zu Produkten/Services klar als solche zu bezeichnen und zu kennzeichnen.

    Außerdem spricht sich der DRPR in der Online-Richtlinie explizit gegen das Verbreiten von Fake-News aus. Dies gilt unabhängig davon, ob diese wieder korrigiert werden oder nicht. Die Richtlinie soll dabei keinesfalls zu einer Einschränkung der Debattenkultur führen. Im Gegenteil: Vielmehr geht es um die Stärkung der Zugänglichmachung unterschiedlicher Perspektiven durch professionell erstellte Inhalte, die immer faktenbasiert zu sein haben. Zudem muss stets eine Unterscheidung zwischen sachlicher Bewertung und Meinung möglich sein.

    Der Einsatz meinungsmanipulierender Social Bots ist in der Sicht des DRPR unvereinbar mit den Grundsätzen verantwortungsbewusster Öffentlichkeitsarbeit. Dazu zählen auch gekaufte „Fans“, „Follower“ und der Gleichen. Der DRPR vertritt hier den Standpunkt, dass hinter jeder öffentlich vorgetragenen Meinung auch ein Mensch stehen muss.

    Mit der Neuauflage der Online-Richtlinie zeigt der Deutsche Rat für Public Relations ein verbindliches Regelwerk für alle Personen auf, die die Interessen von Organisationen in Medien und Netzwerken professionell vertreten. Die Richtlinie schließt ausdrücklich Privatpersonen ein, die für ihre Kommunikationsaktivitäten durch Zahlungen oder Sachleistungen vergütet werden. Der DRPR leistet somit einen wichtigen Beitrag zu Verhaltenskodizes in der digitalen, partizipativen Kommunikation.


    Über den DRPR

    Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) ist das Organ der freiwilligen Selbstkontrolle für das Berufsfeld Public Relations. Der Rat wird rechtlich und ideell von der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) e.V., dem Bundesverband der Kommunikatoren (BdKom) e.V. und der Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA) im Trägerverein des Deutschen Rates für Public Relations e.V. getragen.
    Ratsmitglieder sind Branchenexperten aus Unternehmen, Verbänden, Agenturen und anderen Organisationen. Die Arbeit des Rats basiert auf dem Deutschen Kommunikationskodex und anderen, aktuellen Kodizes. Der DRPR handelt in Verantwortung gegenüber dem gesamten Berufsfeld. Die Ratsmitglieder arbeiten unabhängig und sind nur sich selbst und ihrem Gewissen verpflichtet.
    Die Kernaufgaben des DRPR sind es, a) das Berufsfeld im Rahmen seiner Möglichkeiten kritisch zu beobachten, b) kommunikative Normen zu formulieren und zu entwickeln und c) auf Basis dieser Normen kommunikatives Fehlverhalten bei der Kommunikation mit Öffentlichkeiten zu benennen und gegebenenfalls zu rügen. Der DRPR bearbeitet dabei alle Fälle, die in Form von Beschwerden an ihn herangetragen werden oder die er (z.B. aufgrund von Medienberichterstattung) in Eigeninitiative an sich zieht. Der Rat behält sich vor, Fehlentwicklungen in der Branche aktiv anzusprechen und sich ggf. mit öffentlichen Stellungnahmen in die Diskussion einzumischen.
    Hat der Rat einen Fall zur Bearbeitung angenommen, wird immer der aktuelle Sachstand zum Thema nach der jeweiligen Quellenlage recherchiert. Alle daran beteiligten Organisationen oder Einzelpersonen werden um Stellungnahmen zu den Beschwerden gebeten. In Einzelfällen und bei besonders komplexen Themen erfolgt eine mündliche Anhörung im Rat. Im Anschluss daran bildet sich der Rat eine Meinung und entscheidet mehrheitlich. Wenn eine Rüge oder eine Mahnung ausgesprochen wird, so geschieht dies als wohlbegründete Meinungsäußerung und darf nicht mit dem Urteil eines Gerichtes verwechselt werden.


    Pressekontakt

    Anea Meinert
    E-Mail: info@drpr-online.de


  • Stuttgarter PR- und Content-Marketing-Agentur Ansel & Möllers tritt GPRA bei

    Stuttgarter PR- und Content-Marketing-Agentur Ansel & Möllers tritt GPRA bei

    Berlin, 11.04.2022 – ­Die Agentur Ansel & Möllers aus Stuttgart ist seit dem 1. April 2022 Mitglied im Verband der führenden PR- und Kommunikationsagenturen (GPRA). Auf Basis des umfangreichen, standardisierten Aufnahmeprozesses hat die Aufnahmekommission der GPRA einstimmig für die Aufnahme votiert.

    Die PR- und Content-Marketing-Agentur Ansel & Möllers wurde 1996 in Stuttgart gegründet und betreut namhafte Kunden vor allem aus der Baubranche. Darüber hinaus kommunizieren sie Aktivitäten des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg im Rahmen der Mobilitätsstrategie „bwegt“.

    Geschäftsführerinnen Grit Wehling & Katrin Möllers

    „Die GPRA mit ihrer individuellen Positionierung und einem klaren Fokus auf die weitere Professionalisierung der Kommunikationsbranche wie mit dem brancheneigenen Qualitätsstandard CMS III hat uns schon länger angesprochen. Das speziell auf Content- und Kommunikationsagenturen ausgerichtete Portfolio und Netzwerk des Verbands deckt genau das ab, was wir uns als Mitglied wünschen“, sagt Katrin Möllers, Geschäftsführerin von Ansel & Möllers. „Wir freuen uns, dass wir die Aufnahmebedingungen erfüllen und nun Teil des spannenden Branchennetzwerks sind“, ergänzt Grit Wehling, ebenfalls Geschäftsführerin von Ansel & Möllers.

    Alexandra Groß, Präsidentin der GPRA: „Wir freuen uns über die Mitgliedschaft von Ansel & Möllers. Nach STILGEFLÜSTER, die Anfang des Jahres dem Verband beigetreten sind, haben auch Ansel & Möllers die hohen Qualitätsanforderungen wie auch die agenturspezifischen Themenangebote unseres Verbands überzeugt. Das unterstreicht, dass wir mit unseren Impulsen einen wichtigen Beitrag zur Positionierung der Agenturen leisten.“ 


    Über den GPRA e.V.

    Die GPRA ist seit 1974 der Verband der führenden Kommunikations- und PR-Agenturen Deutschlands und hat ihren Sitz in Berlin. Mit strengen Aufnahmekriterien und hohen Anforderungen an ihre Mitglieder setzt sie Standards in der PR-Branche und fördert den Austausch zwischen den Mitgliedern und Meinungsbildnern. Die GPRA repräsentiert 38 Agenturen mit circa 2.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Marktanteil von fast 50 Prozent.


    Pressekontakt

    GPRA e. V.
    Isabelle Hoyer
    Alt-Moabit 90
    10559 Berlin

    Tel. 030 40559938
    Mobil: 0171-2083827
    E-Mail: i.hoyer@gpra.de

    www.gpra.de


  • BdKom entsendet Ulf Santjer neu in den DRPR

    BdKom entsendet Ulf Santjer neu in den DRPR

    Berlin, 07.04.2022 – Der Deutsche Rat für Public Relations verabschiedet Kurt Hesse und heißt Ulf Santjer als neues Ratsmitglied willkommen.

    Dr. Ulf Santjer tritt neu als Mitglied in den Deutschen Rat für Public Relations (DRPR) ein. Er tritt damit die Nachfolge von Dr. Kurt Hesse an, der sich im Herbst in den Ruhestand verabschiedet hat und nun auch aus dem Rat ausscheidet. Santjer wird vom BdKom entsandt und wurde auf der Sitzung am 7. April 2022 vom Rat bestätigt. Im Rat sind die drei Trägerverbände jeweils mit 6 Mitgliedern vertreten.

    Das neue Ratsmitglied, Ulf Santjer, ist seit 2020 Executive Director of Corporate Communications and Corporate Marketing der Nürnberg Messe GmbH. Zuvor war er ab 1997 für den Sportartikelhersteller Puma tätig, zuletzt als Global Director Corporate Communications.

    Sein Vorgänger Kurt Hesse hat bis zum Herbst 2021 den Geschäftsbereich Kommunikation der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken geleitet. Zuvor war der promovierter Kommunikationswissenschaftler in Forschung und Lehre tätig und arbeitete als freiberuflicher PR- und Medienberater. Dem Rat hatte er mehr als acht Jahre angehört und war dort seit mehreren Jahren auch Vorsitzender des Beschwerdeausschusses Unternehmen und Markt 2.

    Der DRPR bedankt sich für die Zusammenarbeit und freut sich, dass ihm Dr. Kurt Hesse weiterhin als Ansprechpartner im Beirat erhalten bleibt. „Ich danke Kurt Hesse herzlich für die gute Zusammenarbeit der letzten Jahre, vor allem seine klaren Positionen und Interventionen, die uns zu guten Beurteilungen der uns vorgelegten Fälle geführt haben“, so der Ratsvorsitzende Prof. Lars Rademacher.


    Über den DRPR

    Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) ist das Organ der freiwilligen Selbstkontrolle für das Berufsfeld Public Relations. Der Rat wird rechtlich und ideell von der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) e.V., dem Bundesverband der Kommunikatoren (BdKom) e.V. und der Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA) im Trägerverein des Deutschen Rates für Public Relations e.V. getragen.
    Ratsmitglieder sind Branchenexperten aus Unternehmen, Verbänden, Agenturen und anderen Organisationen. Die Arbeit des Rats basiert auf dem Deutschen Kommunikationskodex und anderen, aktuellen Kodizes. Der DRPR handelt in Verantwortung gegenüber dem gesamten Berufsfeld. Die Ratsmitglieder arbeiten unabhängig und sind nur sich selbst und ihrem Gewissen verpflichtet.
    Die Kernaufgaben des DRPR sind es, a) das Berufsfeld im Rahmen seiner Möglichkeiten kritisch zu beobachten, b) kommunikative Normen zu formulieren und zu entwickeln und c) auf Basis dieser Normen kommunikatives Fehlverhalten bei der Kommunikation mit Öffentlichkeiten zu benennen und gegebenenfalls zu rügen. Der DRPR bearbeitet dabei alle Fälle, die in Form von Beschwerden an ihn herangetragen werden oder die er (z.B. aufgrund von Medienberichterstattung) in Eigeninitiative an sich zieht. Der Rat behält sich vor, Fehlentwicklungen in der Branche aktiv anzusprechen und sich ggf. mit öffentlichen Stellungnahmen in die Diskussion einzumischen.
    Hat der Rat einen Fall zur Bearbeitung angenommen, wird immer der aktuelle Sachstand zum Thema nach der jeweiligen Quellenlage recherchiert. Alle daran beteiligten Organisationen oder Einzelpersonen werden um Stellungnahmen zu den Beschwerden gebeten. In Einzelfällen und bei besonders komplexen Themen erfolgt eine mündliche Anhörung im Rat. Im Anschluss daran bildet sich der Rat eine Meinung und entscheidet mehrheitlich. Wenn eine Rüge oder eine Mahnung ausgesprochen wird, so geschieht dies als wohlbegründete Meinungsäußerung und darf nicht mit dem Urteil eines Gerichtes verwechselt werden.


    Pressekontakt

    Anea Meinert
    E-Mail: info@drpr-online.de


  • Umweltkommunikation im 21. Jahrhundert

    Umweltkommunikation im 21. Jahrhundert

    Bei der letzten Neuland-Eventreihe der GPRA Young Professionals sind wir dem Thema Umweltkommunikation auf den Grund gegangen. Die überwältigende Teilnahme von über 70 Zuhörerinnen und Zuhörern belegte die Aktualität des Themas und den Wissensdurst junger Kommunikatorinnen und Kommunikatoren.

    Nachhaltigkeit war nach Digitalisierung das Buzzword des vergangenen Jahres. Mit neuen Richtlinien und Anforderungen an Unternehmen im europäischen Raum erreicht das Thema nun auch die Kommunikationsabteilungen der großen Unternehmen. Unternehmen stehen vor neuen Herausforderungen und so auch die sie beratenden Kommunikationsagenturen. Doch wie kommunizieren und vor allem mit wem?

    Bei der letzten Neuland-Eventreihe sind wir genau diesem Thema auf den Grund gegangen. Und die überwältigende Teilnahme von über 70 Zuhörerinnen und Zuhörern belegte die Aktualität des Themas und den Wissensdurst junger Kommunikatorinnen und Kommunikatoren.

    Offene Kommunikation & Transparenz

    Online-Event #Neuland

    Mit Agenturgeschäftsführer Juergen Gangoly, Journalistin Stephanie Hess sowie Unternehmenskommunikator Thorsten Sperlich durften wir tiefer in das Thema einsteigen und die verschiedenen Perspektiven beleuchten.
    Deutlich wurde dabei, wie sehr offene Kommunikation und Transparenz nun gefragt sind, auch wenn man noch nicht die ultimative Lösung gefunden hat.

    Und außerdem: Vieles muss erst noch erklärt werden – nicht nur für den Leser, sondern auch für den Journalisten, dessen Arbeit in den vergangenen Jahren stressiger und kurzweiliger geworden ist.

    Umweltkommunikation hält viele Kommunikationsbereiche parat – nicht immer ist der externe Blick des Journalisten schon angebracht. Thorsten Sperlich macht deutlich, dass Unternehmen vor allem intern alle Unternehmensbereiche mitnehmen müssen. Gerade global agierende Konzerne stehen vor der Herausforderung, die verschiedenen Wissens- und Bedeutungsebenen von Umwelt und Nachhaltigkeit zu vereinen. Hier gibt es viel Aufklärungsarbeit zu leisten.

    Greenwashing adé

    Spannend war die These, dass die Angst vor Greenwashing so langsam der Vergangenheit angehört. Die medial bekannten Fälle sind durch die neuen gesetzlichen Richtlinien und Verpflichtungen für Unternehmen keine Option mehr. Denn Transformationsprozesse müssen nun auf einer globalen Ebene vorangetrieben werden, Augenwischerei hilft hier niemandem. Gerade Innovationen wie Cradle-to-Cradle sind tiefgreifende unternehmerische Prozesse, die sowohl der Umwelt zugutekommen als auch unternehmerische Kehrtwenden aufzeigen. Hierzu zählen auch grundsätzliche Veränderungen in den Unternehmen wie etwa die Anpassung der Produktpalette, sei es zur Reduzierung von Zucker oder das Ende von tierischen Produkten.

    Herausforderungen im Bereich Nachhaltigkeit

    Jürgen Gangoly brachte es auf den Punkt: Oft werden Familientraditionen aufgebrochen und neue Wege beschritten, das ist nicht immer leicht.
    Und dennoch gibt es Produkte, die nicht nachhaltig produziert werden können bzw. nicht nachhaltig sind. Ein wichtiges und kontroverses Thema, welchem sich die Speaker gestellt haben. Hier wurde deutlich: Wir befinden uns mitten im Prozess und nicht jeder Schritt ist jetzt schon klar definiert. Aber auch die Dimensionen sind nun nicht mehr nur auf das eigene Land beschränkt. Eine Verschiebung des Problems raus aus Europa hilft uns auf lange Sicht gesehen nicht mehr.

    Erfahrt mehr über dieses spannende und wichtige Thema und hört Euch die Argumente der Speaker im Recording der Session an:


    Über #Neuland

    Gemeinsam knöpfen sich die PRVA Newcomers, Young LSA und die GPRA Young Professionals ab jetzt regelmäßig die Trendthemen der Branche in der Veranstaltungsreihe „Neuland“ vor. Denn: Was für manche noch immer ein Buch mit sieben Siegeln ist, wurde für sie schon längst ein zweites Zuhause. Werdet mit ihnen vom Digital Immigrant zum Digital Native! Auf unseren Social Media-Kanälen (LinkedIn) weisen wir regelmäßig auf die kommenden #Neuland-Veranstaltungen hin. Folgt uns und stay tuned!


    Veröffentlicht am: 31.03.2022

  • Von Kommunikation über Inspiration – Wir fragen nach!

    Von Kommunikation über Inspiration – Wir fragen nach!

    Dieses Mal mit Claudia Thaler von consense communications

    Claudia Thaler (rechts)

    Dürfen wir vorstellen: Claudia Thaler (im Foto rechts) – Inhaberin und Geschäftsführerin von consense communications, einer PR Agentur in München und Mitgliedsagentur der GPRA. Claudia ist Expertin für interne, Change- und Krisenkommunikation und auch nach 25 Jahren noch begeisterte Kommunikationsberaterin. Was wir, vor allem als Young Professionals, von ihr lernen können, erfahrt ihr im Interview.

    Warum bist Du Kommunikationsberaterin geworden?

    Claudia Thaler: Als Schülerin haben mich viele Fächer interessiert und ich hatte große Schwierigkeiten, mich für eine Studienrichtung zu entscheiden. Über eine Studienberatung bin ich auf das Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste in Berlin aufmerksam geworden – der perfekte Match für mich. Nach meinem Abschluss und einem Praktikum in einer internationalen PR-Agentur war klar, dass Agentur und Beratung das richtige für mich sind. Inhaltlich vielseitig, jeder Tag anders. Ich lerne viel über mich und die Welt kennen, treffe interessante Menschen, die mich inspirieren. Auch heute noch nach über 25 Jahren.

    Welche drei Buzzwords in der PR gehen Dir am meisten auf die Nerven? Und warum?

    Claudia Thaler: Erstens: Storytelling – eine gute Geschichte zu erzählen, war schon immer Kernaufgabe der PR. Zweitens: Thought Leader – behaupten viele von sich, sind aber nur die wenigsten. Drittens: Business-to-Human –auch hinter Unternehmen stecken Menschen.

    Wann hast Du das erste Mal die Wirkmacht von Kommunikation erlebt?

    Claudia Thaler: Da nenne ich lieber ein aktuelleres Beispiel. Wir haben im letzten Jahr für Horizont e.V., einen gemeinnützigen Verein für wohnungslose Mütter und ihre Kinder, unter anderem eine neue Website umgesetzt. Die Kundin rief an und bedankte sich herzlich bei uns, da das Spendenaufkommen online deutlich gestiegen sei. Über diese Nachricht haben wir uns sehr gefreut.

    Welche PR-Kampagne ist Dir bis heute in Erinnerung geblieben? Und warum?

    Claudia Thaler: Ich bin sehr beeindruckt, mit welcher Konsequenz und Öffentlichkeitswirksamkeit der „Darmkrebsmonat März“ der Felix-Burda-Stiftung seit über 20 Jahren kommuniziert wird. Die Kampagne erklärt den gesamten März zum Aktionsmonat für die Prävention von Darmkrebs mit vielen Prominenten als Testimonials. Die Initiative hat maßgeblich dazu beigetragen, das Thema „Darmkrebsvorsorge“ vom Tabu zu befreien und hat bis heute sicherlich schon viele Leben gerettet.

    Wann hattest Du zuletzt das Gefühl, den richtigen Job zu haben? Warum?

    Claudia Thaler: Nahezu jeden Tag. Ich setzte mich täglich mit spannenden Themen und Menschen auseinander. Das erfüllt mich. Aber zugegeben, manchmal nervt mich mein Job auch – vor allem dann, wenn ich viele (zu) verschiedene Interessen unter einen Hut bringen muss und in meinen Augen nicht mehr die beste Lösung gefunden wird, sondern nur ein Kompromiss.

    Welches Buch sollte man als Kommunikationsberater:in gelesen haben?

    Claudia Thaler: Für Berufsanfänger:innen sicher interessant sind „Deutsch für Profis“ von Wolf Schneider und „Wahnsinnskarriere“ von Wolfgang Schur und Günter Weick – ein Karriereratgeber der etwas anderen Art. Zum Ausgleich greife ich gerne auf Magazine wie „Hohe Luft“ zurück.

    Was ist für Dich das Besondere am Arbeiten in einer Agentur?

    Claudia Thaler: Die Abwechslung – viele unterschiedliche Kunden und Anforderungen in den Projekten sind auf der einen Seite sehr fordernd und fördern auf der anderen Seite den schnellen Aufbau von Kompetenzen und Wissen. Gerade für Berufseinsteiger:innen und Young Professionals ein sehr gutes Lern- und Entwicklungsumfeld. Das Gemeinschaftsgefühl – in unserer Agentur verstehen wir uns alle als ein Team – egal wer gerade welchen Kunden betreut. Die gegenseitige Unterstützung ist sehr groß. Das Wir zählt.

    Was ist Deine Inspirationsquelle?

    Claudia Thaler: Mit offenen Augen durch die Welt und durchs Leben gehen. Gespräche und Diskussionen mit Menschen, die mir im Berufs- und Privateben begegnen. Viel lesen, sehen, hören. Kommunikationsberaterin zu sein, ist für mich eine Haltung und kein Beruf, den ich nach Feierabend an den Nagel hänge.

    Wie startest Du in den Tag?

    Claudia Thaler: Mit viel Kaffee, dem Handelsblatt und am Wochenende der Süddeutschen Zeitung und Bild am Sonntag. Unter der Woche checke ich, bevor ich das Haus verlasse, noch kurz meine Mails und dann geht’s los.

    Beratungsqualität ist für …

    Claudia Thaler: … die Agenturarbeit sehr wichtig. Viele Studierende und Young Professionals sind sich oftmals nicht bewusst, was Beratungsqualität mit der eigenen Reflektionsfähigkeit und dem Willen zur Entwicklung der Persönlichkeit zu tun hat. Deshalb investieren wir intensiv in die Aus- und Weiterbildung zu diesem Thema. Ich selbst habe eine Ausbildung zum systemischen Coach gemacht, die mir in der Beratung von komplexen Themen und Fragestellungen wie Change, Strategie oder Krise sehr gut weiterhilft.

    Stell Dir vor: Ich als Berufseinsteigerin! Was würdest Du Deinem früheren Ich gerne mitteilen?

    Claudia Thaler: Höre stets auf Dein Bauchgefühl. Es ist Dir ein verlässlicher Begleiter auch durchs Berufsleben.

    Ich engagiere mich in der GPRA, weil …

    Claudia Thaler: … ich das Arbeiten in einer Agentur sehr spannend finde und ich andere Menschen ebenfalls dafür begeistern will.


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    Ansprechpartnerin für das Interview-Format ist Alicia Altvatter (Weber Shandwick) von den GPRA Young Professionals: AAltvatter@webershandwick.com

    Veröffentlicht am 30.03.2022

  • Hendrike Heitmann heuert bei Weber Shandwick an

    Hendrike Heitmann heuert bei Weber Shandwick an

    Berlin, 21. März 2022 – Seit Anfang des Jahres ist Hendrike Heitmann bei Weber Shandwick als Clusterlead für Consumer Lifestyle an Bord. Sie verantwortet die Kommunikation für Beiersdorf, im Besonderen für die Marken Eucerin und Hansaplast. Heitmann bringt umfassende Erfahrungen in allen Kernbereichen der Kommunikation mit.


    Ihr Portfolio reicht von strategischer Beratung, Public Relations, Kampagnenentwicklung, crossmedialen Kampagnen, Social Media, Influencer Marketing bis hin zur Durchführung von Medien-, Lifestyle- und Launch-Events.

    Hendrike Heitmann


    Nach ihrem Traineeship begann Ihre Karriere bei Integra Communications in Hamburg, wo sie Marken wie Alessi, Blanchet und Rotkäppchen, betreute. Nach weiteren Stationen bei Achtung! und redroses communications wechselte sie 2018 zu ad publica Public Relations, wo sie ihr Know-how in strategischer und operativer Kundenberatung mit Schwerpunkt Marken-, Produkt PR sowie Social Media ausbaute. Als Teamlead Lifestyle & Beverage verantwortete Sie dabei namhafte Kunden aus dem Beverages-Bereich wie die Rémy Cointreau Gruppe mit den Marken The Botanist, Bruichladdich, Rémy Martin, Metaxa, Cointreau und Mount Gay.


    Hendrike Heitmann freut sich über ihre neue Aufgabe: „Ich bin begeistert von der Vielfalt und der Power, die ein internationales Netzwerk wie das von Weber Shandwick mitbringt, um für die Kunden individuelle Lösungen für ihre Herausforderungen zu schaffen. Ich freue mich, nun Teil des Netzwerks zu sein und mich mit meiner Expertise einbringen zu können.“


    Über Weber Shandwick

    Weber Shandwick ist ein global führendes Kommunikationsnetzwerk, das Lösungen auf höchstem Niveau für Marken, Unternehmen und Organisationen in allen wichtigen Märkten der Welt anbietet. Dank eines vielfältigen und spezialisierten Teams aus Strategen und Kreativen wurde die Agentur mit einigen der renommiertesten Preisen der Branche ausgezeichnet. So wurde Weber Shandwick 2020 von Ad Age in die Agency „A-List“ aufgenommen und 2019 als einer der „Best Places to Work“ gekürt. Weber Shandwick wurde 2020 zudem zur PRovoke „Global Agency of the Decade“ ernannt und erhielt 2015, 2016, 2017 und 2018 von PRWeek die Auszeichnung „Global Agency of the Year“. Die Agentur gewann bislang 135 Löwen beim Cannes Lions International Festival of Creativity. Mit datengestützten, einzigartig mutigen Ideen im Mittelpunkt, neuen Technologien und einem vielseitigen Team aus Strategen, Analysten, Technologen und Kreativen, entwickelt die Agentur Strategien, die mehr können, als Aufmerksamkeit zu generieren – sie machen Interaktionen möglich mit einem nachhaltigen Impact für unsere Kunden. An den deutschen Standorten Berlin, Frankfurt, Köln und München bietet Weber Shandwick strategische Beratung, Planung und die Umsetzung integrierter Kommunikationsdienstleistungen in den zentralen Geschäftsbereichen Brand- und B2B-Marketing, Healthcare, Change Management, Employee Engagement, Corporate Reputation, Krisenkommunikation, Data & Analytics, Technology, Public Affairs, Social Impact sowie Finanzkommunikation. Weber Shandwick gehört zur Interpublic Group (NYSE: IPG). Für weitere Informationen besuchen Sie www.webershandwick.de


    Ihre Ansprechpartnerin

    Susann Kobs
    Senior Manager, Business Development & Marketing
    Telefon: +49 30 20351 217
    E-Mail: skobs@webershandwick.com


  • GPRA Stipendium: Talente fördern und nachhaltig für die Kommunikations- und Agenturbranche begeistern

    GPRA Stipendium: Talente fördern und nachhaltig für die Kommunikations- und Agenturbranche begeistern

    Matthias Wesselmann, GPRA Präsidiumsmitglied und Initiator vom GPRA Stipendium im Interview.

    Die GPRA hat eine weitere Initiative zur Förderung des Nachwuchses gestartet: Mit einem finanziellen wie ideellen Studienstipendium unterstützt der Branchenverband künftig Kommunikationsstudierende in ihrem Studium. Die finanzielle Förderung beträgt für Stipendiatinnen und Stipendiaten 10.000 EUR, die ideelle Förderung besteht aus einem Förder- und Mentoring-Programm der GPRA-Mitgliedsagenturen. Wir haben bei Matthias Wesselmann nachgefragt:

    Matthias, die GPRA setzt sich seit jeher stark für die Nachwuchsförderung in der Kommunikationsbranche ein. Wieso hat die GPRA jetzt ein Stipendium ins Leben gerufen bzw. sich für diese Initiative entschieden?

    Foto Matthias Wesselmann, GPRA Präsidium
    Matthias Wesselmann

    Matthias Wesselmann: Mit der Initiative wollen wir Talente explizit fördern, bei ihrer Entwicklung intensiv begleiten und nachhaltig für die Kommunikations- und Agenturbranche begeistern. Denn gerade letztere bietet einen enormen Gestaltungsspielraum. Gemeinsam mit den GPRA Stipendiatinnen und Stipendiaten wollen wir Kommunikation als Profession weiterentwickeln, aber auch den Status Quo immer wieder auf den Prüfstand stellen. Darüber hinaus werden wir sie dabei unterstützen, aktiv gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

    Es gibt zahlreiche Stipendienprogramme – was ist das Besondere am GPRA Stipendium?

    Matthias Wesselmann: Das GPRA Stipendium ist fokussiert auf die Profession der Kommunikation und bietet Stipendiatinnen und Stipendiaten die Möglichkeit, bereits während des Studiums ein sehr starkes Netzwerk in der Branche aufzubauen, von dessen Expertise zu profitieren und am Puls der Zeit zu arbeiten. Darüber hinaus legen wir großen Wert auf individuelles Mentoring, das durch Vertreter:innen aus den GPRA Mitgliedsagenturen erfolgt und die berufliche wie persönliche Weiterentwicklung der einzelnen Stipendiatinnen und Stipendiaten fördert.

    Die Kommunikationsbranche ist wahnsinnig vielfältig und kreativ! Und noch immer fliegen Agenturen dabei etwas unter dem Radar. Warum lohnt es sich deiner Meinung, in eine Agentur zu gehen?

    Matthias Wesselmann: In einer Agentur zu arbeiten bedeutet, im Kopf flexibel zu bleiben – ein für mich ausschlaggebender Punkt. Dafür sorgen eine unglaubliche Vielfalt von Aufgaben, ein großer Gestaltungsspielraum und die Möglichkeit, sich strategisch wie kreativ zu entfalten und neugierig zu sein. In einer Agentur zu arbeiten bedeutet auch, ständig zu lernen, oft über den eigenen Schatten zu springen, Experimente zu wagen und allen anderen bestenfalls immer einen Schritt voraus zu sein. Kurz zusammenfassen lässt es sich aber meiner Meinung nach am besten so: Agentur ist das, was man draus macht. Wer die Chancen nutzt, die sich bieten und sich selbst neue schafft, kann sehr viel erreichen.

    Zu guter Letzt, du warst selbst mal Stipendiat. Was sind rückblickend deine Erfahrungen? Und warum lohnt sich das Bewerben?

    Matthias Wesselmann: Die Zeit als Stipendiat in der Stiftung der Deutschen Wirtschaft während meines Studiums an der Technischen Universität Ilmenau prägt mich bis heute. Sei es inhaltlich, aber vor allem auch in Hinblick auf das Netzwerk, das ich mir dadurch aufbauen konnte und von dem ich auch heute noch profitiere. Ich kann nur jedem/jeder nahe legen: traut euch, bewerbt euch, glaubt an euch und das, wofür ihr steht, und lasst uns die Kommunikations- und Agenturbranche gemeinsam immer wieder neu erfinden.


    Weitere Informationen zum GPRA Stipendium gibt es hier.

    Das Interview führte Isabelle Hoyer von der GPRA Geschäftsstelle: i.hoyer@gpra.de

    Veröffentlicht am 15.03.2022

  • GPRA: „Mitarbeiterbindung ist kein Nebenjob!“

    GPRA: „Mitarbeiterbindung ist kein Nebenjob!“

    Agenturen müssen die Qualitätsstandards fürs Personalmanagement hochsetzen, sagt die Präsidentin der Gesellschaft Public Relations Agenturen GPRA im Gastbeitrag für W&V.

    Wer die Schlagzeilen der letzten Tage verfolgt, der mag sich wundern: Ach, jetzt haben auch wir Fachkräftemangel. Zwei aktuelle Untersuchungen belegen das eindrücklich mit Zahlen. Richtig gefragt und addiert, kommt man da auch auf besorgniserregende Prognosen.

    Der Nachwuchs ist da!

    Alexandra Groß
    Alexandra Groß

    Nüchtern betrachtet ist es tatsächlich so, dass der Arbeitsmarkt in allen Branchen stärker in Bewegung gekommen ist. Das gilt natürlich auch für uns. Kaum eine Agentur oder ein Unternehmen, das nicht Fachleute an den Markt abgeben musste. Spannend wäre es aber auch mal zu sehen, wie viele Stellen im letzten Jahr besetzt wurden. Irgendwo sind die meisten Kommunikationsexperten ja hin gewechselt.

    Gleichzeitig war das Angebot an Aus- und Qualifizierungsmöglichkeiten für den Kommunikationsberuf nie größer. Weit über 350 Studienangebote gibt es im Zusammenhang mit Kommunikation und Medien, Nachbardisziplinen – die vielseitig einsetzbare Betriebswirtschaft noch gar nicht eingerechnet. Die Studiengänge sind in der Regel alle gut besucht. Auch der Wechsel zwischen den Branchen, zum Beispiel Journalisten, die auf Agentur- oder Unternehmensseite wechseln, findet regelmäßig statt.

    Worum geht es wirklich?

    Ich frage mich schon lange, ob der viel zitierte Fachkräftemangel die eigentlichen Fragestellungen in der Kommunikationsbranche übertünchen soll.

    Gerade Agenturen kennen die Notwendigkeit der schnellen Stellenbesetzung, wenn ein neues Groß-Mandat gewonnen wurde, in der Agentur gut ausgebildete Kommunikationsfachleute zum Unternehmen wechseln, zum Wettbewerber gehen oder gar was ganz Neues machen.

    Der Kreis der Personaler in der GPRA hat diese Herausforderung bei jedem Treffen auf der Agenda – und das seit vielen Jahren. Das Recruiting neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist in jedem Gespräch zwischen Agentur-Personalern präsent. Das liegt in der Natur der Sache: Das People’s Business ist davon geprägt, sich kontinuierlich um neues Personal zu bemühen.

    Das Problem liegt viel tiefer.

    Vor allem Agenturen sind gefordert, konsequent an ihrer Arbeitgebermarke zu arbeiten, ihr Engagement, mit dem Nachwuchs frühzeitig in Kontakt zu kommen, zu steigern, ihre Personalarbeit zu professionalisieren, und dort in Personal-Fachkräfte zu investieren, die diese Aufgaben lösen.

    Es braucht eine bessere Personalarbeit

    Dazu zählt nicht nur das Recruiting, sondern auch Entwicklungspläne für Mitarbeitende zu bauen, Perspektiven aufzuzeigen, wie man in Agenturen auch Fachkarrieren machen kann und über Potenzialanalysen künftige Management-Nachfolger zu finden und aufzubauen.

    Wenn Agenturen mit eigenen Experten neue Wege finden, ihre Mitarbeitenden zu binden, ist die Recruiting-Aufgabe dann auch nicht mehr ganz so groß. Hier liegt der Schlüssel zum Erfolg. Wer in Fachkräfte für Personalarbeit investiert und für die vielfältigen Aufgaben jeweils auf Experten setzt – ein Recruiter ist etwas anderes als ein Personalentwickler –, hat einen entscheidenden Schritt getan.

    Geschäftsführer oder Kommunikationsexperten mit Interesse an Personalarbeit können dies nur im Nebenjob erledigen. Das wird der Mammutaufgabe in keinem Fall gerecht. Denn diese Arbeit braucht Know-how, Netzwerk und Zeit.

    Anstatt über den Dauerbrenner Fachkräftemangel zu klagen, sollten wir den Professionalisierungsgrad der Personalbereiche von Agenturen regelmäßig bewerten. Mit der Einführung des Consultancy Management Qualitätsstandards für Kommunikationsagenturen haben wir einen ersten Schritt in ein Benchmarking getan. Die Zertifizierung betrachtet ausführlich das Personalmanagement in Agenturen und zwingt uns, hier kontinuierlich besser zu werden.


    Erschienen am 13.01.2022 als Gastbeitrag in der W&V+.

  • Interview mit Neumitglied STILGEFLÜSTER

    Interview mit Neumitglied STILGEFLÜSTER

    „Als Role Model wollen wir mit der Mitgliedschaft beweisen, dass auch kleinere Agenturen den Qualitätsansprüchen des sich wandelnden Marktes gewachsen sind!“

    Seit dem 01.01.2022 gehört die PR- und Social Media Agentur STILGEFLÜSTER zum Verband der führenden PR- und Kommunikationsagenturen in Deutschland. Die GPRA freut sich sehr über den Zugewinn der Hamburger Agentur, die hohe Qualitätsstandards mit Dynamik und Flexibilität vereint. Welche besonderen Akzente STILGEFLÜSTER in der Weiterentwicklung der Kommunikationsbranche setzen will, hat uns Geschäftsführerin und Gründerin Juliane Broß im Gespräch verraten.

    Wieso habt Ihr Euch für die GPRA entschieden? Was genau hat Euch überzeugt?

    Juliane Broß: Ich sehe es als einen klugen, mutigen und richtigen Move, dass STILGEFLÜSTER – als relativ kleine Agentur – jetzt den Weg mit der GPRA geht, sei es die Zertifizierung oder die Mitgliedschaft – denn das ist die Zukunft. Es gibt aktuell wahnsinnig viele PR-Agenturen in Deutschland und die Branche wächst weiterhin. Ebenso die Medienlandschaft: Es gibt so viele Nischentitel und Online-Medien. Ich glaube, es ist wichtig, eine Instanz in diese Entwicklung einzubeziehen, die das Ganze kuratiert und „überwacht“. Man braucht eine Art Riegel, damit die Qualität und die Qualitätsansprüche gesichert und gewahrt werden können.

    Mit Blick auf unsere Verbandsthemen: Welches Thema ist Euch besonders wichtig und wo möchtet Ihr Euch gerne engagieren?

    CFO Georg H. Büsch & CEO Juliane Broß

    Juliane Broß: Das für uns wichtigste Verbandsthema ist „Anspruch auf Qualitätsführerschaft im Sinne von Kundinnen und Kunden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“. Insbesondere als verhältnismäßig kleine Agentur mit rund 30 Beraterinnen und Beratern werden wir immer wieder mit Skepsis rund um unsere Qualitätsstandards konfrontiert. Diese scheinen im deutschen PR-Markt sehr stark zu variieren, was für ein Imageproblem der gesamten Branche sorgt. Als Role Model wollen wir mit der Mitgliedschaft beweisen, dass auch kleinere Agenturen den Qualitätsansprüchen des sich wandelnden Marktes gewachsen sind und sie erfüllen, wenn nicht sogar übertreffen können. Dies ist der Bereich, in dem wir uns auch maßgeblich einbringen wollen.
    Ebenfalls wichtig ist uns das Thema „Nachwuchsförderung“: Ich bin davon überzeugt, dass wir mit einem Portfolio-Mix aus Start-Ups und großen, international agierenden Marken und Unternehmen sowie einem spannenden Mix aus PR-Expertinnen und Experten, die seit vielen Jahren in diesem Bereich tätig sind, und ebenso vielen PR-Talents, hier einen wichtigen Beitrag leisten können.

    Was macht STILGEFLÜSTER einzigartig? Anders gefragt, was ist das Besondere an STILGEFLÜSTER?

    Juliane Broß: Der STILGEFLÜSTER USP ist sehr klar: Wir kombinieren die hohen Qualitätsstandards von großen internationalen Netzwerk-Agenturen, in denen viele von uns ausgebildet worden sind, mit der Dynamik und der Flexibilität einer Boutique-Agentur. Unser hoher Qualitätsanspruch an Konzepte und PR-Strategien in Kombination mit der starken Priorität von 1:1 Media Relations sind einzigartig im Markt. Dies kommt auch immer wieder als Feedback von unseren Kundinnen und Kunden. Wir entwickeln nicht nur funktionierende Konzepte, sondern sorgen mit unserem großen Netzwerk an Key Opinion Leadern und der Leidenschaft für die Medienarbeit auch dafür, dass diese reichweitenstark und dynamisch verbreitet werden.

    Im letzten Jahr hattet Ihr Euer 10-jähriges Jubiläum – herzlichen Glückwunsch! Was waren Eure größten Meilensteine und was kommt als nächstes?

    Juliane Broß: Der erste Meilenstein, der mich persönlich immer noch stark prägt, war überhaupt die Entscheidung eine Agentur zu gründen: also eigene Visionen verwirklichen zu können und die Freude, Verantwortung für ein Team zu übernehmen. Direkt hiermit ist auch die Erfahrung verbunden, wie wertvoll ein Team ist, das meine Vision auch dann trägt, wenn ich als Unternehmerin vor Herausforderungen stehe.

    Geschäftlich betrachtet war einer der ersten Meilensteine der erste große Pitch-Gewinn im Jahr 2013. Wir haben außerdem viele Start-Ups-Exits wie beispielweise den von Amorelie begleitet. Auch die Erweiterung der Geschäftsführung um die Bereiche „Operations & Finance“ war ein großer Schritt nach vorne. Seitdem sind die Meilensteine direkt mit dem Teamausbau verknüpft: Wir haben in Konzept & Strategie, Event, Corporate und Content-Expertinnen und Experten investiert und Stabstellen geschaffen; 2020 haben wir außerdem beschlossen, eine eigene Social Media Unit zu gründen. 2021 ist mein langjähriger Mitarbeiter Georg Büsch als Partner eingestiegen – diese Entscheidung war für mich persönlich nicht leicht, denn ein Teil seines „Babys“ abzugeben, ist für jede Unternehmerin und jeden Unternehmer ein großer Schritt. Sie war aber genau richtig und ist schon jetzt ein absoluter Mehrgewinn für STILGEFLÜSTER.

    Weiterhin haben wir Remote-Stellen in Berlin und München geschaffen, was ebenfalls eine enorme Bereicherung ist. Wir arbeiten gerade an einer Neudefinition unserer Marke und – wie bekannt – wir sind jetzt Mitglied in der GPRA.

    Die nächsten zwei Jahre stehen unter dem Dach „Change, Business Development & Investition“. Lasst Euch überraschen – auch hier haben wir schon Weichen gestellt.

    Welche Herausforderungen seht Ihr für unsere Branche?

    Juliane Broß: Der 360° Anspruch von Kundinnen und Kunden und auch die Konkurrenzfähigkeit gegenüber Performance-Kanälen werden die größten Herausforderungen für die PR-Branche in den nächsten Jahren. Die digitale Transformation von Marken und Medien wird auch eine starke digitale Transformation der PR-Arbeit erfordern. Diesen Change-Prozess dürfen Agenturen nicht unterschätzen. In Zukunft werden Partnerinnen und Partner immer stärker daten- und zahlenbasiert arbeiten. Diesem Bedürfnis müssen auch PR-Agenturen nachkommen.

    Wir bewegen uns zudem in einem Markt, der sich schnell verändert. „Digitalisierung“ und „neue Lebens- und Arbeitsmodelle“ sind nur zwei Schlagworte. Gleichzeitig ist überall das Bedürfnis nach Bleibendem und Vertrautem spürbar: Direkter menschlicher Austausch, sinnlich vermitteltes und vor allem tiefes Verständnis von Themen, Verbindlichkeit und – um ein Lieblingswort von Georg zu nehmen – kaufmännische Ehrbarkeit. Ich sehe STILGEFLÜSTER auf einem guten Kurs in diese Zukunft.

    Zu guter Letzt, was macht für Euch Agenturkultur aus?

    Juliane Broß: „Teamwork makes the dream work“ und „Stillstand ist keine Option“ sind unsere Credos. Danach agieren wir intern, aber auch extern in Richtung unserer Kundinnen und Kunden. Zum einen steht unser Team im Fokus sowie dessen permanente Weiterentwicklung, beispielsweise durch interne STILGEFLÜSTER Academys oder externe Workshops. In Zeiten von Remote Working, Home Office & Co. legen wir viel Wert auf den regelmäßigen Austausch innerhalb des Teams, um nicht nur Synergieeffekte zu nutzen, sondern auch um Nähe trotz räumlicher Distanz zu schaffen.
    Gleichzeitig ist es uns wichtig, eine persönliche Bindung zu allen wichtigen Stakeholdern aufzubauen. „It’s a people’s business“ und nichts funktioniert nach Schema F. Individuelle Wünsche, an allen Fronten, erfordern individuelle Lösungen und vor allen Dingen Empathie und Kreativität. Sowohl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch von Kundinnen und Kunden, die zum Teil schon sehr viel Agenturerfahrung haben, bekommen wir immer wieder gespiegelt, wie stark wir in Bezug auf diese Kultur aus dem Agenturmarkt hervorstechen.


    Das Interview führte Isabelle Hoyer von der GPRA Geschäftsstelle: i.hoyer@gpra.de

    Veröffentlicht am 28.02.2022