Autor: administratorus

  • GPRA Mitgliederversammlung 2025 | Neues Präsidium gewählt

    GPRA Mitgliederversammlung 2025 | Neues Präsidium gewählt

    Matthias Wesselmann führt neu gewähltes Präsidium an

    Jahresprogramm für 2025/26 verabschiedet

    Berlin, 14.03.2025 – Die Gesellschaft der führenden PR- und Kommunikations­agenturen in Deutschland (GPRA) hat auf der diesjährigen Mitgliederversammlung ein neues Präsidium gewählt. Matthias Wesselmann (Ketchum) übernimmt das Präsidentenamt von Alexandra Groß (Fink & Fuchs), die nach vier Jahren satzungsgemäß das Präsidium verlässt. Stellvertre­tende Präsidentin wird Jelena Mirkovic (komm.passion | Team Farner), die damit ihre Arbeit im Vorstand fortführt. Claudia Thaler (consense communications), Kirsten Leinert (MSL) und Jörg Forthmann (Faktenkontor) kommen als neue Vorstandsmitglieder hinzu.

    Claudia Thaler (consense communication), Jörg Forthmann (Faktenkontor), Jelena Mirkovic (komm.passion), Matthias Wesselmann (Ketchum) und Kirsten Leinert (MSL) (Foto: GPRA)

    Alexandra Groß versammelt alle GPRA-Agenturen hinter dem Qualitätsstandard CMS

    Seit 2018 war Alexandra Groß Mitglied im GPRA Präsidium. 2019 wurde sie Vize- und 2021 schließlich Präsidentin der GPRA. Nun endet ihr Präsidiumsvorsitz satzungsgemäß. Seit Beginn ihres ehrenamtlichen Engagements in der GPRA lag Alexandra Groß‘ Fokus auf der Professionalisierung des HR-Managements in Agenturen und der Branche insgesamt sowie auf der Nachwuchsförderung. Die erfolgreiche Einführung eines verbindlichen Qualitätsstandards für Kommunikationsberatungen in der GPRA war das umfassendste Projekt des scheidenden Präsidiums. Im Kern unterstützt der international gültige und anerkannte Consultancy Management Standard (CMS) die Professionalisierung von Agentur-Organisationen und gibt Antworten auf die Management-Herausforderungen in einem sehr heterogenen Markt. Heute sind ausnahmslos alle Mitgliedsagenturen der GPRA CMS-zertifiziert.

    GPRA Agenturen stehen für professionelle HR-Arbeit und Nachwuchsförderung

    Ein zweiter Schwerpunkt von Alexandra Groß war die Förderung des Nachwuchses in der Kommunikationsberatung und die Positionierung der GPRA Agenturen als beispielgebende und zukunftsweisende Arbeitgeber. Vor diesem Hintergrund entstand der alle zwei Jahre erscheinende Arbeitgeberreport sowie die im Jahr 2020 gegründete Gruppe der GPRA Young Professionals. Das Berufsbild des Kommunikationsberaters in einer Agentur zu schärfen und den Nachwuchs für die Arbeit in Agenturen zu gewinnen, bleibt auch für das neue Präsidium ein wichtiges Anliegen.

    In die Amtszeit des scheidenden Präsidiums fiel auch das 50-jähriges Bestehen des Verbands. Mit Groß als Präsidentin wurden auch die Partnerschaften mit anderen Branchenverbänden und Organisationen vertieft: So entstand mit der DPRG eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit Fokus auf der Kommunikation von Transformationsprojekten, ebenso kooperieren beide Verbände beim Junior Award und mit dem BdKom in der Initiative „Kommunikation stärkt Demokratie“. Darüber hinaus wurde erstmalig zusammen mit der dapr ein gemeinsames Qualifizierungsangebot für die Kommunikationsberatung entwickelt.

    Die GPRA bedankt sich im Namen aller Mitglieder für Alexandra Groß‘, Jelena Mirkovic‘, Hanning Kempes und Peter Heinrichs beispielloses Engagement in diesem Ehrenamt.

    Neues Präsidium stellt Arbeitsprogramm vor

    Alexandra Groß‘ Nachfolge tritt Matthias Wesselmann an, der von den Mitgliedern einstimmig zum neuen Präsi­denten gewählt wurde. Matthias Wesselmann, bereits bis 2023 Mitglied im GPRA-Präsidium, kommentiert: „Unter der Präsidentschaft von Alexandra Groß hat sich die GPRA zu einem Verband führender exzellenter Kommunikationsberatungen entwickelt. Als neues Präsidium wollen wir die GPRA in Zeiten des technologischen, demografischen und marktgetriebenen Wandels noch stärker als zukunftsorientierten Managementzirkel positionieren. Unser Fokus liegt auf Wissensaustausch, strategischen Impulsen und klaren Positionen, um den Mitgliedsagenturen messbaren Mehrwert zu bieten. Wir begleiten sie aktiv bei aktuellen und künftigen Herausforderungen, stärken ihre Wettbewerbsposition und gestalten die Zukunft der Branche aktiv mit.“

    Dafür setzt das neue Präsidium auf drei zentrale Säulen:

    1. Excellence Circle: In den Bereichen „Finance & Operations“, „People & Culture“ und „Digitalkompetenz & KI“ schaffen wir Foren für Wissenstransfer, Diskussionen und die Entwicklung gemeinsamer Positionen. Präsidiumsmitglieder leiten diese Circle, die Raum für Experimente, Werkstattgespräche und Impulse von internen wie externen Experten bieten.
    2. Experience Circle: Mitgliedsagenturen treiben hier den Austausch zu zentralen Branchentrends und -themen an. Aktuelle Schwerpunkte sind Nachhaltigkeit, Crisis Leadership, Media & Influencer Relations, Strategie und Kreation.
    3. Führungskräfteentwicklung: Die Förderung des Führungsnachwuchses bleibt ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Die GPRA Young Professionals haben sich als starke Plattform für junge Talente etabliert – diese werden wir weiter stärken und ausbauen.

    Mit diesem Programm stärkt die GPRA ihre Rolle als Impulsgeber der Branche und unterstützt Agenturen aktiv in einem dynamischen Marktumfeld.


    Veröffentlicht am 14.03.2025

  • Als Trainee bei consense: Mein Blick hinter die Kulissen

    Als Trainee bei consense: Mein Blick hinter die Kulissen

    von Kimia Rahmati

    Als ich mein Traineeship begann, war ich – neben der Vorfreude auf den ersten Job nach dem Studium – auch nervös: Welche Aufgaben erwarten mich in einer Kommunikationsberatung? Wie werden wohl die neuen Kolleginnen und Kollegen sein? Hat mich mein Studium gut auf den Arbeitsalltag vorbereitet? Der erste Tag in der Agentur war daher ein Mix aus Aufregung und Neugier. Die Nervosität legte sich aber schnell wieder, denn ich wurde herzlich empfangen und direkt in den Kundenalltag eingebunden.

    Learning by Doing

    Gleich von Anfang an durfte ich Aufgaben in verschiedenen Projekten übernehmen und beispielsweise bei der Planung von Social Media Kampagnen unterstützen, Journalist:innen für Presseaussendungen recherchieren, diese kontaktieren oder an Kundenmeetings teilnehmen. Ein Highlight für mich ist die Mitarbeit bei einem großen Spielwarenhersteller. Hier unterstütze ich im Bereich der Pressearbeit und des Media Monitorings.

    Eine zentrale Rolle bei consense spielt das systemische Beraten. Dabei geht es darum, wie man durch aktives Zuhören und gezielte Fragestellungen die Bedürfnisse und Perspektiven von Kunden besser versteht. Ein Gespür dafür entwickelt man als Trainee durch die aktive Teilnahme an Meetings und Workshops. In den letzten Monaten habe ich daher für mich mitgenommen, dass jeder Beratungsprozess unterschiedlich ist, weil jeder Mensch unterschiedlich ist.

    Mentoring und Feedback

    Ein wichtiger Aspekt meines Traineeships ist das Mentoring. Meine Mentorin gibt mir nicht nur wertvolle Einblicke in die Branche, sondern auch ehrliches und konstruktives Feedback zu meiner Arbeit und Wirkung im Team. Diese regelmäßigen Gespräche helfen mir, meine Stärken besser zu benennen und an meinen Schwächen oder blinden Flecken zu arbeiten. Besonders im ersten Job, in dem ich den Wunsch habe, am besten sofort alles richtig zu machen und natürlich einen positiven Eindruck bei Kunden, Kolleg:innen und Vorgesetzten zu hinterlassen, ist es manchmal schwierig, nach Feedback zu fragen. Doch die offene Kommunikationskultur ermutigt mich, Fragen zu stellen und mich dadurch kontinuierlich weiterzuentwickeln.

    Herausforderungen und Wachstum

    Natürlich treffe ich auch auf Herausforderungen. Manchmal fühle ich mich von der Fülle an Informationen und To Dos überwältigt oder habe das Gefühl, nicht schnell genug zu lernen. Doch jede Herausforderung bietet mir die Möglichkeit, aus meiner Komfortzone herauszugehen und über mich hinauszuwachsen. Auch, weil meine Kolleginnen und Kollegen jederzeit ein offenes Ohr für mich haben und mich darin bestärken, dass jeder Fehler auch eine Chance ist, daraus zu lernen.

    Mein Fazit

    Insgesamt waren die ersten sieben Monate meines Traineeships eine aufregende und lehrreiche Zeit. Ich habe nicht nur viel über die Kommunikationsbranche gelernt, sondern auch über mich selbst. Die Kombination aus Theorie und Praxis hat mir geholfen, meine akademische Ausbildung zu ergänzen und mich auf den Beruf der Kommunikationsberaterin vorzubereiten. Die nächsten Monate versprechen genauso spannend zu werden, und ich kann es kaum erwarten, was die Zukunft bei consense für mich bereithält.

    Ich hoffe, meine Erfahrungen inspirieren den einen oder die andere, ebenfalls den Schritt in die Welt der Kommunikation zu wagen.


    Veröffentlicht am 20.02.2025

  • „Wir brennen für Kommunikation“ – Das war das Wintertreffen 2025 der GPRA Young Professionals

    „Wir brennen für Kommunikation“ – Das war das Wintertreffen 2025 der GPRA Young Professionals

    Mit frischem Tatendrang ins Jubiläumsjahr der GPRA Young Professionals: Zum alljährlichen Wintertreffen kamen die Young Professionals in Frankfurt zusammen. Gemeinsam blickten sie auf ein erfolgreiches Jahr 2024 zurück, setzten sich neue Ziele für 2025 und beschäftigten sich ganz übergreifend mit der Leitfrage „Wofür brennst Du?“.

    Das Wintertreffen 2025 der GPRA Young Professionals war ein voller Erfolg!

    Mit Blick auf den Main trafen sich die Young Professionals Ende Januar zum alljährlichen Wintertreffen bei fischerAppelt in Frankfurt. Neben bekannten Gesichtern wurden auch neue Mitglieder willkommen geheißen und die Vorstellungsrunde startete mit der Suche nach den wahren Superkräften der jungen Kommunikationsberater:innen. Jedes Gespräch auf Taylor Swift lenken zu können, für Travel Hacking-Tipps an Bekanntheit zu gewinnen oder auch musikalische Talente wie Karaoke und Beatboxing, waren nur einige der vielen Antworten, die auch im Nachhinein für viel Gesprächsstoff sorgten.

    GPRA-Präsidentin Alexandra Groß und Präsidiumsmitglied Jelena Mirkovic gaben im Anschluss einen Einblick in die aktuellen Themen und Entwicklungen innerhalb der GPRA. Besonders spannend: Die Branche der Presse- und Kommunikationsarbeit befindet sich in einem stetigen Wandel – was sich auch in der Agenturwelt widerspiegelt. So positionieren sich immer mehr Agenturen als „ganzheitliche Kommunikationsberatung“ – eine Entwicklung, den die GPRA sehr begrüßt.

    Leidenschaft, Erfolge und neue Wege: Die Young Professionals gestalten die Zukunft

    Dass die jungen Talente ordentlich was leisten, zeigen die zahlreichen Ergebnisse. Die Treffen der YPs fördern nämlich nicht nur den Austausch untereinander, sondern bieten den einzelnen Arbeitsgruppen auch eine Bühne ihre Projekte näher vorzustellen – von Highlights, gemeisterten Herausforderungen bis hin zu Planungen und Zielen für 2025.

    Das Jahr 2024 war geprägt von vielfältigen Projekten, wie der erfolgreichen Umsetzung diverser Maßnahmen zum 50-jährigen Jubiläum der GPRA – unter anderem einer Podcastreihe mit ehemaligen Präsidentinnen und Präsidenten – und der Gründung der neuen Arbeitsgruppe ImpactVoice.

    Das Team Website & Blog hat im vergangenen Jahr insgesamt acht Blogbeiträge veröffentlicht. Der bunte Themenmix präsentiert die Arbeit der Young Professionals und bildet Events, Erfolge, aktuelle Themen sowie wichtige Botschaften für Kommunikationsschaffende ab. Das Social Media-Team freute sich über 293 neue Follower:innen und evaluierte, dass die Postings, die die Mitglieder der Young Professionals zeigen, am besten performen. Für Jahr 2025 ist geplant, mehr Videocontent für LinkedIn zu produzieren.

    Die Mitglieder der Arbeitsgruppe Podcast haben im Jahr 2024 insgesamt acht Folgen produziert und veröffentlicht. Themen, wie Künstliche Intelligenz oder Transformationsprozesse, lockten besonders viele Zuhörer:innen. Auch das Neuland-Team freute sich über zahlreiche Zuhörer:innen und setzte sich zum Ziel, im Jahr 2025 drei Sessions umzusetzen. Das CMS IV-Team tauschte sich mit Agenturen und CEOs über die Bedeutung und den Nutzen des CMS-Standards aus und wird auch weiterhin die Kommunikation intensiv fördern. Die Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit beschäftigte sich mit mehreren Umfragen und wird die Ergebnisse auf den verschiedenen Kanälen der Young Professionals verbreiten. Weiterhin arbeiten die Gruppenmitglieder stetig daran, neue Formate und Content-Ideen zu entwickeln. Die Mitglieder des Ethik-Teams haben ein Konzept erarbeitet, wie sie den Ethik-Kodex Berufseinsteiger:innen und jungen Kommunikationsprofis näher bringen und auf ihn aufmerksam machen können.

    „Content is king, strategy is queen!“

    Nach der Mittagspause ging es mit einem Impuls-Vortrag von Ann-Charlott Stegbauer von FleishmanHillard Germany weiter. Die LinkedIn-Expertin erklärte den Young Professionals, wie sie das Meiste aus LinkedIn herausholen können – für sich persönlich, die GPRA YPs, aber auch für ihre Kund:innen. Ihre Grundempfehlung: Entscheidend für eine erfolgreiche LinkedIn-Kommunikation ist die Frage nach dem Warum. Der Inhalt an sich ist zwar wichtig, das Warum eines LinkedIn-Kanals sollte allerdings immer im Vordergrund stehen.    

    Mit diesem Gedanken im Hinterkopf teilten sich die Teilnehmenden im Workshop-Teil des Tages in vier Gruppen auf, um Ziele und Planungen für 2025 zu entwickeln. 2025 ist nämlich ein ganz besonderes Jahr für die jungen Talente: Das 5-jährige Jubiläum der GPRA Young Professionals steht an!  

    Zwei Kleingruppen beschäftigten sich genau mit diesem Thema und erarbeiteten Maßnahmen, um das Jubiläum (und die Young Professionals) zu feiern. Eine weitere Gruppe beschäftigte sich mit dem Konzept für einen Instagram-Kanal, den das Social Media-Team verantworten soll. Die vierte Gruppe stellte sich der Frage, wie neue Mitglieder gewonnen und der Zusammenhalt innerhalb der YPs gestärkt werden kann.

    Der Abend endete mit einem Glas Sekt: Gemeinsam blickten die YPs auf neue Kontakte, frische Ideen und inspirierende Gespräche zurück. Auf ein erfolgreiches Jubiläumsjahr der Young Professionals!


    Veröffentlicht am 14.02.2025

    Autor: Zoe Hinrichs (Segmenta)

  • #ZusammenFürDemokratie

    #ZusammenFürDemokratie

    Unternehmen rufen zur Teilnahme an der Bundestagswahl 2025 auf

    • Vorbereitung für den Aktionstag am 19.2.2025 gestartet
    • Marken ändern ihr Logo oder ihren Claim für einen Wahlaufruf
    • Social-Media-Reichweite und Werbeflächen werden gespendet

    Berlin/Köln, 10. Februar 2025 – Unter dem Motto „Jede Stimme zählt!“ ruft eine breite Allianz aus Unternehmen, Medienhäusern und Agenturen zur Stimmabgabe bei der Bundestagswahl 2025 auf. Gestartet von den Kommunikationsagenturen antoni und OSK sowie cherrypicker, OMG und team x setzen Marken mit der Kampagne #ZusammenFürDemokratie ein starkes Zeichen für demokratische Werte und gesellschaftliche Verantwortung.

    „Mit der Aktion #ZusammenFürDemokratie wollen wir Menschen an die Wahlurne bringen. Medien und Unternehmen haben die Möglichkeit, durch diesen gemeinschaftlichen Aufruf ihre Reichweite für eine hohe Wahlbeteiligung einzusetzen – denn jede Stimme zählt!“, sagt Sven Dörrenbächer, CEO von antoni und Initiator der Aktion.

    Hohe Wahlbeteiligung schützt Demokratie

    Die Bundestagswahl 2025 findet in einer gesellschaftlich angespannten Lage statt.
    14 Millionen Wahlberechtigte verzichteten 2021 auf ihre Stimme. Die Demokratie lebt aber vom Austausch und der aktiven Beteiligung an den politischen Prozessen. Genau dazu ruft die Initiative auf, denn laut aktuellen Umfragen des ZDF-Politbarometers sind 33 Prozent der Wähler*innen noch unentschlossen. So soll der Appell dazu beitragen, dass möglichst viele davon zur Wahl gehen und mit über die Zukunft des Landes entscheiden. Eine geringe Wahlbeteiligung nutzt eher den extremistischen Kräften.

    Ziel der Kampagne

    Unternehmen genießen in der Gesellschaft größeres Vertrauen als Parteien, doch ihre Stimme im politischen Diskurs bleibt oft zu leise. An diesem Punkt setzt die Initiative an. #ZusammenFürDemokratie mobilisiert Unternehmen, ihre Reichweite gezielt für einen überparteilichen Wahlaufruf zu nutzen. Dieser kann in Form von Social-Media-Postings, Anzeigen in Medien und kreative, auf die Kampagne angepasste Marken-Claims erfolgen.

    Schon jetzt sind Unternehmen wie Congstar, Bayer, BVG, HANS IM GLÜCK, Iglo, Katjes, Mercedes-Benz, Nestlé mit Maggi, Thomy und Nespresso sowie die ZF Group dabei, um am 19.02.2025 um 09.00 Uhr zeitgleich ihren Wahlaufruf auf den eigenen Social-Media-Kanälen zu veröffentlichen.

    Unterstützt wird das Initiatorenteam von der Marketingberatung superspring, dem Marktforschungsinstitut Appinio, der Gesellschaft der führenden PR- und Kommunikationsagenturen (GPRA), der Organisation Werbungstreibende im Markenverband (OWM) sowie gemeinnützigen Initiativen wie C_SR und Initiative 18.

    Alle interessierten Unternehmen und Marken können sich wie folgt am kollektiven Wahlaufruf beteiligen:

    1. Marken-Claim in Wahlaufruf umtexten oder Logo ändern: alles ist erlaubt!
    2. Bild, GIF oder Video kreieren sowie Kampagnen-Hashtag (#ZusammenFürDemokratie) einsetzen
    3. Code of Conduct beachten: Die Initiative ist ein Wahlaufruf, keine Parteien-Empfehlung oder -Ablehnung
    4. Am 19.02., 09.00 Uhr auf den eigenen Social-Media-Kanälen posten
    5. Für kostenlose Platzierung bei Medienpartnern, Druckunterlagen (Format 4:5) bis Freitag, 14.2.2025, 18.00 Uhr an ZFD-Marken@antoni.de schicken
      (ein Abdruck kann nicht garantiert werden)

    Wir freuen uns, wenn Medienhäuser Freiflächen in Print, Online, TV, DOOH u.a. pro bono zur Verfügung stellen, um eine Auswahl der kreativen „Wahlaufrufe“ der Industrie am 19.02. (bis 23.02.) zu schalten. Bei Interesse bitte unter ZFD-Medien@antoni.de melden. Vielen Dank!

    Erfolgsbeispiel: Inspiration aus der Corona-Zeit

    Mit der Kampagne #ZusammenFürDemokratie will das Initiatorenteam an den Erfolg seiner Aktion #ZusammenGegenCorona#ZusammenFürDemokratie im Dezember 2021 anknüpfen, bei der über 1.000 Unternehmen ihre Markenclaims zu einem Impfaufruf anpassten. Die Aktion war ein starkes Signal für gesellschaftlichen Zusammenhalt – mit dem gleichen Engagement heißt es nun, sich für Demokratie und staatsbürgerliche Verantwortung einzusetzen.

    Pressekontakt:

    Julia Gräfe
    j.graefe@osk.de
    +49 152 592 040 43

  • Daten als Treiber effektiver Kommunikation

    Daten als Treiber effektiver Kommunikation

    Datengetriebene Kommunikation hat die Spielregeln in der PR-Branche neu definiert. Wie Unternehmen Daten gewinnbringend nutzen, gab unser Neuland-Event preis.

    In der modernen PR- und Kommunikationsarbeit sind Daten viel mehr als „nur Zahlen“. Sie tragen maßgeblich zum Erfolg strategischer Entscheidungen und wirkungsstarker Kommunikationsmaßnahmen bei. Welches Potenzial Daten für Unternehmen eröffnen, welche Fallstricke zu beachten sind und wie Key Performance Indicators (KPIs) definiert werden, diskutierten drei Expert:innen aus der DACH-Region bei unserem Neuland-Event am Dienstag, 21. Januar 2025: Maximilian Freissler, Head of Research bei pressrelations Österreich, Hagen Albers, Measurement Lead EMEA bei Edelman DXI, und Katia Murmann, Founder und Co-CEO WolfPak.

    Analytics trifft PR

    Bereits zu Beginn der Veranstaltung waren sich die Speaker:innen einig: Daten sind aus der PR-Branche nicht wegzudenken. Maximilian Freissler betonte, wie effektiv Daten dabei helfen, Kommunikation messbar zu machen und belastbare Orientierung für Unternehmen zu bieten. Katia Murmann wies darauf hin, dass die Datenanalyse besonders dann wirkungsvoll funktioniert, wenn Kommunikationsverantwortliche sich darüber bewusst sind, welche Daten sie in den Blick nehmen möchten und welche Ziele sie damit anstreben. Zudem spielen das Monitoring und die regelmäßige Anpassung der Analysestrategie eine wichtige Rolle. Hagen Albers grenzte die heutige datengetriebene Kommunikation klar von früheren Kreativprozessen ab, die in der Regel eher auf Bauchgefühl und/oder Recherchen basierten. Darüber hinaus prognostizierte er: „Wir sind noch lange nicht am Ende der Fahnenstange angelangt. Es wird immer neue Möglichkeiten geben, um Kommunikation datengetrieben zu analysieren.“

    KI als Gamechanger

    Dass die datengetriebene Kommunikation sich stetig weiterentwickelt, ist unter anderem dem Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) zu verdanken. So zeige die KI neue Wege auf, um Daten beispielsweise zu aggregieren und zu verarbeiten, wie Hagen Albers berichtete. Katia Murmann ergänzte: „Ich sehe sowohl Potenzial für die quantitative als auch für die qualitative Datenuntersuchung. Das gilt unter anderem für die Sentiment-Analyse, für die Personalisierung von Front Pages und für Distributionsstrategien. Hier stehen wir erst am Anfang unserer Möglichkeiten.“ Maximilian Freissler erkannte die enorme Zeitersparnis durch KI an und schätzte deren Fähigkeit, Daten explorativ, deskriptiv und prognostisch zu bearbeiten.

    Welche KPIs zählen?

    So weit, so gut. Doch welche Kennzahlen sind in der großen Flut von Daten besonders relevant? Freissler erklärte, dass dies stark vom jeweiligen Unternehmen, dessen Zielsetzungen und dessen Branchenumfeld abhänge. Er stufte etwa die Reichweite, die Tonalität und die erreichten Stakeholder:innen als situativ entscheidende Datenpunkte ein. Neben den erreichten Personen als wichtigster KPI hob Murmann das Engagement hervor: „Es ist leicht, Reichweite zu boosten. Wenn sich aber niemand mit dem Inhalt auseinandersetzt, ist diese Reichweite bedeutungslos.“ Albers beobachtet am Markt derzeit eine zunehmende Nachfrage nach dem Return on Investment (ROI). Zudem merkte er an, dass wichtige Metriken immer abhängig vom jeweiligen Kanal zu betrachten seien.

    Herausforderungen der Datenanalyse

    Wer gemeinsam mit Kunden KPIs erarbeitet, dürfe selbstverständlich nicht das Thema Datenschutz vernachlässigen, erinnerte Max Freissler. Denn dieser setze Grenzen bei der öffentlichen Datenverfügbarkeit. Katia Murmann sah dahingegen die schiere Datenmenge als Herausforderung: „Die große Kunst ist es, herauszufinden, aus welchen Daten sich Insights ableiten lassen, die das Unternehmen wirklich voranbringen. Es ist immer am schwersten, Dinge einfach zu machen. Das gilt auch für Daten.“ Hagen Albers benannte die Auswahl der „richtigen“ Daten, die Zusammenführung verschiedener Datentypen und deren Integration in technischer Hinsicht als Herausforderung.

    Mehrwert für alle Seiten

    Kennen Kommunikationsverantwortliche erst einmal alle Fallstricke und wissen damit umzugehen, entstehen Projekte, die nachhaltigen Erfolg bringen: Katia Murmann berichtete von der Personalisierung einer Schweizer Nachrichtenseite, die eine 25-prozentige Verbesserung der fokussierten KPIs brachte. Hagen Albers nannte SEO (Search Engine Optimization)-Maßnahmen als beispielgebend für gelungene datengetriebene Kommunikation. Denn damit ließen sich Besucherzahlen auf der Website signifikant steigern und gute Rankings langfristig halten. Max Freissler gab den Young Professionals abschließend mit auf den Weg: „Wer datengetriebene Kommunikation nutzen möchte, muss sich so damit auseinandersetzen, dass er oder sie Freude an dem Thema findet und die Vorteile erkennt. Am Ende des Tages geht es darum, Erfolge messbar zu machen. Das hilft nicht nur Unternehmen, sondern auch jeder:m von uns als Berater:in. Und KI erleichtert die Arbeit mit Daten enorm. Was will man mehr?“

    Das gesamte Neuland-Event ist hier zu sehen:

    Über #Neuland

    Gemeinsam knöpfen sich die PRVA Newcomers, Young LSA und die GPRA Young Professionals ab jetzt regelmäßig die Trendthemen der Branche in der Veranstaltungsreihe „Neuland“ vor. Denn: Was für manche noch immer ein Buch mit sieben Siegeln ist, wurde für sie schon längst ein zweites Zuhause. Werdet mit ihnen vom Digital Immigrant zum Digital Native! Auf unseren Social Media-Kanälen (LinkedIn) weisen wir regelmäßig auf die kommenden #Neuland-Veranstaltungen hin. Folgt uns und stay tuned!


    Veröffentlicht am 07.02.2025

    Autorin: Annika Hörl, Junior Consultant bei Publik. Agentur für Kommunikation GmbH

    Weitere Beiträge zu diesem Thema:

  • Das Ziel ist positiver Impact – Studie beleuchtet die Twin Transformation in der deutschen Kommunikationsbranche

    Das Ziel ist positiver Impact – Studie beleuchtet die Twin Transformation in der deutschen Kommunikationsbranche

    • Die führenden Branchenverbände BVDW, GPRA und GWA unterstützen die erste Umfrage zur Twin Transformation. Der Report präsentiert zentrale Erkenntnisse zu den Treibern, Hemmnissen und Potenzialen an der Schnittstelle von Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
    • Praktische Handlungsempfehlungen sollen Agenturen konkrete Orientierung bieten, mehr Nachhaltigkeit von, durch und mit Digitalisierung zu erreichen.

    Hamburg, 27. Januar 2025 – Die deutsche Kommunikationsbranche steht vor einer doppelten Herausforderung: Die Digitalisierung treibt Prozesse und Geschäftsmodelle voran, während Nachhaltigkeit als gesellschaftliche Verantwortung und strategischer Wettbewerbsfaktor an Bedeutung gewinnt. Doch wie können diese beiden zentralen Transformationen zusammengeführt werden, um ökonomische, ökologische und soziale Mehrwerte zu schaffen?

    Mit der erstmaligen Untersuchung zur Twin Transformation – eine Form der Unternehmensführung, in der Digitalisierung und Nachhaltigkeit gemeinsam und unter Berücksichtigung wechselseitiger Effekte betrachtet wird – wird dieser Frage nun nachgegangen. In Zusammenarbeit mit den führenden Branchenverbänden BVDW, GPRA und GWA wurden 215 Personen aus Agenturen in Deutschland befragt. Die Umfrage widmete sich den Treibern und Hemmnissen in den Bereichen Digitalisierung und Nachhaltigkeit sowie den Potenzialen an ihrer Schnittstelle.

    Zentrale Erkenntnisse der Umfrage

    • Digitalisierung mit weitem Abstand vor Nachhaltigkeit
      80 % der Befragten bewerten den eigenen Digitalisierungsgrad als hoch oder sehr hoch. Bei Nachhaltigkeit sind es nur 46 %.
    • Digitalisierung als Chance für Nachhaltigkeit
      86 % der Befragten stimmen dieser Aussage einfach oder voll und ganz zu. Risiken werden hingegen kaum gesehen.
    • Interne Kommunikation wirkt
      Je besser sich die Befragten über die Ziele und Aktivitäten der Agentur informiert fühlen, desto höher bewerten sie den Grad der Digitalisierung bzw. der Nachhaltigkeit.
    • Intrinsische Treiber bestimmen die Transformation der Agenturen
      Digitalisierung ist durch positive Beeinflussung der Geschäftsergebnisse, Nachhaltigkeit durch die gesellschaftliche Verantwortung motiviert.
    • Digitalisierung und Nachhaltigkeit stehen vor ähnlichen Hemmnissen
      Probleme bei der praktischen Umsetzung, Investitionskosten und fehlende ganzheitliche Konzepte sind die größten Hemmnisse.
    • Ökonomische Potenziale im Fokus
      Nachhaltigkeit durch die / in der Digitalisierung hebt insb. Potenziale beim flexibleren Arbeiten, bei schnelleren Arbeitsabläufen sowie dem Zugang zu Know-how.

    Praktische Handlungsempfehlungen bieten Orientierung
    Basierend auf den Ergebnissen gibt der Report praktische Empfehlungen, mit welchen Hebeln Agenturen die Twin Transformation wirkungsvoll implementieren können. Die Empfehlungen reichen von der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells, über die ökologische Gestaltung des Produkt- und Serviceportfolios bis hin zu Strukturen zur Sicherstellung einer gemeinsamen Verantwortung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit sowie der Kommunikation von Zielen und Aktivitäten.

    „Die Umfrage bestätigt das enorme Potenzial der Twin Transformation für positiven Impact in der deutschen Kommunikationsbranche. Gleichzeitig legen die Ergebnisse nahe, dass es an der Schnittstelle von Digitalisierung und Nachhaltigkeit einen Handlungsbedarf gibt. Jede Agentur sollte evaluieren, welche Hebel für sie selbst relevant sind. Die umfangreichen Informations- und Dialogangebote der führenden Branchenverbände BVDW, GPRA und GWA sind dafür ideale Startpunkte“, sagt der Autor des Reports, Arne Carstens, der die Umfrage im Rahmen seiner Abschlussarbeit im MBA Sustainability Management an der Leuphana Universität Lüneburg durchführte.

    Über den Report
    Der Report ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit den führenden Branchenverbänden BVDW, GPRA und GWA und umfasst die Perspektiven von 215 Personen aus Mitgliedsagenturen der Verbände. Ziel ist es, ein umfassendes Bild zum Status Quo der Twin Transformation und die Perspektiven auf den Zusammenhang von Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der Branche zu liefern. Die Daten wurden via anonymisierter Online-Umfrage im Rahmen einer Abschlussarbeit im MBA Sustainability Management an der Leuphana Universität Lüneburg erhoben. Der Autor ist Arne Carstens und arbeitet als Director Sustainability Consulting und Chief Sustainability Officer bei der Hamburger Agentur segmenta.


    Der vollständige Report kann hier heruntergeladen werden:

  • CMS IV-Zertifizierung: Ein Interview mit Dr. Ingo Stader, H&C Stader

    CMS IV-Zertifizierung: Ein Interview mit Dr. Ingo Stader, H&C Stader

    Feierliche Übergabe der CMS-IV Urkunde mit Dr. Ingo Stader, Ingo Fiedler und GPRA-Präsidentin Alexandra Groß

    Sie sind mit HC Stader seit März 2024 Teil der GPRA, für dessen Mitglieder die CMS-Zertifizierung verpflichtend ist. Welche Rolle hat diese Verpflichtung bei Ihrer Entscheidung gespielt, dem Verband beizutreten?

    Die Zertifizierung war für uns ein ganz entscheidendes Kriterium. Es ist ein Qualitätssiegel, das nach internationalen Standards und einer Prüfung vor Ort (Audit) vergeben wird. Man kann immer behaupten, dass man gut ist und für höchste Qualität steht, glaubwürdiger ist es jedoch, wenn dieses Qualitätsversprechen nach professionellen und transparenten Standards erfolgt.

    Wie haben Sie die Vorbereitung auf das Audit und die Gespräche mit den Expert:innen selbst erlebt?

    Es war ein intensiver Austausch, der das gesamte Team miteinschloss und in unserer Agentur einen richtig positiven dynamischen Prozess ausgelöst hat. Viele Anforderungen haben wir längst in der Arbeitsorganisation, Projektarbeit und im Management in Anwendung – nur fehlte es bislang an einer systematischen Dokumentation was die Norm, was die Prozesse dahinter genau sind. Das haben wir nun Dank der Zertifizierung umgesetzt und fest in unsere Agentur-Struktur integriert.

    Inwiefern hilft Ihnen die Zertifizierung – sowohl in Bezug auf Ihre Kunden als auch auf die interne Zusammenarbeit?

    Wir haben die Zertifizierung von Anfang an als eine große Chance für unsere Agentur gesehen. Uns gibt es jetzt 11 Jahre am Markt und wir sind in den letzten Jahren stark gewachsen, von Projekt zu Projekt geeilt, haben in diesem Jahr einen Neubau realisiert, den History Hub – kurz: es fehlte uns einfach die Zeit, diese ganze organisatorische Entwicklung und unsere Prozesse einmal systematisch zu dokumentieren. Das haben wir jetzt geschafft und dank dieser Klarheit sind wir nun noch besser aufgestellt, um unsere Kunden optimal zu betreuen – in der Projektarbeit, im Kaufmännischen und in der Beratung.

    Der CMS-Standard wird regelmäßig überprüft und aktualisiert. Welche Beratungsleistungen und Angebote in der Agentur werden in Zukunft von Bedeutung sein?

    Wir haben ja ganz neu die Geschichtskommunikation als eigenes Feld in den Verband mit eingebracht. Hier sehen wir in Zukunft weiter großen Bedarf, denn Verantwortung gegenüber der eigenen Geschichte, Glaubwürdigkeit anhand belegbarer Fakten sind ganz wesentliche Bestandteile einer transparenten Kommunikation. Es ist daher wichtig, dass wir auch in diesem Beratungsfeld professionelle Standards anwenden.

    Warum ist der Beratungsstandard gerade auch für Young Professionals Stütze und Orientierungsgeber?

    Ich denke es ist grundsätzlich immer wichtig, wenn es für Herangehensweisen Standards gibt, an denen ich mich orientieren und auch messen kann. Die Erfahrung bringt es dann mit sich, diese in der Praxis immer wieder neu zu erproben und auch fortzuentwickeln.

    Die Fragen stellte Stefanie Bäuerle, Kommunikationsberaterin bei der PR- Agentur Sympra.

  • Arbeitgeber-Report 2024: Das bieten GPRA-Agenturen ihren Mitarbeitenden

    Arbeitgeber-Report 2024: Das bieten GPRA-Agenturen ihren Mitarbeitenden

    GPRA-Agenturen investieren in die Zukunft und bieten individuelle und flexible Karrierewege

    Berlin, 13.12.2024 – Zwei Jahre nach der Erhebung des letzten Arbeitgeber-Reports bestätigen die aktuellen Ergebnisse die kontinuierliche Weiterentwicklung der GPRA-Agenturen. Mitarbeitenden und Young Talents werden steigende Gehälter und vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten, eine zunehmend breite Palette an Zusatzleistungen und Vergütungselementen, mehr Flexibilität und Teilzeitmodelle sowie ein hohes Maß an Individualität durch lebensphasenorientierte Arbeitsmodelle geboten.

    Der Verband der führenden PR- und Kommunikationsagenturen in Deutschland (GPRA e.V.) veröffentlicht heute seinen vierten Arbeitgeber-Report. Die Mitgliedsagenturen wurden zu den Themen Vergütung, Zusatzleistungen, Arbeitszeitregelungen, Arbeitsmodellen und Karrieremöglichkeiten befragt. Die Ergebnisse zeigen die konsequente Weiterentwicklung eines professionellen Arbeitsumfelds und damit die Anpassung an die sich verändernden Herausforderungen der Branche. Besonders in den Bereichen Personalmanagement, Karrieremöglichkeiten und Vergütung sind deutliche Schritte zu erkennen. An der Umfrage haben 24 von aktuell 31 Mitgliedsagenturen teilgenommen.

    Positive Entwicklung der Nachwuchsgehälter in den Agenturen

    Seit der Veröffentlichung des ersten Arbeitgeber-Reports 2018 ist eine deutliche Steigerung der Gehälter auf den verschiedenen Erfahrungsebenen innerhalb der Agenturen zu verzeichnen. Auf dem Level der Junior Berater:innen und Berater:innen ist das Gehalt innerhalb der letzten beiden Jahre um jeweils 4,1% gestiegen. Betrachtet man insgesamt die Entwicklung der Grundgehälter seit 2018, der ersten Erhebung des Arbeitgeber-Reports, zeichnet sich der deutlichste Gehaltssprung auf der Ebene der Junior Berater:innen mit einem Zuwachs von insgesamt 14,2% ab.

    Jede:r zweite Junior Berater:in verdient zwischen 35.000 und 45.000 EUR Grundgehalt pro Jahr. Der Anteil der Gehaltskategorie ab 40.000 EUR hat sich dabei im Vergleich zu 2022 sogar mehr als verfünffacht. Auch auf dem Erfahrungslevel Berater:in zeigt sich eine positive Entwicklung: Der Anteil der Spitzengehälter – das bedeutet 50.000 EUR oder mehr – hat sich seit 2022 mehr als verdoppelt. Auf dem Senior-Level bekommen 54% ein Grundgehalt von 60.000 bis 70.000 EUR oder mehr. Dies ist eine Steigerung um 7 Prozentpunkte seit der letzten Erhebung. Gleichzeitig hat sich der Anteil der Gehaltskategorie 70.000 EUR oder mehr seit 2022 mehr als verdoppelt.

    „Mit der zweijährlichen Erhebung und mittlerweile vierten Ausgabe unseres GPRA Arbeitgeber-Reports können wir klar belegen, dass die Gehälter auf den verschiedenen Erfahrungsebenen kontinuierlich steigen, insbesondere für Junior Berater:innen“, sagt Jelena Mirkovic, Co-CEO bei komm.passion, GPRA-Präsidiumsmitglied und HR-Leitung im Verband. „Hinzu kommen verschiedene Boni und Zuschüsse in allen Gehaltsgruppen, deren Anteil an der Gesamtvergütung von Hierarchieebene zu Hierarchieebene steigt.“

    Immer vielfältigere Vergütungselemente und Zusatzleistungen

    Neben steigenden Grundgehältern nimmt auch die Bandbreite an Zusatzleistungen für Mitarbeitende in GPRA-Agenturen stetig zu. Dabei wird ein klarer Fokus auf Mobilität, Familienfreundlichkeit und Gesundheitsförderung gelegt.

    Zusatzleistungen, die die Mitarbeitenden in Anspruch nehmen können, sind beispielsweise zusätzliche Urlaubstage, die inzwischen von 75% der befragten Agenturen angeboten werden, einen Kindergartenzuschuss, den mehr als die Hälfte der Agenturen gewährt, oder auch Workation – ebenfalls in mehr als der Hälfte (54%) der befragten Agenturen möglich. Die zunehmende Vielfalt zeigt sich in neuen Angeboten wie einem Zuschuss zum Arbeiten im Agenturnetzwerk im Ausland, in der Möglichkeit, Care-Tage zu nehmen oder auch in dem Angebot, eine Zusatz-Krankenversicherung über den Arbeitgeber abzuschließen.

    Im Bereich des Gesundheitsmanagements haben die Mitarbeitenden in den befragten GPRA-Agenturen die Möglichkeit, u.a. Zuschüsse für ein Fitnessstudio, Stressbewältigungsprogramme, Massagen oder tägliche Meditationseinheiten in Anspruch zu nehmen und auf diese Weise für mehr Ausgeglichenheit im Agentur-Alltag zu sorgen.

    Nach wie vor spielt auch Mobilität eine entscheidende Rolle. Privat nutzbare betriebliche Geräte (wie Handy, Laptop) gehören zu den Standardleistungen der GPRA-Agenturen. Drei Viertel der Agenturen bieten zudem Fahrtkostenzuschüsse, Bahncards für Vielreisende und Jobtickets an.

    Neben den genannten Assets sind monetäre Zuschüsse zum Grundgehalt von Bedeutung. 75% der befragten Agenturen bieten deshalb ihren Mitarbeitenden Boni nach Jahresergebnis oder nach individueller Leistung an, 29% auch eine Kombination aus beidem.

    Flexiblere Arbeitsmodelle und mehr Teilzeit

    GPRA-Agenturen bieten ihren Beschäftigten noch mehr Flexibilität, Arbeitsleben und Privatleben bestmöglich zu verbinden. Mobiles und hybrides Arbeiten ist in nahezu allen (96%) befragten Agenturen möglich. In mehr als einem Drittel der Agenturen können Mitarbeitende sogar ausschließlich im Mobile Office arbeiten.

    Neben der Möglichkeit, remote zu arbeiten, zeigen die Ergebnisse des aktuellen Arbeitgeber-Reports auch einen deutlichen Trend zu mehr Teilzeit. In den letzten vier Jahren ist die Zahl der in Teilzeit Beschäftigten um 7% auf 28% gestiegen, wobei Frauen mit 41% im Vergleich zu Männern mit 14% den deutlich höheren Anteil einnehmen.

    Hinzu kommen eine individuelle Arbeitszeitregelung und Ausgleichstage bei Mehrarbeit in allen sowie eine Gleitzeitregelung bei drei Viertel der befragten Agenturen.

    Aufwertung des Traineeships und individuelle Karrierewege

    Der vorliegende Arbeitgeber-Report verdeutlicht, dass ein klarer Schwerpunkt auf der Nachwuchsförderung liegt: Neben der zunehmenden Steigerung der Traineegehälter passen die GPRA-Agenturen auch die Dauer des durchschnittlichen Traineeships kontinuierlich der Qualifizierung der Absolvent:innen an. Inzwischen bieten mehr als zwei Drittel (67%) der Agenturen ein auf zwölf Monate komprimiertes Traineeship.

    Die jeweiligen Traineeship-Programme der Mitgliedsagenturen werden in der aktuellen GPRA-Traineebroschüre vorgestellt.

    Jelena Mirkovic fügt hinzu: „Mitarbeitende in GPRA-Agenturen haben vielfältige Möglichkeiten, sich berufsbegleitend weiter zu qualifizieren und sich individuell zu entwickeln. So beschränken sich die Tätigkeiten in einer Agentur nicht nur auf die klassischen Berufsbilder wie Berater:in und Redakteur:in, sondern bieten viele weitere Möglichkeiten wie Art Director:in, Mediengestalter:in, Eventmanager:in, aber auch stetig neue Berufsbilder wie Prompt Artist oder Motion:Designer:in. Die Einstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten in den GPRA-Agenturen sind sehr vielfältig und Spurwechsel, basierend auf den eigenen Stärken und Interessen, leicht möglich.“

    Der Arbeitgeber-Report der GPRA steht hier zum Download bereit:

  • Startschuss für den DPRG | GPRA Junior Award 2025

    Startschuss für den DPRG | GPRA Junior Award 2025

    Der Junior Award ruft die PR-Talente von morgen auf: Gesucht werden kreative Kommunikationskonzepte zur Markenprofilierung.

    DPRG Junior Awards

    Die Gewinnerinnen und Gewinner in den zwei Kategorien Students und Young Professionals erhalten 1.000 Euro Preisgeld und eine Reise. Anmeldungsschluss ist der 31. Januar 2025.

    Die Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG) und Gesellschaft der führenden PR- und Kommunikationsagenturen (GPRA) verleihen auch in diesem Jahr den Junior Award. Gesucht werden kreative Kommunikationskonzepte von Studierenden und Young Professionals. In diesem Jahr steht der Wettbewerb ganz im Zeichen der Markenkommunikation und Markenprofilierung für das Weinparadies Ortenau.

    Interessierte können sich bis zum 31. Januar 2025 anmelden und haben dann bis zum 14. April 2025 Zeit, ihre Konzepte einzureichen. Die eingereichten Arbeiten sollen eine klare strategische Planung, Umsetzung und Evaluation beinhalten und eine überzeugende Lösung zur Positionierung und Kommunikation der Marke bieten. Den Teilnehmenden stehen während der Entwicklungsphase fünf praxisorientierte Online-Workshops zur Seite, die Themen wie agiles Konzipieren und Präsentationstechniken abdecken.

    Für die Gewinnerinnen und Gewinner gibt es in beiden Kategorien – Students und Young Professionals – attraktive Preise: Jedes Team erhält 1.000 Euro Preisgeld und jedes Teammitglied gewinnt eine Reise für zwei Personen. Die Junior Awards werden unterstützt von E.ON und TUI. Außerdem gibt es für die Teilnehmenden Incentives in Form von Online-Workshops, zum Beispiel zur Konzeptarbeit. Die Finalistinnen und Finalisten haben zudem die Chance, ihr Konzept persönlich vor der Jury zu präsentieren und an der Preisverleihung im Rahmen des Deutschen PR-Preises 2025 teilzunehmen.

    Alle Details, die Aufgabenbeschreibung und das Anmeldungsformular


    Veröffentlicht am 27.11.2024

  • GPRA Young Professionals auf dem ICCO Global Summit: Die Rolle von Kommunikator:innen in der Krise

    GPRA Young Professionals auf dem ICCO Global Summit: Die Rolle von Kommunikator:innen in der Krise

    Stella Henn (Edelman) und Stefanie Bäuerle (Sympra) beim ICCO Global Summit 2024 in Istanbul

    Foto: ICCO

    „Reputation, Relevance, Relationships“ – der Titel des diesjährigen ICCO Global Summit, organisiert vom internationalen PR-Verband „International Communications Consultancy Organisation (ICCO)“, eröffnete zunächst Raum für Interpretationen. Umso gespannter waren Stella Henn, Senior Account Executive Healthcare bei Edelman, und ich, Steffi Bäuerle, Consultant bei Sympra, was uns bei der Konferenz in Istanbul erwarten würde. Als Vertreterinnen der GPRA Young Professionals freuten wir uns darauf, an dem internationalen Treffen teilzunehmen, dessen Titel bezeichnend war: Die Veranstaltung hat einen guten Ruf, ist relevant für die PR-Branche und ein idealer Ort, um Kontakte zu knüpfen und Beziehungen zu festigen.

    Die verkannte Bedeutung von Kreativität

    Die Keynote zu Beginn zog alle Zuhörerer:innen gleich in ihren Bann. Simon Shaw, Global Chief Creative Officer bei Burson, erzählte, dass Kreativität mehr als nur Storytelling bedeutet. Er war der Meinung, kreatives Vermögen sollte auch genutzt werden, um Probleme zu lösen oder zu beraten. Nur so könne den einschneidenden Veränderungen auf der Welt begegnet werden, die das Kürzel VUCA(F) zusammenfasst: Volatile, Uncertain, Complex, Ambiguous, Flux. Die Antworten darauf: Preparedness, Agile, Specialist, Data Led und eben Creativity. Dabei könne nicht jede:r gleichermaßen kreativ sein. Es brauche gezielte Investments, zum Beispiel in Creative Directors, um Wachstum zu erzielen. Auch künstliche Intelligenz sei positiv zu bewerten, denn durch AI erfahre Kreativität nur weiteren Wachstum, der schlussendlich zu einem guten Ruf führe.

    Niemals zu unterschätzen: Die Arbeit von Kommunikator:innen

    Welche Relevanz und Bedeutung Kommunikator:innen in einer von Krisen geprägten Zeit zukommt, verdeutlichte Rod Cartwright, Gründer des gleichnamigen Beratungsunternehmens. Die Liste an Herausforderungen sei lang und reiche von geopolitischen Krisen und den „terrible twins“, Desinformation und Polarisierung, über die Gefahr von Cyberangriffen und Klimakatastrophen bis zu AI-geprägten Technologien und der sogenannten Poly-Krise, in der verschiedene Risiken miteinander verknüpft sind. Indem man sich diese bewusst mache und sich frühzeitig wappne, könne man der Lösung ein Stück näher kommen und gleichzeitig einen Wert für die PR-Branche daraus generieren. Dies gelinge in Form von Krisen-Kommunikationsplänen, Resilienzaufbau und weiteren umfassenden Vorbereitungen.

    Auch im Hinblick auf Wahlen und damit die Bewahrung und Verteidigung unserer Demokratie, spielen Kommunikator:innen eine entscheidende Rolle, erklärte Patrick Penninckx, Head of Digital Development and Governance Department des Europarats. Durch die Arbeit mit geeigneten AI-Tools zur Enttarnung von Fake News und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit, sei es eine wichtige Aufgabe, AI-getriebenen Desinformationskampagnen entgegenzutreten.

    Ebenso ein gutes Mittel, um relevant zu werden und zu bleiben: Nachweisbare Qualitätsstandards in der Beratung. Reto Wilhelm und Jürgen Gangoly von den Agency Experts waren vor Ort, um zu verdeutlichen, dass es nur einen Weg gibt, um eine erfolgreiche PR-Agentur professionell zu führen. Nur, wer innerhalb des transparenten Regelgerüsts des „Consultancy Management Standards (CMS)“ arbeite, könne kreativ arbeiten, zuverlässig liefern und schlussendlich messbare Erfolge erzielen. Oder, um es mit den Worten von Reto Wilhelm zu formulieren: „Relevance comes from reliability“.

    Internationale PR bedeutet weltweite Zusammenarbeit

    Eine wichtige Erkenntnis, die wir bei der Konferenz mitnahmen: Viel zu oft kommen, wenn von internationalen Projekten die Rede ist, hauptsächlich westliche Staaten zum Zug. PR-Expert:innen in Asien und Afrika, wo zwei Drittel der Weltbevölkerung leben, sind häufig nicht involviert. In dem Panel „Geopolitics And Business – A View From The New World“ diskutierten deshalb Mary Njoki, Gründerin und CEO von Glass House PR in Kenia, Pragati Tiwari, Partnerin bei Astrum in Indien und Agung S. Ongko, Partner und Strategy Director bei RICE Communications in Singapur, über kulturelle Sensibilität und die Zusammenarbeit von globalen und lokalen Teams bei der Aufgaben- und insbesondere Krisenbewältigung.

    Eine weitere Möglichkeit, um (nachhaltige) Beziehungen zu knüpfen, ist, Verbündete in Form von „Creators“ zu finden. Kerem Sabuncu, Chief Strategy Officer bei Ogilvy, betonte in seinem Beitrag „Influence And The Power Of Creativity“ die Bedeutung von Dritten, die eigenen Content schaffen. Die Zielgruppen würden gerne mit ihnen in Interaktion treten, weil sie dadurch Teil der Erzählung seien und gleichzeitig frei darin, auf ihre Art und Weise zu kommunizieren.

    Wie internationale Zusammenarbeit funktioniert, machte die ICCO Next Gen Group deutlich: 2022 gegründet von den Gewinner:innen des PR Next Gen World Cup Wettbewerbs 2021 und 2023 neu zusammengestellt, besteht die Gruppe heute aus den einstigen Gewinner:innen und Teilnehmenden aus aller Welt am Wettbewerb im Jahr 2022. Co-Vorsitzende Oeindrila Biswas machte die Ziele der Gruppe klar: Sie wollen den ICCO-Vorstand hinsichtlich der Bedürfnisse des PR-Nachwuchses beraten und gleichzeitig – in enger Zusammenarbeit mit Universitäten – als selbstständige Stimme von Young Professionals agieren. In ihrem Aufbau holte sich das junge Board viel Inspiration von den GPRA Young Professionals, und nahmen die gegebenen Grundstrukturen zum Vorbild.

    Innerhalb eines dicht gefüllten Tags bekamen wir so hautnah zu spüren, dass wir mit unseren alltäglichen Herausforderungen nicht alleine sind. Fast überall auf der Welt beschäftigen sich PR-Expert:innen und diverse Kommunikator:innen mit ähnlichen Themen. Doch nur gemeinsam gelingt es, für die Kommunikations-Branche einzustehen und den aktuellen Krisen noch schneller, kreativer, nachhaltiger und wirkungsvoller entgegenzutreten.


    Veröffentlicht am 12.11.2024